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ICQ macht nach fast 30 Jahren dicht

ICQ, der erste erfolgreiche Internet-Messenger, ist bald Geschichte.
ICQ, der erste erfolgreiche Internet-Messenger, ist bald Geschichte.

«Oh, Oh!» – ICQ-Messenger macht nach fast 30 Jahren dicht

Ein Internet-Relikt aus den 1990er und 2000er-Jahren stirbt aus. Der Messengerdienst ICQ wird eingestellt – und mit ihm auch ein Teil der Jugendkultur dieser Zeit.
27.05.2024, 09:0527.05.2024, 09:05
Laura Helbig / t-online
Ein Artikel von
t-online

Anfang der 2000er-Jahre war man noch nicht rund um die Uhr erreichbar. Die Handys waren unhandlich und zumeist noch gar nicht Internet-fähig, das Verschicken einer einzelnen SMS kostete Geld. Doch dann kamen die ersten Chatdienste – und plötzlich konnte man viel einfacher mit Freunden in Kontakt bleiben oder sich mit Menschen aus der ganzen Welt unterhalten.

So sah ICQ damals aus.
So sah ICQ damals aus.bild: reddit

Im deutschen Sprachraum war um die Jahrtausendwende vor allem ein Messenger populär – ICQ. Wer damals einen Account bei dem Dienst hatte, wird sich an das Logo – eine grüne Blume mit einem roten Blatt – und den typischen «Uh Oh»-Sound erinnern, wenn man eine Nachricht bekommen hat. Manch einer kennt noch seine ICQ-Nummer, mit der man sich einloggen musste.

Jedes 90er- und 00er-Jahre Kind erinnert sich an diesen Sound

«Oh, Oh!», «Uh Oh!» oder «Ah Oh!»?Video: YouTube/Back To Nostalgia

Ab dem 26. Juni ist Schluss mit ICQ

Doch das ist bald Geschichte. Denn für ICQ, einen der ältesten Chatdienste überhaupt, soll bald nach mehr als 27 Jahren Schluss sein. Der Messenger ICQ werde ab dem 26. Juni nicht mehr funktionieren, teilten die Betreiber auf der Website des Dienstes mit.

ICQ war 1996 von der israelischen Firma Mirabilis gestartet worden. Der Name spielt auf den Satz «I seek you» («ich suche dich») an. Der Online-Vorreiter AOL kaufte den Dienst 1998 während des ersten Internet-Booms für mehrere hundert Millionen Dollar. Im Jahr 2009 zählte ICQ über 470 Millionen Nutzer. Doch dann kam die Konkurrenz in Form von anderen Messengern – wie etwa MSN – und schliesslich die Smartphones mit WhatsApp und Co.

Im Jahr 2010 wurde der Service dann von einer russischen Firma übernommen, die inzwischen auch den dortigen Facebook-Klon VK betreibt. Als Alternative für den eingestellten ICQ-Messenger wird den Nutzern auf der Website entsprechend der Chatdienst VK Messenger empfohlen.

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