Schweiz
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Sitting on chairs, pleople enjoy the sun on the Sechselaeutenplatz in Zurich, Switzerland, on June 22, 2016. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Menschen verweilen bei Sonnenschein auf Stuehlen sitzend auf dem Sechselaeutenplatz am 22. Juni 2016 in Zuerich. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Grau statt grün: In der Stadt ist im Sommer Schwitzen angesagt. Bild: KEYSTONE

Glutofen City: In der Innenstadt wird es bis zu 6 Grad heisser als ausserhalb

Du findest den Sommer in der Stadt manchmal unerträglich heiss? Recht hast du! Eine neue ETH-Studie zeigt: Je nachdem, wo man sich in der City aufhält, variieren die Temperaturen um mehrere Grad.



Am Hauptbahnhof und den Gleisen nach ist die Karte dunkelrot eingefärbt. Zwischen dem Letzigrund und Altstetten sowie im Gebiet Werd ebenso. Die Farbe signalisiert: Hier heizt Zürich im Sommer erbarmungslos auf. Eine Hitzekarte der ETH Zürich zeigt, wie stark sich die Temperaturen im Sommer je nach Standort unterscheiden. 

Sieh dir die animierte Grafik im ETH-Video an

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Video: YouTube/ETH Zürich

Zwischen der Innenstadt und Zürich-Affoltern stellten die Forscher in der Nacht eine Temperaturdifferenz von bis zu sechs Grad fest. «In der dichten Stadt gibt es eine Menge dunkles Baumaterial wie Beton und Asphalt, dunkle Gleise und wenig grüne Flächen», erklärt Jan Carmeliet, Professor für Bauphysik an der ETH, dem «Tages-Anzeiger».

Auch hohe Gebäude, die die Brise vom See und den Wind vom Zürichberg stoppen, tragen zum Effekt bei. Die Stadt heizt am Tag stark auf – und nachts wird weniger Wärme abgegeben als im Umland. Darum sind die Temperaturunterschiede dann am grössten.

Damit sich die City mit der zunehmend dichteren Bauweise nicht komplett in einen Glutofen verwandelt, ist es laut Carmeliet wichtig, dass die Luftzirkulation bei der Stadtplanung berücksichtigt wird. Rund um den See müsse die Bauweise etwa offen sein.

Abkühlung versus Lärmschutz

Ein positives Beispiel ist in dieser Hinsicht der vergleichsweise spärlich bebaute Bereich zwischen Bellevue und Tiefenbrunnen. Dort sind die Temperaturen milder als in der Innenstadt. Für ein angenehmeres Klima sorgen auch Bäume, indem sie Schatten spenden und durch die Transpiration der Blätter die Umgebungsluft abkühlen. 

Die Stadt Zürich arbeitet derzeit an einem Masterplan zum Stadtklima, wie der «Tages-Anzeiger» weiter schreibt. Dabei kann es allerdings zu Zielkonflikten kommen: Lücken in den Gebäuden etwa begünstigen zwar die Luftzirkulation, sind aber dem Lärmschutz abträglich.

(jbu)

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Video: srf

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Christian Bänninger 21.07.2017 16:42
    Highlight Highlight Warum muss ausgerechnet der Sechseläutenplatz als Illustration herhalten, wo doch gemäss Graphik eben gerade dort weniger hohe Temperaturen gemessen werden als anderswo?
  • Thinktank 21.07.2017 12:10
    Highlight Highlight Ich hab's mir schon gedacht. Die Klimaerwärmung gibts gar nicht. Die verdichtete Bauweise ist schuld.
    • ChlyklassSFI 21.07.2017 13:26
      Highlight Highlight Ich bin mir nicht sicher, ob du das ernst meinst.
  • El Vals del Obrero 21.07.2017 12:01
    Highlight Highlight Was das noch verstärkt:

    Die Schweizer Versessenheit nach Schwarzteerbelag auf Fussgängerbereichen (im Ausland sonst fast immer gepflastert oder helle Bodenplatten) und allgemein die modernen "Platzkonzepte" mit möglichst weiten Asphaltflächen und ja keinen Nischen oden dunklen Ecken und alles möglichst "lichtdurchflutet".

    In Basel sollen für eine Platz-"Aufwertung" sogar gesunde mächtige schattenspendende Bäume gefällt werden, weil die Baumschatten für das "neue Platzkonzept" "zuwenig filigran" seien.

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