International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Police at the Limbecker Platz shopping mall in Essen, Germany, March 11, 2017, after it was shut due to attack threat.      REUTERS/Thilo Schmuelgen

Bild: THILO SCHMUELGEN/REUTERS

Nach Terrordrohung in Essen: Polizei durchsucht Wohnung

Die Polizei hat nach einem Terrorhinweis ein grosses Einkaufszentrum in Essen schliessen lassen. Es lägen Erkenntnisse vor, dass das Grossgebäude am Limbecker Platz am Samstag Ziel eines Terroranschlags sein könnte, sagte ein Polizeisprecher.



Um eine Gefährdung der Besucher auszuschliessen, blieben Verkaufshallen und die Parkgarage den ganzen Tag über geschlossen. Angaben zu möglichen Motiven und verdächtigen Personen wurden nicht gemacht. Die Shoppingmeile zählt zu den grössten innerstädtischen Einkaufszentren in Deutschland.

Die Polizei hatte die Information nach eigenen Angaben von anderen Behörden erhalten und nahm die Bedrohung sehr ernst. «Wir als Polizei sind die Sicherheitsbehörde und wir haben uns dazu entschieden, wir machen das Einkaufszentrum zu», sagte Polizeisprecher Christoph Wickhorst. Die Entscheidung sei in der Nacht gefallen. Das Management war am frühen Morgen informiert worden.

In Zusammenhang mit den Hinweisen auf einen drohenden Anschlag auf das Einkaufszentrum durchsuchte die Polizei am Samstagnachmittag die Wohnung eines Mannes im rund 25 Kilometer westlich gelegenen Oberhausen. «Der Wohnungsinhaber wird vernommen», teilte die Polizei Essen am Samstag mit.

radar-reuters  Großaufgebot an Sicherheitskräften am Samstag in Essen. Die Polizei hat wegen konkreter Hinweise auf einen möglichen Anschlag ein Einkaufszentrum in der Innenstadt abgesperrt. Das Shopping-Centre am Limbecker Platz werde am Samstag aus Sicherheitsgründen nicht öffnen, teilte die Polizei mit. Der Sprecher der Polizei Essen Peter Elke.
„Wir haben gestern im Laufe des Tage sehr ernstzunehmende Hinweise aus Sicherheitskreisen bekommen, das möglicherweise heute hier ein Anschlag geplant ist und durch

Tag mit Zehntausenden Kunden

Polizisten in schusssicheren Westen und mit Maschinenpistolen sicherten am Samstag den Gebäudekomplex des Essener Einkaufszentrums ab. Die Polizei war mit einem Grossaufgebot im Einsatz, auch aus anderen Teilen Nordrhein-Westfalens.

Der Gebäude-Komplex wurde von Beamten umstellt. Am Morgen hatten Einsatzkräfte das Gebäude durchsucht. Sie wollten ausschliessen, dass sich schon Beschäftigte oder Reinigungskräfte darin aufhielten. Am Zentrum Limbecker Platz herrschte am Vormittag gespenstische Ruhe, wo an normalen Samstagen reger Betrieb ist.

Die Polizei arbeitete parallel zu den Massnahmen vor Ort mit zahlreichen Experten an der Aufklärung der Hintergründe. «Wir müssen gucken, wer hat möglicherweise hier etwas vorgehabt. Die Ermittlungen laufen im Hintergrund», sagte der Polizeisprecher weiter.

Nach Angaben des Managements halten sich samstags im Schnitt rund 60'000 Menschen in dem mehrgeschossigen Ladenkomplex auf. Der Warnhinweis bezog sich nur auf das Einkaufszentrum, nicht aber auf umliegende Geschäfte. Ausserhalb der Absperrung konnte der Samstagsbetrieb weiterlaufen.

Anschlag gegen Sikhs

In der Ruhrgebietsmetropole war vor knapp einem Jahr ein Terroranschlag verübt worden. Im April 2016 hatten in Essen zwei muslimische Jugendliche eine Bombe auf ein Gebetshaus der Sikhs geworfen, während dort eine Hochzeit gefeiert wurde. Bei der Explosion wurden drei Menschen verletzt.

Anfang Dezember begann der Prozess gegen die damals 16 Jahre alten Täter und einen Komplizen. Laut Anklageschrift hatten sie die Sikhs als Ungläubige betrachtet. In den vergangenen Monaten waren in Deutschland mehrfach öffentliche Gebäude nach Terrorhinweisen gesperrt worden. (viw/sda/dpa/afp)

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Bund erlaubt Öffnung von Kantinen am Mittag

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Zoll in Hamburg stellt 16 Tonnen Kokain sicher – Europa-Rekord

Mehr als 16 Tonnen Kokain haben deutsche Zollfahnder im Hamburger Hafen in fünf Containern aus Paraguay entdeckt. Es handele sich um die grösste, jemals in Europa sichergestellte Kokainmenge, teilte das Zollfahndungsamt am Mittwoch mit.

Das Rauschgift sei am 12. Februar unter Blechdosen mit Spachtelmasse gefunden worden, Weltweit gehöre diese Menge auch zu den grössten Einzelsicherstellungen.

Im Rahmen der Ermittlungen hätten die Behörden im belgischen Hafen Antwerpen am Sonntag noch einmal mehr …

Artikel lesen
Link zum Artikel