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Netflix-Konkurrent Quibi will die Streaming-Welt revolutionieren

Schon wieder ein neuer Streaming-Dienst? Ja. Aber Quibi will einiges anders machen. Ob es auch besser ist, muss sich aber erst noch zeigen.



Vermutlich hast du noch nie etwas von Quibi gehört. Das ist auch wenig verwunderlich, denn der Streaming-Dienst ist erst am 6. April gestartet. Auch in der Schweiz ist die App bereits verfügbar, wenn auch nur auf Englisch.

Quibi

Bild: Screenshot Quibi

Im ersten Moment hat man dafür nur ein müdes Lächeln übrig. Noch ein Streaming-Dienst, der einem ein Abo andrehen will. Doch Quibi will weit mehr sein, als nur ein weiterer Streaming-Dienst für Serien. Quibi möchte der Streaming-Dienst für die Jungen sein, die Leute die keine Zeit haben, die Personen, die Inhalte hauptsächlich über ihr Smartphone konsumieren.

Mit Limitierung zum Erfolg

Quibi will die magische Formel entdeckt haben, mit der man den hart umkämpften Streaming-Markt aufmischen kann. Wer sich auf Quibi registriert, findet keine Serienepisode, die länger als zehn Minuten ist. Man wolle damit Leute ansprechen, die keine Lust haben, sich auf eine Serie einzulassen, deren Folgen 20 Minuten oder länger dauern.

Quibi soll es den User*innen ermöglichen, zwischendurch eine Folge zu gucken, dann, wenn nicht so viel Zeit bleibt. Beispielsweise, wenn man auf den Zug warten muss oder eine kurze Strecke im Bus fährt. Und weil man dabei sowieso meistens am Handy hängt, ist Quibi ausschliesslich auf Smartphones verfügbar.

Quibi

Da die User wegen der Coronakriese zuhause sitzen, wird Quibi womöglich bald eine Unterstützung für Streaming-Sticks wie den Chromecast erhalten. Bild: Screenshot Quibi

Das klingt im ersten Moment ziemlich wahnsinnig, folgt aber einem Trend, den bereits Instagram vor rund zehn Jahren losgetreten hat: Smartphone first. Noch heute kann man Fotos bei Instagram (ohne Trickserei) nur über das Smartphone hochladen.

Ein neueres Beispiel ist die Social-Media-App TikTok. Mit bald einer Milliarde User*innen weltweit ist die Video-App der Shooting-Star am Tech-Himmel. Trotz Bedenken beim Datenschutz wird die App vor allem von jungen User*innen regelmässig genutzt.

Der Streaming-Dienst für Generation Z

Dass Quibi die Social-Media-Affine Zielgruppe anspricht, zeigt der Aufbau der App. Überall wird geswiped und gewischt. Es gibt auch eine Entdecken-Seite, ähnlich wie bei Instagram oder TikTok. Sowas wie eine Genre-Übersicht sucht man vergebens. Stattdessen kann man einfach in der Suchleiste eingeben, auf was man gerade Lust hat – und selbstverständlich kann man einer Serie auch folgen.

Animiertes GIF GIF abspielen

gif: watson

Quibi hat mit seinem Dienst ganz klar die Generation Z im Visier. Sie sind die Ersten, die mit Handy und Smartphones aufgewachsen sind. Sie sind es sich auch gewohnt, Videos in Hochformat zu filmen – und zu konsumieren. Dessen ist sich auch Quibi bewusst und macht etwas, was jedem ambitionierten Film- und Serienliebhaber die Zornesröte ins Gesicht treiben dürfte: Der Streaming-Dienst bietet Serien im Hochformat an.

Selbstverständlich kann man sein Smartphone aber auch um 90 Grad drehen und die Serien im Querformat geniessen. Damit die Inhalte im Hochformat auch funktionieren, wurden sie alle extra für Quibi produziert. Hier zeigt sich auch erstmals, dass beim neuen Streaming-Dienst richtig viel Geld im Spiel ist: Die Formate sind – zumindest optisch – hochwertige Hollywood-Produktionen. Damit zerstreut Quibi dann zumindest die Bedenken, man bekomme nur kurze Videos à la YouTube-Qualität zu sehen.

Aussehen soll das dann so:

Hinter Quibi steckt richtig viel Geld – und zwei Branchen-Urgesteine

Die Bandbreite der Inhalte reicht von klassischen fiktionalen Serien, bis hin zu Reality-TV und Sportsendungen. Da die Inhalte ausschliesslich für den Dienst produziert wurden, kann Quibi kaum mit bekannten Titeln auftrumpfen. Am ehesten dürfte man noch die Streich-Show «Punk'd» kennen, die für den Dienst neu aufgelegt wurde.

Umso bekannter sind dafür die Namen, die vor und hinter der Kamera auftauchen: Steven Spielberg, der noch vor nicht einmal einem Jahr dafür sorgen wollte, dass Netflix von der Oscar-Veranstaltung ausgeschlossen wird. Steven Soderbergh, der «Contagion» gedreht hat, ein Film, der im Moment Corona-bedingt ganz hoch in den Streaming-Charts ist. Guillermo del Toro, Sam Raimi, Catherine Hardwick sind weitere prominente Namen, auf den Drehbuch- und Regieplätzen.

Bild

Im ersten Jahr sollen 125 Titel (7000 Episoden) verfügbar sein, die alle exklusiv für Quibi produziert werden. Bild: Quibi

Ihnen stehen Schauspieler*innen zur Verfügung wie Christoph Waltz, Anna Kendrick, Bill Murray, Liam Hemsworth, Idris Elba, Kiefer Sutherland, Sophie Turner, Reese Witherspoon, Will Smith, Ben Stiller, Jennifer Lopez, LeBron James. Alle prominenten Castmitglieder sind das bei weitem nicht. Das HR-Budget dürfte entsprechend hoch sein. Doch Quibi kann es sich – zumindest im Moment – noch leisten. Fast 1.8 Milliarden US-Dollar hat das Start-up von Investoren gesammelt. Sie alle sind sich sicher: Quibi wird «the next big thing».

Christoph Waltz spielt in «Most Dangerous Game» wieder einmal einen Bösewicht:

abspielen

Video: YouTube/Quibi

Dass die Investoren so grosses Vertrauen in das junge Unternehmen haben, dürfte auch an den zwei Köpfen hinter dem Projekt liegen. Gegründet wurde Quibi von Meg Whitman und Jeffrey Katzenberg.

Bild

Meg Whitman (2009) und Jeffrey Katzenberg (2006). Bild: Wikipedia/wikipedia

Beide ergänzen sich auf dem Papier wunderbar. Whitman war von 1998 bis 2008 CEO von eBay, danach übernahm sie bei Hewlett-Packard das Ruder. Katzenberg wiederum ist einer der bekanntesten Filmproduzenten Hollywoods. Unter ihm stieg das serbelnde Disney in den 80er-Jahren wieder zum Trickfilm-Giganten auf. Katzenberg verantwortete Filme wie «Die Schöne und das Biest», «Aladdin» und «Der König der Löwen». Später war er Mitgründer des bekannten Dreamworks-Studios.

Das Beste aus zwei Welten

Gegenüber CNN preschte Whitman dann auch gleich mit grossen Versprechungen vor:

«Was wir versuchen, ist, das Beste aus Hollywood und Silicon Valley zusammenzubringen, um das Schauen von kurzen Inhalten auf Smartphones aussergewöhnlich zu machen. Wir haben Inhalte auf Hollywood-Qualität, zusammen mit richtig innovativer Technologie. Das zusammen macht das Schauen von Videos auf dem Handy zu etwas völlig anderem als bisher.»

Auch Katzenberg ist überzeugt, dass Quibi nichts anderes als die grösste Idee sei, die er und Whitman jemals hatten.

Welche neuen Wege Quibi unter anderem zu gehen versucht, zeigt sich bereits bei der Serie «After Dark», die von Steven Spielberg produziert wird: Sie wird ausschliesslich nach Sonnenuntergang abrufbar sein – und zwar egal, wo auf der Welt, der User sich gerade befindet. Ein Countdown soll dabei jeweils anzeigen, wann die Sonne auf-, beziehungsweise untergeht.

Filmmaker Steven Spielberg speaks during Harvard University commencement exercises, Thursday, May 26, 2016, in Cambridge, Mass. (AP Photo/Steven Senne)

Steven Spielberg findet Streaming-Dienste nun doch nicht mehr so blöd. Bild: AP/AP

Tatsächlich dürfte nebst den technischen Spielereien aber vor allem die inhaltliche Qualität eine Herausforderung sein. Denn wenn Drehbuchautoren plötzlich nur noch zehn Minuten pro Folge haben, stellt sich natürlich die Frage, wie komplex eine Serie da noch sein darf.

Auch wenn dieser Dienst im ersten Moment womöglich etwas befremdlich wirken mag: Zumindest nach der ersten Woche kann Quibi schon ordentliche Zahlen vorlegen. In den USA und Kanada, wo der Stream am 6. April offiziell gestartet ist, konnte man nach einer Woche schon 1.7 Millionen Downloads vorweisen – der Grossteil der Nutzer sei unter 30 Jahre. Disney Plus hat im gleichen Zeitraum zwar vier Millionen Downloads verbucht, bedenkt man aber, das Quibi kaum Werbung gemacht hat, ist das doch beeindruckend. Sollte die Idee von Streaming-Angeboten im Hochformat wirklich ankommen, dürften Netflix und Co. sich zumindest überlegen, nachzuziehen.

In der Schweiz ist Quibi inzwischen auch erhältlich, allerdings sind die Inhalte im Moment ausschliesslich auf Englisch verfügbar. In den USA kostet ein Abo in der werbefinanzierten Version 4.99 Dollar. Komplett werbefrei gibt's den Dienst für 7.99 Dollar. In der Schweiz ist leider nur das Abomodell ohne Werbung verfügbar. Dafür verzichtet man auf den «Schweiz-Aufschlag»: ein Monat Quibi kostet 8 Franken. Damit ist der Dienst hierzulande sogar günstiger als in Deutschland, wo er 8.99 Euro kostet.

Aktuell kann man Quibi für 90 Tage kostenlos testen. Die App gibt's für Android und iOS.

Was ist dein erster Eindruck von Quibi?

Hinweis: In einer früheren Version des Artikels war von Generation Y die Rede. Natürlich ist die Generation Z gemeint.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Everyday Robot 16.04.2020 12:55
    Highlight Highlight "die Inhalte hauptsächlich über ihr Smartphone konsumieren.". Danke Pascal, dass diese Aussage bereits im zweiten Abschnitt steht.
  • Linkar 15.04.2020 19:24
    Highlight Highlight Wenn die Leute nicht mal mehr Zeit habe um Film zu konsumieren, will ich nicht wissen, für was sie in Zukunft sonst noch so keine Zeit mehr haben werden. Ich sehe mich schon zu meinen Enkel sagen" Wisst ihr, früher haben wir uns noch 2h Zeit genommen für einen Film". Als Gegenfrage kommt dann sicher "also meinst du 2h für den selben Film oder für 10 verschiedene?"
  • Sarkasmusdetektor 15.04.2020 17:05
    Highlight Highlight 10-Minuten-Folgen klingt interessant. Ich hatte schon bei etlichen der hochgelobten Serien der letzten Jahre das Gefühl, dass die einfach einen Spielfilm auf eine ganze Serienstaffel ausgeweitet haben. Wenn sie schneller auf den Punkt kommen, anstatt einen nur mit allen möglichen Tricks möglichst lange vor den Bildschirm zu binden, könnte das durchaus etwas werden.
  • What’s Up, Doc? 15.04.2020 10:58
    Highlight Highlight Ich bleib da als Lückenfüller lieber bei YouTube und Podcasts.
  • Laut_bis_10 15.04.2020 10:42
    Highlight Highlight Einfach nur tragisch, die Alten heutzutage können sich auf keine Serie die weniger als 20min geht konzentrieren. Ich spreche oft mit Alten, die wurden noch dazu erzogen alles Fremde und Neue zu meiden und kommen aus diesem Teufelskreis gar nicht mehr raus ... dabei bräuchen die Alten gerade jetzt möglichst viel soziale Distanz, um gesund zu bleiben ...
  • Drunken Master 15.04.2020 09:21
    Highlight Highlight Sie sind es sich auch gewohnt, Videos in Hochformat zu filmen...
    Nei messi... nach diesem Satz habe ich aufgehört zu lesen.
  • paburk 15.04.2020 08:19
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte bleibe beim Thema und beachte die Kommentarregeln.
  • baldini75 15.04.2020 08:13
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte bleibe beim Thema und beachte die Kommentarregeln.
  • THEOne 15.04.2020 07:40
    Highlight Highlight das perfekte medium für eine generation deren aumerksamsspanne einer eintagsfliege ähnelt
  • Kaktus Salat 15.04.2020 07:26
    Highlight Highlight Wer sind denn bitte diese Investoren? Wer hat Interesse daran mit so einer App Geld zu verdienen?
    Das wären "relevante" Information. Geht doch bei solchen Artikeln bitte etwas mehr in die Tiefe.

    @Alle, die jetzt Millenials oder Generation Y bashen
    1. meint ihr wohl eher die Generation Z
    2. wurde die Generation durch ihre Eltern geformt (oder sich selber überlassen) also sollte das Symptom "kurze Aufmerksamkeit" nicht den Jungen angeheftet werden
    3. die generelle gesellschaftliche Veränderungen bedeutet, dass jede Generation mit anderen Perspektiven gemessen werden. Mit welcher misst ihr?
  • Nora Flückiger 15.04.2020 07:13
    Highlight Highlight Ach du grüne neune!

    Es wäre den jungen zu empfehlen sich doch vermehrt auf persönliche Gespräche und Kontakte zu fokussieren, anstatt wie Zombies auf einen 5x10 cm grossen Bildschirm zu starren. Und alles um sich herum auszublenden!
    • Everyday Robot 16.04.2020 17:11
      Highlight Highlight Und diesen Kommenar, Nora, den hast du einer guten Freundin diktiert und ihr dabei tief in die Augen geschaut?
  • Pumba 15.04.2020 01:53
    Highlight Highlight So dreht sich die Welt noch schneller, die junge Generation wird noch medienabhänger, sie geben noch mehr Geld aus und am Schluss jammern sie alle sie seien sooo gestresst und hätten kein Geld mehr..
  • Hans Jürg 15.04.2020 00:01
    Highlight Highlight Quibi ist also gewissermassen das 20Min der Streamingdienste? Nur keinen Tiefgang und um himmelswillen keinen Denkaufwand voraussetzend kann man damit seine geistige Leere bequem überspielen.
    • Drunken Master 15.04.2020 09:24
      Highlight Highlight Instagram, TikTok... merksch öpis? Eben, da passt doch Quibi super rein. Super für alle mit einer Aufmerksamkeitsspanne einer Taube (sorry Taube) :-)
  • rburri68 14.04.2020 23:54
    Highlight Highlight Genau darum können sich junge heute nur noch wenige Minuten auf etwas fokussieren. Sehr schlecht.
  • Weiterdenker 14.04.2020 23:45
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte bleibe beim Thema und beachte die Kommentarregeln.
  • Felix Meyer 14.04.2020 23:36
    Highlight Highlight @Pascal: Was bitte schön ist eine Userin? Die weibliche Form von User ist User, im Englischen ist das alles schön diskriminierungsfrei männlich und weiblich gleich. Userin ist kein Wort.
    • Hans Jürg 15.04.2020 00:02
      Highlight Highlight Und wenn schon, dann hätte Pascal es "User*in" nennen müssen.
    • Alnothur 15.04.2020 00:21
      Highlight Highlight "im Englischen ist das alles schön diskriminierungsfrei männlich und weiblich gleich"

      Im Deutschen eigentlich auch. Nennt sich "Grundform".
    • Klebeband 15.04.2020 00:23
      Highlight Highlight Wie würde man das dann deklinieren?
      Der User, die User?
      Darf man es grossschreiben, auch wenn es auf Englisch kleingeschrieben wird?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bits_and_More 14.04.2020 23:20
    Highlight Highlight Ich sehe die App nicht wirklich als Konkurrenz für Netflix, wenn schon als Ergänzung.
    Netflix zielt aufs Binge Watching und Filme ab, welche am Abend geguckt werden. Die App als Lückenfüller / ÖV und vermutlich der Toilette.
  • ostpol76 14.04.2020 23:00
    Highlight Highlight Bitte nicht noch mehr Ignoranten, die mit iPods und Kopfhörern herumrennen.
  • mrmikech 14.04.2020 22:56
    Highlight Highlight Wann man nicht länger als 10 minuten aufmerksamkeit hat, wie soll man dann eine ausbildung machen, oder einen job finden? Generation Z scheint eine lost generation zu sein...
  • Felix Meyer 14.04.2020 22:10
    Highlight Highlight Nein, einfach nur nein.

    Play Icon
  • Arthur Philip Dent 14.04.2020 22:10
    Highlight Highlight Also für so ne Schnappsidee hab ich nun wirklich keine Zeit 😜😅

    Neinnein, ich mag meine Filme / Episoden schön lange... Bei Mandalorian überrascht mich das Ende zeitlich jedes Mal und an der Bushaltestelle brauch ich nun wirklich keine Folge einer Serie... Die Spinnen, die Jungen!*

    *Zitat Arturius Dentus, 12.n.Chr. 😜
  • Unicron 14.04.2020 22:08
    Highlight Highlight ....das klingt alles absolut schrecklich.
    Da bin ich wohl wirklich zu alt dafür, ich kann mir echt nicht vorstellen was die da Jahre lang für Serien mit 10min Folgen produzieren wollen und es dabei immer noch interessant bleibt.

    Und das Beispiel mit dem Hochformat ist ja auch total Banane, man verliert ja 70% vom Bild weil es eben NICHT dafür produziert ist.
    Wie soll das denn aussehen wenn zwei Charaktere miteinander reden? Sehe ich dann nur den einen, springt das Bild dauernd hin und her, oder sehe ich die Mitte wo niemand steht?
    Oder umarmen sich alle beim reden?
    • Zinni 14.04.2020 22:55
      Highlight Highlight Okay, das video drehen im hochformat werde ich meinem kind dann schön austreiben, sollte es soweit kommen. So umständlich kann es doch nicht sein, sein handy um 90 grad zu drehen. Aber mit etwas glück reagieren die smartphone hersteller bis dann endlich auf diese katastrophale entwicklung, damit so ein mist gar nicht mehr möglich ist.

      Stellt euch vor, wenn ein hollywood-blockbuster so gedreht würde. z.b. Terminator, avatar, forrest gump oder fast and furious 😱😱🤣🤣 bääääh!
    • Satan Claws 15.04.2020 05:53
      Highlight Highlight @Unicron

      "Wie soll das denn aussehen wenn zwei Charaktere miteinander reden? Sehe ich dann nur den einen, springt das Bild dauernd hin und her..."

      Das ist doch heute schon so. Ich weiss nicht woran es liegt. Vermutlich an schlechten Dialogen und noch schlechteren Schauspielern.

      Als Beweis schauen Sie eine beliebige neuere Serie ohne Ton. Echt furchtbar.
    • Weisser Mann 15.04.2020 09:18
      Highlight Highlight @Unicron

      Achte dich mal bei Dialogen. Du siehst sehr selten beide Gesichter aufs mal. Die Kamera hält meistens immer auf den, der spricht, ausser ihr Fokus ist auf etwas anderes gerichtet.

      Allgemein gebe ich dir aber recht. Hochformat ist Quatsch. Da geht einfach zu viel Bild verloren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Madison Pierce 14.04.2020 22:07
    Highlight Highlight Nichts für mich, aber ich kann mir schon vorstellen, dass das bei der Zielgruppe funktioniert. Hoffentlich ist dann 5G bereit, wenn jeder Zweite unterwegs Videos streamt...

    Anmerkung: "User*innen"? Lese ich zum ersten Mal. Ist das ganz modern? Das Englische kennt ja kein Genus. Verbessert meiner Meinung nach nicht den Lesefluss.
    • Klebeband 15.04.2020 00:33
      Highlight Highlight Das Englische kennt auch keine 3. Pers. Singular Präs. auf -t. Beim nächsten Mal solltest du also "wenn jeder Zweite unterwegs Videos streams" schreiben.
    • Pascal Scherrer 15.04.2020 09:01
      Highlight Highlight @Madison Pierce:

      Es ist aber tatsächlich so, dass im Deutschen die weibliche Form existiert, da "User"offiziell eingedeutscht wurde. (Findest du auch so im Duden). Und da muss ich dann konsequenterweise "User*innen" schreiben.
    • Madison Pierce 15.04.2020 09:43
      Highlight Highlight @Pascal Scherrer: Danke für Deine Antwort. Wusste nicht, dass "User" mittlerweile als Deutsch gilt. Dachte immer, es kämen nur Fremdwörter rein, für die es im Deutschen keine gute Übersetzung gibt. (Wobei ich gerade feststellen musste, dass "Voting" und "Voucher" auch drin stehen. Oh Graus!)

      Man könnte aber auch einfach "Benutzer" schreiben. Das wäre erstens Deutsch und zweitens würde man vom generischen Maskulinum vor unschönen Konstrukten mit Sonderzeichen gerettet. :)
  • Faktenchecker 14.04.2020 21:37
    Highlight Highlight 10 Minuten?
    Als könnten sich Gen Y's auf irgendetwas 10 Minuten lang konzentrieren.
  • Oban 14.04.2020 21:07
    Highlight Highlight Wunderbar, da hat die Generation „ich kann mich nicht mal mehr als 10min auf was konzentrieren“ ein neues Spielzeug.
    Wird dann wohl ähnlich Inhaltslos wie TikTok sein.
    Die haben dann eben keine Zeit sich mit was zu beschäftigen, das ihnen was bringen würde.
    • Satan Claws 15.04.2020 05:56
      Highlight Highlight @Oban

      "Die haben dann eben keine Zeit sich mit was zu beschäftigen, das ihnen was bringen würde."

      Wennn es jetzt nicht gerade Terra X oder etwas ähnliches ist, bringen Serien ohnehin nicht wirklich viel.
  • B. Bakker 14.04.2020 20:42
    Highlight Highlight Ihr dürftet Paid Content gerne deklarieren. Oder habe ich es übersehen? Zumindest liest es sich wie pure Werbung. Dass die Videos auch im Breitbild angezeigt werden, wird wirklich als Feautre speziell erwähnt?

    Bin gerade froh habe ich noch eind Aufmerksamkeitsspanne von länger als 10 Minuten.
    • Pascal Scherrer 14.04.2020 21:00
      Highlight Highlight Das ist kein Paid Post. Die werden bei uns immer klar ausgewiesen - das würdest nicht einmal du übersehen. :)
  • aglio e olio 14.04.2020 20:31
    Highlight Highlight „ Beispielsweise, wenn man auf den Zug warten muss oder eine kurze Strecke im Bus fährt.“

    Na endlich. Kein Moment sollte ohne Medieninput vergehen. Dann käme man noch darauf einfach mal die Gedanken kreisen zu lassen, hätte vielleicht Ideen, spräche mit seinen Mitmenschen oder würde gar träumen.
    Es wird Zeit, dass diesem subversiven Treiben endlich ein Ende gemacht wird.
    • ingmarbergman 14.04.2020 20:39
      Highlight Highlight Wieso sollte man mit random Leuten beim pendeln quatschen?
      Das hat man auch nicht gemacht, als es noch keine Handys gab.
    • Weninumewüsst 14.04.2020 21:14
      Highlight Highlight Nun wahllos Leute anquatschen evtl. nicht, aber beim anderen Punkt hat aglio e olio durchaus Recht. Es ist meiner Meinung nach sehr wichtig sich Zeit fürs "Gedanken kreisen lassen" zu nehmen. Und wenn schon nicht aktiv, dann passiv wärend deb kleinen "Wartepausen". Der Mensch braucht dass um nicht krank zu werden (Meinung).
      Ich bin glücklicherweise noch in die Generation darüber gerutscht. Aber bin immer wieder im Austausch mit Jugendlichen die sich dem Bewusst sind, aber es Ihnen so eingetrichtert wurde zu konsumieren dass Sie selbst nicht rauskommen. Dass müssen wir Ernst nehmen!
    • atorator 14.04.2020 21:29
      Highlight Highlight Auf dem Weg zum Grossverteiler habe ich heute ein alte Frau gesehen aus dem angrenzenden Seniorenzentrum mit zwei Gehstöcken. Sie stützte sich auf einen Pfosten ab und ich fragte sie, ob alles ok sei und ob ich was helfen könne. Ich musste eh auf Grün bei Zebrastreifen fragen.

      Sie fing an zu weinen, das wäre das schönste Erlebnis für sie seit Monaten.

      Sowas ist einfach nur traurig.

    Weitere Antworten anzeigen
  • Fruchtzwerg 14.04.2020 20:29
    Highlight Highlight 10 Minuten pro Episode sind doch schon 1000% länger als die durchschnittliche attention span der Generation Y
    *duckundweg

So doof klingen diese 10 englischen Filmtitel auf Schweizerdeutsch

Übersetzungen von englischen Filmtiteln ins Deutsche sind ja immer ein bisschen Glückssache. Mal geht der Sinn verloren, mal ist es komplett falsch. Doch wie würden wohl Filmposter aussehen, wenn die Filme in Schweizerdeutsch synchronisiert würden?

Wir haben uns dem kleinen Experiment gestellt und zehn Poster mehr oder weniger wortwörtlich übersetzt.

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