International
Deutschland

Professorin gibt Markus Lanz Schuld an Intimherpes nach Talk-Auftritt

Professorin gibt Markus Lanz Schuld an Intimherpes nach Talk-Auftritt

Mit ihren Aussagen zum Ukraine-Krieg hat sich die Bonner Professorin Ulrike Guérot ins akademische Abseits befördert. Nun sprach sie über ihre Erfahrungen bei Markus Lanz.
04.08.2023, 11:5104.08.2023, 13:04
Mehr «International»
Ein Artikel von
t-online

Vor etwa einem Jahr machte die Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot mit ihren Aussagen zum Ukraine-Krieg von sich reden. Später, im Oktober 2022, veröffentlichte sie diese auch in ihrem Buch «Endspiel Europa». Darunter schilderte sie ihre Auffassung, dass die Ukraine ein «Vehikel US-amerikanischer Dominanzbestrebungen» und nicht Russland den Krieg begonnen habe – sondern die Ukraine selbst, stellvertretend für den Westen.

Ulrike Guerot
Ulrike Guérot litt nach einem Talk-Auftritt bei Markus Lanz unter einem Herpesausbruch.Bild: imago images

Damals war Guérot noch als Dozentin an der Bonner Friedrich-Wilhelm-Universität beschäftigt, der Fall schlug hohe Welle: Kolleginnen und Kollegen distanzierten sich von der Professorin, im März 2023 kündigte ihr die Uni Bonn, wenn auch noch nicht rechtskräftig. Und auch von andere Seite bekam Guérot heftigen Gegenwind.

Bereits im Juni 2022 war sie etwa als Gast in der ZDF-Talkshow «Markus Lanz» zu sehen. Mit ihr nahmen Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), CNN-Reporter Frederik Pleitgen und die Journalistin Natalie Amiri an der Sendung teil. Mit ihren Aussagen zum Ukraine-Krieg, die sie auch hier selbstbewusst vertrat, eckte sie nicht nur bei Strack-Zimmermann an. Auch von Moderator Markus Lanz fühlte sich die Professorin ungerecht behandelt.

Wie nah ihr der Auftritt bei Lanz tatsächlich ging, erklärt Guérot nun in einem YouTube-Format der österreichischen Wirtin und Unternehmerin Petra Führich. «Ich bin aus dieser Sendung raus und hatte tatsächlich einen Herpes an der Scheide», schildert die Professorin. «Ich hatte einen absoluten Hautausschlag. Was eben auch zeigt, dass es zum Teil eine männliche Brutalität war», meint Guérot weiter, während Interviewpartnerin Petra Führich ihr beipflichtet.

Am nächsten Tag sei Guérot mit ihrem Scheiden-Ausschlag dann zu ihrer Frauenärztin gegangen. Auch diese sei von dem Ausmass der Hautirritation schockiert gewesen. «Die hat mir gesagt, sowas hätte sie noch nie gesehen», so Guérot. Die Gynäkologin habe dann ein Foto von Guérots Scheiden-Herpes gemacht – für das Lehrbuch, so die Professorin.

Anton Rainer, Redakteur beim «Spiegel», teilte den entsprechenden Interview-Ausschnitt bei Twitter. Dort haben ihn innerhalb eines Tages bereits mehr als 250'000 Menschen gesehen.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
128 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Radio Eriwan - mit Echtheitszertifikat
04.08.2023 12:34registriert November 2020
Hä?! Wieso lese ich überhaupt so Kram?
Scheinbar auch ein Fall für's Lehrbuch...
Der "Ärmsten" gute Besserung - in jeglicher Form
4206
Melden
Zum Kommentar
avatar
Snowy
04.08.2023 12:35registriert April 2016
WTF hab ich da grad gelesen?
3674
Melden
Zum Kommentar
avatar
Magnum
04.08.2023 12:48registriert Februar 2015
Ich würde bei der Dame ja eher einen Hirnpilz diagnostizieren, Fungus Putini... führt zu verzerrter Wahrnehmung und der Inschutznahme eines Kriegstreibers.
37519
Melden
Zum Kommentar
128
Mehr Sterilisationen nach Aufhebung von US-Abtreibungsrecht

Die Aufhebung des landesweiten Rechts auf Abtreibung im Jahr 2022 in den USA hat einer neuen Studie zufolge zu deutlich mehr Sterilisationen geführt. Der am Freitag im «Jama Health Forum» veröffentlichten Studie zufolge war der Anstieg bei Frauen höher und länger anhaltend als bei Männern.

Zur Story