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Mobs in Malawi jagen «Blutsauger» – mit tragischen Folgen



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Grausame Szenen in Malawi. screenshot youtube

Aufgebrachte Menschenmengen haben im Süden Malawis innerhalb weniger Wochen bereits acht Menschen getötet. Die Opfer wurden verdächtigt, Dorfbewohnern Blut für schwarze Magie oder andere Rituale gestohlen zu haben.

Das jüngste Opfer der Mobjustiz war am Donnerstag ein offenbar an Epilepsie leidender Mann, der in der Stadt Blantyre verprügelt und angezündet wurde, wie Polizeisprecher Ramsey Mushani sagte. In Folge der Tötungen seit Ende September seien bereits 140 Menschen festgenommen worden.

Bislang gab es jedoch nach Angaben der US-Botschaft in Malawi keinerlei Hinweise, dass die landläufig als «Blutsauger» bezeichneten Opfer tatsächlich Blut gestohlen hätten. Aberglaube ist in dem Land im südlichen Afrika mit 17 Millionen Einwohnern weiter sehr verbreitet. Fast 40 Prozent der Menschen sind Analphabeten.

Die Vereinten Nationen haben wegen der Vorfälle Personal aus der Region abgezogen. Einige Bewohner verdächtigten jeden Auswärtigen, ein Blutsauger zu sein, hiess es. Die US-Botschaft verbot ihrem Personal in die betroffenen Gebiete zu reisen, und warnte auch Touristen vor unnötigen Reisen dorthin. (sda/dpa)

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10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 21.10.2017 12:33
    Highlight Highlight Und was ist mit unserem Aberglauben an unsere Pharmaindustrie, die unsere sogenannten Schizophrenen zu Millionen zu lebendem Gemüse reduziert? Wir sind nicht besser als die Afrikaner. Im Gegenteil.
  • Spooky 20.10.2017 23:34
    Highlight Highlight Und was ist mit dem Aberglauben der Katholiken an den Papst in Rom und seinen Teufelsaustreibern? Wir im Westen sind kein bisschen gebildeter als die ungebildeten Afrikaner.
    • Energize 21.10.2017 07:00
      Highlight Highlight Ich sehe dein Argument - was wir im Westen aber geschafft haben ist uns nicht gegenseitig wegen religöser Überzeugungen zu töten. Ausnahmen bestätigen natürlich (leider) die Regel.
  • Hölzig 20.10.2017 19:06
    Highlight Highlight Was sie als Aberglaube abtun ist in Realität Hexerei und schwarze Magie...erschreckend wie viele Witchdoctors es dort gibt. Das ist eine geistliche Ebene die wir hier in Europa gar nicht mehr kennen.
    • Frausowieso 20.10.2017 22:49
      Highlight Highlight weil wir es mitlerweile besser wissen.
  • redeye70 20.10.2017 17:36
    Highlight Highlight TIA – This is Africa!
  • Hosenabe 20.10.2017 17:05
    Highlight Highlight Tja... Glaube, ob mit oder ohne Aber hat schon lange viel zu viele Menschen (und Tiere) auf dem Gewissen...
  • Baba 20.10.2017 14:40
    Highlight Highlight Furchtbar! Solche Aberglauben sind leider im ländlichen (Ost)Afrika weit verbreitet.

    Menschen mit Albinismus werden z.B. gejagt und getötet, weil ihren Organen/Körperteilen magische Kräfte nachgesagt werden und sie Glück bringen sollen... Erst kürzlich wurden zwei kahlköpfige Männer in Mosambik getötet, weil ihre Glatzen ein Potential für Reichtum sein sollen. Auf Madagaskar gelten Zwillinge als verhext. Früher wurde oft eines der Geschwister getötet, heutzutage wird es ausgesetzt oder im besten Fall zur Adoption freigegeben.

    Das einzige, was hier hilft ist Bildung, Bildung, Bildung.
    • MasterPain 20.10.2017 19:23
      Highlight Highlight Dumme Menschen sind einfacher zu kontrollieren, that's why.
    • Baba 20.10.2017 21:05
      Highlight Highlight Ungebildete Menschen sind für die herrschende Klasse keine Bedrohung. Sie hinterfragen nicht, sie stellen keine Forderungen, bzw wissen oft nicht, was ihnen zusteht und wie sie dies einfordern können.

      Das dürfte mit ein Grund sein, wieso in solchen Ländern die staatlichen Schulen oft unbrauchbar sind. Zu grosse Klassen, unmotivierte, weil schlecht und/oder unregelmäßig bezahlte Lehrpersonen... Die oftmals bis ins Mark korrupten Regierungen haben schlicht kein Interesse an einer gebildeten Bevölkerung.

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