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Das Datum steht: Horst Seehofer tritt am 19. Januar als CSU-Chef zurück

16.11.2018, 11:0216.11.2018, 11:19

Der deutsche CSU-Chef Horst Seehofer will den Parteivorsitz am 19. Januar abgeben. An dem Tag soll auf einem Sonderparteitag ein neuer Vorsitzender gewählt werden. Wie lange er noch deutscher Innenminister bleiben will, liess Seehofer in der kurzen Erklärung offen.

Mitte Januar werde er sein Amt als Parteivorsitzender zur Verfügung stellen, teilte der 69-Jährige am Freitag schriftlich mit. Er betonte: «Das Jahr 2019 soll das Jahr der Erneuerung der CSU sein.»

Horst Seehofer will am 19. Januar abtreten.
Horst Seehofer will am 19. Januar abtreten.
Bild: EPA/EPA

Eine offizielle Bewerbung für Seehofers Nachfolge als Parteichef gibt es noch nicht. In der CSU geht man aber inzwischen mehrheitlich davon aus, dass nur Ministerpräsident Markus Söder dafür infrage kommt.

Mit seinem Rücktritt vom CSU-Vorsitz beugt sich Seehofer dem massiven Druck aus seiner Partei, der schon seit dem Absturz bei der Bundestagswahl 2017 immer stärker geworden war und der nach der Pleite bei der Landtagswahl Mitte Oktober nochmals zunahm.

Zehn Jahre an der Spitze

Dass er den Parteivorsitz vorzeitig abgeben will, hatte Seehofer schon bei dem Treffen der engsten CSU-Spitze am Sonntag angekündigt, aber den Termin noch offengelassen. Zuvor hatten ihm die CSU-Bezirksvorsitzenden in teils deutlichen Worten den einhelligen Wunsch der Parteibasis nach einem personellen Neuanfang übermittelt.

Seehofer war 2008 erstmals zum CSU-Vorsitzenden gewählt worden. Von 2008 bis März 2018 war er auch bayerischer Ministerpräsident – diesen Posten musste er nach dem schlechten Bundestagswahlergebnis auf Druck seiner Partei dann an Söder abgeben. Er blieb dafür CSU-Chef – und wurde zugleich neuer Innenminister im Kabinett der deutschen Kanzlerin Angela Merkel.

Die CSU ist die Schwesterpartei von Merkels CDU. Sie tritt nur in Bayern an, die CDU nur in den übrigen 15 deutschen Bundesländern. In der Bundesregierung stellt die CSU drei Minister.

Merkel hatte nach den Wahlschlappen von CSU und CDU bei den Landtagswahlen in Bayern und Hessen im Oktober ihren baldigen Rückzug als Parteichefin angekündigt. Sie will beim CDU-Parteitag im Dezember nicht mehr für den Vorsitz kandidieren und nur noch bis Ende der Legislaturperiode 2021 Kanzlerin bleiben. (sda/dpa)

Seit 2005 ist Merkel Bundeskanzlerin, das ist ihr Werdegang

Video: srf
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