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Bio-Supermarkt verkauft geschälte Orange in Plastikbox – was dann passierte, überrascht nicht einmal dich



Die Amerikanische Supermarktkette «Whole Foods» hat in den vergangenen Tagen aus nächster Nähe erlebt, was ein Shitstorm ist. Auslöser war ein Tweet, den die in London lebende Nathalie Gordon postete. Es zeigt ein Bild einer geschälten Orange. In einer Plastikbox verpackt. «Wenn die Natur doch nur einen Weg finden würde, diese Orangen zu verpacken, damit wir nicht so viel Plastik für sie verschwenden müssten», schrieb Gorden dazu sarkastisch.

Der Tweet schlug so richtig ein und ging viral. Über 95'000 Retweets und 92'000 Likes erhielt Gordon damit. «Whole Foods» hatte damit sein #orangegate. Und die Amerikanische Bio-(!)Supermarktkette sah sich zu einer Reaktion genötigt. «Whole Foods» gab bekannt, das Angebot aus dem Sortiment zu nehmen und die Orangen in ihrer natürlichen Verpackung zu lassen: In der Schale.

«Viele unserer Kunden lieben die Bequemlichkeit, deshalb haben wir unser Angebot erweitert», sagte eine Sprecherin der Huffington Post. Nur einige ausgewählte Läden hätten die geschälte Orange versuchsweise im Angebot gehabt, ganz durchdacht sei das nicht gewesen. «Wir sind froh, haben uns einige Kunden darauf hingewiesen», so die Sprecherin weiter.

Das Internet lief da längst heiss. Die abgepackte Orange ist für viele das nächste Beispiel einer dekadenten Konsumgesellschaft, die Plastikbox ein Abfallunsinn höchsten Grades. Erinnerungen an die abgepackten Bananen bei Billa wurden wach, die 2012 für eine Welle der Empörung sorgten.

Womit aber wohl niemand gerechnet hatte: Die Plastikbox-Orangen-Befürworter meldeten sich ziemlich schnell zu Wort – und warfen ganz neue Argumente in die Waagschale.

«Ich bedauere den Entscheid sehr. Ich habe Rheuma und kann deshalb Orangen oft nicht schälen», twitterte Twitter-User «pschiendelman».

Viele weitere Twitterer kamen den Rheuma- und Arthrose-Kranken zu Hilfe und bedauerten die Entscheidung von «Whole Foods».

Ob sich die Marketingabteilung von «Whole Foods» deshalb noch einen Scherz ausdachte, ist unklar. Jedenfalls twitterte sie ein paar Stunden später ein Bild mit geschälten Orangen in einem Einmachglas. Die Frage dazu: Ist die Hipster-Orangen-Variante jetzt besser?

Ob der Wortwitz aus «appealing» (ansprechend) und «peeling» (schälen) ankam? Das Internet war auf den Post jedenfalls erneut gespalten. (meg)

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