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Ein Plakat an einer Londoner Busstation fordert die Menschen auf, zu Hause zu bleiben.
Ein Plakat an einer Londoner Busstation fordert die Menschen auf, zu Hause zu bleiben. Bild: keystone

So haben Grossbritannien und Irland B.1.1.7 in den Griff bekommen

Mit einem harten Lockdown haben Grossbritannien und Irland ihre steilen Fallzahlen-Kurven wieder knicken können. Doch am Ziel ist man noch länger nicht.
19.01.2021, 19:5109.03.2021, 10:39
Lea Senn
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Der fast senkrechte Anstieg der irischen Fallzahlen letzter Woche ging um die Welt. Auch in Grossbritannien steckten sich Anfang des neuen Jahres so viele Personen mit dem Coronavirus an wie nie zuvor.

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Zurückgeführt wird dieser exponentielle Anstieg von den Experten zu einem grossen Teil auf die britische Virenmutation B.1.1.7, die zwar nicht gefährlicher, aber deutlich ansteckender ist – und damit die Fallzahlen explodieren liess.

Bei beiden Ländern ist seit einigen Wochen die höchste Stufe der Eindämmungs-Massnahmen in Kraft. Das heisst: Wer keinen guten Grund hat, muss zu Hause bleiben. Ausnahmen bilden Arbeit, Ausbildung, Arztbesuche, Einkäufe oder individueller Sport in der Nähe des Wohnortes. Auch Restaurants und Schulen sind geschlossen. Mit diesem strikten Lockdown konnten die Fallzahlen gedrückt werden.

Wer von der dritten Welle betroffen war

Die ersten Auswertungen zeigen, dass in Irland vermehrt Junge betroffen waren. Die Hälfte der positiv Getesteten der letzten fünf Tage war noch nicht 39 Jahre alt.

Auch in den Spitälern zeigte sich dieses Bild: «Diese dritte Welle der Pandemie hat in allen Altersgruppen zu mehr Hospitalisierungen geführt», sagte Tony Holohan, Leiter des irischen Gesundheitsdepartements am Montag.

Gefahr noch nicht gebannt

Doch auch wenn die Infektionszahlen zurück gehen: Bis man in den Spitälern aufatmen kann, wird noch einige Zeit vergehen. Insbesondere regionale Engpässe beschäftigen die britischen Inseln. So sind beispielsweise in Nordirland 93 Prozent aller Spitalbetten besetzt.

«Wir haben Fortschritte gemacht. Aber nicht annähernd genug. Wir dürfen den Fuss jetzt nicht vom Gas nehmen.»
Tony Holohan, Leiter des irischen Gesundheitsdepartements am Montag, 18. Januar 2021

Beide Länder – Grossbritannien und Irland – gehörten zu den ersten weltweit, die mit der Impfung gegen Covid-19 begonnen haben. In den letzten zwei Wochen haben sie die täglich verabreichten Impfdosen kontinuierlich erhöht.

Anmerkung zur Schweiz: Das BAG stellte bisher keine regelmässigen Angaben zu verabreichten Impfdosen zur Verfügung.

Die Massnahmen auf den britischen Inseln bleiben noch für längere Zeit bestehen: England plant den Lockdown bis Ende März beizubehalten; Schottland, Wales und Nordirland planen ihn zwar vorläufig nur bis Ende Januar oder Anfang Februar – aber eine Lockerung zu diesem Zeitpunkt scheint zurzeit unrealistisch.

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32 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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_stefan
19.01.2021 20:27registriert September 2015
Beim BAG ist leider das FAX-Papier ausgegangen. Der benötigte Papiertyp ist nur noch beim Antiquitätenhändler erhältlich. Da dieser aktuell nicht verkaufen darf, kann das BAG keine täglichen Impfzahlen von den Kantonen empfangen. Eine Arbeitsgruppe wurde bereits formiert und hat einen Antrag für eine Ausnahmegenehmigung eingereicht. Das Geschäft ist zurzeit beim Bundesrat hängig 🙃
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Kritisch Hinterfragen
19.01.2021 20:08registriert April 2020
Ich habe noch immer nicht verstanden, was Ausgangssperren bringen sollen. Wo soll ich denn hin? Fitness? Bar? Restaurant? Kino? Ist ja sowieso alles zu.

Ich empfinde Ausgangssperren als REINE Schickane der arbeitenden und steuerzahlenden (jaaaa...das darf man noch) Bevölkerung
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vayiaelanor
19.01.2021 20:44registriert August 2018
Positiv gesehen wenn ich die Kurve interpretiere, hatten wir die Explosion schon vor UK/Ireland. Auf weiter sinkende Zahlen!
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