International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
mother, child, new born, baby, neugeborenes, mutter, Kind, spital, geburt, birth

In Brasilien brachte eine 32-jährige Frau mit einem transplantierten Uterus ein gesundes Kind auf die Welt.  Bild: shutterstock

Frau mit transplantiertem Uterus bringt Kind auf die Welt



In Brasilien ist weltweit erstmals ein Kind auf die Welt gekommen, dessen Mutter die Gebärmutter einer Verstorbenen transplantiert bekommen hatte. Das kleine Mädchen wurde vor einem Jahr in São Paulo geboren, wie die Fachzeitschrift «The Lancet» am Mittwoch berichtete.

Die erfolgreiche Gebärmutter-Transplantation gibt den Autoren des Fachartikels zufolge vielen Frauen, die bislang keine Kinder bekommen können, neue Hoffnung.

«Unsere Ergebnisse stellen einen Machbarkeitsnachweis für eine neue Option für Frauen mit Unfruchtbarkeit aufgrund ihrer Gebärmutter dar», erklärte Dani Ejzenberg vom Lehrkrankenhaus der Universität São Paulo. «Die Zahl der Menschen, die bereit sind, Organe nach ihrem Tod zu spenden, ist viel höher als die Zahl lebender Spender.»

Bisher waren bereits Gebärmutter-Transplantationen erfolgreich, wenn der Uterus von einer lebenden Frau gespendet wurde. Nach einer solchen Transplantation kam erstmals 2014 in Schweden ein Kind auf die Welt. Es gibt aber viel mehr Frauen, die auf eine Spender-Gebärmutter hoffen, als lebende Organspenderinnen.

Forscher suchten deswegen nach Möglichkeiten, auch bei verstorbenen Frauen den Uterus zu entnehmen und ihn Frauen einzupflanzen, die sonst keine Kinder bekommen können. Versuche dazu gab es in mehreren Ländern, bislang aber ohne Erfolg.

Zehnstündige Operation

In Brasilien wurde schliesslich im September 2016 einer 32-Jährigen in einer mehr als zehnstündigen Operation die Gebärmutter einer im Alter von 45 Jahren verstorbenen Frau eingepflanzt. Die 32-Jährige war ohne Uterus auf die Welt gekommen.

Vier Monate vor der Transplantation wurden durch In-Vitro-Fertilisation acht Eier befruchtet und eingefroren. Diese wurden der Frau sieben Monate nach der erfolgreichen Transplantation eingesetzt. Die Frau wurde daraufhin schwanger.

FILE - This Sept. 13, 2013 file photo shows a placenta in Lindon, Utah, being prepared to be turned into capsules as a supplement for new mothers. On Thursday, June 29, 2017, health officials advised new moms about the potential dangers of taking pills made from their placenta, after an Oregon infant’s infection was tied to the practice. (Francisco Kjolseth/The Salt Lake Tribune via AP)

Bisher waren bereits Gebärmutter-Transplantationen erfolgreich, wenn der Uterus von einer lebenden Frau gespendet wurde. Bild: AP/The Salt Lake Tribune

In der 36. Schwangerschaftswoche wurde im Dezember 2017 per Kaiserschnitt das Baby mit einem Gewicht von 2.5 Kilogramm auf die Welt gebracht. Während des Kaiserschnitts wurde auch die transplantierte Gebärmutter entfernt. Mutter und Kind konnten das Krankenhaus drei Tage später verlassen. (ohe/sda/afp)

Chartstürmer und Rapper Manillio verspielt es sich mit Nico

abspielen

Video: watson/Nico Franzoni, Lya Saxer

Das könnte dich auch interessieren:

Ueli, der Trump-Knecht: Die Schweiz als Spielball in Amerikas Iran-Politik

Link zum Artikel

Die wohl berühmteste Katze der Welt ist nicht mehr: Grumpy Cat ist tot

Link zum Artikel

Marco Streller: «Die ganz schlimmen Sachen sind 2018 passiert, nicht 2019»

Link zum Artikel

LUCA HÄNNI IST ESC-GOTT! So kam es dazu

Link zum Artikel

Der grosse Drogenreport: So dröhnt sich die Welt zu

Link zum Artikel

WhatsApp-Chat aufgetaucht! So kam es WIRKLICH zum Treffen zwischen Trump und Ueli Maurer

Link zum Artikel

Ein Computer-Programm lockte diesen Schweizer auf Kiribati – heute baut er dort Gemüse an

Link zum Artikel

Donald Trump empfängt Viktor Orban im Oval Office – nicht ohne Grund

Link zum Artikel

Ich habe meine Leistenprobleme an der Esoterikmesse heilen wollen – das kam dabei heraus

Link zum Artikel

8 Dinge, die an der zweitletzten Folge «Game of Thrones» genervt haben

Link zum Artikel

WhatsApp wurde gehackt – darum sollten Nutzer jetzt das Notfall-Update installieren

Link zum Artikel

Konservative gewinnen Wahlen in Australien

Link zum Artikel

Soll man das Handy über Nacht aufladen? Hier sind die wichtigsten Akku-Fakten

Link zum Artikel

Darum ist die Polizei nicht gegen die GC-Chaoten vorgegangen

Link zum Artikel

Warum ich vegan lebe – und trotzdem von Veganern genervt bin

Link zum Artikel

«Ich liebe meinen Freund, betrüge ihn aber ständig»

Link zum Artikel

15 Rezepte, die du als Erwachsener beherrschen solltest

Link zum Artikel

Das Huber-Ersatzquiz für jedermann. Erkennst du diese Städte von oben?

Link zum Artikel

Wir haben das erste 5G-Handy der Schweiz ausprobiert – und so schnell ist 5G wirklich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Kim verliert alle Hemmungen

Nordkoreas Führer testet neuartige Raketen. US-Präsident Trump sieht die Chancen auf Gespräche schwinden.

Nun hat Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un offenbar die Hemmschwelle endgültig überschritten. Der Führer dieser selbst ernannten Atommacht beaufsichtigte am Freitag höchstpersönlich, wie sein Militär einen «Langstrecken-Angriff» übte.

Mit Stolz und Pathos verkündete die staatliche Propaganda-Agentur KCNA: «Auf dem Kommandoposten hat der Oberste Führer Kim Jong Un die Anweisung zum Start der Übung gegeben.» Allerdings wurden keine Angaben dazu gemacht, welche Art von Waffen dabei abgefeuert …

Artikel lesen
Link zum Artikel