International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa06114870 Police officers stands in front of a supermarket in Hamburg, Germany, 27 July 2017. According to police reports a man attacked several people in a supermarket in Hamburg. One victim is reported dead and several were injured. The suspect was arrested by police.  EPA/MARIUS ROEER

Die Polizei sichert den Tatort in Hamburg. Bild: EPA/EPA

Messer-Angreifer von Hamburg war Behörden als Islamist bekannt



Der Messer-Angreifer von Hamburg ist den Sicherheitsbehörden bekannt gewesen. Es habe Anzeichen für eine Radikalisierung gegeben, sagte Hamburgs Innensenator Andy Grote am Samstag. Der Mann sei als Islamist, «nicht aber als Dschihadist» geführt worden.

Man sei nicht zu der Einschätzung einer unmittelbaren Gefährlichkeit gelangt. Bei dem Mann gebe es einerseits Hinweise auf religiöse Beweggründe und islamistische Motive, andererseits auch auf eine «psychische Labilität». Die Polizei wisse noch nicht, was letztlich den Ausschlag für den Messerangriff gegeben habe.

Video: Passanten stoppen den Attentäter mit Stühlen

Play Icon

Video: YouTube/Loritus News

«Solchen Anschlägen in dieser Begehungsform wohnt immer ein hohes Mass an Unberechenbarkeit inne, weil es eine in gewisser Weise willkürliche Tat ist – mit primitivsten Mitteln, an einem fast beliebigen Ort ausgeführt», sagte Grote.

Er rief die Bürger auf, dem Hass die Stirn zu bieten und sich nach dem blutigen Angriff nicht von Angst leiten zu lassen. Grote sprach von einer «erbärmlichen, verachtenswerten Tat» eines Menschen, der offenbar als Schutzsuchender nach Deutschland gekommen sei. Der Angriff habe die Opfer wie aus dem Nichts getroffen. «Es hätte jeden von uns genauso treffen können.»

Polizeibeamte der Spurensicherung in Schutzanzuegen geht am 28.07.2017 in Hamburg aus einem Supermarkt, in dem am Nachmittag ein Mann eine Person toetete und vier Verletzte. Der mutmassliche Täter wurde verletzt festgenommen. (KEYSTONE/DPA/Markus Scholz)

Spurensicherung am Tatort in Hamburg. Bild: dpa

Der Mann hatte am Freitag in einem Supermarkt im Hamburger Stadtteil Barmbek mit einem Messer auf Kunden eingestochen. Er tötete einen Menschen und verletzte sieben weitere, einige von ihnen schwer. Alle Verletzten seien aber mittlerweile ausser Lebensgefahr, sagte Grote.

Keine Hinweise auf Hintermänner

Derzeit gebe es keine Hinweise auf Hintermänner oder eine Einbindung des Täters in ein Netzwerk. Hierzu seien aber weitere Ermittlungen nötig. «Wir gehen im Moment von einem Einzeltäter, einem zumindest psychisch labilen Einzeltäter aus.» Es müsse nun aber geprüft werden, ob die Sicherheitsbehörden allen Hinweisen immer in angemessener Weise nachgegangen seien.

Der Täter aus den Vereinigten Arabischen Emiraten war zudem ausreisepflichtig, wie der Innensenator ausführte. Noch am Freitag habe er sich bei der Ausländerbehörde erkundigt, ob die nötigen Passersatzpapiere eingetroffen seien. (sda/dpa/afp)

Das könnte dich auch interessieren:

Per Rohrpost auf den Friedhof – wie die Wiener ihr Leichenproblem «begraben» wollten

Link to Article

Solidarität mit «Gilets Jaunes»: Wenn Linke das Wutbürgertum «umarmen»

Link to Article

Brexit – diese unbarmherzigen Cartoons bringen das Chaos auf den Punkt

Link to Article

Vergiss Partys, Speed-Dating und Tinder: Bei Glühwein lernt man sich kennen!

Link to Article

Wie Bush senior sich den Broccoli vom Halse hielt

Link to Article

Das tun die Kantone im Kampf gegen den Terrorismus

Link to Article

Fahrplanwechsel und 7 weitere Dinge, die nur uns Schweizer ernsthaft beschäftigen

Link to Article

Ein Bild, viel zu schade fürs Archiv: So reiste die Fussball-Nati vor über 20 Jahren

Link to Article

Mit diesem einfachen Trick kannst du günstiger auf ausländischen Webseiten einkaufen

Link to Article

Danach suchen Schweizer und Schweizerinnen auf Pornhub am meisten

Link to Article

In diesem Land wohnt nur ein einziger Schweizer. Wir haben mit ihm gesprochen

Link to Article

«14 Uhr: Claras Haut ist rot»: Kitas informieren Eltern neu per Liveticker über ihre Kids

Link to Article

Selbst Trump spricht nun von einem Impeachment

Link to Article

«Hi-Tech-Roboter» in russischer Fernsehshow entpuppt sich als verkleideter Mensch

Link to Article

Tumblrs neuer Pornofilter ist ein riesiger Fail – wie diese 19 Tweets beweisen

Link to Article
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

35
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
35Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • price02 29.07.2017 18:48
    Highlight Highlight Der Mann sei "psychisch labil" und "Behörden als Islamist bekannt" gewesen? Tönt für mich nach Pleonasmus, anders kann ich mir Fundamentalismus (ganz allgemein, nicht nur den islamistischen) nicht erklären...
  • Maria B. 29.07.2017 13:56
    Highlight Highlight Die meisten dieser vorgängig aufgenommenen muslimischen Flüchtlinge und heutigen islamistischen Gefährder sind den Behörden bekannt - und dennoch können sie ganz offensichtlich nur selten von ihren Gräueltaten abgehalten werden.

    Welche Lehren und Konsequenzen man wohl mittelfristig daraus ziehen wird ?
  • Sharkdiver 29.07.2017 13:47
    Highlight Highlight Die Passaten waren alles Ausländer. Wäre es anders herum würde dies im Titel stehen?!?
  • MaxHeiri 29.07.2017 13:30
    Highlight Highlight Schutzsuchender aus den Emiraten? Was reitet den diese Migrationsbehörde?
    • Sapere Aude 29.07.2017 15:34
      Highlight Highlight Ein in den Emiraten geborener staatenloser Palästinenser.
    • atomschlaf 29.07.2017 15:48
      Highlight Highlight "Ein in den Emiraten geborener staatenloser Palästinenser."

      Auch da stellt sich die Frage, was so einer in Deutschland zu suchen hat.
    • Saraina 29.07.2017 16:31
      Highlight Highlight Atomschlaf: vielleicht wollte er auch endlich einmal Staatsangehöriger sein, anders als seine staatenlosen Eltern und Grosseltern vor ihm?
    Weitere Antworten anzeigen

27 Mal verurteilt und trotzdem lief er frei herum – was wir zum Strassburg-Attentat wissen

Nach dem schweren Anschlag in Strassburg jagt die Polizei in Frankreich, der Schweiz und Deutschland den Attentäter.

Der polizeibekannte Gefährder Chérif C. war am Dienstagabend auf der Flucht vor der Polizei von Soldaten verletzt worden und schliesslich spurlos verschwunden.

Zeugen hätten den Angreifer «Allahu Akbar» (Allah ist gross) rufen hören, hiess es. Der Täter entkam mit einem Taxi, liess sich vom Taxifahrer etwa zehn Minuten herumfahren und stieg dann aus, berichtete der …

Artikel lesen
Link to Article