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EU-Umfrage zur Sommerzeit ist abgeschlossen

Riesiges Interesse: EU-Umfrage zur Sommerzeit ist abgeschlossen

17.08.2018, 06:5117.08.2018, 08:48

Die EU-Umfrage zur möglichen Abschaffung der Sommerzeit ist nach rund sechs Wochen in der Nacht zum Freitag zu Ende gegangen. Doch bis zur Auswertung der Ergebnisse kann es noch Wochen dauern.

Seit Anfang Juli war die Online-Befragung der EU-Kommission einem Sprecher zufolge auf riesiges Interesse gestossen. Allein in den ersten drei Tagen wurden demnach mehr als 500'000 Online-Fragebögen ausgefüllt. Nach der Hälfte der Zeit waren mehr als eine Million Antworten eingegangen.

** ARCHIV ** Illustration zum Thema Sommerzeit: Mit der Uhr im Griff liegt die Berlinerin Maren am 26. Maerz 2000 im Bett. In der Nacht zu Sonntag, 30. Maerz 2003, werden in Deutschland zum Beginn der ...
Offensichtlich ein Symbolbild.Bild: AP

Unter anderem wurden die Teilnehmer gefragt, welche Erfahrungen sie mit dem Wechsel von Winter- auf Sommerzeit gemacht haben, und ob sie für eine Abschaffung oder Beibehaltung der üblichen Zeitumstellung im Frühjahr und im Herbst sind. Ausserdem konnten sie in einem Textfeld Bemerkungen machen.

Bis die Ergebnisse ausgewertet sind und veröffentlicht werden, kann es nach Angaben der EU-Kommission allerdings noch Tage oder Wochen dauern.

Ein Sprecher kündigte an, an diesem Freitag voraussichtlich nur die Gesamt-Teilnehmerzahl der Umfrage zu präsentieren. Wie viele Bürger in welchem Land für oder gegen eine Abschaffung der Zeitumstellung votiert haben, bleibt also vorerst unklar.

Kein Referendum

Die EU-Kommission betont ohnehin ausdrücklich, bei der Umfrage handele es sich nicht um ein Referendum. Das Europaparlament hatte die Brüsseler Behörde im Februar beauftragt, Forderungen nach einer Abkehr von der Sommerzeit zu prüfen. Die nicht repräsentative Umfrage ist dabei nur ein Teil der Bewertung.

Sollte die EU-Kommission unter Berücksichtigung aller Faktoren zu dem Schluss kommen, dass die Zeitumstellung abgeschafft werden sollte, könnte sie einen entsprechenden Gesetzesvorschlag vorlegen. Dem müssten Europaparlament und EU-Staaten allerdings noch zustimmen. Eine Entscheidung ist also noch in weiter Ferne.

Die Menschen stellen in allen EU-Ländern die Uhren am letzten Sonntag im März eine Stunde vor und am letzten Oktober-Sonntag wieder eine Stunde zurück. Eigentlich soll das Tageslicht besser genutzt und dadurch Energie gespart werden. Der tatsächliche Nutzen ist jedoch umstritten. (sda/dpa)

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