International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa08811989 An elderly man wearing a face mask, stands next to a closed restaurant, in Paris, France, 10 November 2020. France re-intoduced lockdown measures in the midst of a second wave of the COVID-19 coronavirus pandemic.  EPA/MOHAMMED BADRA

Paris und ganz Frankreich befinden sich im Lockdown. Bild: keystone

Stabilere Fallzahlen bei uns, doch die Kurven unserer Nachbarn zeigen steil nach oben

An der Pressekonferenz vom Dienstag sprach das BAG davon, dass man «vorsichtig optimistisch» sei, was die Entwicklung der Fallzahlen angeht. Unterdessen verbreitet sich Corona in unseren Nachbarländern so schnell wie nie zuvor.



Auch wenn die Fallzahlen nicht mehr so schnell ansteigen wie noch vor einigen Tagen, bleibt die Situation in vielen Schweizer Spitälern kritisch. Doch die neusten Entwicklungen stimmen Stefan Kuster, Leiter der Abteilung Übertragbare Krankheiten beim Bundesamt für Gesundheit, optimistisch.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Während es scheint, dass die Massnahmen hierzulande Früchte tragen, zeigen die Trends im anliegenden Ausland ohne Ausnahme nach oben. Zwar bewegen sich bisher weder Frankreich, Deutschland, Italien noch Österreich auf «Schweizer Niveau», doch geht es so weiter (und kann die Schweiz die aktuellen Zahlen halten), werden wir vielleicht bald überholt.

Fälle in einer Woche pro 100'000 Einwohner seit Beginn der Pandemie

Anteilsmässig an der Bevölkerung liegen in Frankreich zurzeit die meisten Personen wegen Covid-19 auf einer Intensivstation. In Österreich sind es fast gleich viele wie in der Schweiz. In Deutschland und Italien sind es deutlich weniger. Tippe ein Land auf der Karte an, um mehr über die Situation auf den Intensivstationen zu erfahren.

Betrachtet man die letzten Wochen genauer, zeigt sich, dass Frankreich mit 591 positiv Getesteten in den letzten 7 Tagen pro 100'000 Einwohner nur noch knapp unter dem Schweizer Wert (614) liegt.

Die Zahlen in Österreich und Italien verliefen in den letzten Tagen fast identisch, wobei sich die Zahlen in Österreich noch etwas schneller vermehren (aktuell bei 503 Neuinfektionen in den letzten 7 Tagen pro 100'000 Einwohner) als in Italien (385).

Am langsamsten vermehren sich die Infektionen in Deutschland. Obwohl auch hier tendenziell täglich mehr Personen positiv auf Sars-CoV-2 getestet werden, liegt der Vergleichswert erst bei 154. Zum Vergleich: Im Sommer setzte die Schweiz Reisende aus Risikoländern ab 60 Neuinfektionen pro 100'000 Einwohner in 14 (nicht 7!) Tagen auf die Quarantäneliste.

Fälle in einer Woche pro 100'000 Einwohner seit September

Alle umliegenden Länder haben die Massnahmen in den vergangenen zwei Wochen verschärft. Die Details findest du hier, die Übersicht am Ende des Artikels:

Deutschland

Das von unseren Nachbarländern am wenigsten stark betroffene Deutschland hat Anfang November strengere Massnahmen eingeführt – allerdings ist jedes Bundesland selbst für die detaillierte Auslegung verantwortlich. Wir werfen den Blick also auf das an die Schweiz grenzende Baden-Württemberg.

🟠 Geschäfte (ohne Lebensmittel und Apotheken):
Maximal 1 Kunde pro 10 Quadratmeter

🔴 Restaurants & Bars:
geschlossen

🔴 Freizeiteinrichtungen, Kino, Club:
geschlossen

🟠 Schulen:
Universitäten im Online-Unterricht

🟢 Ausgangssperre:
Zurzeit keine Ausgangssperre.

Frankreich

Der strikteste Lockdown unserer Nachbarn hat zurzeit Frankreich, wo man während des ganzen Tages kaum den Wohnort verlassen darf. Eingeführt wurden die Massnahmen am 30. Oktober.

🔴 Geschäfte (ohne Lebensmittel und Apotheken):
geschlossen

🔴 Restaurants & Bars:
geschlossen

🔴 Freizeiteinrichtungen, Kino, Club:
geschlossen

🟠 Schulen:
Universitäten im Online-Unterricht

🔴 Ausgangssperre:
Wohnung darf nur für Arbeitsweg, Einkauf, Arztbesuch oder Spaziergang innerhalb von 1 km Umkreis für maximal 1 Stunde verlassen werden

Italien

Italien arbeitet mit einem Ampelsystem, wobei jede Region in die Stufe gelb, orange oder rot eingeteilt wird. Je nach Stufe gelten dann unterschiedliche Massnahmen. Im roten Bereich befinden sich zurzeit die Regionen Kalabrien, Lombardei, Piemont, Aostatal und Bozen. Sie alle befinden sich in einem strikten Lockdown. Für das gesamte Land gelten aber folgende Mindest-Massnahmen:

🟠 Geschäfte (ohne Lebensmittel und Apotheken):
am Wochenende geschlossen

🟠 Restaurants & Bars:
schliessen um 18:00 Uhr

🟠 Freizeiteinrichtungen, Kino, Club:
geschlossen, Sportzentren bleiben geöffnet

🟠 Schulen:
Gymnasien und Universitäten im Online-Unterricht

🟠 Ausgangssperre:
Von 22 bis 5 Uhr

Österreich

Eine nächtliche Ausgangsbeschränkung gibt's auch in Österreich: Zwischen 20 Uhr abends und 6 Uhr morgens darf man sich nicht mehr draussen aufhalten – ausgenommen sind allerdings einige dringliche Gründe, darunter auch die physische und psychische Erholung beispielsweise beim individuellen Spazieren oder Joggen.

🟠 Geschäfte (ohne Lebensmittel und Apotheken):
Maximal 1 Kunde pro 10 Quadratmeter

🟠 Restaurants & Bars:
maximal von 6 bis 20 Uhr geöffnet

🔴 Freizeiteinrichtungen, Kino, Club:
geschlossen

🟠 Schulen:
Oberstufe, Gymnasien und Universitäten im Online-Unterricht

🟠 Ausgangssperre:
Von 20 bis 6 Uhr

Überblick

Im Vergleich zum Ausland wurden in der Schweiz deutlich weniger Massnahmen ergriffen. Allerdings werden hier die nationalen Regeln aufgezeigt – in einigen (vor allem Westschweizer) Kantonen gelten ähnlich strenge Regeln wie im Ausland.

Bild

Bild: watson

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

17 Gründe, wieso Briefe von Kindern einfach grossartig sind

Pflegerin sieht ihre Tochter zum ersten Mal nach zwei Monaten wieder

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Im Alter von 60 Jahren: Diego Maradona stirbt an Herzinfarkt

Die Fussballwelt erleidet einen traurigen Verlust. Gemäss argentinischen Medienberichten soll Diego Armando Maradona im Alter von 60 Jahren in seinem Haus in Tigre an einem Herzinfarkt verstorben sein.

Der Weltmeister wurde Anfang November in ein Spital in Buenos Aires eingeliefert, weil er sich unwohl fühlte und um seine Medikation neu einzustellen. Bei der darauffolgenden Untersuchung wurde ein Blutgerinnsel im Gehirn entdeckt, das ihm tags darauf operativ entfernt wurde.

Nach dem erfolgreichen …

Artikel lesen
Link zum Artikel