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Rassisten kriegen die Rechnung für ihre Hassrede – beglichen von den Betroffenen selbst

12.09.2016, 11:0214.09.2016, 14:38

Jared Wall und sein Kollege stammen beide von Australischen Ureinwohnern, den Aborigines, ab. Beim Mittagessen hören sie plötzlich zwei ältere Damen am nächsten Tisch, die eine wenig geschmackvolle Konversation über ihre Ethnie abhielten.

Aborigines aus dem Norden Australiens.
Aborigines aus dem Norden Australiens.Bild: EPA/AAP
«Mit Wörtern wie ‹Assimilation› wurde einfach so um sich geworfen. Ich hätte eine Hasstirade auf die zwei niederprasseln lassen können, aber das hätte nichts genützt. Stattdessen habe ich etwas Nettes getan und den beiden einen Krug Tee spendiert, mit einer kleinen Notiz auf der Quittung.»
Assimilations-Politik
Der australische Staat verfolgte bis Mitte des 20. Jahrhunderts die Politik, die «vollblütigen» Aborigines aussterben zu lassen und sogenannte Mischlinge in die «weisse Gesellschaft» zu integrieren. Das führte zu einer weitgehenden Zerstörung der indigenen Identität und der forcierten Trennung zahlreicher Kinder von ihren Eltern.
«Geniessen Sie den Tee! Mit besten Empfehlungen von den zwei Aborigines neben Ihnen an Tisch 26.»
«Geniessen Sie den Tee! Mit besten Empfehlungen von den zwei Aborigines neben Ihnen an Tisch 26.»bild: facebook/jared wall

Walls Facebook-Post fand viel Zuspruch und kam innert kürzester Zeit auf 23'000 Likes. Wie die beiden Damen reagiert haben, weiss man nicht. Doch Wall hofft:

«Vielleicht sind die beiden Damen jetzt ein bisschen weiser und denken, bevor sie sprechen.»

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