International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Razzia bei brasilianischem Milliardär in Korruptionsskandal



epa06197750 (FILE) - Joesley Batista (C) and two informers of private investment holding company J&F arrive to testify at the Public Prosecutor's Office in Brasilia, Brazil, 07 September 2017 (issued 11 September 2017). Joesley Batista, owner of world's largest meatpacker company JBS, and company executive Ricardo Saud turned themselves in to police on 11 September 2017. Batista is involved in various bribery allegations, including the Operation Car Wash (Lava Jato) scandal and yearlong payments of bribes to Brazilian president Lula, Rousseff and Temer.  EPA/Joedson Alves

Joesley Batista Bild: EPA/EFE

Überraschende Wende im Korruptionsskandal um den brasilianischen Milliardär Joesley Batista: Mehrere Monate nach dessen Vergleich mit der Justiz wurde nun sein Haus von der Polizei durchsucht, wie zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen am Montag sagten.

Eine Razzia habe es auch in der Zentrale von Batistas Holdinggesellschaft J&F Investimentos in Sao Paulo gegeben. J&F ist die Firma, über die der Unternehmer und sein älterer Bruder Wesley den weltgrössten Fleischproduzenten JBS kontrollieren.

Ferner sei das Haus des früheren Staatsanwalts Marcelo Miller in Rio de Janeiro durchsucht worden. Miller solle Joesley Batista bei dem im Mai erzielten Vergleich im Strafverfahren geholfen haben.

Die Brüder hatten im Mai gestanden, massenweise Politiker bestochen zu haben. Im Gegenzug wurde das Strafverfahren gegen sie eingestellt. Der Konzern JBS akzeptierte eine Milliardenstrafe.

Am Sonntag allerdings wurde Joesley Batistas Immunität aufgehoben, der Oberste Gerichtshof billigte seine Festnahme. Daraufhin stellte er sich der Polizei. Sowohl er als auch der JBS-Manager Ricardo Saud wurden vorerst festgenommen, wie das Portal «O Globo» berichtete.

Wichtige Informationen ausgelassen

Zuvor hatte Generalstaatsanwalt Rodrigo Janot Anklage gegen sie erhoben. Die Untersuchungshaft wird damit begründet, dass beide zwar mit der Justiz kooperiert und umfassend ausgesagt haben, aber wichtige Informationen ausgelassen hätten. Damit hätten sie gegen die Bedingungen für eine mögliche Straffreiheit verstossen.

Batista hatte sich zudem zu einem Vergleich über 110 Millionen Reais (33 Millionen Franken) bereit erklärt, um einer Gefängnisstrafe zu entgehen.

Der Fall ist politisch äusserst brisant, denn die Batistas haben Brasiliens Präsidenten Michel Temer schwer belastet. Er hatte der Justiz Mitschnitte eines Gesprächs mit Temer übergeben. Diese legen den Verdacht nahe, dass ein Mitwisser von Schmiergeldgeschäften, Ex-Parlamentspräsident Eduardo Cunha, mit Geldzahlungen von Enthüllungen abgehalten werden sollte.

Der Präsident hat die Beschuldigungen wiederholt zurückgewiesen. Dennoch stand Temer am Rande des Rücktritts, eine Anklage scheiterte aber am Veto des Abgeordnetenhauses in Brasília. (sda/reu/dpa)

Das könnte dich auch interessieren:

«Das Beste im Mann» – mit diesem Anti-Sexismus-Werbespot läuft Gillette voll in den Hammer

Link zum Artikel

Wirbel um Cassis reisst nicht ab

Link zum Artikel

Ein ziemlich seltsames Outfit – so erklärt Serena Williams ihren Netzstrumpf-Auftritt

Link zum Artikel

Drei Lawinen fordern eine Tote und mehrere Verletzte im Wallis

Link zum Artikel

Nico soll Schneeketten montieren und bringt damit den Chef zur Verzweiflung 😂

Link zum Artikel

Wie der Schweizer Arzt Ruedi Lüthy in Simbabwe tausende Menschen vor dem Aids-Tod rettete

Link zum Artikel

So hast du die Karriere von Roger Federer noch nie gesehen

Link zum Artikel

Warum die Bezahl-App Twint bei Schweizer Teenagern gerade so richtig durchstartet

Link zum Artikel

Vorsicht! Mit den Apple-Ohrstöpseln wird das iPhone zur Wanze 😳

Link zum Artikel

«Der Zug stellt einfach ab»: So leiden die Lokführer unter den SBB-Pannen-Doppelstöckern

Link zum Artikel

Der Lambo-Trottel, sein High-Heels-Schrank und ich

Link zum Artikel

Die grössten Apple-Irrtümer – was nicht nur iPhone-Fans wissen sollten

Link zum Artikel

Die grosse Game-Vorschau: Auf diese 50 Spiele dürfen wir uns 2019 freuen

Link zum Artikel

So cool ist es WIRKLICH, im Januar auf Alkohol zu verzichten 🤔😂

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Trump will den Notstand ausrufen – aber darf er das überhaupt?

Link zum Artikel

«Gölä ist die falsche Art von Büezer» – Nico bügelt mit dem Berner Rapper Nativ

Link zum Artikel

Samsung, Huawei oder doch Nokia? Diese Android-Handys erhalten am längsten Updates

Link zum Artikel

Sie wollte dieses Kleid kaufen – und brach bei der Lieferung (zu Recht) in Tränen aus

Link zum Artikel

Nino Niederreiter zu Carolina getradet

Link zum Artikel

Genfer Caritas-Lagerleiter vergriff sich an jungen Mädchen

Link zum Artikel

Warum Trump plötzlich die Sowjets verteidigt

Link zum Artikel

«Die toten Hoden» – neue Twitter-Challenge ruiniert die Namen deiner Lieblingsbands

Link zum Artikel

«Familie wird mich töten»: Rahaf auf Flucht aus Saudi-Arabien in Thailand vorerst sicher

Link zum Artikel

Wenn sogar Fox News Trumps Grenz-Lüge anprangert

Link zum Artikel

Das Beste an den Golden Globes? Diese Wasserträgerin

Link zum Artikel

Die bizarre Liebesgeschichte der KZ-Aufseherin, die sich in eine Gefangene verliebte

Link zum Artikel

7 Wahlen hat er analysiert – jetzt meint er: «Das System könnte aus den Fugen geraten»

Link zum Artikel

Sexy Särge oder phallische Felsen – welcher Wandkalender darf's denn sein?

Link zum Artikel

Bellydah: «Diesen Job nennt man ‹Rap-Video-Bitch›»

Link zum Artikel

Kann man wirklich zu lange schlafen?

Link zum Artikel

Der einzige Schweizer auf Mikronesien braut Bier und lebt auf diesem Inselcheln

Link zum Artikel

6 Webseiten, auf denen du dir toll die Zeit totschlagen kannst – klicken auf eigene Gefahr

Link zum Artikel

7 Dinge, die dir bei diesen bekannten Weihnachtsfilmen noch nie aufgefallen sind

Link zum Artikel

Jetzt muss Trump die Börse mehr fürchten als Mueller 

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

«Elender Mörder»: Ex-Linksterrorist Battisti nach 40 Jahren an Italien ausgeliefert

Nach jahrzehntelanger Flucht durch mehrere Länder ist der frühere Linksterrorist Cesare Battisti an Italien ausgeliefert worden. Der einstige Anführer der Gruppe «Bewaffnete Proletarier für den Kommunismus» landete am Montag in Rom und soll nun in einem Gefängnis auf Sardinien eine lebenslange Freiheitsstrafe verbüssen.

Battisti hatte lange Zeit mit Duldung linker Regierungen erst in Frankreich und später in Brasilien gelebt und dabei zwischenzeitlich als Roman-Autor («Le Cargo sentimental») …

Artikel lesen
Link zum Artikel