bedeckt
DE | FR
International
Adolf Hitler

Drogensüchtige töten: Duterte vergleicht sich mit Hitler

FILE - In this Aug. 25, 2016, file photo, Philippine President Rodrigo Duterte gestures with a fist bump during his visit to the Philippine Army's Camp Mateo Capinpin at Tanay township, Rizal pro ...
Stilisiert sich als harter Mann, der durchgreift: Staatspräsident Duterte (Archivbild).Bild: Bullit Marquez/AP/KEYSTONE

Duterte vergleicht sich mit Hitler und will drei Millionen Drogensüchtige «abschlachten»

30.09.2016, 14:1730.09.2016, 14:48
Mehr «International»

Der philippinische Staatschef Rodrigo Duterte hat seinen Anti-Drogen-Krieg mit dem Holocaust verglichen. «Hitler hat drei Millionen Juden massakriert. Nun, es gibt (hier) drei Millionen Drogenabhängige. Ich würde sie gerne abschlachten», sagte Duterte in Manila.

Deutschland habe Hitler gehabt, fügte Duterte hinzu und deutete dann auf sich selbst, als er über die Philippinen sprach. Duterte fügte am Freitag hinzu: Kritiker bezeichneten ihn wegen seiner scharfen Anti-Drogen-Politik als «Hitlers Cousin», ohne dabei aber das Ausmass des Drogenproblems auf den Philippinen zu kennen. 

Brutale Politik gegen Drogenabhängige

Seit seinem Amtsantritt verfolgt Duterte eine brutale Politik gegen Drogenhändler und Abhängige. Von Anfang Juli bis Ende September wurden 1247 Menschen bei Polizeiaktionen getötet, in weiteren 1721 ungeklärten Tötungsdelikten wird ermittelt. Mehr als 18'000 Drogenabhängige und -händler wurden den Angaben nach verhaftet und über 700'000 haben sich freiwillig gestellt. 

Students from St. Paul's University, a Roman Catholic university, display placards as they come out from their campus to protest the killings being perpetrated in the unrelenting "War on Dru ...
Auch auf den Philippinen regt sich Widerstand gegen Dutertes mörderische Repressionspolitik. Bild: Bullit Marquez/AP/KEYSTONE

Manilas Vorgehen unter Duterte wird von den Vereinten Nationen, dem Europäischen Parlament, Menschenrechtsorganisationen und anderen Regierungen teils heftig kritisiert. 

Während der NS-Herrschaft waren nicht, wie von Duterte behauptet, drei Millionen, sondern rund sechs Millionen Juden getötet worden. (sda/dpa)

Das wurde aus der Führungsriege des «Dritten Reiches»

1 / 32
Das wurde aus der Führungsriege des «Dritten Reiches»
Vermutlich eine der letzten Aufnahmen des «Führers»: Adolf Hitler besichtigt im April 1945 die zerstörte Reichskanzlei. Am 29. April heiratete der Diktator im Bunker unter der Kanzlei seine Freundin Eva Braun.
Auf Facebook teilenAuf X teilen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
18 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
länzu
30.09.2016 18:16registriert April 2014
Wenn er sie dann alle umgebracht hat, werden die Grossen der Welt alle entsetzt sein und fragen, wie das passieren konnte. Jetzt schaut sie fast ein wenig belustigt zu, was für ein Massacker dieser Irre dort anrichtet. Und, ich glaube dem sogar, wenn er sagt, er wolle sie alle umbringen. Bei uns rührt sich aber nicht in dieser Sache. Man nimmts zur Kenntnis. ist ja auch weit weg. Erst, wenn dann der erste Schweizer Kiffer, und von denen gibt es nicht wenige auf den Philippinen, umgebracht wurde, wird sich auch hier das Entsetzen breitmachen.
252
Melden
Zum Kommentar
avatar
zombie woof
30.09.2016 14:42registriert März 2015
Duterte, eine Verschwendung menschlichen Lebens
3313
Melden
Zum Kommentar
avatar
Dageka
30.09.2016 15:48registriert März 2014
Egal welcher Staatspräsident sich mit Hitler vergleicht (und sogar stolz darauf ist), dessen Land werde ich so gut es geht aus dem Weg gehen und keine Produkte mehr von dort kaufen...
3113
Melden
Zum Kommentar
18
Einigung auf Feuerpause in Gaza auf der Kippe – das Nachtupdate ohne Bilder

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu verlangt vor weiteren Verhandlungen über eine Feuerpause und die Freilassung weiterer Geiseln im Gaza-Krieg ein Einlenken der Hamas. Erst müsse die Islamisten-Organisationen wie gefordert eine Liste mit den Namen der noch lebenden Geiseln in ihrer Gewalt vorlegen, sagte der rechte Regierungschef am Sonntagabend in einer Ansprache in Tel Aviv. Am selben Tag waren Delegationen der Hamas und der Vermittlerstaaten USA und Katar in Kairo zu einer weiteren Gesprächsrunde eingetroffen. Israel dagegen hat vorerst keine Delegation entsandt. Dass derweil Benny Gantz, Minister in Israels Kriegskabinett, ohne Netanjahus Zustimmung zu Gesprächen nach Washington reiste, sorgte laut israelischen Medien intern für scharfe Kritik. Gantz drängt auf ein Abkommen und hat erklärt, die Freilassung der Geiseln sei dringlicher und wichtiger als die von Netanjahu zum Ziel erklärte Zerschlagung der Hamas.

Zur Story