DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Johnsons Abgang – das Wichtigste in 5 Punkten

07.07.2022, 13:5907.07.2022, 15:07

Was ist passiert?

Boris Johnson tritt als Parteichef ab – und damit später auch als Premierminister.
Boris Johnson tritt als Parteichef ab – und damit später auch als Premierminister.Bild: keystone

Der britische Premierminister Boris Johnson ist als Chef seiner Konservativen Partei zurückgetreten. Er wolle aber als Regierungschef weitermachen, bis ein Nachfolger gewählt ist, sagte Johnson am Donnerstag in London. Zahlreiche Parteifreunde forderten jedoch, der 58-Jährige solle sofort auch als Regierungschef abtreten. Johnson selbst wurde vor knapp drei Jahren von seiner Partei ins Amt gewählt. Kurz vor seiner Rücktrittsankündigung ernannte Johnson noch neue Minister.

>> Alle aktuellen Entwicklungen im Liveticker

Hier erklärt Johnson seinen Rücktritt:

Video: twitter/Morning Joe

Wer könnte auf Johnson folgen?

Finanzminister Nadhim Zahawi gilt wie Aussenministerin Liz Truss und Handelsministerin Penny Mardaunt als möglicher Nachfolger. In Umfragen führt Verteidigungsminister Ben Wallace. Offiziell hat bisher nur Generalstaatsanwältin Suella Braverman ihre Kandidatur angekündigt.

Was sagt die Opposition?

Die verlangt eine Neuwahl. Oppositionschef Keir Starmer von der Labour-Partei begrüsste den Rücktritt Johnsons. Er forderte aber, nun sei ein «frischer Start» nötig. «Wir brauchen eine Labour-Regierung», sagte Starmer. «Wir sind bereit.»

Wie ist die Vorgeschichte?

Ausgelöst wurde die jüngste Regierungskrise in Westminster durch eine Affäre um Johnsons Parteikollegen Chris Pincher, dem sexuelle Belästigung vorgeworfen wird. Zuvor war herausgekommen, dass Johnson von älteren, ähnlichen Anschuldigungen gegen Pincher wusste, ihn aber dennoch in ein wichtiges Fraktionsamt hievte. Das hatte sein Sprecher zuvor jedoch mehrmals abgestritten.

Wie ging es weiter?

Johnson geriet darauf in den vergangenen Tagen massiv unter Druck. Mehrere Kabinettsmitglieder und Dutzende parlamentarische Regierungsmitarbeiter traten von ihren Ämtern zurück. Zuletzt forderte ihn sogar der erst am Dienstag ins Amt berufene Finanzminister Zahawi zum Rücktritt auf. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Ukrainische Journalistin treibt Johnson in die Enge

Video: watson

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

8 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
8
Wegen geplatztem Twitter-Deal: Elon Musk verkauft Millionen Tesla-Aktien
Unternehmer Elon Musk hat sich von Tesla-Aktien im Wert von rund sieben Milliarden US-Dollar getrennt. Damit will er einem möglichen Notverkauf zuvorkommen.

Im Zusammenhang mit dem Übernahmestreit mit Twitter hat der US-Milliardär Elon Musk von seinem Elektroautokonzern Tesla Aktien im Wert von fast sieben Milliarden US-Dollar verkauft. Wie aus Dokumenten hervorgeht, die von der US-Börsenaufsicht veröffentlicht wurden, verkaufte Musk in den vergangenen Tagen rund 7.9 Millionen Tesla-Aktien.

Zur Story