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3D-Avatare werden 2022 in Microsoft Teams eingeführt.
3D-Avatare werden 2022 in Microsoft Teams eingeführt.bild: microsoft

So kontert Microsoft Facebooks Metaverse

Mark Zuckerberg ist so überzeugt vom begehbaren Internet, dem Metaverse, dass er seinen Konzern in Meta umgetauft hat. Nun könnte aber Microsoft das erste Metaverse für Büroangestellte schaffen.
04.11.2021, 09:08
Raffael Schuppisser / ch media

Während der Pandemie haben viele Microsofts Büro-Software Teams kennen, lieben und auch hassen gelernt. 250 Millionen Büroangestellte weltweit nutzen die Software für Videokonferenzen und Chatunterhaltungen. Die ständige Sichtbarkeit über Kamera kann ermüden – man spricht von «Video fatigue». Oft bleibt die Webcam deshalb ausgeschaltet.

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Keine Lust auf die Webcam? Bald gibt es 3D-Avatare in Microsoft Teams.

Kamera an oder aus? Nächstes Jahr gibt es eine weitere Möglichkeit, um an Teams-Konferenzen teilzunehmen: Man kann sich mit einem Avatar, einer Art Spielfigur von sich selbst, zuschalten. Microsoft will künstliche Intelligenz einsetzen, um die Lippen der Figuren beim Sprechen zu animieren. Man wird für seine Mitarbeitenden sichtbar, bleibt aber doch hinter dem Avatar verborgen.

Microsoft Mesh ermöglicht virtuelle Meetingräume

Mesh, eine Erweiterung von Microsoft Teams, verlagert Meetings in die virtuelle Welt.<br>
Mesh, eine Erweiterung von Microsoft Teams, verlagert Meetings in die virtuelle Welt.
bild: microsoft
Microsoft plant Echtzeit-Transkription und -Übersetzung um Sprachbarrieren zu verkleinern.
Microsoft plant Echtzeit-Transkription und -Übersetzung um Sprachbarrieren zu verkleinern. bild: microsoft

Gemäss Microsoft ist dies ein Schritt, um das hybride Arbeiten angenehmer zu gestalten. Menschen im Homeoffice und Mitarbeitende im Büro sollen so intuitiver miteinander kommunizieren können. Sie können sich in virtuellen Sitzungszimmern treffen, sich an Tischen gegenübersetzen und beispielsweise gemeinsam einer Powerpoint-Präsentation beiwohnen. Später soll es auch möglich sein, dass Firmen ihre realen Sitzungszimmer virtuell nachbauen, damit Heimarbeitende exakt die gleiche Ausgangslage vorfinden wie die Mitarbeiterinnen vor Ort.

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Microsoft Mesh: Während Facebook vage vom Metaverse spricht, zeigt Microsoft mit Mesh für Teams eine konkrete Anwendung, die in wenigen Monaten lanciert werden soll.gif: microsoft

«Da Teams von über 250 Millionen Mitarbeitenden genutzt wird, kann man wohl sagen, dass dank der Avatar-Funktion das erste wirkliche Metaverse real wird», sagt Jared Spataro, der Chef von «Teams», gegenüber der «Financial Times». Der Begriff «Metaverse» ist bewusst gewählt und eine Spitze gegen Facebook. Mark Zuckerberg hat vergangene Woche seinen Konzern in Meta umbenannt und als wichtigstes Ziel bekannt gegeben, ein Metaverse zu bauen - eine Art begehbares Internet, indem wir mit unseren Avataren, leben, spielen und arbeiten.

Während einige Computerspiele wie etwa «Fortnite» sich immer mehr in diese Richtung entwickeln, stehen Bürosoftwares in dieser Entwicklung noch ganz am Anfang. Mit «Horizen Workrooms» will Meta das ändern. Anders als «Teams» wird die Software aber derzeit kaum genutzt. Microsoft hat den Vorteil, eine bereits bestehende, weitverbreitete Software mit Elementen upzudaten, während Facebook das Metaverse für den Arbeitsalltag von Grund auf erschaffen muss.

Erste Eindrücke aus dem «Metaverse» von Facebook

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Erste Eindrücke aus dem «Metaverse» von Facebook
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Wie Facebook entwickelt auch Microsoft seit vielen Jahren eine eigene Computerbrille – das Augmented-Reality-Headset Holo-Lens. Um die Avatar-Funktion nutzen zu können ist eine solche aber nicht nötig. Erst in einem weiteren Schritt soll die virtuelle Büroerfahrung dank Cyberbrille authentischer und der Unterschied zwischen Homeoffice und Office noch kleiner werden. (aargauerzeitung.ch)

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