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Leiche in Flugzeugwrack von vermisstem Fussballer Sala entdeckt



In this image released Monday Feb. 4, 2019, by the UK Air Accidents Investigation Branch (AAIB) showing the rear left side of the fuselage including part of the aircraft registration N264DB that went missing carrying soccer player Emiliano Sala, when it disappeared from radar contact on Jan. 21 2019.  The Air accident investigators say one body is visible in the sea in the wreckage of the plane that went missing carrying soccer player Emiliano Sala and his pilot David Ibbotson. (AAIB via AP)

Bild: AP/AAIB

Zwei Wochen nach dem Verschwinden des 28-jährigen Fussballers und seines Piloten gibt es traurige Gewissheit: Das Flugzeug der beiden liegt am Meeresgrund. Mindestens ein Toter ist darin.

Das Wrack von Salas Maschine wurde am Grund des Ärmelkanals gefunden, wie die britischen Ermittler am Montag bestätigten. Auf Unterwasserbildern von dem Wrack war die Leiche von einem der insgesamt nur zwei Insassen zu sehen.

«Tragischerweise» sei auf Videoaufnahmen, die ein Tauchroboter machte, «ein Insasse mitten in dem Wrack sichtbar», teilte die britische Behörde für die Untersuchung von Luftfahrtunglücken (AAIB) mit. Um wen es sich handelte, war noch unklar.

Privat finanzierte Suche

Zuvor hatte der private Wracksucher David Mearns die vermisste Propellermaschine per Echolot am Meeresboden des Ärmelkanals ausfindig gemacht. Der Fund des Flugzeugwracks war später mit Kameraaufnahmen eines Tauchroboters bestätigt worden.

Die AAIB veröffentlichte Fotos von dem Wrack, auf denen die Registrierungsnummer des Flugzeugs zu sehen war. Die Wassertiefe wurde auf den Bildern mit 67,7 Metern angegeben. In Absprache mit den Angehörigen Salas und des Piloten würden die nächsten Schritte geprüft. Ob die verunglückte Maschine gehoben werden soll, war zunächst unklar.

Sala wollte am 21. Januar nach einem Millionentransfer aus dem französischen Nantes zu seinem neuen Verein Cardiff City in Wales fliegen. Beim Flug über den Ärmelkanal verschwand die einmotorige Propellermaschine von den Radarschirmen.

Die offizielle Rettungsaktion war drei Tage nach dem Verschwinden des Flugzeugs abgebrochen worden, weil es keine Hoffnung mehr gab, die Insassen lebend zu finden. Vergangene Woche wurden Sitzpolster an der französischen Küste angeschwemmt, die der Maschine Salas zugeordnet wurden.

FILE - In this Wednesday, Jan. 30, 2019, file photo, a Nantes soccer team supporters stops by a poster of Argentinian player Emiliano Sala and reading

Ein Fan des argentinischen Fussballers Emiliano Sala trauert in Nantes. Bild: AP/AP

Flugzeug weitgehend intakt

Am Sonntag begannen zwei Schiffe damit, den Meeresboden systematisch abzusuchen. Finanziert wurde die Suche durch Spenden. Mehr als 370'000 Euro waren dafür bis Montag auf einer Online-Plattform zusammengekommen.

Auf einem Foto, das die AAIB veröffentlichte, war das beschädigte Heck des Flugzeugs zu sehen. Zur Überraschung der Bergungskräfte war die Maschine noch weitgehend intakt. «Wir hatten erwartet, ein Trümmerfeld zu finden», sagte Mearns in einem BBC-Interview am Montag.

Die Familie Salas wolle verzweifelt, dass das Flugzeug geborgen wird, sagte der US-Amerikaner. Mearns hatte sich mit dem Auffinden historischer Schiffswracks einen Namen gemacht.

«Ich habe solche Angst»

Sala hatte noch kurz vor dem Unfall eine Sprachnachricht aus dem Flugzeug an seine Freunde geschickt. «Ich bin hier oben im Flugzeug, das anscheinend gleich in seine Einzelteile zerfällt, und bin auf dem Weg nach Cardiff», hiess es in einer am Abend nach dem Unglück veröffentlichten Audiodatei.

«Wenn ihr in eineinhalb Stunden keine Neuigkeiten von mir hört: Ich weiss gar nicht, ob die überhaupt jemanden schicken, um nach mir zu suchen, weil sie mich sowieso nicht finden werden. Dann wisst ihr schon Bescheid. Papa, ich habe solche Angst», sagte Sala, wobei «Papa» im argentinischen Spanisch auch «Oh, Mann» heissen kann.

Der 59-jährige Pilot durfte Medienberichten zufolge keine Passagiere gegen Bezahlung mitnehmen. (jaw/sda/afp/dpa)

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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Der Bojenmensch 04.02.2019 13:33
    Highlight Highlight Einfach komisch, diese Geschichte. Ich bin gespannt, auf den Abschlussbericht der Flugunfalluntersuchung. Irgendwie fehlen da noch ein paar wichtige Fakten, damit die Story wirklich rund wird.
    • Joe Smith 04.02.2019 13:39
      Highlight Highlight Ein Privatpilot fliegt mit einem Kleinflugzeug in der Nacht in Vereisungsbedingungen herum … nein, da fehlen keine wichtigen Fakten.
    • Der Bojenmensch 04.02.2019 13:56
      Highlight Highlight @Joe Smith

      Dann hat er entweder GAFOR und GAMET (und evtl. AIRMET) nicht verstanden... oder nicht gelesen. Wäre mal Frage 1.

      Frage zwei wäre dann: War das Flugzeug überhaupt flugtauglich (gemäss Berichten hat Sala ja selbst davon gesprochen dass das Ding fast auseinanderfalle).

      Was dann noch Frage 3 nach sich ziehen würde... wieso eine solche Nacht-und Nebelaktion?

      Mit "Fragen" wollte ich nicht ankündigen, dass ich jetzt dann den Aluhut rausholen will...
    • 7immi 04.02.2019 14:05
      Highlight Highlight @joe smith
      Das ist kein Widerspuch. Man kann sämtliche IR-Ausbildungen ohne CPL durchlaufen. Kenne einige die dies taten. Das Flugzeug war sicher nicht ideal für diese Bedingungen, die nötigen Ausbildungen kann man dennoch abschliessen und auch unter diesen Umständen fliegen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Beasty 04.02.2019 13:23
    Highlight Highlight Kann mir jemand erklären, warum die Suche bereits nach drei Tagen offiziell eingestellt worden ist? Der Ärmelkanal ist ja jetzt nicht soooo gross und von Radar überwacht.
    • TheWall_31 04.02.2019 13:36
      Highlight Highlight Wie wahrscheinlich ist es, drei Tage lang im Januar ohne passende Ausrüstung im Wasser zu überleben?
      Ein schwimmendes Wrack mit lebenden Insassen wäre innerhalb von drei Tagen leicht entdeckt worden.

      Sinnlos weitersuchen bringt doch nichts.
    • Joe Smith 04.02.2019 13:37
      Highlight Highlight Weil niemand 3 Tage im kalten Wasser überleben kann und weil für die Allgemeinheit sicherheitsrelevante Erkenntnisse auch beim Auffinden des Wracks nicht zu erwarten sind. Es handelt sich also schlicht um eine Frage von Aufwand und möglichem Ertrag.
    • Beasty 04.02.2019 22:01
      Highlight Highlight Das die tot waren ist schon klar. Aber dass man Leichen versucht zu bergen, war bis anhin doch Standard.

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