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epa06429303 (FILE) - French actress Catherine Deneuve poses during the press conference for 'Sage Femme' (The Midwife) during the 67th annual Berlin Film Festival, in Berlin, Germany, 14 February 2017 (reissued 10 January 2018). Deneuve is one of 100 women who wrote an open letter about the ongoing sexual harassment controversy, speaking out in defense of men.  EPA/GUILLAUME HORCAJUELO

Schauspielerin Catherine Deneuve nimmt die Männer in Schutz.  Bild: EPA/EPA

Nach #Metoo-Fauxpas: Catherine Deneuve entschuldigt sich bei Belästigungs-Opfer



Die französische Schauspielerin Catherine Deneuve hat sich bei den Opfern sexueller Belästigung entschuldigt. Allen Betroffenen, die sich von ihrem Aufruf für die «Freiheit zu belästigen» angegriffen fühlten, biete sie ihre Entschuldigung an, sagte sie.

In einem am Sonntag von der Online-Ausgabe der Zeitung «Libération» veröffentlichten Brief verteidigte die 74-Jährige zugleich ihre Unterzeichnung des Aufrufs, der in dieser Woche einen Sturm der Entrüstung entfacht hatte. In dem offenen Brief von über hundert Frauen werde sexuelle Belästigung in keinster Weise gerechtfertigt, ansonsten hätte sie ihn nicht unterschrieben, erklärte die Schauspielerin. Den Vorwurf, keine Feministin zu sein, wies sie zurück.

In dem umstrittenen Gastbeitrag in der Zeitung «Le Monde» hatten die Frauen einen neuen «Puritanismus» beklagt und die Urheberinnen der #MeToo-Debatte attackiert: Die Veröffentlichung von Männernamen führe dazu, dass viele auf eine Stufe mit Sexualstraftätern gestellt würden. Die «Freiheit zu belästigen» sei aber «unerlässlich für die sexuelle Freiheit».

Denevue nimmt Männer in Schutz

«Vergewaltigung ist ein Verbrechen», heisst es in dem Text. «Aber eine beharrliche oder ungeschickte Anmache ist nicht strafbar.» Heute würden Männer «zur Kündigung gezwungen, deren einziges Vergehen es ist, ein Knie berührt oder einen Kuss erhascht zu haben».

In Frankreich sorgen die Vorwürfe gegen den ehemaligen Film- und Fernsehmogul Harvey Weinstein in den USA für grosse Aufmerksamkeit. Unter dem Hashtag #balancetonporc (Verpfeif' das Schwein) berichteten im Kurzbotschaftendienst Twitter tausende Frauen über Anmache oder Missbrauch - ähnlich wie in den USA unter dem Schlagwort #MeToo (Ich auch). (sda/afp)

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7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Bruno Wüthrich 15.01.2018 10:17
    Highlight Highlight Madame Deneuve hatte recht. Es gibt nichts zu entschuldigen.

    Vergewaltigungen gehen gar nicht. Grapschereien und dergleichen ebenfalls nicht. Aber bei allem anderen hat niemand die Deutungshoheit. Am allerwenigsten die, die glauben, sie hätten sie. Übrigens: Auch Watson hat sie nicht. Da kann der/die verantwortliche Redaktor/in Fauxpas schreiben, wie er/sie will, - es ändert nichts daran, dass dies lediglich seine/ihre persönliche Meinung ist, mit der gleichen Relevanz, wie jede andere Meinung auch.
  • Stichelei 15.01.2018 08:09
    Highlight Highlight Was man bei der ganzen Diskussion vergisst: #metoo ist eine Methode, Leute an den Pranger zu stellen und Vorverurteilung preis zu geben, ohne ihnen auch nur den Hauch einer Verteidigung einzuräumen, also eine Art Selbstjustiz. Dies steht im krassen Widerspruch zu unserer gesamten Justiz. Und für alle Blitzer: Dies ist keine Entschuldigung für sexuellen Missbrauch, ebensowenig wie ein faires Gerichtsverfahren einen Mord entschuldigt.
  • LiviaEvaSelena 15.01.2018 07:13
    Highlight Highlight Belästigung darf auch nicht mehr stattfinden. Was unter einer ungeschickten Anmache zu verstehen ist, weiss ich auch nicht. Es geht nicht darum, alle Männer zu verurteilen, sondern nur jene, die keinen Respekt kennen. Und das werden hoffentlich nicht so viele sein.
    • Bruno S.1988 15.01.2018 08:50
      Highlight Highlight Was als ungeschickte Anmache durchgeht habe ich mich auch erst gefragt. Bis ich diesen Teil am Schluss des Artikels gelesen habe: "zur Kündigung gezwungen, deren einziges Vergehen es ist, ein Knie berührt oder einen Kuss erhascht zu haben."
      Das soll für viele bloss eine Bagatelle sein? Für mich geht das eindeutig zu weit!
  • Dogbone 15.01.2018 06:10
    Highlight Highlight Danke Catherine für Deinen Mut!
  • Selbst-Verantwortin 15.01.2018 05:35
    Highlight Highlight Das erste Opfer von Political Correctness ist die Redefreiheit.
    Ohne Redefreiheit keine freie Gesellschaft.
  • Knety 15.01.2018 04:06
    Highlight Highlight Was soll die Entschuldigung? Sie hat doch recht.

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