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Trotz erneutem Verlust: Tesla soll bald «nachhaltig profitabel» werden



Der E-Auto-Pionier Tesla hat den Quartalsverlust mehr als verdoppelt, bei Anlegern aber trotzdem Zuversicht geschürt. Die schwierige Produktion des Hoffnungsträgers Model 3 soll endlich richtig Fahrt aufnehmen und Gewinne abwerfen, wie das Unternehmen des umtriebigen Tech-Milliardärs Elon Musk am Mittwoch nach US-Börsenschluss verkündete.

Tesla stehe kurz davor, «nachhaltig profitabel» zu werden, versprach Musk. Das kam bei Anlegern gut an - die Aktie stieg nachbörslich zeitweise um über neun Prozent.

FILE- In this May 27, 2018, file photo, a 2018 Model 3 sedan sits at a Tesla dealership in Littleton, Colo. Tesla Inc. made 5,031 lower-priced Model 3 electric cars during the last week of June, surpassing its often-missed goal of 5,000 per week. Tesla reported making 28,578 Model 3s from April through June, according to its quarterly production release on Monday, July 2. (AP Photo/David Zalubowski, File)

Mit dem Model 3 sollen erstmals schwarze Zahlen geschrieben werden. Bild: AP/AP

Noch ist das Model 3 aber ein finanzieller Kraftakt, der Tesla im Frühjahr tiefer als erwartet in die roten Zahlen drückte. Im zweiten Quartal schlug ein auf die Aktionäre entfallender Verlust von 718 Millionen Dollar zu Buche. Im Vorjahr lag der Fehlbetrag bei 336 Millionen Dollar. Der Umsatz stieg hingegen überraschend stark um mehr als 40 Prozent auf 4,0 Milliarden Dollar.

Nicht nur zum Spass schickte Elon Musk dieses Auto ins All

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Höheres Tempo

Tesla geht davon aus, bis Ende August eine wöchentliche Fertigungsrate von 6000 Stück beim Model 3, seinem ersten günstigeren Auto für den Massenmarkt, zu erreichen. Danach soll das Tempo rasch weiter erhöht werden. «Wir streben an, die Produktion so schnell wir können auf 10'000 Stück pro Woche auszuweiten», hiess es im Brief an die Aktionäre. Ab einer Rate von 7000 Stück glaubt Tesla-Chef Musk, dauerhaft profitabel wirtschaften zu können. Im dritten Quartal will Tesla insgesamt 50'000 bis 55'000 Model 3 produzieren.

In den vergangenen Monaten sorgte das neue Auto, mit dem Tesla den Sprung aus der Luxusnische schaffen will, für enormen Druck. Die Fertigungsziele mussten mehrfach verschoben werden und konnten Ende Juni nur mit Biegen und Brechen endlich erreicht werden. Musk machte das Grossprojekt zur Chefsache, schlug ein Nachtlager in Teslas Fabrik im kalifornischen Fremont auf und trug laut eigenen Angaben tagelang das gleiche Shirt. Um sein ehrgeiziges Ziel zu erfüllen, pro Woche 5000 Model 3 vom Band rollen zu lassen, wurde kurzerhand eine ganze Montagelinie eingeflogen, die in einem Zelt aufgestellt wurde.

Tesla-CEO tüftelt am Hirn 2.0

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Video: watson

Analysten sehen Kapitalbedarf

Im abgelaufenen Quartal produzierte Tesla insgesamt 53'339 Fahrzeuge, ausgeliefert wurden 40'768. Davon waren nach Unternehmensangaben 18'449 Stück Model 3. Tesla beendete das Vierteljahr mit 2,2 Milliarden Dollar an Barmitteln, der Bilanz des Unternehmens kommen Hunderttausende Model-3-Vorbestellungen zugute, für die Anzahlungen geleistet werden mussten.

Teslas Ausgaben übersteigen die Einnahmen zwar weiter deutlich, aber der Abfluss von liquiden Mitteln war nicht so stark wie von Experten befürchtet. Einige Analysten sehen Kapitalbedarf, Musk hat dies bislang aber stets zurückgewiesen. (sda/dpa)

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
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    Alle Leser-Kommentare
  • Stänkerer 02.08.2018 21:37
    Highlight Highlight Wetten, dass Tesla auch in fünf Jahren immer noch nicht rentabel ist?
    Von den Verlusten der letzten 10 Jahre wage ich gar nicht zu reden; sie sind abzuschreiben.
  • Sarkasmusdetektor 02.08.2018 15:45
    Highlight Highlight Im Erzählen war er schon immer gut, der Elon. Bin ja schon gespannt, wie es weitergeht mit der Story. Immer diese Cliffhanger, dabei ist mein Popcornbecher noch halb voll...
  • Aussie 02.08.2018 15:43
    Highlight Highlight soon (TM)
  • Paddiesli 02.08.2018 12:50
    Highlight Highlight Wenn ich das Bild so anschaue, frage ich mich, macht er jetzt auf Priester? Ich meine, auch Bezos tritt ja schon auf, als wäre er ein Guru.
    Die Macht der Bilder.
  • Gubbe 02.08.2018 09:23
    Highlight Highlight Ein unfähiger Träumer. Den Verlust von 3/4 tragen Aktionäre. Statt ein Projekt zum laufen zu bringen, hat der 'Visionär' immer neue am laufen.
    • DerHans 02.08.2018 10:42
      Highlight Highlight Langsam wirds langweilig immer die gleiche Leier.
    • ujay 02.08.2018 14:51
      Highlight Highlight @Gubbe. Wer Elon Musk als "unfähigen Träumer" bezeichnet, muss ja unheimlich was auf dem Kasten haben. Aber genau da stellt sich das Problem: Im Gegensatz zu Musk habe ich noch nie was von dir gehört.....
    • Gubbe 04.08.2018 10:13
      Highlight Highlight ujay: Du weisst, das Musk eBay gegründet und dann verkauft hat. Er ist damit sehr reich geworden. eBay war gewissermassen ohne Dazutun ein Selbstläufer. Jetzt, mit seiner Tesla-Idee, muss er aus der Blase raus und muss was tun - es läuft nicht selbst.

      Ach weisst du, ich bin nicht so wichtig, dass man von mir gehört haben muss. Das ist keine Bildungslücke ;-)

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