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Frankreichs Banlieues brennen – so sollen die Armenviertel gerettet werden



French boys play soccer in a waste ground by their low cost housing complex, Monday, Nov. 7,2005, in Grigny, a suburb south of Paris where, for the first time since the start of the urban violence, police has been targetted and injured by weapon's fire. France's tough low-cost housing projects were once desirable places to live for poor families, today, these housing projects at the heart of rioting across France.  (KEYSTONE/AP Photo/Jacques Brinon)

Trostlosigkeit in Frankreichs Banlieues. Bild: AP

Sanierungen, Investitionen in die Sicherheit, mehr Anstrengungen für Bildung und gegen Analphabetismus – und dafür einen Milliardenfonds: Das sind zentrale Forderungen zur Verbesserung der Lage in Frankreichs Problemvorstädten, die in einem von der Regierung in Auftrag gegebenen Bericht erhoben werden.

In dem am Donnerstag an Premierminister Edouard Philippe übergebenen Bericht verlangt der frühere Stadtentwicklungsminister Jean-Louis Borloo unter anderem einen 5 Milliarden Euro schweren Fonds für die Banlieues.

In dem 60-seitigen Dokument zeichnet Borloo ein düsteres Bild von Frankreichs Problemvorstädten: «Fast sechs Millionen Bewohner leben in einer Art Ausgrenzung.» Die Arbeitslosigkeit sei fast drei Mal so hoch wie im Landesdurchschnitt, der Staat ziehe sich zurück, die Bürgermeister würden unter der Last ihrer Aufgaben zusammenbrechen.

Nötig sei eine «nationale Versöhnung», schreibt der Zentrumspolitiker, der in den 2000er Jahren unter dem konservativen Staatschef Jacques Chirac Minister für Stadtentwicklung war. Er warnte auch vor einer Verbreitung von Vorstellungen über eine «Ungleichheit» von Mann und Frau und eine Geschlechtertrennung in der Öffentlichkeit wie in einer «neuen Apartheid». In den Banlieues leben viele Einwandererfamilien aus den muslimisch geprägten Maghreb-Staaten.

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hatte den Bericht bei Borloo in Auftrag gegeben. Der Präsident will im Mai einen Plan vorlegen, um die Lebensbedingungen in den Problemvorstädten zu verbessern. (sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Billy the Kid 26.04.2018 16:39
    Highlight Highlight Dazu passend, dass genau wenn dieser Bericht rauskommt, der Präsident in den USA weilt und mit Trump Kaffeekränzchen besucht.
    • Blutgrätscher 26.04.2018 18:52
      Highlight Highlight Stimmt, bei der ganzen Iran-Sache gehts ja nur um den atomaren Weltfrieden und darum, dass der Nahe Osten nicht noch mehr destabilisiert wird.

      Da wär mir natürlich auch viel lieber, wenn er symbolisch in Frankreich geblieben wäre um über Stadtplanung zu diskutieren.
    • Billy the Kid 26.04.2018 20:19
      Highlight Highlight An die Blitzer: Wäre Macron tatsächlich an sozialer Gerechtigkeit interessiert - hätte er das schon längstens signalisiert. Tatsächlich ist er ein ultraliberaler Falke, der seine Sporen bei Goldman Sachs abverdient hat.
      Entweder ist euch also das soziale Problem scheiss egal oder ihr setzt schlicht auf das falsche Pferd und seid on top maximal naiv.
    • Juliet Bravo 26.04.2018 23:08
      Highlight Highlight Was meinst du damit?
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