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epa06013483 A French police officer stands guard outside of the Notre Dame cathedral after a man attacked a police officer with a hammer, in Paris, France, 06 June 2017. The assaillant has been shot and injured by police.  EPA/YOAN VALAT

Hohe Sicherheitsvorkehrungen: Polizist vor der Notre Dame in Paris.  Bild: YOAN VALAT/EPA/KEYSTONE

50'000 Polizisten beschützen die Wahl in Frankreich



Gut einen Monat nach dem Sieg von Emmanuel Macron bei der Präsidentenwahl wählen die Franzosen heute Sonntag ihre Nationalversammlung neu. Für den sozialliberalen Staatschef geht es bei der Neuwahl der ersten Parlamentskammer um den Rückhalt für sein Reformprogramm.

Die Wahl wird wegen der Terrorgefahr im Land von rund 50'000 Polizisten geschützt. Umfragen sahen Macrons Partei «La République en Marche!» und ihre Verbündeten zuletzt bei rund 30 Prozent. Wegen des Mehrheitswahlrechts könnte das Macron-Lager letztlich aber die Marke von 400 der 577 Abgeordnetenmandate knacken.

Mehr als 47 Millionen Franzosen sind stimmberechtigt. Das endgültige Ergebnis wird erst nach der zweiten Wahlrunde in einer Woche feststehen.

Bisher ist die Macron-Partei überhaupt nicht in der Volksvertretung präsent. Der Aufstieg von «La République en Marche!» ist beispiellos und erschüttert die politische Landschaft Frankreichs bis ins Mark. 

Mehr Europa und weniger Beamte – das hat Macron mit Frankreich vor

Konkurrenz von rechts

Als Hauptkonkurrenten der Macron-Partei gelten die konservativen Republikaner, denen Umfragen die Rolle der grössten Oppositionspartei zuschreiben. In Bedrängnis bringen könnte Macron noch die Affäre um seinen Vertrauten, Stadtplanungsminister Richard Ferrand, gegen den wegen des Verdachts der Vetternwirtschaft Vorermittlungen laufen. Auch der Koalitionspartner Macrons, die gemässigte Partei Modem, seht im Visier der Staatsanwälte.

Die bislang die Nationalversammlung dominierenden Sozialisten von Macrons Amtsvorgänger François Hollande müssen sich auf einen dramatischen Absturz einstellen. Auch die bürgerliche Rechte steht unter Druck. Über ein halbes Jahrhundert hinweg hatten Sozialisten und bürgerliche Rechte die Geschicke des Landes bestimmt.

Der Front National von Rechtspopulistin Marine Le Pen dürfte laut Meinungsforschern ihre Position im Parlament ausbauen – sie ist bislang nur mit zwei Abgeordneten vertreten.

FILE - In this Sunday May 7, 2017 file photo, French far-right presidential candidate Marine Le Pen leaves after speaking at her election day headquarters in Paris. The forces of division are closing in on Marine Le Pen after her crushing defeat in France's presidential contest with her popular niece leaving politics, her father back in the ring and her far-right party in disarray ahead of June parliamentary elections. (AP Photo/Michel Euler, File)

Le Pens Front National verfügt bisher über bloss zwei Mandate im Parlament.  Bild: Michel Euler/AP/KEYSTONE

Arbeitsrecht im Visier

Mit einer absoluten Mehrheit in der Nationalversammlung hätte Macron grossen Spielraum für seine Gesetzespläne, um Frankreichs Wirtschaft in Schwung zu bringen. Vorzeigevorhaben ist dabei eine Lockerung des Arbeitsrechts.

Um bereits im ersten Wahlgang gewählt zu werden, brauchen Kandidaten eine absolute Mehrheit in ihrem Wahlkreis. Das schaffen nur die wenigsten. Die Wahllokale sind von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet, in grossen Städten zwei Stunden länger. (sda/dpa/reu)

epa06022088 A man prepares to cast his ballot in a voting booth during the first round of the French legislative elections in Gallician, southern France, 11 June 2017. France holds the first round of parliamentary elections on 11 June 2017, just under two months after Emmanuel Macron took office as French President.  EPA/GUILLAUME HORCAJUELO

47 Millionen Franzosen sind wahlberechtigt: Wahllokal in Südfrankreich. Bild: GUILLAUME HORCAJUELO/EPA/KEYSTONE

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