Peking werde den weiteren Prozess der europäischen Seite genau verfolgen und entschlossen alle notwendigen Massnahmen ergreifen, um die Rechte und Interesse chinesischer Firmen zu schützen, teilte ein Sprecher von Chinas Handelsministerium am Mittwoch mit. Das Land sei sehr besorgt und unzufrieden über das Verhalten der EU, und die chinesische Industrie sei enttäuscht.
Die EU-Kommission hatte hohe vorläufige Strafzölle auf E-Autos aus China angedroht. Ob Hersteller die Zölle von bis zu 38,1 Prozent tatsächlich zahlen müssen, hängt den Angaben zufolge davon ab, ob mit China eine andere Lösung gefunden werden kann.
Die Überzeugung in der veröffentlichten Bekanntgabe entbehre jeder sachlichen und rechtlichen Grundlage, hiess es vom chinesischen Handelsministerium. Die EU zeige protektionistisches Verhalten, das Spannungen im Handel hervorrufe und verstärke, hiess es.
Das Ministerium warf der EU weiter vor, die globale Lieferkette der Autoindustrie zu stören. «Die Europäische Kommission hält mit einer Hand das Banner der grünen Entwicklung hoch und schwenkt mit der anderen einen protektionistischen Knüppel», sagte der Sprecher. China fordere die EU auf, ihre fehlerhaften Praktiken zu korrigieren und mit den wirtschaftlichen Spannungen im Handel durch Dialog angemessen umzugehen.
Der Schritt der EU folgt auf noch weit strengere Massnahmen der USA gegenüber China.
US-Präsident Joe Biden versperrt Elektroautos aus China den Weg in die USA mit Sonderzöllen von 100 Prozent. Bislang wurden chinesische Autos in den USA mit 25 Prozent besteuert. Die US-Amerikaner hatten Mitte Mai Sonderzölle gegen Elektroauto-Importe, Halbleiter, Solarzellen, Kräne und andere Produkte aus China verhängt.
Als Reaktion auf die US-Strafzölle für chinesische E-Autos hatte die chinesische Handelskammer in Brüssel Ende Mai vor möglichen Gegenmassnahmen Pekings gewarnt.
(oli/sda/awp/dpa)
Das hier ist ein Wirtschaftskrieg. Eine Staatswirtschaft will mit unfairen Mitteln und staatlicher Förderung die Konkurrenten vom Zielmarkt fegen (eventl. Marken billig aufkauften) bis sie eine gewisse Grösse erreicht und sich im Markt etabliert haben.
Die Zölle müssen nochmals verdoppelt werden - so sieht es aus. Und einen Zwang, die Autos in der EU zu produzieren. Oder raus aus dem hochlukrativen Euromarkt.
Wir haben euch durchschaut.