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epa07422477 US President Donald J. Trump delivers remarks to members of the news media outside the South Portico before departing the South Lawn of the White House by Marine One, in Washington, DC, USA, 08 March 2019. Trump called the anti-hate resolution passed in US House of Representatives 'a disgrace', and said he felt 'very badly' for his former campaign chair Paul Manafort. Trump travels to Alabama to view damage from numerous tornadoes that devastated some areas of the state, killing twenty-three people.  EPA/MICHAEL REYNOLDS

Reportern sagte er später, der zu knapp vier Jahren Gefängnis verurteilte Manafort tue ihm «sehr leid». Bild: EPA/EPA

Trump feiert mildes Urteil gegen Manafort wie einen Sieg



US-Präsident Donald Trump hat das unerwartet milde Urteil gegen seinen ehemaligen Wahlkampfleiter Paul Manafort wie einen Sieg gefeiert.

Sowohl der Richter als auch Manaforts Verteidiger hätten «laut und deutlich» erklärt, dass es keine geheimen Absprachen mit Russland gegeben habe, schrieb Trump am Freitag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Reportern sagte er später, der zu knapp vier Jahren Gefängnis verurteilte Manafort tue ihm «sehr leid».

Der 69-jährige Ex-Lobbyist Manafort war am Donnerstag wegen Steuer- und Bankenbetrugs zu 47 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Mit dem Strafmass blieb der Richter deutlich unter der Forderung von Sonderermittler Robert Mueller. Dieser hatte 19 bis 24 Jahre Haft verlangt.

Weder Richter T.S. Ellis, noch Manaforts Anwalt Kevin Downing hatten allerdings bei der Urteilsverkündung am Donnerstag explizit gesagt, dass es keine Zusammenarbeit mit Russland gegeben habe. Ellis wies lediglich darauf hin, dass Manafort nicht wegen eines solchen Vorwurfs vor Gericht stand.

Downing sprach seinen Klienten zwar vom Vorwurf der Kungelei mit Russland frei, äusserte sich aber nicht zu anderen Mitgliedern von Trumps Wahlkampfteam. Der Verdacht möglicher Kungeleien zwischen Trumps Wahlkampfteam und Moskau steht im Zentrum der von Mueller seit Mai 2017 geführten Untersuchung.

Anklaagen gegen sechs Trump-Mitarbeiter

Der US-Präsident hat die Ermittlungen immer wieder verurteilt und bezeichnete sie am Freitag erneut als «Hexenjagd-Schwindel». «So schlecht für unser Land», twitterte Trump. In der Vergangenheit hatte er wiederholt die Möglichkeit von Begnadigungen für von Mueller Beschuldigte ins Spiel gebracht - unter anderem für Manafort.

Muellers Ermittlungen haben zu Anklageerhebungen gegen bislang sechs frühere Trump-Mitarbeiter geführt, in einem Teil der Fälle kam es bereits zu Verurteilungen. So wurde Trumps Ex-Anwalt Michael Cohen zu dreijähriger Haft verurteilt, er steht aber im Unterschied zu Manafort mit dem Präsidenten inzwischen auf Kriegsfuss. (sda/afp/kün)

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