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Interview

Exil-Iraner: «Der Feind sind nicht die USA, sondern sitzt im Iran»

Timo Stein / watson.de



Hamid Nowzari ist 20 Jahre alt, als im Iran die alte Welt zusammenbricht. Die Islamische Revolution 1979 führt zur Absetzung des Schahs und zum Ende der konstitutionellen Monarchie. Nowzari ist da gerade Student, politisch, links und für die Revolution.

Wie er feiern zunächst viele das Ende der Monarchie und den Aufbruch in eine neue Zeit. Doch die religiösen Fundamentalisten um Ajatollah Chomeini ersticken die Hoffnungen schnell und errichten ihre Version einer islamischen Republik.

Das Mullah-Regime macht aus dem Iran ein Land ohne Menschenrechte, ohne Opposition und ohne Musik. Für Nowzaris gibt es in diesem Iran keine Zukunft. Mit ihm verlassen tausende Regime-Gegner das Land.

Im Februar 1980 kommt Hamid Nowzari dann in Westberlin an. 40 Jahre ist das her. 40 Jahre war Nowzari nicht mehr in seiner alten Heimat. Heute ist Hamid Nowzari Geschäftsführer des Vereins iranischer Flüchtlinge in Berlin e.V und hilft Geflüchteten in Deutschland Fuss zu fassen.

Was macht der Iran-USA-Konflikt mit Iranern im Exil? Hat die gezielte Tötung des iranischen Generals Soleimani durch das US-Militär auch Auswirkungen auf Nowzaris Arbeit in Deutschland? Ein Gespräch.

watson: Wie ist es, wenn man vier Jahrzehnte nicht mehr in das Land kann, in dem man geboren wurde?

Hamid Nowzari: Das ist hart. Hart, zu wissen, dass ich mich nicht bewegen kann, wie ich möchte. Wäre ich zurückgekehrt, hätte ich alles aufgeben müssen: meine Meinung, meine politischen Aktivitäten – und das wollte und werde ich nicht.

Bild

«Kurzfristig hat Soleimanis Tod zu einem Schulterschluss geführt», sagt Hamid Nowzari Bild: Hamid Nowzar

Was ging Ihnen durch den Kopf, als Sie von der gezielten Tötung des iranischen Generals Soleimani durch das US-Militär gehört haben?

Genugtuung, offen gesagt. Ich empfand zunächst Freude darüber, dass ein Typ wie Soleimani weg ist. Er war der Chef einer der berüchtigsten Einheiten des Iran, der Quds-Brigaden. Sie wurden gegründet, um die Ideologie und Herrschaft des Mullah-Regimes zu verbreiten und die Feinde des Regimes im Land als auch ausserhalb des Landes zu eliminieren. Diese Einheit war in den letzten 30 Jahren verantwortlich für Terroranschläge im In- und Ausland. Daher habe ich immer gehofft, dass der Verantwortliche für diese Einheit zur Rechenschaft gezogen würde. Natürlich hätte ich mir gewünscht, dass das vor einem Gericht passiert.

Nach anfänglicher Freude kam dann aber die Ernüchterung.

Ja, das war natürlich eine völkerrechtswidrige Aktion. Fragen kamen auf: Wem nützt das jetzt? Kommt es zu Racheaktionen? Kommt es zum Krieg? Ich fürchtete, dass es vor allem dem Regime nützt. Und diese Befürchtungen haben sich schnell bewahrheitet. Die Kluft, die in den letzten Jahren zwischen Regime und Bevölkerung entstand, ist dadurch zunächst kleiner geworden. Noch vor einigen Wochen gab es Proteste im Iran, die blutig niedergeschlagen wurden. Darüber spricht jetzt niemand mehr. Der Tod Soleimanis hat das überlagert. Und das Regime nutzt den Tod, um diese Verbrechen zu verschleiern.

«Kurzfristig hat Soleimanis Tod zu einem Schulterschluss geführt. Aber langfristig funktioniert das auf keinen Fall. Dafür sind die Probleme im Land zu gross.»

Nach der Tötung Soleimanis gingen Bilder von trauernden Menschen und Protesten auf Irans Strassen um die Welt. Ist das die Mehrheit der Iraner oder Regime-Propaganda?

Es waren viele auf den Strassen, ja. Aber es war organisiert. Schulen, Fabriken, grosse Institutionen wurden aufgefordert zu schliessen, damit die Leute auf die Strassen kommen. Der Tod Soleimanis hat aber auch viele Iraner, die eigentlich zwischen den Fronten standen, in Richtung des Regimes rücken lassen. Aber dass das alles Anhänger des Regimes waren und sind, das bezweifle ich.

Wie würden Sie die Stimmung innerhalb der iranischen Community hier beschreiben?

Es gibt im Grunde drei Gruppen: Da sind Oppositionelle, die sich gefreut haben, die nicht um Soleimani trauern, sich aber die Frage stellen, ob es der richtige Zeitpunkt ist und ob die Aktion dem Regime in die Hände spielt. Die zweite Gruppe, die nicht so politisch ist, bedauert den Tod. In der dritten Gruppe, die mit dem Regime sympathisiert, wird auf die USA geschimpft und nach Vergeltung gerufen. Die sagen: «Lieber eine islamische Republik Iran als ein zerstückeltes Iran.»

In der Imam-Riza-Moschee in Berlin-Neukölln fand eine «Trauerzeremonie» für Soleimani statt. Wie finden Sie das?

Das machen Pro-Regime-Leute immer. Der Propaganda-Apparat des iranischen Regimes agiert sehr effektiv im Ausland. Sie sind im Grunde Teil des iranischen Regimes im Ausland und haben ihre Aufgaben zu erfüllen.

In Deutschland fokussiert sich die Kritik derzeit vor allem auf Donald Trump. Die Frage, welche Verantwortung das Regime in Iran für die Eskalation in der Region hat, wird kaum diskutiert.

Uns als Verein geht es um Meinungsfreiheit, um die Lage der Frauen und der zivilen Kräfte dort. Der Feind sind ja nicht die USA, sondern sitzt im Iran. Wir stellen bei unserer Arbeit immer die Menschenrechte in den Vordergrund. Das Regime im Iran versucht, das Land nach seinen frommen Vorstellungen zu formen: ohne Meinungsfreiheit, mit Zwangsverschleierung, Trauerfeiern und Hass auf der Strasse. Aber es gibt auch noch das andere Iran. Es gibt Widerstand von Frauen, Jugendlichen, Arbeitern und Arbeitslosen. Und Kulturschaffende, die ihre Werke im Untergrund präsentieren müssen. Das weiss das Regime auch. Die Rede von Ajatollah Khamenei am Mittwochmorgen fand ich deshalb besonders bemerkenswert.

Inwiefern?

Er sagte, ihn habe die Stimmung nach dem Tod Soleimanis besonders beeindruckt und an die Anfänge der Revolution von 79 erinnert, als politische oder religiöse Unterschiede in den Hintergrund gerückt sind und alle hinter dem Regime standen.

«Die Machthaber wissen genau, dass die Menschen noch vor wenigen Wochen auf der Strasse nicht ‹Die USA ist der Feind›, sondern ‹Das Regime ist der Feind› geschrien haben.»

Die Fundamentalisten wissen doch, dass das Spiel eigentlich aus ist. Die Machthaber versuchen, die Stimmung zu nutzen, um wieder eine islamische Einheit zu schaffen. Ich glaube nicht, dass ihnen das gelingt. Aber falls doch, dann gehen dem Land wieder einige Jahre verloren.

Hat der Konflikt auch Auswirkung auf Ihre Arbeit in der Flüchtlingshilfe in Deutschland?

Absolut. Es kommen viele Leute auf mich zu, die sich sorgen, die sich fragen, wie es weitergeht. Die Leute haben Angst, dass es wieder zum Krieg kommt und fühlen sich an die 1980er Jahre erinnert, an die Zeiten des Iran-Irak-Krieges. Viele sind noch immer traumatisiert.

Melden sich bei Ihnen auch Menschen aus dem Iran und fragen, für den Fall, dass es zu einem Krieg kommen sollte, wie sie aus dem Land kommen?

Auf jeden Fall. Mal abgesehen von der Möglichkeit eines Krieges, gibt es in den letzten Jahren ja bereits einen Trend. Gerade bei jungen, gut ausgebildeten, städtischen Leuten. Iran ist momentan dabei, seine Fachkräfte unfreiwillig zu exportieren, weil das Regime diese Menschen nicht integrieren kann. Die Leute suchen eine bessere Zukunft. Die Anfragen, wie man hier Fuss fassen kann oder wie man nach Europa kommt, nehmen zu.

Rechnen Sie damit, dass wieder mehr Menschen den Iran verlassen?

Ja, aber die Möglichkeiten sind sehr eingeschränkt. Ein Visum für europäische Länder zu bekommen, ist sehr schwer geworden. Aber die Zahl wird auf jeden Fall steigen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • PaLve! 13.01.2020 10:11
    Highlight Highlight Ich finde es ungeheuerlich das man mit antiimperialistischen, und somit auch antiamerikanischen, Ansichten als Mullah-Anhänger bezeichnet wird.

    Wer hat den Putsch gegen Mossageh unterstützt und somit Tür für diese Diktatur geöffnet?
    • Kruk 13.01.2020 17:55
      Highlight Highlight Das ist amerikanisch. Du bist mit uns oder gegen uns. Schon Bush meinte "Either you are with us, or you are with the terrorists."
      Es ist Verrückt, die kleinste Kritik an der amerikanischen Politik macht einem je nach Situation zu einem Freund Kim jong uns, den Taliban, den Mullahs, Maduros etc...
      Obwohl die Verantwortlichen für das Auftreten dieser Figuren oft in der amerikanischen Vergangenheit zu suchen ist.
  • Firefly 13.01.2020 08:35
    Highlight Highlight Das stimmt ja alles und das iranische Regime gehört verbannt (jedoch nicht von den USA sondern von der eigenen Bevölkerung). Ich frage mich nur, wieso man das Selbe nicht von den Saudis berichtet. Die Saudis sind das genau gleich regide Regime, wenn nicht noch regider, aber alle geschäften mit ihnen.

    Wieso?
    • Kruk 13.01.2020 15:00
      Highlight Highlight Weil sie Amerikas Schosshund sind, solange sie Folgen dürfen sie auch ihre Kinder Fressen.
      Als Verbündeter der USA darfst du auch einen Massenmord begehen, wenn die Opfer Gegner der US Politik sind bekommst du sogar die Waffen dazu geschenkt.
    • Firefly 13.01.2020 16:13
      Highlight Highlight @Kruk wieso sind die Saudis Amerikas Schosshund?
    • Kruk 13.01.2020 18:12
      Highlight Highlight Eigentlich wäre Tankwart der bessere Ausdruck.
      Aber Schosshund weil sie den amerikanischen Interessen folgen. diese Könige sind weniger dämlich als sie scheinen, sie wissen ganz genau, eine falsche Bewegung und die USA lassen uns fallen was entweder zu einem Putsch oder einem Krieg führt. Solange man seine Rohstoffe an die USA verkauft und mit dem Gewinn ihre Waffen kauft ist alles gut. War ja mit dem Iran auch so, während der Schah Zeit.

      Zudem haben die USA den Saudis geholfen die Infrastrultur zur Ölförderung zu bauen.
      https://www.zeit.de/2012/19/Saudi-Arabien-USA


  • rodolofo 13.01.2020 07:39
    Highlight Highlight Ja und Nein.
    Denn die "Trumpisti" der USA stehen dem (multikulturellen) Leben genauso feindselig gegenüber, wie die altersstarrsinnigen Mullah's des Iran.
    Obwohl sie einander bekämpfen, sind sie doch irgendwie gleich, als "von der Macht korrumpierte"...
    Vielleicht wären wir auch von der Macht korrumpiert, wenn wir an ihren Positionen wären.
    Denn wie kämen wir denn überhaupt da hin, wenn nicht über Korruption, Käuflichkeit und "einen Pakt mit dem Teufel", der bekanntlich die Welt regiert?
  • PrivatePyle 13.01.2020 06:11
    Highlight Highlight So ein Interview war längst überfällig.
    In den deutschsprachigen Medien sind solche Stimmen leider rar. Lieber lässt man die Kritiker der US-Politik zu Wort kommen.
    Dazu müsste man übrigens noch ergänzen, dass es fast so scheint als hätte das Regime die Gunst derjenigen, die in der Mitte stehen, mit dem peinlichen Abschuss des Fliegers schon wieder verspielt. Das legen die Proteste nahe, die in kurzer Zeit schon wieder aufzuflammen scheinen.
    Dazu würde ich gerne wieder einen LiveTicker aufgeschaltet sehen ;)

    • Dong 13.01.2020 09:34
      Highlight Highlight Die Mullahs sind im Iran extrem unbeliebt, die Amerikaner aber auch. Das wird hier so dargestellt, als gäbe es die zwei Pole, aber das geht komplett an der Realität vorbei.
      Bspw. Ahmedineschad seinerzeit hatte seinen Wahlkampf v.a. auf Polemik gegen die Mullahs aufgebaut, war trotzdem kein Freund des Westens.
  • WID 13.01.2020 05:40
    Highlight Highlight Interessanter Bericht welcher zeigt wo die wahren Feinde von Fortschritt und Menschenrechten sitzen: Bei den Religiösen. Leider kommt die USA im Bericht mit ihren dreckigen Spielchen viel zu gut weg.
  • Sir Lanzelot 13.01.2020 03:06
    Highlight Highlight Hat der Löpfe Ferien, oder sonst irgendwie etwas ausserordentlich grad bei euch?
    Egal was es ist, super Sache! Macht weiter so!
  • Staatsgebeutelter 13.01.2020 02:33
    Highlight Highlight Differenziert, objektiv und unvoreingenommen denken kann dieser Mensch nicht, er ist in einem Weltbild welches vor 40 Jahren bestand, gefangen.
  • Antinatalist 13.01.2020 01:08
    Highlight Highlight Nun ja, dass einem Exil-Iraner das Regime dort nicht gefällt, liegt auf der Hand.

    Der Exil-Amerikaner Snowden muss auch um sein Leben fürchten und kann nicht mehr in die USA. Er sagt auch, dass das Regime dort der Feind ist.

    Nur so zur Erinnerung. Weil nach drei Stunden alles immer wieder vergessen ist.
    • Adam Smith 13.01.2020 01:30
      Highlight Highlight @Antinatalist In den USA ist es ein Mensch, in Israel Hunderttausende. Die USA sind ein demokratisches Land, wo die Menschenrechte grösstenteils geachtet werden. Iran nicht. Aber klar man vergleicht ja gerne Äpfel mit Birnen, wenn man dafür gegen die USA schiessen darf.
    • Antinatalist 13.01.2020 05:18
      Highlight Highlight USA und Menschenrechte? Ähä...dream on!

      https://www.amnesty.ch/de/laender/amerikas/usa/dok/2014/bericht-isolationshaft

      https://www.humanrights.ch/de/service/laenderinfos/usa/

      https://www.zeit.de/politik/ausland/2018-06/un-menschenrechtsrat-vereinte-nationen-usa-austritt

      https://de.wikipedia.org/wiki/American_Service-Members%E2%80%99_Protection_Act

      Wovon träumst du sonst noch so? Dass Trump den Gefangenen auf Guantánamo und den von den Eltern getrennten mexikanischen Flüchtlingskindern jeweils ein nettes Guetnachtgschichtlich vorliest?!
    • The Destiny // Team Telegram 13.01.2020 06:17
      Highlight Highlight @Antinatalist, hätte nicht gedacht jemand anderes würde auch so argumentieren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • teXI 13.01.2020 01:01
    Highlight Highlight Genugtuung... die würde ich auch spüren, wenn ein Typ wie Trump usw. das gleiche widerfahren würde... Es spielt keine Rolle ob die "böse" Absichten hatten... Die haben die Amerikaner auch!! Trump oder die USA haben ganz klar zwei, also nein einige mehr aber in diesem Fall wurden die beiden gezielt ausgeschaltet... Da kann man noch lange solche dubiosen Interviews hervorzaubern ändert nichts daran das USA boykotiert, sanktioniert und der Typ mit dem Toupé vor einem Gericht gehört!
    • Adam Smith 13.01.2020 01:32
      Highlight Highlight Da sind sie wieder. Die dummen Antiamerika Kommentare. Merkt ihr eigentlich selber nicht, wie abartig blöd ihr euch anhört mit solchen Kommentaren, zumal es in diesem Artikel hauptsächlich um den Iran ging. Das grenzt schon fast an Volksverhetzung, was hier stattfindet.
    • The Destiny // Team Telegram 13.01.2020 06:15
      Highlight Highlight @Adam, merkst du eigentlich wie lächerlich du dich machst beim verteidigen des Jingoismus?
    • Peter R. 13.01.2020 08:32
      Highlight Highlight Ja klar - die Mullahs sind die "Heiligen". Ist schon erstaunlich wie in diesen Foren das Regime der Mullahs verherrlicht wird. Man sollte vielleicht mal eine Zeit lang dort leben, dann würde man sicher seine Meinung ändern.
    Weitere Antworten anzeigen
  • AdvocatusDiaboli 13.01.2020 00:31
    Highlight Highlight Ich bin richtig interessiert, um zu sehen wie die üblichen Ayatollah Verteidiger hier das verarbeiten, es passt radikal nicht in ihr Weltbild.

    Ich erwate dieser Artikel wird peinlich wenig Kommentare erhalten.
    • Antinatalist 13.01.2020 01:43
      Highlight Highlight Wie alt bist du denn? In diesem Interview wird nichts gesagt, was nicht schon seit 1980 bekannt ist. Das geht schon seit Dekaden so. Es ist der Nahe Osten und inzwischen hat man sich mehr oder weniger daran gewöhnt, dass es dort immer noch Widerstand gegen den amerikanischen und britischen Westen und Zerwürfnisse untereinander gibt. Wieviel besser ist der Irak heute als vor 20 Jahren?
      Wenn die Iraner etwas ändern wollen, müssen sie das selbst anpacken. Vielleicht tun sie's irgendwann, vielleicht auch nicht. So zu tun, als ob die Amerikaner die Guten sind, ist verfehlt. Historisch gut belegt...
      Benutzer Bild
    • AdvocatusDiaboli 13.01.2020 07:48
      Highlight Highlight @Antinatalist: Wie alt bist denn du? Was du da bringst hat nichts mit diesem Artikel oder dem Iran zu tun. Das ist schwachstes Whataboutism.

      Wenn du es aber so haben willst, hier noch eine Hiobsbotschaft für dich: Vietnam pflegt heute beste Beziehungen zu den USA und US-Amerikaner fühlen sich in Vietnam wohl und wilkommen. Stay mad.
    • Dong 13.01.2020 07:56
      Highlight Highlight Nur weil man gegen US-Interventionismus ist ist man noch lange nicht für die Ayatollahs! Es ist ja sogar so, dass die US-Sanktionen den iranischen Hardlinern in die Hände spielen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Domino 13.01.2020 00:02
    Highlight Highlight Ich habe selbst ein Jahr bei mir einen Perser in der WG aufgenommen. Er lehnte es ab Iraner genannt zu werden. Was in diesem Gebiet der Erde alles für Völker durch den Islam unterworfen, ausgerottet oder zur Flucht bewegt wurden ist echt schrecklich.
    • Antinatalist 13.01.2020 01:56
      Highlight Highlight Das Christentum hat sich natürlich nur mit Ruhm bekleckert, als sie ihre weltweiten Missionierunstätigkeiten ausübten. Da wurden alle ganz friedlich zum Christentum bekehrt und alle haben sie den weissen Europäern zugejubelt und auf Knien für's Vorbeibringen des Christentums gedankt.

      Es gibt auch Kosovaren, die sich als Illyrer bezeichnen. Oder Spanier als Katalanen. Und sogar Schweizer, die sich explizit als Eidgenossen betiteln. Die Schweiz gibt's nicht seit 1291, sondern seit 1848.

      Der Iran ist eine Nation. Genau wie die Schweiz. Es gibt keine schweizerische oder iranische Ethnie. ☝🏻
    • Domino 13.01.2020 03:28
      Highlight Highlight Slow down, iss ein Snickers. Du sprudelst ja richtig von Plattitüden...
    • AdiB 13.01.2020 07:07
      Highlight Highlight Domino nützt wieder die gelegenheit um gegen den islam zu bashen.
      Ja er woööte nicht irwner genannt werde, weil jq perser in der geschichte besser da stehen. Oder doch nicht? Perser haben doch zur blütezeit ganze völker ausgerottet.

    Weitere Antworten anzeigen
  • ostpol76 12.01.2020 22:54
    Highlight Highlight "In Deutschland fokussiert sich die Kritik derzeit vor allem auf Donald Trump...."

    War bei watson leider auch nichts anders. Schade hat man sich so gegen Trump eingeschossen, dass ab und zu die Objektivität auf der Strecke bleibt.
    • just sayin' 13.01.2020 09:52
      Highlight Highlight es ist aber erfreulich, dass die berichterstattung (besser spät als nie) ein wenig differenzierter geworden ist.
  • The Destiny // Team Telegram 12.01.2020 22:46
    Highlight Highlight Da hättet ihr gleich ein Interview mit Snowden machen können, der hätte auch gesagt die US Regierung sei das Problem und nicht China oder Russland.

    Schade.
    • The Destiny // Team Telegram 13.01.2020 06:06
      Highlight Highlight Anmerkung: Das Interview wäre über die USA gewesen, nicht den Iran
    • PrivatePyle 13.01.2020 06:21
      Highlight Highlight Und wo versteckt sich Snowden heute? In Russland!
      Einem autokratischen Staat, bei dem geheimdienstliche Überwachung zum Tagessgeschäft gehört.

      Das ist unglaubwürdig und lächerlich!
    • The Destiny // Team Telegram 13.01.2020 17:56
      Highlight Highlight @Pyle weder noch. Merkst du nicht wie schlimm es ist, dass er in solch einem Land unterkommen muss, weil er bei uns nicht beschützt werden könnte, vor den demokratischen und Menschenrechte achtendenden Überwachungsstaat USA?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Clife 12.01.2020 22:45
    Highlight Highlight Währenddessen auf der anderen Seite der Welt, in China, lässt man aber die politischen Systeme sein. Regierung hin oder her - man geht seit Jahrzehnten „nur“ auf die Golfstaaten und lässt das eigentliche Problem ausser Acht: China. Ich bin zwar ebenfalls der Meinung, dass auch in Iran Staat und Religion getrennt voneinander existieren sollte, aber dass insb. Europa die Geschichte in China (und die ist mithin wesentlich schlimmer als das, was in Iran passiert) zulässt, ist furchtbar. Hier verschiebt die ganze Welt lediglich das Problem auf...ich sage mal die kleineren.
    • Alju 13.01.2020 06:18
      Highlight Highlight Warst du schonmal in China? Verstehst du die dortige Mentalität? Ich empfehle dir, die Geschichte zur Entstehung von China etwas zu studieren.

      Ich finde vieles in China schlecht (Manieren, Toiletten, schlecht isolierte Gebäude, ), aber es geht den Leuten viel besser als früher!
      Sie geben ihre Daten lieber dem Staat als private Unternehmen.
    • AdiB 13.01.2020 07:09
      Highlight Highlight @alju, er bezieht sich auf die nicht vorhandenen menschenrechte und dem umgang mit anderen ethnien.
  • CalibriLight 12.01.2020 22:45
    Highlight Highlight Ich bin froh über dieses Interview, das in diesen "aufgehetzten Zeiten" eine besonnene Sprache spricht. Dass das Mullah-Regime weg muss, ist klar. Dass die Schergen des Schah-Regimes auch Schreckliches getan haben, ebenso. Tragisch ist, dass die Träume der vielen hoffnungsvollen Menschen damals nach dem Sturz des Schahs so enden mussten.
  • Royeti 12.01.2020 21:58
    Highlight Highlight Sehr aufschlussreiches Interview von Herrn Nowzari. Die jüdischen Exil-Iraner (weltweit sind das rund 0.5Mio - vornehmlich in Los Angeles, Israel und Europa) sind hier Verbündete im Geiste.

    Eine Rückkehr in unsere vormalige Heimat wird nicht von Trump verhindert, sondern vom Mullah Regime.

    Nicht Trump verhindert Fortschritt - das Mullah Regime tut dies!

    Immerhin hat meine Familie in Israel eine neue Heimat gefunden. Demokratisch, frei und fortschrittlich.

    Ob wir jemals in den Iran zurückkehren können? Ich glaube es ehrlich gesagt nicht...
    • weissauchnicht 13.01.2020 15:13
      Highlight Highlight Naja, „demokratisch, frei und fortschrittlich“ kommt in Palästina/Israel wohl auch sehr darauf an, auf welcher Seite der Mauer man lebt, und zu welchem Gott man betet...

      Und zu Trump: er verhindert tatsächlich keinen Fortschritt, er schafft ihn mit seiner zunehmend autokratischen und willkürlichen Führung im eigenen Land Stück für Stück ab...
  • Smeyers 12.01.2020 21:30
    Highlight Highlight Danke für das spannende und differenzierte Interview. Aber als Kritik: das hättet ihr vor Tagen bereits bringen sollen!
  • Eidg. dipl. Tütenbauer 12.01.2020 21:26
    Highlight Highlight Schon klar Trump will nur seine guten Dienste aufzwängen und alle Iraner glauben den Mullah's jeden Furz den sie rauslassen. Meine Güte wäre es doch nur so einfach, echt Hamid?
  • DemonCore 12.01.2020 21:00
    Highlight Highlight Das dürfte den Soleimani-Freunden und Antiamerikanern nicht gefallen. In ihrer einfachen Welt sind die Mullahs die Armen und die Amis die Bösen. Oh well...
    • felixJongleur 12.01.2020 22:32
      Highlight Highlight "Soleimani Freunden" , sonst gehts noch? Ist Ulrich Tilgner für Dich auch so einer? Schwarz - weiss, Freund - Feind, immer wieder gut diese Einteilung, vor allem zum ablenken.
    • Froggr 12.01.2020 23:17
      Highlight Highlight Felixjongleur: Vielleicht nicht Soleimani Freund, aber ganz sicher Trump Feind. Dabei spielen Fakten wie diese keine Rolle. Hauptsache Trump pöse.
    • Silent_Revolution 13.01.2020 00:03
      Highlight Highlight Oh und in der hochkomplexen Welt von euch Amis sind die Mullahs die Bösen und die Saudis die Guten. Aus Gründen.
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