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epa08502029 A policewoman helps to deliver food for quarantined employees of the meat processing company Toennies in the district Suerenheide in Verl, 22 June 2020. According to media reports, over 1300 Toennies employees at the Rheda-Wiedenbrueck plant have tested positive for the SARS-CoV-2 coronavirus that causes the pandemic COVID-19 disease.  EPA/FRIEDEMANN VOGEL

Eine Polizisten bereitet Mahlzeiten für Mitarbeitende der Tönnies-Fabriken vor, die in Quarantäne stecken. Bild: keystone

Die Fleischfabrik Tönnies wird zum Infektionsherd – alles, was du dazu wissen musst

Die grösste Fleischfabrik von Tönnies in Deutschland ist zum Infektionsherd geworden. Über 1300 Menschen haben sich angesteckt. Ein regionaler Lockdown wird derzeit ausgeschlossen – könnte aber nötig werden.



Was ist passiert?

Das Billigfleisch des deutschen Fleischverarbeitungskonzerns Tönnies ist derzeit in aller Munde. Letzte Woche kam es zu einem Coronavirus-Ausbruch in Deutschlands grösster Fleischverarbeitungsfabrik. Von den knapp 7000 Beschäftigten sind bisher mehr als 5800 getestet worden. Resultat: Über 1300 sind positiv – also mehr als ein Fünftel.

epa08497278 A handout photo made available by the German armed forces (Bundeswehr) shows soldiers taking coronavirus tests from workers at the Toennies meat factory in Rheda-Wiedenbrueck, western Germany, 19 June 2020 (issued 20 June 2020). According to media reports, more than 800 Toennies workers at the Rheda-Wiedenbrueck plant ? Europe's largest slaughterhouse ? have tested positive for the SARS-CoV-2 coronavirus that causes the COVID-19 disease, making it one of the largest clusters of the ongoing pandemic detected so far in the country.  EPA/KORTE / BUNDESWEHR / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Soldaten testen Tönnies-Mitarbeiter auf das Coronavirus, 19. Juni. Bild: keystone

«Bei den Testungen zeigte sich, dass die Zahl der positiven Befunde ausserhalb der Zerlegung deutlich niedriger sind als in diesem Betriebsteil», hiess es seitens der Landesregierung.

Gemäss «Deutsche Welle» sind Gründe dafür: Fehlende Einhaltung der Hygieneregeln und überbelegte Sammelunterkünfte für Arbeiter.

>>> Coronavirus: Alle aktuellen Entwicklungen im Liveticker

Wie viele ernste Fälle gibt es?

In den vier Krankenhäusern im Landkreis werden derzeit 21 Covid-19-Patienten stationär behandelt. Davon liegen 6 Personen auf der Intensivstation, zwei von ihnen müssen beatmet werden. Fünf der sechs sind nach Angaben des Kreises Tönnies-Beschäftigte.

Welche Massnahmen wurden getroffen?

Nachdem täglich mehr Fälle dazukamen, wurden am Wochenende Massnahmen ergriffen. Am Samstag wurde der Betrieb für 14 Tage geschlossen, zu diesem Zeitpunkt waren 1029 Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet worden.

Alle 6500 Tönnies-Mitarbeiter am Standort Rheda-Wiedenbrück mussten mitsamt Haushaltsangehörigen in Quarantäne – die Chefetage eingeschlossen.

epa07478758 Schalke's chairman of the board Clemens Toennies arrives for the opening gala of the 'Hall Of Fame' of German football in Dortmund, Germany, 01 April 2019. The Hall Of Fame will be part of the permanent exhibition in the German Football Museum, where players and coaches of men's and women's soccer of German origin will be honored for their outstanding achievements in shaping German soccer from 1900 until today.  EPA/FRIEDEMANN VOGEL

Auch Clemens Tönnies, Chef des Fleischkonzerns, musste in Quarantäne. Bild: EPA/EPA

Ministerpräsident Armin Laschet schloss drastischere Massnahmen, wie etwa einen regionalen Lockdown nicht aus, vorerst will er aber noch damit zuwarten. Begründet wird dies damit, dass der Ausbruch bei Tönnies klar lokalisierbar sei. Einen signifikanten Übersprung der Infektionen auf die Bevölkerung gebe es nicht. Dies sollte gemäss SRF-Korrespondent Peter Voegeli aber in Relation gesehen werden: «Laschet war immer der Gegenspieler des bayrischen Ministerpräsidenten Markus Söder – und dafür, den Shutdown der Wirtschaft zu beschränken.»

Breitet sich die Infektion nun aus?

Diese Frage kann noch nicht beantwortet werden, und genau das ist gefährlich. Zwar sollten alle Mitarbeiter getestet werden, am Freitag wusste man aber nicht von allen Tönnies-Mitarbeitern, wo sie genau wohnen. Die Behörden hatten grosse Probleme, an die Adressen der Mitarbeiter zu kommen.

Deshalb hätten sich der Kreis und der Arbeitsschutz Zugriff auf die Personalakten der Firma Tönnies verschafft. «Das Unternehmen hatte es nicht geschafft, uns alle Adressen zu liefern», sagte Landrat Adenauer. «Das Vertrauen, das wir in die Firma Tönnies setzen, ist gleich Null», sagte Thomas Kuhlbusch, Leiter des Krisenstabs.

Thomas Kuhlbusch, head of the crisis management team and head of the Health, Order and Law Department of the Guetersloh district, takes part in a press conference in Rheda-Wiedenbrueck, Germany, Wednesday, June 17, 2020. More than 400 new cases of COVID-19 have been recorded among workers at a large meatpacking plant in western Germany, authorities said Wednesday, in an outbreak that may have been linked to the easing of travel restrictions.( David Inderlied/dpa via AP)

Thomas Kuhlbusch, Leiter des Krisenstabs. Bild: keystone

Der Chef des Fleischkonzerns, Clemens Tönnies, sagte dazu: «Wir haben datenschutzrechtliche Probleme.» Laut Werkvertragsrecht dürfe das Unternehmen die Adressen der betreffenden Arbeiter nicht speichern. Co-Konzernchef Andreas Ruff fügte hinzu: «Wir haben alle Daten, die wir hatten, sofort an die Behörden weiter gegeben.»

Inzwischen sind bis zu 40 mobile Teams unterwegs, um Leute an ihrem Wohnort zu testen. Den Teams gehören Personen des Ordnungsamtes, des Roten Kreuzes und der Bundeswehr an.

Woher stammen die Mitarbeiter?

Viele der Mitarbeiter stammen aus Osteuropa und sind über Sub-Unternehmer angestellt. Dazu arbeiten sie zu Billiglöhnen und wohnen oft in kleinen, manchmal baufälligen Wohnungen. Oft wohnen und schlafen mehrere Personen in einem Zimmer – beste Voraussetzungen also für die Verbreitung des Virus.

Gibt es ein Video von den hygienischen Verhältnissen?

Jein. Ein Video mit den vermeintlichen Zuständen in der Fleischfabrik Tönnies in Rheda-Wiedenbrück löste in in sozialen Netzwerken Unverständnis und Empörung aus. Ohne zeitliche Einordnung erweckt es aber einen falschen Eindruck: Das Video stammt von anfangs April, bestätigt Tönnies. Seitdem seien bei Tönnies die Sicherheitsvorkehrungen mehrfach überarbeitet und verbessert worden.

Was sagt die Konzernleitung?

Der Chef des Fleischkonzerns, Clemens Tönnies, hatte sich am Samstag öffentlich für den Ausbruch des Erregers unter Mitarbeitern seines Betriebs entschuldigt. Der Konzern stehe in «voller Verantwortung». Einen Rücktritt hatte Tönnies allerdings ausgeschlossen. Stattdessen kündigte er an, dass das Unternehmen umgebaut werden solle um solche Ausbrüche in Zukunft zu verhindern.

Ist Tönnies für den Ausbruch haftbar?

Ja, zumindest nach Ansicht des deutschen Arbeitsministers Hubertus Heil geht. «Es muss eine zivilrechtliche Haftung des Unternehmens geben», kündigte er an.

Heil geht zudem nicht davon aus, dass der Tönnies-Konzern mit Mitteln aus den staatlichen Rettungsschirmen unterstützt werden müsse. Das Unternehmen habe in den vergangenen Jahren «wahnsinnig viel Geld verdient».

Was sagt die Politik?

Nach dem erneuten Corona-Ausbruch in der Schlachtbranche wächst der Druck, den massiven Preiskampf zu unterbinden. «Fleisch ist zu billig», sagte Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) der Deutschen Presse-Agentur. Sie setzt sich für eine Tierwohl-Abgabe ein. Im Gespräch ist auch, Billigpreiswerbung für Fleisch einen Riegel vorzuschieben.

Aus der SPD kommt der Ruf, höhere Löhne in Schlachtbetrieben durchzusetzen. «Auch für die Verbraucher wird sich etwas ändern müssen», sagte Klöckner mit Blick auf eine Tierwohl-Abgabe. «Dabei soll Fleisch kein Luxusprodukt für Reiche werden. Aber auch keine Alltagsramschware.»

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sagte dem «Tagesspiegel» am Sonntag: «Es kann nicht sein, dass Menschen aus Mittel- und Osteuropa in Deutschland ausgebeutet werden, damit skrupellose Firmen milliardenschwere Gewinne einfahren.» Heil will im Sommer einen Gesetzentwurf vorlegen, um von 2021 an Werkverträge in der Branche weitgehend zu verbieten – also dass die komplette Ausführung von Schlachtarbeiten bei Sub-Unternehmern eingekauft wird.

epa08391766 German Minister of Labor and Social Affairs Hubertus Heil speaks during a press conference at the Ministry for Labor and Social Affairs in Berlin, Germany, 29 April 2020. Media reports state, that German Minister of Labor and Social Affairs Hubertus Heil is awaiting an immense rise of short-time workers due to crisis in result of the Covid-19 pandemic.  EPA/CLEMENS BILAN

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil. Bild: EPA

Unionsfraktionsvize Georg Nüsslein (CSU) forderte ein Ende der Preiswerbung für Fleisch. «Wenn die Branche nicht zügig zu einer Selbstverpflichtung kommt, brauchen wir eine gesetzliche Vorgabe.» Verbraucherschützer kritisierten ebenfalls den Preisdruck. «Beim Fleischkauf sollte man generell darauf achten, dass nicht das Billigste auch das Beste ist», sagte Lebensmittelexperte Bernhard Burdick von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen der dpa.

Und auch Laschet, der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, ist sich sicher: «Wenn irgendwann Schlachtbetriebe wieder geöffnet werden, dann unter anderen Bedingungen als vor der Krise.»

(jaw/sda/dpa)

Sars-Cov-2, Covid-19, Coronavirus – die wichtigsten Begriffe
Coronaviren sind eine Virusfamilie, die bei verschiedenen Wirbeltieren wie Säugetieren, Vögeln und Fischen sehr unterschiedliche Erkrankungen verursachen.

Sars-Cov-2 ist ein neues Coronavirus, das im Januar 2020 in der chinesischen Stadt Wuhan identifiziert wurde. Zu Beginn trug es auch die Namen 2019-nCoV, neuartiges Coronavirus 2019 sowie Wuhan-Coronavirus.

Covid-19 ist die Atemwegserkrankung, die durch eine Infektion mit Sars-Cov-2 verursacht werden kann. Die Zahl 19 bezieht sich auf den Dezember 2019, in dem die Krankheit erstmals diagnostiziert wurde.

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86
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86Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • canoe58 24.06.2020 00:02
    Highlight Highlight Upton Sinclair hat im Roman „Der Dschungel“ schon vor 115 Jahren die sozialen Zustände bei der Fleischproduktion beschrieben:
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Der_Dschungel
    Anscheinend hat sich seitdem nicht viel geändert.
  • Bildung & Aufklärung 23.06.2020 04:12
    Highlight Highlight Bei Tönnies gehts übrigens so grausamst zu und her, wie es logischerweise DIE 'NATUR' von SCHLACHT-"Stationen" IST.

    Und bei unfassbaren, unvorstellbaren 30'000 (grossen) Tieren Tieren wie gemästeten armen Schweinen, ist völlig logisch, wie es zu und her geht...

    Nein, die Tiere werden weder totgestreichelt, noch halten sie den Kopf hin, wenn der Bolzen das Hirn penetriert oder die Messer die Kehlen aufschlitzen. Sie 'kämpfen' - wer hätte es gedacht - mit aller Kraft um ihr Leben.

    Bei Tönnies siehts so aus. Bei McDonalds (wer war noch nie im 'Mäg'...) genau so:
    Play Icon
  • Bildung & Aufklärung 23.06.2020 04:06
    Highlight Highlight Ja. Echt eines der leidigsten, dringensten und schlimmsten Themata überhaupt. Für uns. Für unsere Zeit. Für die Menschheit überhaupt.

    Hauptsache Tönnies der !&#*@ ist MILLIARDÄR auf dem Rücken Milliarden übelst geschundener, ermordeter Lebewesen!!!

    Darum kommentieren jeweils auch so wenige vegan oder mind. schon vegetarisch lebende.

    In der CH sind das schon über 10%, also ca. eine Million Menschen, aber sie melden sich fast nie, weil das Thema einfach so zermürbend und traurig ist. Weil es so nahe geht, dass man - nach Arbeit und Stress und Pipapo sowieso - gar keine Kraft mehr hat...
  • Neruda 22.06.2020 22:34
    Highlight Highlight Das deutsche System des Leiharbeiters ist schlimmer als was wir je hatten mit dem Saisonnierstatut. Und dieses war schon schändlich genug. Dies sollte beim UNO-Menschenrechtsrat mal angeklagt werden. Die Deutschen versklaven halb Osteuropa und zerstören gleichzeitig deren Landwirtschaft. Und alle schauen zu und reden von unseren noblen Werten.
  • Oxymora 22.06.2020 22:26
    Highlight Highlight Zur Ergänzung

    CDU Ministerpräsident von NRW, der sich sehr für Wiedereröffnung der Kirchen einsetzte, legte nahe, Heimaturlaube von Gastarbeitern hätten den fatalen Covid-19-Ausbruch bei Tönnies verursacht.

    Tönnies teilte mit: "Zwei Mitarbeiter haben uns mitgeteilt, dass sie bei einem Kirchenbesuch Kontakt zu im Nachgang positiv getesteten Personen hatten."

    Der Landkreis bestätigte: "Einzelne Infektionen sind auf Kontakte in einer Kirche zurückzuführen."

    t-online.de/nachrichten/deutschland/id_88091216/corona-krise-gottesdienst-koennte-ursache-des-ausbruchs-bei-toennies-sein.html
  • Varanasi 22.06.2020 21:40
    Highlight Highlight Gerade in "Hart aber fair"
    7000 Arbeiter in 1.300 Wohnungen, manchmal werden die Betten (Miete 250,-Euro) im Schichtbetrieb belegt.

    Sorry, das ist moderne Sklavenhalterei, nichts anderes
  • TZL 22.06.2020 20:34
    Highlight Highlight Es lebe mein Metzger im Dorf
  • My Senf 22.06.2020 19:57
    Highlight Highlight Jaja
    Die Klöckner und dann kocht sie in der TV-Kochshow mit billigfleisch und ist super glücklich dass ihr Menü nur 25€ kostet....
  • Mietzekatze 22.06.2020 19:49
    Highlight Highlight Und am Ende wird sich nichts ändern! Übermorgen wird nicht mehr darüber berichtet und die ganzen guten Vorsätze vergessen... Wetten? So funktioniert es leider mit all diesen Geschichten! Wir (die die sich informieren wollen) wissen schon lange was an solchen Orten für Zustände herrschen... aber der allergrösste Teil schaut weg weil es einfacher ist....
  • tyche 22.06.2020 19:32
    Highlight Highlight Da die Nutztierhaltung verantwortlich ist für all die bösen Viren, ist es ja eigentlich nur gerecht das Menschen die das essen auch krank davon werden 🤷🏼‍♂️
    • Bildung & Aufklärung 23.06.2020 03:08
      Highlight Highlight Nicht ganz, die Ausnutztierhaltung, respektive -Versklavung ist zu ca. 30% (weiss es ausm Kopf gerade nicht ganz genau) an den Zoonosen/Seuchen schuld.

      Aber ja, mache nennten es 'Karma'. Verdient.

      Kompliment jedenfalls, dass du den Link machst. Viele, vorallem auch sehr einflussreiche Leute, sind - total unerklärlicherweise - ja längst wieder im Modus: "Kann man halt nichts machen, wenn solche Viren kommen wie Vogel-, Schweinegrippe, spanische Grippe, Sars, BSE, Aids, Ebola, Corona, etc."

      Ist wie mit Klimakatastrophe: "Schlimm ja, aber was will man machen, ist halt jetzt einfach da..."
    • Jawolaufensiedenn 23.06.2020 06:48
      Highlight Highlight You name it! Es handelt sich bei der kriminellen Nutztierhaltung um ein Spiegelbild unserer paradoxen Gesellschaftsstruktur wir wollen mehr für uns und nichts oder so wenig, wie möglich, für die anderen.
      Wir sind eine egoistische Gesellschaft und solange wir das bleiben, wird sich nichts wirklich ändern. Es gibt ihn nicht den menschenfreundlichen Kapitalisten! Wirklich nicht! NEIN!....DOCH!....OH!

      Play Icon


  • John M 22.06.2020 18:54
    Highlight Highlight Habe mir seit dem das ganze begonnen hat mal näher mit den Zuständen bei der Fleischproduktion befasst. Ich werde jetzt zwar kein Vegetarier/Veganer, aber definitiv nie wieder Billig Fleisch 🤢Posten. Hörte zwar immer nur von den Zuständen, aber habe es immer für übertrieben gehalten...

    Werde jetzt meinen Fleisch Konsum massiv einschränken und nur noch in der Örtlichen Metzgerei kaufen.
    • Bildung & Aufklärung 23.06.2020 03:12
      Highlight Highlight Kompliment erstmals, dass du wenigstens mal angefangen hast ehrlicher hinzuschauen. Hast noch vielen etwas voraus, Respekt.

      Wirklich nicht böse gemeint (du meinst es auch nicht böse, das ist mir bewusst), aber wenn du noch von "Fleischproduktion" sprichst, hast du diese so fundamentale Thematik erst sehr oberflächlich angegangen.

      Empfindsame Lebewesen zu zwangsgebären, auszubeuten und zu ermorden ist nämlich keine 'Produktion'...

      Wenn Menschen oder Katzen Kinder/Junge kriegen, spräche ja auch niemand von 'Produktion'...

      Örtliche Metzgerei hats, wenn überhaupt, vom Vorzeige-Bio-Schlachter
      Play Icon
    • John M 23.06.2020 08:43
      Highlight Highlight Danke dir. Ja du hast recht, ich habe bisher erst nur die Spitze des Eisberges angeschaut. Da Bedarf es bestimmt noch mehr Nachforschungen meinerseits.

      Doch vom Wort Produktion werde ich mich nur schwer lösen können. Den so wie es gehandhabt wird stellt es genau das dar. Es ist eine reine Fliessbandarbeit auf dem Buckel von Lebewesen. Ist traurig, aber ich finde das trifft es vollkommen.
  • Locutus70 22.06.2020 17:53
    Highlight Highlight Die Schattenseiten des Exportweltmeisters ^^
  • Ass 22.06.2020 17:32
    Highlight Highlight Wenn man nichts Zahlt, dann kann man auch nicht erwarten!
    • Bildung & Aufklärung 23.06.2020 03:17
      Highlight Highlight Gab diese Jahre mal ein 'Image-Film', also so ein halb-Dok-halb-Werbe-Ding, bei dem eine ausländische Station über "das System Tönnies" oder Schweine-Sklaverei-Tötung-Verkauf in Deutschland ('so effizient!') an sich berichtet.

      Da steht der Schweinequäler (-Mäster) der die Tiere in Tönnies Hallen mit dem lachenden Schweinchen Logo gibt im Vorzeigebetrieb (Vorzeige, die Tiere armseelig dreckig, krank in der Mini-Bucht) und sagt, dass er pro Tier teilweise noch mit 15 Euro rechnen kann.

      15 Euro für ein Lebewesen mit Intelligenz eines bis 4-jährigen Kindes + Mast, Medis etc.

      Ein Kinobillet...
  • leu84 22.06.2020 17:26
    Highlight Highlight Mich würde es interessieren, wie die Betriebskultur in diesen Firmen bei einer normalen Grippesaison ist. Kranke Arbeitnehmende die mit Lebensmittel hantieren müssen. Klar, es gibt eine gewisse Selbstkontrolle. Hauptsache Angestellte die die Sprache kaum verstehen und dadurch sich kaum zu wehren wissen. Dann sind sie abhängig vom besseren Lohn als in ihren Heimatländer. Ein krankheitsbedingter Ausfall kann den Job kosten und gleichzeitig ein Tagesverdienst. Personalverleiher verdienen sich eine goldene Nase.
    • Gopfidam 22.06.2020 17:46
      Highlight Highlight Du hast es zu 100% getroffen mit deiner Vermutung. Normalerweise Müssen Mitarbeiter in einem Lebensmittel Betrieb zuhause bleiben bei Grippe oder ähnlichem. Da aber alle über Personalvermittler aka Sklavenhändler angestellt sind, dürfen sich die MA eigtl keinen Kranken Tag erlauben. Ansonsten sind sie weg vom Fenster. Ganz ehrlich, es würde mich nichtmal wundern wenn der Betrieb in der ganzen Zeit kein Schutzkonzept hatte. Die Schuld dann aufs Ausland zu schieben oder die schlechten Unterkünfte ist zum Kotzen. Eigentlich muss dieser Betrieb sofort stillgelegt werden, und zwar sofort!
  • maylander 22.06.2020 17:19
    Highlight Highlight Mit dem Geld das so erwirtschaftet wird, gönnt sich Tönnies den Bundesliga Klub Schlacke 04.
    Bei den Fans gilt Schlacke 04 als schützenswerter Traditionklub während andere Klubs und ihre Sponsoren übelst beleidigt werden. Dafür zahlt SAP sehr gute Löhne.
  • PeteZahad 22.06.2020 16:59
    Highlight Highlight "Das Billigfleisch des deutschen Fleischverarbeitungskonzerns Tönnies ist derzeit in aller Munde."

    Bewusste oder unglückliche Formulierung?
  • Garp 22.06.2020 16:52
    Highlight Highlight Das ist einfach so eine Heuchelei. Die Missstände sind schon lange bekannt, in diversen Bereichen. Die Politik war und ist einfach nicht gewillt etwas dagegen zu tun. Diese Werksarbeiter, Zeitverträge usw. sind einfach unmenschlich. Alles für das Geld der Wirtschaft und die Arbeitnehmer bleiben im Regen stehen.
    • Varanasi 22.06.2020 18:28
      Highlight Highlight Zumindest die Werksverträge in der Fleischwirtschaft sollen auf 1.2021 verboten werden.
  • c_meier 22.06.2020 16:34
    Highlight Highlight Die deutsche Bundesregierung könnte auch mal den Paketmarkt anschauen wo auch sehr oft mit Sub-Sub-Sub-Unternehmern gearbeitet wird und Arbeiter aus Ost-Europa teilweise wochenlang in ihren eigenen Lieferwagen schlafen müssen...
  • Varanasi 22.06.2020 16:32
    Highlight Highlight Tönnies produziert ca 20% des Deutschen Fleisches im Handel.
    Viel wird allerdings auch exportiert und wohin wohl?


    „In China sind Schweineohren dagegen Delikatessen. Seit der Jahrtausendwende hat sich der Export von Fleisch- und Milchprodukten nach China verdreißigfacht. Vor allem Schwein ist beliebt: 2,4 Millionen Tonnen haben deutsche Händler zwischen Januar und Oktober 2017 exportiert und damit knapp ein Fünftel der geschlachteten Schweine. Fleisch und Milch machen mittlerweile weit über die Hälfte der Exporte nach China aus.“

    Zeit.de

    Die Politik schaute viel zu lange weg.

  • ruvos 22.06.2020 16:32
    Highlight Highlight Das Fleisch aus der Schweiz ist zwar preislich etwas teurer aber im Geschmack um einiges besser als aus Europa. Manchmal hat das Inseldasein auch seine Vorteile😁
    • Nekomana 22.06.2020 17:44
      Highlight Highlight Nur weil es teurer ist, heisst es aber noch lange nicht, dass es gut ist. Wie war das mit den 28 angezeigten Schweine Bauern? 🤔 Aber wer genau alles bei Bell ect. die Tiere ausnimmt, wissen wir auch nicht. Wir wissen auch nicht genau wie die Arbeitsbedingungen da sind, da die Fleischindustrie dies nicht gerne Preis gibt. Wir haben nicht solch einen Haufen, aber wissen wir das Genau? Werden bei uns diese Arbeiter getestet?
    • aglio e olio 22.06.2020 18:17
      Highlight Highlight Gutes Fleisch bekommt man in beiden Ländern. Man muss halt bereit sein einen angemessen Preis dafür zu zahlen.
      Fleisch als „Alltagsramschware“, wie im Artikel so schön zitiert, gibt es auch hier in der Schweiz. Ist dann aber etwas teurer als in Dtl.
    • Neruda 22.06.2020 22:41
      Highlight Highlight Das konventionelle Fleisch, und von diesem gibt es überraschend viel in der Schweiz, ist nicht viel besser als das deutsche. Nur die Kleinräumlichkeit schützt uns vor deutschen Verhältnissen. Unsere bürgerliche Parlamentsmehrheit wäre jederzeit bereit dazu.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Locutus70 22.06.2020 16:28
    Highlight Highlight Ein Paradebeispiel für Fehlentwicklungen bzgl. der Personenfreizügigkeit.
    Dieser Sklavenlohn den sie da in Deutschland bekommen ist ein vielfaches dessen, was sie in ihren Heimatländern verdienen würden.

    Manchmal frage ich mich, ob die Personenfreizügigkeit hauptsächlich deshalb geschaffen wurde, denn es ist eine Volkswanderung von arm zu reich und retour.
    • leu84 22.06.2020 17:30
      Highlight Highlight Dann hätte man die restlichen Fleischerbetriebe nach Osteuropa verlagert.
    • Locutus70 22.06.2020 17:45
      Highlight Highlight @leu84 - Vermutlich
    • aglio e olio 22.06.2020 18:24
      Highlight Highlight Ich sehe da vor allem ein Paradebeispiel für die Fehlentwicklungen bei den Themen Mindestlohn und Leiharbeit.
      Ausreichend Lohn für jeden und Pfz. Anstelle von keine Pfz und miesen Lohn.
      🙂
    Weitere Antworten anzeigen
  • Projektionsfläche 22.06.2020 16:22
    Highlight Highlight Der Vorfall steht sinnbildlich für zahlreiche gesellschaftliche Missstände unserer Zeit:

    - Wachsende Kluft zwischen Arm und Reich
    - Skrupellose Ausbeutung von Mensch und Tier
    - Politisches Versagen bis hin zu Korruption
    - Nicht eingepreiste externe Effekte

    Ich habe je länger je weniger Hoffnung für diesen Planeten und die Spezies Mensch...
  • Atavar 22.06.2020 16:06
    Highlight Highlight War alles längst bekannt.

    Ich find's (mal wieder) oberpeinlich jetzt ganz überrascht zu tun und von Enttäuschungen zu Sprechen (CDU!). Lange genug wurde das mindestens geduldet, teilweise sogar gefördert...

    Das ist ein systemisches Problem.
    • Locutus70 22.06.2020 17:48
      Highlight Highlight Da waren nahezu alle Parteien dabei. Von 2010 bis 2017 SPD/Grüne, ab 2017 CDU/FDP.
    • Bildung & Aufklärung 23.06.2020 03:46
      Highlight Highlight Nicht falsch Locutus70 und ja, die machen sich zwar ein bisschen weniger schlecht, aber ja auch längst, längst nicht gut diesbezüglich.

      Nur ist es tatsächlich die CxU, welche die diesbezüglich massgeblichen Ämter besetzt (z.B. die Ex-Weinkönigin und Sprechpuppe der Agrarlobby - Klöckner) und die Ausbeutung am meisten gefördert, ignoriert und geschützt hat.
  • Madison Pierce 22.06.2020 16:06
    Highlight Highlight Soso, jetzt, wo die Wähler Angst haben, merken die Politiker plötzlich, dass die Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie nicht so toll sind. Werkverträge gibt es nicht erst seit Corona, aber vorher hat man die Parteispenden genommen und weg geschaut.

    Und den Konsumenten ist auch nie aufgefallen, dass mit Pouletschenkeln für 2.25 Eur/Kg und Koteletts für 6.13 Eur/Kg (Preise laut Website von Aldi) etwas nicht stimmen kann. Und erst die Butter für 5 Eur/Kg, die kommt sicher von glücklichen Kühen, die von glücklichen Bauern gemolken werden!
    • Garp 22.06.2020 16:57
      Highlight Highlight Einer auf Hartz IV, der noch Fleisch essen will, kauft halt auch sowas und viele andere auch. In D gibt es viele Missstände.
    • Varanasi 22.06.2020 18:15
      Highlight Highlight Garp
      Das sind nicht nur Menschen die auf Hartz 4 leben, die das Billigfleisch kaufen. Das ist mir zu polarisierend.
      Es gibt genug Leute, da kostet der Grill 1000 Euro, aber das Fleisch kann nicht billig genug sein.

      Man hat ja versucht das Kaufverhalten mit der Kennzeichnung zu beeinflussen, es hat nichts gebracht.

      Ich denke ein Problem ist, das einige Leute ja gar nicht mehr wissen, was sie anstatt Fleisch kochen sollen.
      Das tägliche Stück Fleisch gehört zum Essen einfach dazu.
      So erlebe ich es zumindest in meinem Bekanntenkreis.


    • Madison Pierce 22.06.2020 18:33
      Highlight Highlight Das Problem ist nicht Fleisch ja oder nein, sondern die Menge. Für viele Leute ist Fleisch ein Grundnahrungsmittel. Jeden Abend ein Steak auf den Grill und so. Die Kantine in einem Betrieb in der Nähe hat angefangen, an zwei Tagen pro Woche fleischlos zu kochen. Was das für ein Gemotze gab! Dabei gab es an drei von fünf Tagen wie gewohnt Fleisch und die vegetarischen Menüs waren super gekocht.

      Das Problem ist, dass immer mehr, was früher Luxus war, als selbstverständlich betrachtet wird. Täglich Fleisch auf dem Teller, mehrmals im Jahr Ferien im Ausland...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jacques #23 22.06.2020 15:51
    Highlight Highlight You always get what you pay for!
    • Dani S 22.06.2020 18:03
      Highlight Highlight Sure about that?

      Wenn das Geld beim Bauern als Erzeuger ankäme, würde die ganze first world nur Schweizer Fleisch kaufen. Tut sie aber nicht...
      Weil der enorme Preisaufschlag in der Schweiz grössenteils beim Handel und den Verarbeitern bleibt.
    • Jacques #23 22.06.2020 18:20
      Highlight Highlight Absolut sure, dabei geht es um das gesamte Paket. Das gesamte Spektrum. Weit über Lebensmittel. Qualität, Wirkungen, Beschaffung, Transparenz und Verfügbarkeit.

      Weil ich das Marketing und die Margenblasen, respektive Abhängigkeit nicht bezahlen will, oder von z. B. Grossverteiler die Marktmacht verabscheue, gehe ich direkt.

      Hier ist es weiter an der Zeit, den Bauern das Jammern abzustellen und etwas Druck aufzusetzen. Change now statt heilige Kühe und Lobby.

      8,2 kg Mist pro Kopf/Tag landen zurück auf den feldern. Fleisch und Milch sind Co2 Schleudern an erster Stelle! Sinnlos.
    • Jacques #23 22.06.2020 19:01
      Highlight Highlight Für eine Abhängigkeit braucht es 2!

    Weitere Antworten anzeigen
  • Sackhegelbutzer 22.06.2020 15:49
    Highlight Highlight Geiz ist geil ... NOT!
  • So en Ueli 22.06.2020 15:49
    Highlight Highlight Und wollen nun unsere „Geiz-ist-geil“ Mitbürger immer noch ennet der Grenze das ach so günstige Fleisch kaufen? Alle die so etwas supporten sollen sich schämen und überlegen, ob es nicht weiser wäre Schweizer Fleisch zu beziehen.
    • Atavar 22.06.2020 16:28
      Highlight Highlight Stimmt, in der schönen Schweiz gibt es sowas nicht....
    • Forest 22.06.2020 16:30
      Highlight Highlight Noch besser wäre es gar kein Fleisch mehr zu beziehen. Heute kannst du auch in der Schweiz zur irgendeiner 24h Tankstelle fahren. Fleisch wirst du immer finden, und nein es ist kein Fleisch von glücklichen Tiere trotz Made in Schweiz.
    • So en Ueli 22.06.2020 17:36
      Highlight Highlight Schweizer Fleisch ist zumindest von der Qualität und von der Tierfreundlichkeit dem ausländischen bei Weitem überlegen. Das merkt man auch geschmacklich.
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  • fools garden 22.06.2020 15:29
    Highlight Highlight Das Unternehmen habe in den vergangenen Jahre wansinnig viel Geld verdient:

    Die Reichen werden reicher weil sie uns immer billiger verkaufen.
    • salamandre 22.06.2020 17:09
      Highlight Highlight Wenn wir nicht lernen das Produkte von uns und mit unseren Löhnen hergestellt, einen gewissen Preis haben, werden Werbeverbote für Billigfleisch nichts bringen.
      In diesem Falle kommt der fehlende Respekt des Tieres gegenüber noch dazu.
  • Glenn Quagmire 22.06.2020 15:23
    Highlight Highlight Wird wohl nicht die einzige Billig-Fleisch Produktion in Europa sein, wo dies passieren kann.

    Wie sieht es mit den grossen Spargelproduzenten aus, wo Arbeiter unter miesen Bedingungen wohnen müssen? Oder all die Anbaugebiete in Spanien?
    • Neruda 22.06.2020 23:44
      Highlight Highlight Von den Afrikanern auf den Plantagen in Spanien und Italien hört man nur nichts, weil sie illegal arbeiten. Die hausen noch erbärmlicher als die Osteuropäer in Deutschland.
  • goalfisch 22.06.2020 15:23
    Highlight Highlight Fleischverarbeitung und fehlende Hygienemassnahmen ... passen eigentlich nicht zusammen
    • Silent_Revolution 22.06.2020 15:49
      Highlight Highlight Für 1 Eurofleisch ganz bestimmt. Wer den Dreck kauft, erwartet weder Hygienemassnahmen noch anständige Tierhaltung sondern weiss genau, was für nen Euro möglich ist.
    • Atavar 22.06.2020 16:08
      Highlight Highlight Ha-ha.
      (Fast) Jeder Billigheimer produziert zu Mindeststandards. Diese Standards sind nicht geeignet um aussergewöhnliche Situationen problemlos zu überstehen.

      Dürfte so unlogisch gar nicht sein. Corona führt uns nur sehr plötzlich vor Augen wie unfassbar niedrig unsere (bzw. in diesem Fall deutsche) Mindeststandards sind.
  • Spitzbuab 22.06.2020 15:16
    Highlight Highlight Ja - und die Schweizer gehen weiterhin fleissig nach Deutschland Billigfleisch kaufen.
    Auch Billigkäse und andere Billigmilchproduckte.
    • Silent_Revolution 22.06.2020 15:51
      Highlight Highlight Als ob das bei uns so viel besser ist, auch wenn diese Massenbetriebe natürlich nicht in ganz dem Ausmass wie in der EU existieren.

      Bei uns geht das Geld der hohen Preise auch nicht in Tierhaltung, auch bei Bio nicht, sondern in die Marchen des Detailhändlers. Kein Wunder, gehen viele nach DE.
    • Jawolaufensiedenn 23.06.2020 06:26
      Highlight Highlight Das wäre auch nicht anders, würden die Schweizer bei der Migros oder einem anderen Schweizer Lebensmittel Großhandel NEIN!...DOCH!...OH!

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    • Q anon = B annon 23.06.2020 12:25
      Highlight Highlight Es muss nicht immer Fleisch sein.
      Nur schon schauen was die EMMI mit dem Milchpreis macht. Ist alles andere als Werbung für die!
  • BerriVonHut 22.06.2020 15:04
    Highlight Highlight eigentlich Idiotisch, dass zuerst ein Virus kommen muss um einem solchen Skandalbetrieb den Riegel zu schieben.
    • leu84 22.06.2020 17:39
      Highlight Highlight Irgendwann kommen solche Betrügereien immer ans Tageslicht. Leider oftmals etwas spät.
    • tyche 22.06.2020 19:51
      Highlight Highlight Leider ist es umgekehrt:
      Zuerst war die Nutztierhaltung und aus dem heraus entstand das Virus.
    • Jawolaufensiedenn 23.06.2020 06:09
      Highlight Highlight Was heißt “Riegel schieben “? Da passiert mittelfristig wenig und langfristig wird sich der Kapitalist Tönnies alles wieder zurück holen und seine Gewinne steigern.
      Wir befinden uns nämlich, wie eh und je, im schlimmsten Räuberkapitalismus. Nur wird es jetzt in der Krise allenthalben sichtbar.
      Tönnies hält einfach den Ball flach, gibt sich etwas beschämt, übernimmt großzügig die Kosten für die Tests und gelobt vage Besserung, kassiert womöglich Entschädigung vom Staat und wird sein Spiel bald wieder fortsetzen. Es wird ihn wie viele andere nicht kratzen. Weder in D, noch in CH oder sonst wo.

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