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Diesen Strand fanden Fluggäste unter anderem am beliebtesten Schweizer Reiseziel im Sommer 2021.
Diesen Strand fanden Fluggäste unter anderem am beliebtesten Schweizer Reiseziel im Sommer 2021.
Bild: Shutterstock

So veränderte Corona unsere Flug-Reiseziele

18.09.2021, 17:2520.09.2021, 14:51
Reto Fehr
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Die Coronasituation spiegelt sich auch im Sommer-Flugverkehr. Welche Ziele legten ab Zürich zu – und wohin verlor sich kaum ein Flieger?

Die Übersicht.

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So viele Personen flogen im Sommer

Klar ist: Geflogen wurde von der Schweiz aus in diesem Sommer wieder deutlich mehr als noch vor einem Jahr. Fast 1,6 Millionen Passagiere flogen im August von Zürich aus ins Ausland, wie der Flughafen vor einigen Tagen mitteilte. Das sind 120 Prozent mehr als noch 2020 (August 2020: 725'337 Passagiere), aber noch immer nur rund die Hälfte des Vergleichsmonates 2019, als die Flugwelt noch in Ordnung war und der Flughafen Zürich mit 3'151'369 Passagieren einen neuen Rekord aufstellte:

Auch wenn in den letzten beiden Monaten die Zunahme des Flugverkehrs von rund 600'000 im Juni auf 1,6 Millionen im August massiv war, so wird es nicht im gleichen Stil weitergehen. Schon vor der Coronapandemie waren die Monate Juli und August jene mit den höchsten Zahlen.

Auffallend ist aber auch, dass sich die am meisten angeflogenen Destinationen deutlich veränderten. Wir haben darum die Sommer 2019 und 2021 miteinander verglichen (jeweils vom 1. Juli bis 13. September).

Hierhin flogen die Schweizer im Sommer 2019

Mit Abstand am meisten Flieger flogen im Sommer 2021 zwischen Zürich und Mallorca: 1185 Flüge fanden zwischen der Mittelmeerinsel und Kloten statt. Dahinter folgen Istanbul, Amsterdam und Wien. Wobei es sich bei diesen Destinationen auch um Zwischenziele handelt – zumindest teilweise.

Bei den 20 Destinationen mit den meisten Flugbewegungen verzeichneten neben Mallorca auch Pristina und Heraklion eine Zunahme der Flüge (mehr zu Gewinnern und Verlierern weiter unten):

Zum Vergleich der Sommer 2019. Auch hier gilt zu beachten: Die Städte auf den ersten Rängen dürften in vielen Fällen Zwischenstationen sein, von denen aus weiter weg liegende Destinationen angeflogen wurden. Mallorca auf jeden Fall liegt hier gerade mal noch auf Platz 13.

Die grössten Gewinner und Verlierer

Mallorca ist diejenige Destination, welche im Sommer 2021 in absoluten Zahlen die grösste Zunahme gegenüber 2019 verzeichnete. 226 mehr Flugzeuge flogen nach Palma.

Auf den weiteren Rängen der grössten Gewinner in absoluten Zahlen liegen griechische Ferieninseln wie Heraklion (216 mehr Flüge), Thessaloniki (128), Mykonos (100), Rhodos (86), Korfu (76) oder Kos (74). Dazwischen mischen sich noch Ibiza (124 mehr Flüge) und die süditalienischen Destinationen Brindisi (102) sowie Palermo (77). 33 Flugziele ab Zürich verzeichneten 2021 mindestens 10 Flüge mehr als zur Vergleichsperiode 2019.

Demgegenüber stehen 141 Destinationen, welche mindestens 10-mal weniger häufig angeflogen wurden als im Sommer 2019. Grösster Verlierer ist London, das statt 3418 nur noch 584 Flüge verzeichnete. Auch Düsseldorf und Berlin weisen über 1000 Flüge weniger aus.

Blicken wir auf die prozentuale Veränderung, liegt Mykonos mit mehr als einer Verdoppelung der Anzahl Flüge gegenüber 2019 vorne. Mallorcas Zunahme entspricht «nur» 23 Prozent, was Rang 18 bedeutet.

Am anderen Ende befinden sich viele deutsche Städte, sowie die Verbindungen nach Peking, Moskau oder Hongkong, welche alle ein Minus von 74 bis 87 Prozent verkraften müssen.

Für viele diese Städte gilt: Sie sind zum einen Zubringer- und/oder Hub-Flughäfen, wie die Swiss uns hier schon im Februar bestätigte: «Stuttgart ist primär eine Zubringerstrecke, die unsere Fluggäste an internationale Flüge ab Zürich anbindet. Aufgrund der geringen Nachfrage und des reduzierten Flugplans wird diese Strecke aktuell nicht bedient.»

Daten und Quellen
Die Daten stammen vom Flughafen Zürich. Passagierzahlen darf der Flughafen nicht herausgeben, auch die Fluggesellschaften selbst halten sich da zurück, da dies ein Wettbewerbsnachteil sein könnte.

Analysiert wurden deshalb die angeflogenen Destinationen ab mindestens 10 Flugbewegungen für die Zeit vom 1. Juli bis 13. September in den Jahren 2019 und 2021 mit der jeweiligen Anzahl Flugbewegungen (An- und Abflüge der Destination). Berücksichtigt wurden ausschliesslich Linien- und Charterflüge (keine Privatjets, etc). Über Auslastungen lässt sich aus diesen Daten nichts ablesen.
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