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Mann mit pädophiler Neigung in einem Youtube-Video – oder alles nur ein «Missverständnis»? screenshot: youtube

«Creep Catcher» machen Jagd auf Pädophile im Internet – eine riskante Form von Selbstjustiz

Gehören Männer, die Minderjährige sexuell missbrauchen wollen, an den Internet-Pranger? In den USA beschäftigt eine solche Aktion die Richter.



Update: In Leser-Kommentaren wird zurecht darauf hingewiesen, dass es sich beim sexuellen Interesse für Teenager, respektive Pubertierende nicht um Pädophilie im engeren Sinn handelt (siehe Definition bei Wikipedia). 

«Hallo, können wir reden?»

Pädophile suchen auf Dating-Plattformen, in sozialen Netzwerken und Chatrooms nach Opfern.

Es beginnt ganz harmlos. Mit List und Einfühlungsvermögen versucht der Täter, das Vertrauen der minderjährigen Person am anderen Ende der Leitung zu gewinnen.

«Lass uns einfach nur ein bisschen plaudern.»

Im Internet wird nonstop Jagd auf Kinder und Jugendliche gemacht. Laut einem Bericht von UNICEF (aus dem Jahr 2009!) sind um die 750'000 Männer mit pädophilen Neigungen aktiv – und zwar rund um die Uhr, in allen Ländern weltweit.

Zurzeit beschäftigt das Schicksal des 12-jährigen Paul die Menschen in der Schweiz. Die Hinweise mehren sich, dass er von einem erwachsenen Mann in dessen Wohnung gelockt wurde. Der erste Kontakt fand über einen Online-Chat statt.

Den Spiess umdrehen

Wenn Männer mit pädophiler Neigung im Internet nach potenziellen Opfern Ausschau halten, ist die Polizei in der Regel machtlos. Zwar gibt es Spezialisten, die verdeckt ermitteln und dafür auch falsche Online-Identitäten annehmen. Doch sind alle Massnahmen nur Tropfen auf den heissen Stein. 

Hier kommen die «Creep Catcher» ins Spiel. Das sind Privatleute, die den Spiess umdrehen wollen und versuchen, mutmassliche Pädophile in die Falle zu locken.

Dazu gleich mehr, doch zunächst zum Vorgehen:

Creep Catcher sind kein neues Phänomen, doch zeigen aktuelle Ereignisse in den USA, dass aus solchen Aktionen gewaltige Probleme entstehen können.

Gefährliches Tun

Bei YouTube finden sich unzählige Videos, in denen angeblich Pädophile an den Pranger gestellt werden.

Egal, was zuvor passiert ist: Es handelt sich in jedem Fall um eine fragwürdige Form von Selbstjustiz, auch wenn dies die selbsternannten «Pädo-Jäger» in Abrede stellen.

Was auffällt: Es sind vornehmlich junge Männer, die mit Bürgerwehr-Methoden gegen Kindesmissbrauch kämpfen. Und sie erhalten im Netz viel Beifall für ihre Aktionen.

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In mehreren kanadischen Bundesstaaten sind Creep Catcher aktiv. screenshot: creepcatcher.ca

Das Online-Medium Vice News berichtete Anfang Juni über einen kanadischen Teenager (18), der sich als Creep Catcher betätigte. Als die Konfrontation mit einem in die Falle gelockten Mann aus dem Ruder lief, habe er um sein Leben gefürchtet.

Die Behörden betonen, der Kampf gegen Pädophile sei Sache des Staates, und sie warnen vor möglichen Konsequenzen: Polizeiliche Ermittlungen könnten gestört oder gar verunmöglicht werden. Bei Treffen drohen gewaltsame Auseinandersetzungen. Ausserdem sei mit juristischen Klagen zu rechnen.

Nur ein «Missverständnis»

Genau dies ist kürzlich dem Betreiber der Website anxietywar.com passiert. Der junge Amerikaner aus Michigan versucht, über eine Crowdfunding-Plattform Geld für einen Anwalt zu sammeln. Ihm droht Ungemach, weil er in einem Video einen 29-Jährigen als «Predator» brandmarkte.

Der Attackierte ging in den Gegenangriff über und behauptet, es habe sich um ein «Missverständnis» gehandelt. Er habe nicht geplant, mit einer angeblich 15-Jährigen Sex zu haben. Dann verklagte er den «Anxiety War»-Betreiber.

Dieser verteidigt sich öffentlich und versucht über eine Crowdfunding-Plattform, Geld zu sammeln.

Update April 2017: Der YouTube-Kanal Anxiety War musste Creep-Catcher-Videos löschen. Ein Teil ist nun wieder online verfügbar.

abspielen

Video: YouTube/SoloIce

Innert weniger Tage sind bei gofundme.com über 25'000 Dollar zusammengekommen für seine Verteidigung.

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Der junge Mann sagt, sein Engagement gegen sexuellen Missbrauch erfolge nicht aus Geltungsdrang oder finanziellen Motiven. Er verdiene kein Geld mit seinem Tun.

Populär in Nordamerika

Ein Augenschein bei YouTube zeigt, dass es sich bislang vor allem ein nordamerikanisches Phänomen handelt. Aber auch in Westeuropa betätigen sich Private als Pädophilen-Jäger ...

Umfrage

Was hältst du von den selbsternannten Pädophilen-Jägern?

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1,895

  • Find ich gut, sogar wenn es gegen das Gesetz verstösst42%
  • Geht gar nicht, Ermittlungen soll man der Polizei überlassen45%
  • Habe keine Meinung dazu13%

Hilfswerk überlistet Sextäter, die sich in Sicherheit wägen

Fakt ist: Es sind längst nicht nur Privatleute, die im Internet Jagd auf Pädophile machen. 2014 sorgte der niederländische Ableger des Hilfswerks Terre des Hommes für Schlagzeilen.

Die «Sweetie»-Kampagne richtete sich gegen eine besonders perfide Form von sexueller Ausbeutung von Kindern. Die Täter sitzen zuhause vor dem Computer und missbrauchen Minderjährige aus vermeintlich sicherer Distanz.

Undercover-Leute von Terre des Hommes versuchten Pädophile in Chatrooms in die Falle zu locken, indem sie eine falsche Identität annahmen. Sie gaben sich als zehnjähriges Mädchen aus, das in den Philippinen vor dem PC sitzt. Die Täter sollten glauben, sie würden mit einem wehrlosen Kind chatten.

Die verdeckten Ermittler versuchten, den Tätern möglichst viele Informationen zu entlocken, um sie zu identifizieren.

Damit dies gelingt, haben Computer-Experten eine virtuelle Figur geschaffen. Sweetie sieht aus wie ein echtes Mädchen und bewegt sich scheinbar natürlich vor der Webcam.

«Sobald man sich anmeldet und sagt, man sei ein Mädchen aus den Philippinen, umschwärmen sie einen», erzählt ein Mitarbeiter der Hilfsorganisation im eindrücklichen Video.

Die Täter fühlten sich sicher, weil sie – dank Internet – weit weg lebten, falsche Namen hätten und mit Prepaid-Kreditkarten bezahlten, die sich nicht zurückverfolgen lassen. «Sie brauchen nicht in die Philippinen zu reisen, um Kinder zu missbrauchen.»

Die Recherche-Ergebnisse wurden später der internationalen Polizeibehörde Interpol übergeben. Trauriges Fazit: Die meisten stammten aus reichen Ländern, sie führen ein «normales» Leben in Westeuropa, Nordamerika oder anderswo ...

Anlaufstelle für Menschen mit pädophiler Neigung

Wer pädophil veranlagt ist, muss nicht zum Kinderschänder werden oder sich mit Kinderpornos strafbar machen.

Seit zwei Jahren gibt es in der Schweiz eine Anlaufstelle, die professionelle Hilfe verspricht: Das Forensische Institut Ostschweiz in Frauenfeld wurde 2004 mit dem Ziel «Missbrauch verhindern – Veränderung fördern» gegründet.

Niemand entscheide sich bewusst für oder gegen eine sexuelle Neigung, heisst es in einem Beitrag auf der Website der Schweizerischen Kriminalpräventation.

Menschen mit pädophiler Neigung seien nicht per se auch Pädokriminelle. Ein Teil der Betroffenen verfüge sehr wohl über ein Problembewusstsein und sei offen für professionelle Hilfe, bevor es zu einem allfälligen Übergriff komme.

Auf der forio-Webseite finden Interessierte und Betroffene weitergehende Informationen.

«Kein Täter werden»

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Video: YouTube/KeinTaeterWerden

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78Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • pamayer 30.06.2016 01:17
    Highlight Highlight riesenscheisse!
    verstehe, dass leute zur selbstjustiz schreiten. ist aber sehr heikel.
    der ruf nach mehr polizei wird laut, was ich, der der polizeigewat grundsätzlich kritisch gegenüberstehe, auch befürworte.
  • schaniin 29.06.2016 19:38
    Highlight Highlight Von einigen hier wird gefordert, dass die Polizei mehr Ressourcen bzw. Personal zur Verfügung stellt, um Pädokriminalität zu bekämpfen. Ich arbeite selber im Justizumfeld, und ich verstehe diese Forderung, aber man muss auch bedenken, dass man bei dieser Arbeit schnell mal mit sehr unschönen Dingen in Berührung kommt, und ich kann mir vorstellen, dass man das psychisch nicht unbedingt lange durchhält / gar nicht in diesem Bereich arbeiten möchte. Bei meiner Arbeit bin ich ein paar wenige Male damit in Berührung gekommen, und fand es sehr unschön. Selbstjustiz ist trotzdem keine Lösung, mMn.
  • wipix 29.06.2016 17:48
    Highlight Highlight Ich finde diese Kommentare hier doch recht spannend und mit erstaunlichem Tiefgang. es ist meistens ein echtes Engagement und auch den Willen diesem schwierigem Thema adequat zu begegnen spürbar.
    Bravo!
    Ich habe / hatte schon mit Opfern und Tätern zu tun. Bei der ganzen Hetze, die oft zu spüren ist Frage ich mich manchmal, ob sich alle bewusst sind, dass eigentlich, beachtet man die Statistiken, jeder sowohl Opfer als auch Täter persönlich kennt. Ob man es (schon) weis, oder es niemals erfahren wird (Tabuisierung): Sie sind alle unter uns! Auch geliebte, beachtete und unauffällige Menschen.
    • Begra 30.06.2016 08:41
      Highlight Highlight Dem kann ich nur zustimmen. Hier ein Bsp. aus einer Studie von Ahlers:
      Item 10: Hebephilie: Jugendliche Mädchen: Von 466 befragten Männern gaben 33,48 % (n = 156, Missing: 11) an, den erfragten Stimulus in den vergangenen 12 Monaten in ihren allgemeinen Sexualfantasien, in Masturbationsfantasien oder im realisierten Sexualverhalten wenig, mittelmässig, ziemlich oder sehr sexuell erregend gefunden zu haben.
      Ich mein, Hallo! Das ist jeder Dritte.
    • Kyle C. 30.06.2016 09:49
      Highlight Highlight Wie war der erfragte Stimulus genau definiert? Ich denke auch, da sollte man unterscheiden zwischen minderjährigen Jugendlichen und vorpubertären Kindern. Ersteres muss nicht zwingend auf Pädophilie zurückzuführen sein, wenngleich illegal.

      Schau dir mal japanische Mangas an. Infolge der restriktiven Gesetze über Realfilme/Magazine blüht dort das Geschäft der Comics. Und was sind die meisten weiblichen Hauptfiguren? Wie soll man das einordnen? Ist ja nur ein Comic oder bestehen tatsächlich breitflächige Fantasien mit jungen Mädchen? Somit überrascht mich deine interessante Studie nicht so.
    • Begra 30.06.2016 10:10
      Highlight Highlight Es wurde unterschieden zwischen Pädophilie, kindliche Mädchen, ohne Schamhaare und Brüsten, da sind es 9.4%. Bei den kindlichen Jungen 3.43%
      Weiter eben die erwähnten hebephilen mit den pubertierenden Mädchen und 7.51% die auf jugendliche Jungen stehen (vgl. Ahlers 2010:58)
      http://d-nb.info/1024335496/34
    Weitere Antworten anzeigen
  • John Smith (2) 29.06.2016 17:28
    Highlight Highlight Im allerletzten Abschnitt weist der Journalist korrekt darauf hin, dass man unterscheiden muss zwischen pädophil und pädokriminell. Warum dann schreibt er trotzdem – und nachweislich wider besseres Wissen – den ganzen Artikel lang von «Pädophilen»?
  • Roaming212 29.06.2016 16:04
    Highlight Highlight Die Polizei bzw die Justiz könnte von mir aus viel mehr Geld investieren um Jagd auf Pädos zu machen. Da muss etwas passieren, scheinbar ist die Chance erwischt zu werden so gering, dass es keinerlei Abschreckung für Kerle gibt. An die Creep Catchers: Weiter so! Solange von Gesetz her nichts verändert wird, braucht es diese Selbstjustiz.
  • äti 29.06.2016 15:12
    Highlight Highlight Ich hab vor Jahren in den USA tubes/tv gesehen, wo eine Sekte Jagd auf Prostituierte/Freier machte und diese hemmungslos veröffentlichte. Auch Fehlanzeigen und völlig Unschuldigen (Walmart, McDo, ..PP). In solchen Fällen hiess es: Gott verzeiht uns und für diese eine Warnung?! Es ging eben rein um das Jagdfieber, den thrill (irgend) jemanden in die Enge zu treiben.
    Diese Gefahr sehe ich, bei allem allem, Respekt hier auch.
    Wenn die Jagd zum Ziel wird, nicht die Verhinderung von Taten.
  • Str ant (Darkling) 29.06.2016 14:50
    Highlight Highlight Es sollte definitiv die Polizei sein die dies tut Selbstjustiz wurde nicht umsonst abgeschafft.

    Auch ist die USA da auch wieder sehr speziell unterwegs,
    wenn ein Teenager einem anderen Teenager ein nacktbild schickt können sie dafür in einigen Staaten bereit mit KiPo belangt werden!

    http://www.independent.co.uk/news/world/americas/north-carolina-teenager-charged-as-an-adult-for-sexting-photos-of-himself-10484292.html

    Solche Nachrichten aus den USA sind also mit einer Prise Salz zu geniessen.
  • Joshi 29.06.2016 14:00
    Highlight Highlight Besteht denn nicht die Möglichkeit, das Ganze einfach der Polizei zu melden an Stelle von Selbstjustiz? Die Beweise sollten doch ausreichen? Oder ist da irgendwie die rechtliche Grundlage nicht gegeben? An den Pranger stellen befürworte ich nämlich überhaupt nicht. Das verletzt die Grundrechte. Zudem kann das ganze schnell mal eskalieren, wodurch das Leben von Unschuldigen zerstört werden kann.
  • Theor 29.06.2016 13:51
    Highlight Highlight Sehr schwieriges, emotionsgeladenes Thema. Pädophilie ist eine Krankheit. Würde man sie besser unterstützen anstatt nachträglich zu verurteilen, könnten m.E. viele dieser Delikte verhindert werden.

    Aber dafür müsste man aufhören, diese Leute als Monster zu jagen. Und da tut sich mental wieder eine Barriere auf. Es gibt in der Schweiz kaum Hilfe für diese Leute und wer diese in Anspruch nimmt, riskiert bereits zu diesem Zeitpunkt die Hexenjagd. Grauzonen werden verboten, sogar harmlose Comics. Keine Möglichkeiten mehr mit der Krankheit umzugehen bis man explodiert und zum Täter wird.
    • EvilBetty 29.06.2016 15:25
      Highlight Highlight Bin mir nicht sicher ob es eine Krankheit ist... Mit dem Rest stimme ich aber zu.
    • Toerpe Zwerg 29.06.2016 15:45
      Highlight Highlight Es ist sehr umstritten, ob Pädophilie als Krankheit einzustufen ist - die WHO macht das, sicher nicht zuletzt aus politischen Gründen.

      Ich persönlich würde eher dafür plädieren, Pädophilie - sie ist nachweislich nicht therapierbar - als inakzeptable sexuelle Neigung zu klassifizieren - und den betroffenen entsprechende Therapieangebote zum Triebabbau zu bieten.

      Man hat eine sexuelle Neigung, welche nicht ausgelebt werden darf - es ist noch nicht lange her, da erging es Homosexuellen so. Gottseidank nicht mehr. Für die Pädophilen wird es aber keine Lösung geben. Nur Hilfe.
    • Mia_san_mia 29.06.2016 17:33
      Highlight Highlight Krankheit?? Das ist doch ein Witz....
    Weitere Antworten anzeigen
  • Emperor 29.06.2016 13:22
    Highlight Highlight Interessant, dass beim kein Täter werden Video nur Männer vorkommen...
    • Mietzekatze 29.06.2016 13:57
      Highlight Highlight An was könnte das wohl liegen?? hmmmmmm
    • S.Fischer 29.06.2016 16:49
      Highlight Highlight @Mietzekatze Es gibt genau so pädophile Frauen wie auch Männer.
      Was sie hier mutmassen, wäre, wenn es gegen eine Person und nicht ein ganzes Geschlecht ginge, üble Nachrede / Rufmord...
    • Mietzekatze 30.06.2016 08:19
      Highlight Highlight Klar gibts es auch pädophile Frauen. Nur die Verteilung ist nicht so wirklich ausgeglichen... Ich finde man sollte auf keinen Fall vergessen, dass dies nicht nur Männer betrifft! Aber man sollte es auch nicht 'abschätzen' weil es auch Frauen gibt, die pädophil veranlagt sind. Denn die traurige Wahrheit ist, dass pädosexuelle Handlungen vor allem von Männern verübt werden.. Erst bei den Opfern herrscht wieder eine traurige Ausgeglichenheit der Geschlechter...
  • teufelchen7 29.06.2016 13:16
    Highlight Highlight nicht nur justiz ist hier notwenig, sondern auch prävention. ich dachte an die aufklärung der kinder sowie eltern, wo und welche gefahren beim nützen der social-medien auftauchen könnten.
    • Str ant (Darkling) 29.06.2016 14:57
      Highlight Highlight In sehr vielen USA-Staaten vor allem im Bibel-Gürtel wird Enthaltung als heiliger Gral "gelehrt".
      Die USA hat einen sehr hohen Anteil an Schwangerschaften Minderjähriger das es fast keine nachhaltige Sexkunde gibt

  • Begra 29.06.2016 12:22
    Highlight Highlight Ich empfinde diese Hetzjagden als sehr schwierig. Menschen die eine sexuelle Ansprechbarkeit auf Jugendliche haben können der Hebephilie zugeordnet werden.
    Die sexuelle Präferenz bildet sich im Verlauf der ersten beiden Lebensdekaden und bleibt von da an weitgehend unverändert bestehen. Es wäre wirklich wünschenswert, wenn wir diesem Umstand Rechnung tragen und Menschen mit einer abweichenden sexuellen Präferenz offener gegenüber treten, denn niemand kann sich diese aussuchen.

    Als Wiki Ergänzung die Dissertation von Christph Joseph Ahlers http://d-nb.info/1024335496/34
    • Randy Orton 29.06.2016 12:50
      Highlight Highlight Sexuelle Präferenz und der Versuch Sex mit einem Minderjährigen zu haben sind dann schon ein himmelweiter Unterschied. Klar gibt es diese Neigungen/Präferenzen, aber wenn man imstande ist, deswegen mit Kindern Geschlechtsverkehr zu haben, dann muss man sich Hilfe suchen. Und wer das nicht kann, der muss von Kindern ferngehalten werden, idealerweise von der Polizei, in den beschriebenen Fällen halt durch Creep Catcher.
    • Begra 29.06.2016 13:57
      Highlight Highlight Es ist aber auch bekannt, dass die meisten sexuellen Übergriffe auf Kinder im familiären, sozialen Nahraum der Opferkinder zu suchen sind. Also (Stief) Väter, älteren (Stief) Brüdern, Onkels, Schwager und Cousins.
  • PuRpLE_KusH 29.06.2016 10:58
    Highlight Highlight Mein einziges Problem mit der Sache ist der Internetpranger, denn auch die können sich mal irren. Und wenn jemand fälschlicherweise so an den Pranger gestellt wird, ist das nicht zu rechtfertigen. Dieser Person wird das ganze Leben versaut.
    Gibt es keine Möglichkeit, die Dokumentation über den ganzen Kontakt mit dem Verdächtigen einfach der Polizei zu übergeben, so dass die den Rest professionell erledigen können?
    • Mietzekatze 29.06.2016 11:47
      Highlight Highlight Ich bin sonst echt demokratisch! Aber was dieses Thema angeht, werde ich zur Furie!! Wer mit einer 12jährigen schreibt und sagt er wolle sie treffen oder noch expliziter Sex, ist krank.. Und da kann man sich nicht irren! Ich verstehe durchaus wieso Leute solche Aktionen starten! Die Justiz kümmert sich lieber um Finanzgeschichten als um Menschenleben... Und über die Straffolgen müssen wir nicht mal diskutieren!!
    • Pisti 29.06.2016 12:23
      Highlight Highlight Dazu noch teils lächerliche Strafen für Pädophile hier in der Schweiz. Ex-Politiker veruntreut von einer alten Dame ein paar Millionen, die Staatsanwaltschaft fordert 7 Jahre. Wenn der selbe Herr ein Kind vergewaltigen würde käme er warscheinlich mit der Hälfte davon. Ich finde es ein Skandal dass Finanzdelikte härter bestraft werden, als Sexualdelikte oder andere Delikte gegen die körperliche Unversertheit.
    • Lami23 29.06.2016 12:34
      Highlight Highlight Die Polizei verfolgt nicht "lieber" finanzdinge. Aber es ist sehr schwierig. Ein Chatroom geschlossen, geht gleich ein neuer auf. Für die konsequente Verfolgung im Darknet wäre viel mehr Personal und Mittel vonnöten...
    Weitere Antworten anzeigen
  • marhu13 29.06.2016 10:55
    Highlight Highlight Es ist völlig in Ordnung gegen den Missbrauch anzukämpfen. Jedoch ist es völlig daneben, diese Leute dann an den öffentlichen Pranger zu stellen. Pädophilie ist eine sexuelle Neigung wie hetero- oder homosexuell zu sein. Allerdings eine Neigung, die zum Schutz der Kinder nicht ausgelebt werden darf!

    Diesen Leuten sollte man versuchen zu helfen, mit ihrer Neigung umzugehen und nicht ihr Leben noch schwerer machen. Allerdings denke ich, man tut ihnen sogar einen Gefallen, wenn man sie "erwischt" bevor sie eine kriminelle Handlung vorgenommen haben.
  • Sir Jonathan Ive 29.06.2016 10:48
    Highlight Highlight Dass man unten den Unterschied definiert, macht es nicht okay, dass man den ganzen Artikel lang mutmassliche Pädokriminelle als Pädophile bezeichnet.

    Trotzdem ein sehr interessanter Artikel!
  • seventhinkingsteps 29.06.2016 10:46
    Highlight Highlight Wie in den Kommentare schon gesagt wurde: Ein Typ, der sich mit einer 15-jährigen treffen trifft, ist nicht pädophil. Ich habe einige dieser Videos gesehen, zusätzlich gibt es noch diese TV-Show "How to catch a predator". In beiden Fällen versucht man Männer, die sich mit minderjährigen Mädchen treffen wollen zu überführen. Ein 35-jähriger, der sich mit einer 16-jährigen trifft, ist vielleicht ein Grüsel und auch Straftäter (zumindest in Murica), aber pädophil ist das nicht. Das einzige, was diese Videos bewirken ist den Begriff zu verwaschen und die Paranoia vor allen Männern zu fördern.
  • saukaibli 29.06.2016 10:38
    Highlight Highlight Ich bin grundsätzlich gegen Selbstjustiz, aber scheinbar hat die Polizei teilweise einfach zu wenig Kapazität um sich noch mehr um Pädokriminelle zu kümmern. Das kommt halt davon, wenn man überall Steuern spart, das führt nun mal zu Einschrränkungen bei der Sicherheit. Ich würde gerne ein wenig mehr Steuern bezahlen um Pädokriminelle aus dem Verkehr zu ziehen, denn wenn einer mein Kind missbrauchen würde, könnte ich für nichts garantieren!
    • http://bit.ly/2mQDTjX 29.06.2016 12:37
      Highlight Highlight Die Polizei könnte erhebliche Ressourcen für Sinnvolles freimachen, wenn sie zB. die Repression gegen Drogenkonsumenten sein liesse.
  • Sagitarius 29.06.2016 10:24
    Highlight Highlight Ich finde es gut, dass es Leute gibt, die versuchen, Leute mit pädophilen Neigungen zu überführen. Sogenannte Beweise sollten aber der Polizei oder entsprechenden Stellen übergeben werden.
    Selbstjustiz Never!
    • Toerpe Zwerg 29.06.2016 16:14
      Highlight Highlight Ich finde es nicht gut, dass man "Leute mit Pädophilen Neigungen überführen" soll.
  • Fabio74 29.06.2016 10:13
    Highlight Highlight Selbstjustiz ist grundsätzlich inakzeptabel
    • PuRpLE_KusH 29.06.2016 13:31
      Highlight Highlight Jein, ich würde auch hier sagen die Welt ist nicht schwarz und nicht weiss. In gewissen Fällen finde ich eine Einmischung des Staates unnötig. z.B. Bei einem Einbrecher hätte ich keine Lust die Polizei zu rufen und zu warten bis Sie ihn erwischen (wenn überhaupt). Da wäre es mir lieber den Typen einfach zu erschiessen. Wer solche Straftaten begeht muss sich über so eine Reaktion nicht wundern.
    • Datsyuk * 29.06.2016 15:00
      Highlight Highlight PuRpLE_KusH, wieso möchtest du das tun?
    • PuRpLE_KusH 29.06.2016 15:46
      Highlight Highlight Weil ich mich vielleicht bedroht fühle wenn er bewaffnet ist, oder weil ich einfach nicht bestohlen werden will. Müsste nicht gleich erschiessen sein, teasern wär auch ne Idee. Aber es geht mir darum, sich selbst verteidigen zu können, ohne noch Angst haben zu müssen dass ich danach ein Verfahren am Hals habe.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wilhelm Dingo 29.06.2016 10:09
    Highlight Highlight Private verdeckte Ermittler trainieren die Täter sich besser zu tarnen. Die Polizei hat so geringere Erfolgsschancen. Weiter ist verdecke Ermittlung für die Polizei noch immer mit vielen Hürden versehen. Was wir tun müssen, ist eine Anpassung der Gesetze und eine Erhöhung des polizeilichen Personals. Dann werden private Ermittler überflüssig. Den Internetpranger finde ich gut, sollte aber auch für andere Delikte gelten, z.B. Steuerbetrug.
    • Fabio74 29.06.2016 10:38
      Highlight Highlight Grundsätzlich Nein zum Pranger und jeder Art von Selbstjustiz. Dafür ist die Polizei zuständig. Dafür muss halt genug Personal zur Verfügung gestellt werden
  • UrGamer 29.06.2016 10:04
    Highlight Highlight Finde dieses Video sehr eindrücklich...
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    • Kian.IBenutzMeldeAlsSuperblitzer 29.06.2016 10:55
      Highlight Highlight Eindrücklich? Ja.
      Gestellt? Vermutlich.
      Ziemlich dämlich? Definitiv.
    • supremewash 29.06.2016 17:04
      Highlight Highlight Aber Geltungssüchtig will dann keiner dieser Youtuber sein. Klar.
  • Scaros_2 29.06.2016 10:01
    Highlight Highlight Es ist gut, dass Private so was machen. Ja es ist löblich. Es ist aber ein No-Go, solche Dinge ins Netz zu stellen weil dies erlaubt dem "Täter/Opfer" auch dann gegen diese Leute zu klagen und sollten sie wirklich unschuldig sein, hat man als privater Schnüffler ein Problem und der Staat kommt wieder für Schadenersatz auf. Insofern, sucht solche Leute und gebt das Zeug der Polizei. Generell braucht es Abteilungen bei der Polizei, die solchen Dingen nachgehen. Heute machen das ja praktisch keine Polizisten professionell.
  • suchwow 29.06.2016 09:54
    Highlight Highlight Bin geteilter Meinung. Einerseits finde ich es ganz löblich, dass man was dagegen unternehmen will. Andererseits können Hobbydetekive das Leben von Unschuldingen zerstören. Damit meine ich nicht, dass jemand in Kinderchats unschuldig ist, sondern bei einem solchen Treffen zur falschen Zeit am falschen Ort ist - wenn er Pech hat, fährt er ein ähnliches Auto oder trägt eine ähnliche Kleidung. Dann schaut man ganz dumm aus der Wäsche und kann ungemütlich werden. Ist vielleicht in etwa mit einem falschen Vergewaltigungsvorfwurf gleichzusetzen.
    • Kyle C. 29.06.2016 10:04
      Highlight Highlight Es gibt einen ganz tollen Film (Spielfilm, keine Doku) darüber, welche Konsequenzen falsche Anschuldigungen haben können. "Die Jagd". Glaube ich eine dänische Produktion.
    • Datsyuk * 29.06.2016 15:04
      Highlight Highlight Ist das dieser Film, in dem es eine Verfolgungsjagd mit einem Traktor gibt?
      Dieser Film bringt das Ganze wirklich gut auf den Punkt.
    • Kyle C. 29.06.2016 15:38
      Highlight Highlight Mag mich an die Szene nicht erinnern. Geht darum, dass ein kleines Mädchen den Lehrer beschuldigt, sich vor ihr entblösst zu haben. Und das löst eine ganze Reihe von unschönen Reaktionen aus. Der Film thematisiert nicht den Kindesmissbrauch an sich, sondern was passieren kann, wenn man jemanden fälschlicherweise beschuldigt.
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  • nanu nana 29.06.2016 09:53
    Highlight Highlight wähernd ich den atrikel gelesen habe sitze hier im badezimmer neben meiner 3 jährigen tochter die in der badewanne plantscht, quitscht und giggelet. wenn ich sie anschaue und mir vorstelle, dass dieses fröhliche, aufgestellte und zufriedene wesen gebrochen wird weil so ein gottverdammter sauhund seine sexuelle neigung nicht im griff hat, dreht sich mein innerstes nach aussen.
    solange da draussen immer noch kinder missbraucht werden unterstütze ich jeden (gewaltlosen) versuch diesen "menschen" das handwerk zu legen. denn es kann jedem kind passieren. auch meinem.
    • Kyle C. 29.06.2016 10:13
      Highlight Highlight Kann ich sehr gut verstehen, auch wenn ich keine eigenen Kinder habe. Aber der Punkt ist, ob eine solche Hexenjagd die Lösung sein kann. Ob man damit die Menschen, die tatsächlich darunter leiden, nicht noch mehr an den Rand der Gesellschaft drückt. Je mehr man ein Thema verteufelt, desto schwieriger wird es, ein niederschwelliges Hilfsnetzwerk zu erstellen.

      Ich rede nicht von Entkriminalisierung, aber von Enttabuisierung. Von der Akzeptanz, dass dieses Problem besteht. Seit immer.
    • Ragnarok 29.06.2016 10:13
      Highlight Highlight und genau dieses fröhliche, aufgestellte und zufriedene wesen wird plötzlich zu unrecht von einem hobbydetektive im internet an den pranger gestellt. Du kannst nichts dagegen machen, doch die moral der geschichte ist das das arme wesen auch so gebrochen werden kann. Sei vorsichtig was du da unterschtützt/wünscht.
    • nanu nana 29.06.2016 10:54
      Highlight Highlight da mögt ihr beide recht haben, im speziellen du ragnarok, jedoch und da werden mich viele eltern verstehen, schaltet sich mein logisches denken, sobald es um mein oder ein kind geht, manchmal aus und ich werde von gefühlen und emotionen gelenkt ich kann dann schlecht von richtig und falsch unterscheiden.
      ich bin ein mensch mit richtigen und falschen ansichten.
      dennoch bin ich dankbar, dass es leute gibt die mithelfen solche monster zu fassen.
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  • Flunderchen 29.06.2016 09:47
    Highlight Highlight Ist schon gut, aber anstatt es öffentlich ins Internet zu stellen, müsste man die Beweise der Polizei übergeben.
  • 33EVROPA 29.06.2016 09:32
    Highlight Highlight Sie drucken auf die Titelseiten der Tageszeitungen Name und Bild von Fussballfans, die Leuchtfackeln zünden und keiner motzt. Doch Pädophile und Vergewaltiger, werden auf Bewährung in eine halboffene Anstalt für 3/4 Jahre verurteilt. Hallo Westeuropa!
    • Paganapana 29.06.2016 11:01
      Highlight Highlight Leuchtfackeln schaden auch selten jemandem. Unnötiger Vergleich von dir...
    • 33EVROPA 29.06.2016 11:05
      Highlight Highlight Es handelt sich dabei meist um Personen, die im Verdacht stehen, das heisst die Polizei hat keine Beweise ob die Person schuldig ist. Aber ich verstehe schon, da gilt das Prinzip der Rechtsstaatlichkeit dann plötzlich nicht mehr. Aber Pädophile mit Samthandschuhen anfassen. Das Gesicht ja immer schön schwärzen und andere Namen verwenden, falls überhaupt. Auf der anderen Seite wieder: DAS IST DER FUSSBALLCHAOT (17)!

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