England
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epa06695945 Toys are placed in tribute during the rally for the life of Alfie Evans in front of the embassy of Great Britain in Warsaw, Poland, 26 April 2018 (issued 27 April 2018). Alfie Evans is the 23-month-old boy, who has a serious undiagnosed brain condition. The government in Rome has granted Alfie Italian citizenship in a bid to bring him to Italy but the British courts have refused to allow the child, who continues to fight after being taken off life support earlier this week, to be transferred to Italy.  EPA/RAFAL GUZ POLAND OUT

Blumen und Plüschtiere vor der britischen Botschaft in Warschau: Der Fall Alfie Evans sorgte weltweit für Schlagzeilen.  Bild: EPA/PAP

Seine Eltern forderten eine Weiterbehandlung – nun ist Alfie Evans gestorben



Das sterbenskranke britische Kleinkind Alfie Evans, dessen Schicksal weit über die Grenzen Grossbritanniens hinaus Mitgefühl geweckt hatte, ist tot. Der 23 Monate alte Junge sei in der Nacht auf Samstag im Spital gestorben, teilten seine Eltern mit.

Sie hatten in einem monatelangen Rechtsstreit vergeblich versucht, eine Weiterbehandlung ihres Kindes zu erzwingen. Das Beatmungsgerät des Jungen war dann am Montag abgeschaltet worden.

Ihrem Baby seien in der Nacht auf Samstag um 2.30 Uhr «Flügel gewachsen», schrieben Kate James und Thomas Evans auf Facebook. «Wir sind untröstlich. Wir danken allen für ihre Unterstützung.»

Der kleine Alfie war an einem seltenen, degenerativen Hirnleiden erkrankt und seit Dezember 2016 im Spital. Die Ärzte des Kinderspitals Alder Hey in Liverpool stuften den Fall als hoffnungslos ein und wollten die lebenserhaltenden Geräte abschalten.

Bild

screenshot: facebook/thomas evans

Beistand von Papst Franziskus

Dagegen setzten sich die Eltern juristisch zur Wehr. Sie zogen bis vor den Obersten Gerichtshof Grossbritanniens und den Europäischen Menschenrechtsgerichtshof, unterlagen aber immer wieder.

Die Eltern wollten das Kleinkind schliesslich zur Behandlung in ein Kinderspital in Rom verlegen. Auch das verwehrte ihnen die britische Justiz.

Papst Franziskus persönlich hatte sich für den kleinen Jungen eingesetzt und die Behandlung in dem vom Vatikan verwalteten Kinderspital Bambino Gesù in Rom angeboten.

Der 21-jährige Vater hatte den Papst im Vatikan getroffen und ihn um Hilfe gebeten. Die italienische Regierung verlieh Alfie die italienische Staatsbürgerschaft, um eine Verlegung zu erleichtern. (cma/sda/afp)

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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Maya Eldorado 28.04.2018 15:16
    Highlight Highlight Die moderne Medizin hat uns eine grosse Verantwortung in die Hände gelegt:
    Mit der Technik kann "Leben" erhalten werden, das vorher undenkbar war.
    Neben Krankheiten heilen, kann die moderne Medizin auch Leben verlängern.
    So kommen wir nicht darum herum, zu entscheiden bis zu welchem Zeitpunkt ein Leben noch lebenswert ist und ab welchem Zeitpunkt nicht mehr.
    Das heisst: Wir haben die Möglichkeit erhalten, Gott zu spielen.
  • Katzenseekatze 28.04.2018 12:27
    Highlight Highlight Es ist nicht immer möglich dem Tod zu entrinnen.
  • Neemoo 28.04.2018 11:03
    Highlight Highlight Es ist brutal für die Eltern dieses Schicksal und diese Diagnose zu akzeptieren.
    Klar will man da kämpfen und alles versuchen.
    Aber ist es im Wohle von Alfie?

    Ich denke eine Verlegung nach Rom (Vatikan) hätte an dieser Sache nichts mehr geändert und schon gar nicht der Papst.

    Das ist einfach die Realität.
  • who cares? 28.04.2018 10:01
    Highlight Highlight Ich denke Alfie geht es jetzt besser, wo auch immer er ist.
    • DerTaran 28.04.2018 12:19
      Highlight Highlight Gut möglich, allerdings hat hier der Staat die Eltern entmachtet. Schritt 1 auf dem Weg zur kostenbedingten Euthanasie.
      Als nächstes kommt der Ehepartner und zum Schluss darf man selber nicht mehr entscheiden ob man leben darf oder nicht.
    • Fabio74 28.04.2018 14:49
      Highlight Highlight @Taran: Was für ein Schwachsinn. Warum wird aus jeder Geschichte gleich wieder eine apokalyptische Story gebastelt? Warum wird wieder der Aluhut rausgenommen?
      Bin der Meinung die Ärzte haben definitiv mehr Wissen als die Eltern.
      Wenn das Gehirn so schwer und irreparabel geschädigt war, war der Tod unausweichbar.
      War es bei aller Tragik ein Leben an Maschinen im Wissen es wird nicht besser sondern nur schlechter?
    • Phrosch 28.04.2018 16:44
      Highlight Highlight @ Taran: die Eltern wären nur dann „entmachtet“ worden, wenn sie alle Kosten selbst getragen hätten. Das dürfte aber nicht der Fall gewesen sein.
      Trotz allem medizinischen und technischen Fortschritt bleiben Dinge, die sich der menschlichen Machbarkeit entziehen. Es hätte wohl den Eltern mehr geholfen, ihrem Kind so gut wie möglich Nähe zu geben, mit so wenig Technik wie möglich, und Abschied zu nehmen und loszulassen. Ja, das sagt sich einfach, aber ich glaube das hätte allen dreien mehr geholfen.
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