International
Digitales

Anonymous? Massive Cyberangriffe auf türkische Internet-Server

Massive Cyberangriffe auf türkische Internetserver: Steckt Anonymous dahinter?

25.12.2015, 11:4925.12.2015, 12:06

Türkische Internetserver werden seit Tagen von massiven Hackerangriffen lahmgelegt. Wie die türkische Domainverwaltung Nic.tr am Freitag mitteilte, gehen die Angriffe offenbar von «organisierten Quellen» im Ausland aus.

Der türkische Kommunikationsminister Binali Yildirim sprach von einer «ernsten» Attacke und forderte eine Verschärfung der «unzureichenden» Sicherheitsmassnahmen. Nach Angaben aus Finanzkreisen war auch das Onlinebanking mehrerer Banken betroffen.

In türkischen Medien wurde darüber spekuliert, dass Russland hinter den Cyberangriffen stecken könnte. Die Beziehungen zwischen Moskau und Ankara sind derzeit stark angespannt. Russland hat nach dem Abschuss eines russischen Kampfjets durch die türkische Luftwaffe im syrisch-türkischen Grenzgebiet Ende November Sanktionen gegen die Türkei verhängt.

Das Hackerkollektiv Anonymous kündigt Hackerangriffe gegen die Türkei an.
YouTube/Thy Wolfie

Türkischen Medienberichten zufolge könnte aber auch die Hackergruppe Anonymous hinter dem Angriff stecken. Sie hatte demnach mit Angriffen gegen die Türkei gedroht, um sie für die vermeintliche Unterstützung der Dschihadistenmiliz «IS» zu bestrafen. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
«Ich kann so nicht frei sprechen»: Warum eine Weltkarte in Frankreich für Aufruhr sorgt
Aus Ärger über die Darstellung der Falklandinseln musste in der französischen Nationalversammlung bei der Anhörung des argentinischen Botschafters ein Klebezettel auf eine Weltkarte geklebt werden.
Zu Beginn seiner Befragung sagte Botschafter Ian Sielecki im Aussenausschuss, er müsse leider auf ein grosses Problem hinweisen. «Ich habe soeben festgestellt, dass ich vor einer Karte sitze, die die Falklandinseln als Teil Grossbritanniens zeigen.»
Zur Story