DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

China ist grösster Antreiber von Solarenergie – das Land auf Rang 2 wird dich überraschen

04.10.2017, 18:23

Der Einsatz von Solaranlagen ist im vergangenen Jahr weltweit erstmals stärker gestiegen als der anderer Energieträger. Das geht aus einem Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA) zu den erneuerbaren Energien hervor, der am Mittwoch in London vorgelegt worden ist.

Das Wachstum bei der Wind- und Wasserkraft verlangsamte sich dagegen. Insgesamt machten erneuerbare Energien im Jahr 2016 zwei Drittel des Kapazitätszuwachses im Energiesektor aus.

Für die Gesamt-EU sehen die Analysten eine deutliche Verlangsamung beim Ausbau von erneuerbaren Energien.

Verantwortlich für den Boom der Solarenergie ist der Analyse zufolge vor allem China. Rund 60 Prozent der Solarzellen weltweit werden inzwischen in der Volksrepublik hergestellt. Dort finden sich auch rund die Hälfte der Abnehmer. Es gibt aber auch immer wieder Kritik an der Billigpreis-Strategie chinesischer Anbieter.

Gründe für die starken Steigerungen seien gefallene Preise für erneuerbare Energien und günstige Rahmenbedingungen aus der Politik, hiess es. Die USA blieben trotz politischer Unsicherheiten durch die Regierung von Präsident Donald Trump der zweitgrösste Wachstumsmarkt.

Auch Indien spielt in der Entwicklung um erneuerbare Energien eine immer wichtigere Rolle. 
Auch Indien spielt in der Entwicklung um erneuerbare Energien eine immer wichtigere Rolle. 
Bild: KEYSTONE

EU gemächlich unterwegs

Die Internationale Energiebehörde geht auch für die kommenden fünf Jahre davon aus, dass die erneuerbaren Energien weiter kräftig zulegen werden. Dabei spiele auch Indien eine immer grössere Rolle, so die IEA-Experten. Das Wachstum von erneuerbaren Energien auf dem Subkontinent könnte im Zeitraum der kommenden fünf Jahre bereits höher sein als das in der Europäischen Union, schätzen sie. Indiens Kapazitäten werden sich der Prognose zufolge bis 2022 verdoppeln.

In Deutschland soll das Wachstum über den kommenden Fünf-Jahres-Zeitraum zumindest konstant bleiben. Für die Gesamt-EU sehen die Analysten eine deutliche Verlangsamung beim Ausbau von erneuerbaren Energien.

Trotzdem soll die weltweite Öko-Strom-Produktion laut Prognose bis 2022 um rund ein Drittel auf 8000 Terawatt pro Stunde steigen. Das entspreche dem Verbrauch von China, Indien und Deutschland zusammengenommen, heisst es in dem Bericht. (rst/sda/dpa)

Solarenergie in der Schweiz
Gemäss «Energie Schweiz» könnte das Produktionspotenzial auf Dächern und Fassaden rund die Hälfte des gesamten Schweizer Stromverbrauchs abdecken – nur wird es kaum genutzt. Im Jahr 2016 wurde gut zwei Prozent des Schweizer Stromverbrauchs durch Solarenergie erzeugt – weil erst auf rund fünf Prozent der geeigneten Dach- und Fassadenflächen Photovoltaik-Anlagen installiert waren.

Bezogen auf die jährliche Einstrahlung in der Schweiz variiert der Wert je nach Standort zwischen 1'050 und 1'550 Kilowattstunden pro Quadratmeter. Dies bedeutet, dass auf die gesamte Fläche der Schweiz rund 200 Mal mehr Sonneneinstrahlung trifft, als im gesamten Land Energie verbraucht wird. (rst)

Freut sich ab mehr Solarenergie: Öko-Maniac Ralph

Video: watson/Ralph Steiner, Emily Engkent

Schweizer Umwelt: Sauberes Wasser, dreckige Luft und zu viel Lärm

1 / 8
Schweizer Umwelt: Sauberes Wasser, dreckige Luft und zu viel Lärm
quelle: keystone / jean-christophe bott
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Zur Arbeit nur noch mit Zertifikat – Italien führt die Quasi-Impfpflicht ein

Ab dem 15. Oktober können die Italienerinnen und Italiener nur noch mit dem Impfpass zur Arbeit erscheinen. Zwar gilt auch ein negativer Test, doch der muss selbst bezahlt werden. Die Regelung gilt sowohl für den öffentlichen Dienst als auch für die Privatwirtschaft.

Mario Draghi hatte schon zu Beginn der Woche Entschlossenheit signalisiert: «Bestimmte Dinge müssen getan werden, auch wenn sie unpopulär sind», erklärte der italienische Ministerpräsident unmissverständlich. An der Regierungssitzung am Donnerstag erfolgte sie dann, die unpopuläre Entscheidung: Ab dem 15. Oktober müssen Angestellte und Arbeiter beim Eintreffen an ihrem Arbeitsplatz die nationale «Green Card» vorweisen.

Können sie dies nicht, werden sie von den für die Kontrollen zuständigen …

Artikel lesen
Link zum Artikel