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epa05890790 Marine Le Pen, French National Front (FN) political party leader and candidate for French 2017 presidential election, addresses supporters during a political rally in in Monswiller, France, 05 April 2017.  EPA/PATRICK SEEGER

Marine Le Pen: Ihre Aussichten aufs Präsidentenamt sind laut Umfragen gering. Bild: PATRICK SEEGER/EPA/KEYSTONE

«Schwerwiegender Fehler» – Le Pen sorgt mit Aussage über Juden-Deportation für Empörung

Rechtspopulistin Marine Le Pen hat mit einer umstrittenen Aussage den französischen Wahlkampf neu angefacht. Dabei scheinen ihr alle Mittel recht, um wieder ins Zentrum des Interesses zu rücken. 



In weniger als zwei Wochen wird in Frankreich gewählt. Das Rennen um die zwei begehrten Plätze für die Stichwahl vom 7. Mai ist heiss wie nie. Die guten Umfragewerte von Überraschungsmann Jean-Luc Mélenchon vom Wochenende haben nochmals neuen Pfeffer in den Wahlkampf gebracht. 

Marine Le Pen und Emmanuel Macron, die in den bisherigen Umfragen die deutlichen Favoriten für die zweite Runde der Wahlen waren, müssen plötzlich wieder zittern.

Während die Formkurven der beiden Kandidaten der etablierten Parteien, François Fillon und Benoît Hamon nach unten zeigen, hat Linksaussen-Politiker Mélenchon seit Mitte März um acht Prozentpunkte zugelegt und liegt neu auf Rang 3. 

Kostbare Redezeit

Gestern Montag wurde nun offiziell die Schlussphase des Wahlkampfes eingeläutet. Dies bedeutet, dass der Rundfunkaufseher CSA die Redezeiten der Kandidaten akribisch genau beobachtet. Sowohl im Fernsehen als auch im Radio. 

Die Kandidaten erhalten unabhängig von ihrem politischen Gewicht die gleiche Redezeit. 

Die Zeit vor dem Bildschirm wenige Tage vor der Wahl am 23. April ist in Frankreich besonders kostbar. Es ist von Vorteil, wenn man sie gut nutzt und einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

Und genau dies hat Marine Le Pen getan. Am Sonntagabend liess sie auf dem Sender «RTL» eine Bombe platzen, welche gestern Montag die Schlagzeilen und Timelines Frankreichs besetzte. 

Le Pens Provokation

Die Rechtsaussen-Politikerin hat eine Verantwortung Frankreichs für die Festnahme und Deportation Tausender Juden während des Zweiten Weltkriegs abgelehnt. 

«Wenn es Verantwortliche gab, dann waren es die, die damals an der Macht waren, es ist nicht Frankreich», so Le Pen am Sonntagabend. Damit verwies sie auf das Vichy-Regime, welches während des Zweiten Weltkrieges mit Nazideutschland kollaborierte.

Le Pen beschwerte sich darüber, dass den französischen Kindern nur die «dunkelsten Aspekte» der Geschichte des Landes beigebracht würden. «Ich will, dass sie wieder stolz sind, Franzosen zu sein.»

Im Juli 1942 hatten französische Polizisten im Rennradstadion Vel d'Hiv rund 13'000 Juden zusammengetrieben, welche darauf deportiert und in den Vernichtungslagern der Nazis ermordet wurden. 

Es dauerte bis ins Jahr 1995, ehe erstmals ein französischer Präsident die Schuld Frankreichs für dieses Verbrechen anerkannte. «Franzosen und der französische Staat haben den verbrecherischen Wahnsinn der Besatzer unterstützt», sagte der damalige konservative Präsident Jacques Chirac und sprach von einer «unauslöschlichen Schuld».

Scharfe Kritik 

Emmanuel Macron, härtester Gegner Le Pens, verurteilte deren Aussage gestern Montag scharf. Die Front-National-Chefin habe einen «schwerwiegenden Fehler» begangen. Sie habe «ihr wahres Gesicht» gezeigt und «falls es jemand noch bezweifelte, Marine Le Pen ist tatsächlich die Tochter von Jean-Marie Le Pen.» 

Der 88-jährige Vater der Kandidatin, bezeichnete die Gaskammern der Nazis einst als «Detail» der Geschichte und wurde wegen rassistischer und antisemitischer Aussagen bereits weit über 20 Mal rechtskräftig verurteilt. Nachdem die Tochter die Führung des Front National im Jahr 2011 von ihrem Vater übernahm, versuchte sie den Antisemitismus-Stempel loszukriegen, um eine breitere Wählerschaft zu erreichen. 

epa05246264 (FILE) A file picture dated 24 February 20014 shows Jean-Marie Le Pen, then leader of the far-right National Front during a news conference at Saint Cloud, near Paris, France. According to media reports on 06 April 2016, Jean-Marie Le Pen has been fined 30,000 euro for remarks he made about the Holocaust.  EPA/OLIVIER HOSLET *** Local Caption *** 00140891

Jean-Marie Le Pen: Der Vater der Präsidentschaftskandidatin wurde bereits mehrfach wegen antisemitischer Aussagen verurteilt. Bild: OLIVIER HOSLET/EPA/KEYSTONE

Mit der Aussage von Sonntag hat Le Pen diese jahrelange Arbeit in Gefahr gebracht. Doch sie habe dies wohl bewusst getan, sind sich zahlreiche Experten in den französischen Medien gestern Montag einig. Ein unkontrollierter Ausrutscher sei dies kaum gewesen.

Die vergangenen Wahlkampf-Wochen sind nicht nach Le Pens Geschmack gelaufen. Eine Wahl in die zweite Runde ist zwar nach wie vor sehr wahrscheinlich, doch dort sagen die Umfragen eine deutliche Niederlage der Rechtspopulistin voraus.

Mit dem heikelsten aller Themen hat Le Pen nun wieder Feuer in ihren Wahlkampf gebracht. Ob ihr dies nützen oder schaden wird, werden wir erst in zwei Wochen wissen. Die nächsten zwölf Tage dürften turbulent werden. 

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    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 12.04.2017 07:27
    Highlight Highlight Ups... War das einer dieser verräterischen "Kloaken-Rülpser"?
  • seventhinkingsteps 11.04.2017 21:51
    Highlight Highlight Die Medien begehen genau den gleichen Fehler wie bei Trump. Gratis Weichreite. Nach jeder skandalösen Aussage stiegen Trump's Umfragewerte. Genau das gleiche wird in Frankreich passieren. Mark my words.
    • Fabio74 12.04.2017 09:17
      Highlight Highlight Das heisst schweigen und die Lügen der Brut akzeptieren? So weit darfs nicht kommen
    • Capitan 13.04.2017 07:55
      Highlight Highlight Ist eine von Dir abweichende Meinung einfach eine Lüge?
      Man kann der Auffassung sein, dass Frankr. mit der Eroberung durch Deutschl. als ein durch das Volk legitimierter Staat aufhörte zu existieren, und dass er erst nach dem Krieg wieder etabliert wurde.
      So gesehen, kann der Staat Frankreich nicht verantwortlich sein, für die Schandtaten, begangen, während es nicht existierte.
      Es ist dann analog zu der Schuldunfähigkeit eines zur Tatzeit unzurechnungsfähigen Täters.
      Ich hoffe, dass ganz besonders ein Antifaschist, nicht auf vorverurteilende Pauschalurteile (d.h .Kollektivschuld) verfällt.

    • Fabio74 13.04.2017 13:49
      Highlight Highlight @capitan bist du wirklich nicht fähig zwischen Verantwortung und Schuld, zwischen Staat und der Bevölkerung zu unterscheiden?
      Natürlich lügt Le Pen. Wer wenn nicht die Franzosen haben die Züge zu den Sammellager gefahren? Wer hat die Juden denunziert? Wer war das Regime in Vichy, welches in kadavergehorsam Hitler ergeben war?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Alnothur 11.04.2017 16:56
    Highlight Highlight Frankreich war zur Hälfte von D besetzt, zur Hälfte von einer von D eingesetzten Marionettenregierung regiert. Die Französische Regierung war im Exil in England.
    • Fabio74 11.04.2017 17:06
      Highlight Highlight Und nun? Vichy ist Teil der französischen Geschichte. Alles andere sind Lügen
    • Alnothur 11.04.2017 18:32
      Highlight Highlight Dem widerspricht ja niemand...
    • Capitan 12.04.2017 07:51
      Highlight Highlight @Fabio: Na und?
      Das Vichy-Regime ist nicht vom Volk eingesetzt worden. Darum trägt das Volk keine Schuld an den Missetaten des Vichy-Regimes.
      Das Vichy-Regime war nicht Teil von Frankreich, sondern Teil von Deutschland. Dass es auf französischem Territorium wütete, ändert daran nichts.
    Weitere Antworten anzeigen
  • URSS 11.04.2017 15:26
    Highlight Highlight Irgendwann fallen die 🎭...und das wahre Gesicht ist zu sehen...
  • Denk nach 11.04.2017 15:13
    Highlight Highlight Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm
  • pedrinho 11.04.2017 14:12
    Highlight Highlight #2
    Das heutige frankreich, deutschland, italien, usa selbst russland
    hat nicht mehr viel mit den dingen zu tun welche unsere
    (ur-)grossvaeter noch fuer gut befunden haben. Messt die
    laender kollektive an den taten der letzten 50 jahre und lernt
    daraus baut weiter an einer beseren zukunft, stoppt die
    machenschaften der heutigen agressoren, welche sich fern ihrer
    eigenen grenzen immer noch auffuehren als wuerde ihnen die welt
    gehoeren. Dann, ja dann in 500 jahren, in einer hoffentlich besseren
    welt ist wirklich alles nur noch ein detail der geschichtsschreibung.
  • pedrinho 11.04.2017 14:12
    Highlight Highlight #1
    Wieviel zeit muss vergehen, bevor eine kollektivschuld
    als teil einer, wenn auch dunklen geschichte betrachtet,
    und die "juengste" vergangenheit staerker bewertet wird.
    Werden die heutigen italiener fuer die taten des heiligen
    roemischen reiches verantwortlich gemacht ? Der vatikan
    fuer die unzaehligen die im namen des glaubens draufgehen mussten ?
    Oder die japaner fuer ihre greuel in China ? Die zeit
    bleibt zum glueck nicht stehen, menschen lernen und veraendern.
  • Dieter Widmer 11.04.2017 12:23
    Highlight Highlight Alle Kommentarschreiber fallen herein. Ihr alle reagiert so, wie es Marie Le Pen wollte. Das gibt ihr weiter Auftrieb. Ich bin überhaupt nicht Fan von ihr und ihrer Politik. Aber ihr werdet euch am Wahltag die Augen reiben, wenn ihr das Resultat von Le Pen lesen werdet.
    • Tepesch 11.04.2017 13:05
      Highlight Highlight @Dieter Widmer
      Totschweigen ist erst recht nicht die Lösung, denn dadurch werden solche Aussag zur Norm.
    • FrancoL 11.04.2017 13:40
      Highlight Highlight Ja das mag wohl sein, das ist aber kein Grund LePens Aussagen unkommentiert zu lassen denn dann werden wir uns die Augen am Wahltag nicht nur reiben sondern uns auch noch die Haare ausreissen um die die dann noch bleiben herausgerissen zu bekommen.

      Zu mahnen ist NIE ein "auf etwas hereinfallen".

      Hingegen könnte man Deinen Kommentar nicht wie Du schreibst als gegen LePen lesen sondern als pro LePen deuten.
    • URSS 11.04.2017 15:29
      Highlight Highlight Was bist du? Die Kraake Dieter?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ohniznachtisbett 11.04.2017 11:13
    Highlight Highlight In Frankreich gab es zur Zeit der 3. Republik ein sehr breites politisches Spektrum von rechts bis links, von Nationalisten bis Internationalisten, von Anarchisten bis Royalisten. Als die 3. Republik von den Nazis erobert wurde, haben diese geschickt nur die ganz rechten Nationalisten an die Macht beordert. Das Vichy-Regime war ein Faschismus von Hitlers Gnaden. Im Norden war Frankreich gar unter DE-Militärverwaltung. Weder die 3. Republik, noch das Freie Frankreich de Gaulles noch die Resistance hat die Juden deportiert. Es waren Hitlers Vichy-Schergen. Provokativ von Le Pen aber nicht falsch
    • Fabio74 11.04.2017 11:26
      Highlight Highlight Und? Vichy ist Teil von Frankreichs Geschichte. Ob das nun passt oder nicht.
      Unangnehmes auszuklammern ist Geschichtsklitterung. Ohne eine grosse Zahl Kollaborateure hätte das System nicht funktioniert.
      Der FN stammt aus dem Vichy-Pack
    • Capitan 11.04.2017 12:15
      Highlight Highlight Sippenhaft und Erbsünde sind eben idiotisch.
    • Ohniznachtisbett 11.04.2017 12:33
      Highlight Highlight Fabio: Ich stimme dir zu. Der FN ist dem Vichy-Regime deutlich näher als der Republik mit ihren Werten Liberté, Egalité, Fraternité. Trotzdem kann ich verstehen, dass Franzosen, die z.B. Vorfahren haben, die für de Gaulle oder die Resistance gekämpft haben, sagen das war nicht Frankreich, das war ein Verbrecherregime, das von den Deutschen gestützt und von Kollaborateuren am Leben gehalten wurde. Es ist zynisch, dass ausgerechnet Le Pen so etwas sagt. Im Gegensatz zu DE, gab es aber in Frankreich während dem ganzen Krieg eine breite Allianz gegen Vichy und die Deutschen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lowend 11.04.2017 11:07
    Highlight Highlight Schlimm sind nicht die Altnazis und ihre Nachkommen, denn dieses braune Gesocks gab es schon immer.

    Schlimm ist der Umstand, dass das Nazipack noch immer solchen Zuspruch findet, denn es sind die Mitläufer, die den Faschisten Bedeutung und Macht verleihen.
    • Capitan 11.04.2017 12:18
      Highlight Highlight Es sind immer die Mitläufer das Fundament, worauf die Macht der Machthabenden fusst.
      Bei uns ist das Mitläufertum institutionalisiert und nennt sich Demokratie.
  • Fischra 11.04.2017 10:46
    Highlight Highlight Ich habe die Doku von ihr und ihrem Vater gesehen. Dieser Holocaustleugner lügt mit jedem Wort und seine Tochter ist um keinen Punkt besser. Es ist zu hoffen dass die Franzosen ihr Glück nicht in die Hände brauner Nationalisten legen und diesen Typen den Boden ebnen. Schrecklich der Gedanke.
  • Makatitom 11.04.2017 09:51
    Highlight Highlight Jetzt führt sie eine grosse Schnauze, 1945 wäre ihr der Schädel kahl geschoren worden (mindestens). Hoffentlich sind die Franzosen schlau genug, diese Nazi-Tochter in der Versenkung verschwinden zu lassen.
  • pamayer 11.04.2017 09:43
    Highlight Highlight Auch wenn der Herr Papa grad Weg vom Fenster ist, braunt es in der Tochter weiter. Sie konnte lange den Tochter Bonus festigen, aber , wie jetzt, alles nur Deko. Braun bleibt braun.

    Ich will lieber nicht wissen, wie viele Leute hier in der Schweiz auch ein solches Weltbild haben. Unsere SVP ist in vergleichbaren Brauntönen gekleidet. Manchmal drückt es mit einem 'unglücklichen' Post durch, und derjenige muss gehen. Sie haben sich generell ganz gut im Griff.
    • Tamtam87 11.04.2017 13:04
      Highlight Highlight Ihr Kommentar kann auch anderst gedeutet werden. Haben Sie ihn auf dem Klo geschrieben?

      Kleiner Witz am Rande ;)

      Ich bin nicht anderer Meinung, zumindest was den zweiten Abschnitt betrifft.
  • Capitan 11.04.2017 08:53
    Highlight Highlight Frankreich wurde von Deutschland im Zweiten Weltkrieg faktisch vollständig erobert. Das Vichy-Regime der unbesetzten Hälfte Frankreichs kann man als alternativloses Marionettenregime der Deutschen betrachten.
    Insofern ist es nachvollziehbar, was Marine Le Pen sagte.
    Oder anders gesagt:
    Warum macht man die Niederlande für ihre Judenverfolgungen ihres Regimes während ihrer deutschen Besatzung nicht verantwortlich? Oder warum werden die baltischen Länder für ihre Greuel nicht geächtet, die ihre Regierungen begingen im Zuge der Sowjetisierung?
    Weil sie unterjocht waren.
    Wie Frankreich.


    • Walter Sahli 11.04.2017 10:26
      Highlight Highlight Wenn ich mich richtig an den Geschichtsunterricht erinnere, gab es in jedem europäischen Land, egal ob von Nazis besetzt oder von ihnen umzingelt, einen beachtlichen Bevölkerungsteil, der noch so gerne den Befehlen des Führers folgte. Die Wir-können-gar-nichts-dafür-wir-haben-nur-Befehle-befolgt-Geschichte wurde schon bei der deutschen Wehrmacht als Märchen entlarvt! LePen fährt hier schlicht und einfach die alte Nationalistenschiene - und wie immer bei den Nationalisten, wird jegliche Verantwortung für eigenes Tun geleugnet.
    • Liselote Meier 11.04.2017 10:51
      Highlight Highlight So unschuldig war die französische Rechte gewiss nicht. Die waren nicht weniger Anti-Semtisch als die Deutschen. Als der Jude Léon Blum in den 30er Premierminister wurde schäumte die Rechte in Frankreich vor dem Krieg. Während der Vichy-Zeit entlud es sich vollends. Das "Statut des juifs" wurde unabhängig und ohne zutun der Deutschen 1940 in Kraft gesetzt. http://d-d.natanson.pagesperso-orange.fr/statut1.htm
    • Fabio74 11.04.2017 22:12
      Highlight Highlight Erstens haben die Niederländer an der Geschichte gearbeitet, zweitens heisst, wenn ein Land nicht aufarbeitet, legitimiert dies die französichen Gräuel zu rechtfertigen.
      Es gab selbstverständlich Alternativen. Passiver Widerstand wie anderswo. Aber die Franzosen haben fleissig denunziert und Juden ausgeliefert. Das Regime hat mit Hitler kollaboriert wo es ging,.
      Le Pen ist wie der restliche braune Brei. Ja nie VErantwortung übernehmen was gelaufen ist. im FN sassen unzählige Vichy-Kollaborateure drin.
  • Wehrli 11.04.2017 08:20
    Highlight Highlight Ach, ach, Marine Le "Pain", zünsel, zünsel.
    Bleibt doch bei Rotwein und Croissant, da bleibt ihr Weltklasse.
    Geschichtsschreibung auf französisch, ist eben auch immer ein bisschen Weichkäse ....
  • dracului 11.04.2017 08:19
    Highlight Highlight Es gibt unzählige Abhandlungen zum Thema der Kollektivschuld gegenüber Individualschuld. Moderne demokratische Länder kennen keine Kollektivschuld. Gerade seit den Greueltaten des zweiten Weltkriegs wurde und wird debattiert, wie stark ein Land kollektiv dafür verantwortlich gemacht werden soll. Aus ethischer Sicht wird die Schuld immer auf uns allen (!) lasten, wie viele andere Greueltaten z.B. die Ausrottung der indigenen Bevölkerung in Amerika oder Australien. Trotzdem geht es aktuell in Frankreich nicht um eine Diskussion, sondern nur um übelsten Wahlkampf im Endspurt um die Macht.
  • Caturix 11.04.2017 08:00
    Highlight Highlight Also recht hat sie es ist nicht das heutige Frankreich es war das damalige Regime. Genau so ist es auch in Deutschland.
    Nur muss man aufpassen das diese oder aenliche Spinner wieder an die Macht kommen.
  • Tepesch 11.04.2017 07:23
    Highlight Highlight Ich finde auch, dass wir nicht immer nur die dunkle Seite des Daesh betrachten sollten, schaut doch auch mal auf das Gute, das diese Gotteskrieger gebracht haben. Wann darf ein Extremist endlich mal wieder stolz auf seine pervertierte Religionsauslegung sein.
    • Saraina 11.04.2017 10:55
      Highlight Highlight Gutes Beispiel!
  • felixJongleur 11.04.2017 07:16
    Highlight Highlight Bekanntes Muster, das Land vom Schatten der Vergangenheit lossagen, eine Art Absolution erteilen und das Kapitel abschliessen. Dankbar werden das jene aufnehmen die gewisse unrühmliche Kapitel schon lange ausblenden wollten. Aktuell liest man ja dass die Juden in Frankreich recht unter Übergriffen von Einwanderern zu leiden haben, sie tut ihnen nun einen Bärendienst mit solcher Stimmungsmache. Dass der 2 WK überhaupt noch thematisiert wird während es eigentlich genug aktuelle Probleme gibt sagt wohl auch schon einiges aus.
  • Max Dick 11.04.2017 07:09
    Highlight Highlight Dass Le Pen dies jetzt aufgreift, ist natürlich lächerlich. So etwas gehört überhaupt nicht in einen Wahlkampf. Historisch lässt sich natürlich schon darüber streiten, wie weit Frankreich als Ganzes für Verbrechen verantwortlich ist, welches das Vichy-Regime unter der Regie von Nazi-Deutschland begangen hat.
    • Fabio74 11.04.2017 07:55
      Highlight Highlight Doch es gehört dazu. Die Vergangenheit lässt sich n7cht weg wischen. Frankreich täte gut daran seine Geschichte aufzuarbeiten. Ob WK2 oder Algerienkrieg etc
    • FrancoL 11.04.2017 09:59
      Highlight Highlight Das Infragestellen der damaligen Verantwortung ist wohl bei Ihnen mehr als ein Ausrutscher.
      Peinlich finde ich es immer der Regierung die Verantwortung überbinden zu wollen. Man sollte nicht vergessen dass das Volk durch denunzieren viele Juden in den sucheren Tod trieb. Die Verantwortung lag damals ohne wenn und aber auch beim Vilk!
    • Majoras Maske 11.04.2017 12:26
      Highlight Highlight Noch schlimmer ist Französisch-Kongo. Die Sklaven dort waren so arm, dass sie Affen essen mussten, weshalb sich dort Aids vom Affen auf den Menschen übertrug. Wegen der katastrophalen Versorgung der Bevölkerung kam es zu so grossen Epedemien, dass sich die französische Regierung gezwungen sah, sie zu impfen. Nur leider wurde sehr stark an Spritzen gespart, so dass sich Aids noch schneller unter den Geimpften ausbreitete. Die Spuren lassen sich heute wissenschaftlich dorthin verfolgen...
  • Fabio74 11.04.2017 07:02
    Highlight Highlight Lässt die braune LePen die Maske doch noch fallen?
    Diese Frau ist genauso widerlich wie der alte LePen. Die Nazi-Ideologie drückt durch
  • KeineSchlafmützeBeimFahren 11.04.2017 06:42
    Highlight Highlight Was für ein widerlicher Mensch. Diese Frau leidet an extremer Realitätsverlust und ist die Feindin einer progressiven, liberalen und fortschrittlichen Gesellschaft. Eine Wort-Terroristin sozusagen.
    • boeserkeinohrhase 11.04.2017 08:26
      Highlight Highlight I'm a watson reader and I approve this message!
    • hogan 11.04.2017 09:39
      Highlight Highlight Und Brechreiz-Auslöserin....
  • ujay 11.04.2017 06:37
    Highlight Highlight Die Le Pen Wähler sind genug dumm, sie auch trotzdem oder erst recht zu wählen.
    • j0nas 11.04.2017 08:12
      Highlight Highlight Wutbürger sind doch nicht dumm, deren Probleme muss man ernst nehmen. Not.
    • boeserkeinohrhase 11.04.2017 08:30
      Highlight Highlight Beim Europamagazin gab es einen krassen Einblick. Da sah man wer alles die LePen wählt.
    • Majoras Maske 11.04.2017 10:28
      Highlight Highlight Nur sollten die Wutbürger sich fragen, ob diese rechtspopulistischen Parteien ihre Probleme wirklich ernst nehmen oder sie nur zur Machtergreifung missbrauchen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Majoras Maske 11.04.2017 06:22
    Highlight Highlight Ich denke bei Le Pen sowieso dass der Begriff "Rechtspopulisten" verharmlosend ist. Der FN ist anders als UKIP, AFD oder Wilders Partei eine alte und ganz klar rechtsextreme Partei. Diese Wurzeln kann man nicht einfach so los werden.
    • boeserkeinohrhase 11.04.2017 08:32
      Highlight Highlight Wilders Partei und die AfD alt zu nennen kann ich so nicht stehen lassen. Die FN ist durch Papa LePen schon ein wenig Braun.
    • seventhinkingsteps 11.04.2017 21:45
      Highlight Highlight Die FPÖ hat auch eine ziemlich alte braune Vergangenheit. Die SVP tut echt gut daran, offizielle Treffen mit diesen Parteien zu meiden. Ok, nicht jede, die AUNS hat Petry getroffen und Oskar Freysinger ist relativ offen unterwegs in der europäischen Neo-Nazi Szene. Sie hat eigentlich auch keinen Grund dazu als grösste Partei der Schweiz

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