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Wenn Tourismus-Plakate ehrlich wären



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Dank der Olympischen Spiele weiss inzwischen jeder, was einen Besucher in Brasilien erwartet: Neben verträumten Stränden warten auch verdreckte Meere auf die Gäste. Wenn die Tourismus-Behörden ehrlich wären, hätten sie also so für die Sportveranstaltung werben müssen wie auf obigem Plakat – also inklusive Umwelt- und Kriminalitätsproblemen:

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Dieses Poster ist aber natürlich nicht von hochbezahlten Werbern ersonnen worden, sondern ein Werk von Künstler Monk: Der Belgier hat eine Reihe solcher Plakate kreiert, die er «VISIT CITIES» genannt hat.

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Dass seine Arbeit keine gute PR für die betroffenen Orte ist, weiss der 37-Jährige natürlich. «Keine Tourismusbüro würde meine Serie mögen, aber so ist es nun mal. Wahrheit tut weh. Die meiste Kritik an meinen Plakaten kam aus Thailand: Ich habe dort offensichtlich viele Leute schockiert. Das tut mir leid, aber wie gesagt: Wahrheit tut immer weh. Von Borneo oder den Färöern kamen keine Beschwerden.» Inspiriert hat ihn übrigens der Künstler Franz Kraus mit einer Arbeit von 1936.

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Das Vorbild für Monks Poster von Franz Markus.

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Die Poster legen nahe, dass der Belgier in der Welt herumgekommen ist. «Ich war in Holland, Frankreich, Schweden, Deutschland, England, Kroatien, Italien, Spanien, Griechenland, Russland, USA, Mexiko, Tunesien, Marokko und Ägypten», zählt der Kreative auf watson-Nachfrage auf. «Aber meistens sieht man ja nur eine Stadt und nicht das ganze Land. Es gibt also noch viel zu entdecken.»

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Auch in der Schweiz ist er schon gewesen: «Ich besuchte Genf, als ich noch ein Kind war, und habe den Genfersee geliebt. Mein Cousin hat dort geheiratet.» Und ihm ist auch etwas von der Visite geblieben. «Ich habe eine Swatch und ein Gramm Gold bekommen ... Und eine Kuckucksuhr!!», fügt er flunkernd hinzu.

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Welche Reiseziele hat der Brüsseler noch auf dem Zettel? «Ich plane einige ‹Geschäftsreisen› in die USA, und vielleicht werde ich bald Südamerika entdecken. Und ich werde definitiv Asien und Ozeanien bereisen!»

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Und ist arbeitstechnisch noch etwas zu erwarten? Natürlich! «Ich habe viele Projekte in Planung oder am Laufen – so wie ‹INKED›, wo mehr als 150 Künstler Tattoos, Drucke und Statuen über unseren Nationalhelden anfertigen: Manneken Pis.» Das ist die Figur eines pinkelnden Buben, die auf einem Brunnen in Brüssel steht. «Es passiert gerade sehr viel!»

Ein von MONK (@monk.hf) gepostetes Foto am

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11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Simon 28.08.2016 20:32
    Highlight Highlight Das Visit Palestine gibt es übrigens auch in "ehrlich"
    Benutzer Bild
  • Pisti 28.08.2016 17:42
    Highlight Highlight Dass es in Thailand viele Prostituierte gibt ist Fakt. Aber das Plakat mit dem Pädophilen ist völlig daneben, Thailand ist längst kein Pädophilen-Paradies mehr, weil die Regierung rigoros gegen diese vorgeht. Die Strafen sind massiv höher als bei uns in Europa, wo man Pädophile immer noch mit Samthandschuhen anfässt. Ein Problem gibt es dort aber mit Kinderarbeit. Meistens Kinder aus Myanmar oder Kambodscha die Waren in der Nacht an Touris verkaufen. Für mich unbegreiflich dass es unzählige Touristen gibt, die denn Kids die Waren noch abkaufen. Die werden null und nichts von dem Geld sehen.
  • DEW 28.08.2016 14:54
    Highlight Highlight Als weiteres Plakat würde ich ihm z.B. "Fidschi" vorschlagen mit nur einer blauen Fläche als Abbild.
    Ein bisschen Ironie muss ja sein, das versteht er sicher, der zukünftige Jetsetter, der. ;)
  • Mehmed 28.08.2016 14:34
    Highlight Highlight Viel zu komplex, diese Werbung.
    Da kommt bestimmt einer wieder und mault, er verstehe sie nicht 8-)
    http://www.watson.ch/!348590556
  • Maragia 28.08.2016 14:02
    Highlight Highlight Ehrlich oder eher diskriminierend gegenüber bestimmten Gruppen? (sogar rassistischt)

    Da wird angenommen, dass in Thailand alles nur Prostitutierte und Pädophiele rumlaufen und in Brasilien die Menschen Verbrecher sind!
    • Kyle C. 29.08.2016 09:48
      Highlight Highlight Ich denke nicht, dass da "angenommen" wird. Monk ist ein Künstler und wie so oft bei Künstler sind die Werke nicht frei von Provokation. Man kann die dahinter steckende Kritik zur Kenntnis nehmen und darüber nachdenken. Gleich ein ganzes Land/Stadt negativ darzustellen war vermutlich nicht die Absicht. Die überspitzte Darstellung ist wohl gewollt.
  • Gigi,Gigi 28.08.2016 13:39
    Highlight Highlight Was soll eigentlich die Bemerkung "von hochbezahlten Werbern"? Futterneid des Autors? Gleichzeitig will Watson ja, dass man den Werbeblogger ausschaltet, damit Watson uns echte Werbung um die Ohren schlagen kann. "Von echten Werbern" hätte genügt.

    Und sonst, der gute Mann verarbeitet einfach nur alle Klischees, die ihm zu den jeweiligen Destinationen einfallen.
  • */* 28.08.2016 12:29
    Highlight Highlight Es gefällt mir nicht, wie dieser Grafiker Fotos von anderen Männern genommen hat, sie mit der automatischen Vektorisierungsfunktion umgewandelt hat und sie aus dem Zusammenhang gerissen in einem negativen Kontext als Pädophiler oder Sextourist darstellt. Die Männer, die ihre ursprünglichen Fotos darauf erkennen, werden keine Freude haben.
  • Donald 28.08.2016 12:29
    Highlight Highlight Er zeigt einfach Abfall, Verbrechen und Prostitution. Ich weiss nicht, ob das wirklich so kreativ und überraschend ist. Auch war er ja noch gar nicht and diesen Orten.
  • Angelo C. 28.08.2016 11:42
    Highlight Highlight Guter Bericht, die Bilder sehenswert und zutreffend....

    Sagt ein alter Tourismusspezi wie ich, der fast ein ganzes Leben in dieser Branche zugebracht und auch zahlreiche Berichte und int. Werbebotschaften verfasst hat.

    Monk zeigt die negativen Seiten der von ihm dargestellten Destinationen eindrücklich auf, gefällt mir nicht schlecht.
    Wobei diese selbstverständlich auch ganz andere, positivere Seiten haben, sonst würde ja auch niemand hinfliegen.

    Etwas pervers fand ich während den Spielen in Rio, dass ausgerechnet dieses Land, das gnadenlos seinen Regenwald abholzt, auf Umweltschutz machte.
  • Karl Müller 28.08.2016 11:35
    Highlight Highlight Natürlich zeigt Werbung immer nur das Gute. Das heisst deswegen nicht, dass überall nur das Schlechte zu sehen, dann "die Wahrheit" sein soll. Und einen tieferen aufklärerischen Sinn sehe ich auch nicht hinter diesen Plakaten. Die dargestellten Probleme gehen so oft durch die Massenmedien, dass sie längst als negatives Zerrbild in den Köpfen der Menschen verankert sind; eben auch im Kopf dieses Grafikers. Dass ihm zur Schweiz, die er selbst besucht hat, als etwas vom ersten die deutschen Kuckucksuhren in den Sinn kommen, finde ich da bezeichnend.

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