Nach DHS-Entlassung: Newsom trollt Noem mit Traueranzeige auf Instagram
Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom, der von gewissen US-Politanalysten bereits jetzt als demokratischer Kandidat für die nächsten Präsidentschaftswahlen gehandelt wird, hat sich auf der Social-Media-Plattform Instagram über die Entlassung von Kristi Noem lustig gemacht.
Donald Trump hatte Noem zu Beginn seiner Präsidentschaft als Heimatschutzministerin nominiert. Als Chefin des Departments of Homeland Security (DHS) hatte Noem die Verantwortung über eine der grössten und mächtigsten Behörden der USA, die über ein immenses Budget in der Höhe von etwa 100 Milliarden Dollar pro Jahr verfügt. Trump selbst hat nun via Social Media bekanntgegeben, dass Noem gefeuert ist. Ersetzt wird sie durch den republikanischen Senator Markwayne Mullin aus Oklahoma.
Gavin Newsom ist einer der lautesten Kritiker von Trump und seiner Regierung. Dass er auf die Kündigung Noems reagiert, überrascht deshalb nicht:
Der rund 20 Sekunden lange Clip kommt wie eine Traueranzeige für Kristi Noem daher. Die Jahreszahlen 2025-2026 spielen dabei nicht auf ihr Geburts- und Todesdatum an, sondern auf ihre Amtszeit als Heimatschutzministerin. Gezeigt werden Bilder von Noem in verschiedenen Outfits.
Noem war vor ihrer Zeit bei DHS die Gouverneurin des US-Bundesstaates South Dakota. Schon damals war sie bekannt für ihre Werbekampagnen, bei denen sie sich gerne verkleidet zeigte, mal als Feuerwehrfrau, mal als Pilotin, mal als Buchhalterin oder Krankenschwester. Auch während ihrer Zeit als Ministerin warf sie sich gerne in Uniformen von ICE, der Küstenwache oder Border Patrol.
Newsom bekämpft Trump und seine Regierung immer wieder mit ihren eigenen Waffen. So parodiert er auf Social Media immer wieder Trumps Schreibweise oder macht sich mit KI-generierten Videos oder Memes über die Führung in Washington lustig.
Werbekampagne wird Noem zum Verhängnis
Noems Entlassung kommt nur wenige Tage, nachdem sie sich unter Eid dem US-Kongress stellen musste. Dort wurde sie hart angegangen – teils auch von Vertretern ihrer eigenen Partei.
Kristi Noems Befragung vor dem US-Senat eskaliert
Thema bei der Anhörung waren unter anderem Noems inkompetente Führung der Immigrations- und Zollbehörde ICE, die dieses Jahr zwei US-Bürger erschossen hat, eine angebliche Sexaffäre zwischen (der verheirateten) Noem und ihrem (ebenfalls verheirateten) Stellvertreter und eine 220 Millionen Dollar schwere Werbekampagne, bei deren Vergabe möglicherweise Korruption im Spiel war.
Das erste Bild aus Newsoms Fake-Traueranzeige zeigt Noem in dieser Kampagne. Es wird spekuliert, dass ihr nun genau diese möglicherweise zum Verhängnis wurde. Während der Anhörung vor dem US-Senat hat sie nämlich behauptet, Trump habe ihr Vorgehen bei der Auftragsvergabe der Werbekampagne abgesegnet. Trump bestritt das danach. (lzo)
