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Auf einem Fernsehbild am 2. April 2003 berichtet der ZDF-Korrespondent Ulrich Tilgner aus Bagdad. Tilgner fuehlt sich nach eigenen Angaben in Bagdad noch relativ sicher und glaubt den Risikofaktor einschaetzen zu koennen. (KEYSTONE/AP PHOTO/ZDF) === EDITORIAL USE ONLY, MANDATORY CREDIT: AP/ZDF ===

«Unser Mann im Irak»: Tilgner hielt 2003 in Bagdad die Stellung, als die Raketen einschlugen. Bild: AP ZDF

Interview

Ulrich Tilgner: «Die Amerikaner schiessen im Nahen Osten gerade Eigentor um Eigentor»

Er hielt in Bagdad selbst die Stellung, als Raketen einschlugen: Der frühere TV-Starkorrespondent Ulrich Tilgner (71) sagt im grossen Interview, warum die nächtlichen Angriffe der Iraner erst Vorgeplänkel sind, wieso Trump im Irak die Felle davonschwimmen und wann der Iran tatsächlich angreifen wird.



Er weiss aus erster Hand, was Krieg wirklich bedeutet: Über 30 Jahre lang berichtete Ulrich Tilgner (71) aus dem Nahen Osten. Und erarbeitete sich nicht zuletzt mit geschichtsträchtigen Live-Einschaltungen aus Bagdad einen Kultstatus. Das Schweizer Fernsehen drehte sogar eine Doku über den einst wohl bekanntesten Korrespondenten im deutschsprachigen Raum. «Unser Mann im Irak», hiess der SRF-Film.

Ulrich Tilgner, SF DRS Korrespondent in Bagdad spricht in der Tagesschau, aufgenommen ab SF DRS am 18. Maerz 2003. (KEYSTONE/SFDRS/Walter Bieri)

2003 berichtete Tilgner über den US-Einmarsch im Irak. Bild: KEYSTONE

Diese Zeiten sind vorbei. Tilgner ist seit 2015 pensioniert und hat sich weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen, gibt nur selten Interviews.

In diesen Tagen findet der Deutsche kaum Ruhe, obschon er in den Weihnachtsferien im Piemont weilt. Es enerviert ihn, was wegen der Liquidierung des iranischen Generals Soleimani durch Donald Trump gerade passiert. Nicht zu knapp.

Herr Tilgner, Sie haben schon viele brenzlige Momente im Nahen Osten miterlebt. Haben Sie eine derart rasche Eskalation zwischen den USA und Iran für möglich gehalten?
Den Amerikanern und insbesondere Trump ist alles zuzutrauen. Bei Trump weiss man nie, was er will. Mal strebt er einen Deal mit dem Iran an, dann tötet er dessen Top-General. Eigentlich wollte der US-Präsident den Iran mit knallharten Sanktionen an den Verhandlungstisch zwingen. Mit der Liquidierung Soleimanis ist diese Option für lange Zeit vom Tisch. Man kann nicht Sanktionen einsetzen und gleichzeitig militärisch agieren. Das ist keine Strategie, sondern völlig töricht.

Die Iraner haben in der Nacht auf Mittwoch einen US-Stützpunkt angegriffen. Ist dies der Auftakt zu einer Angriffsserie?
Das ist bloss Vorgeplänkel. Ich rechne erst einmal mit einer Beruhigung der Lage. Nicht zufällig hat Trump den jüngsten Angriff heruntergespielt. Und es gibt kaum Bilder. Klar ist: Die Iraner versuchen in den US-Wahlkampf einzugreifen, um so Trump direkt zu treffen. Dies indem sie seine Kampagne mit Anschlägen torpedieren. Das passiert jetzt bereits. Ich rechne aber erst in den letzten acht bis zwölf Wochen vor den US-Wahlen mit ‹echten› Angriffen auf amerikanische Armeestützpunkte. Dann beginnt für beide Seiten die heisse Phase.

«Die Iraner werden versuchen, Trump direkt zu treffen.»

Was heisst «echte Angriffe»?
Das sind für mich Attacken, denen tatsächlich Dutzende Amerikaner zum Opfer fallen. Von den jüngsten Angriffen im Irak werden Sie bereits morgen nichts mehr lesen.

Pakistani Shiite Muslims burn representations of Israeli and U.S. flags during a rally in protest of the recent U.S. attack in Iraq that killed Iranian Gen. Qassem Soleimani, outside the U.S. Consulate in Lahore, Pakistan, Tuesday, Jan. 7, 2020. (AP Photo/K.M. Chaudary)

Die Wut gegen Amerika vereint derzeit die Iraner. Bild: AP

Wie werden die Iraner vorgehen?
Ich vermute, dass pro-iranische Milizen mit Raketen oder mit Selbstmordanschlägen einen der Dutzenden US-Stützpunkte im Nahen Osten und deren Truppenbewegungen wirkungsvoll angreifen. Aber weiterhin nur punktuell Rache verüben. US-Einrichtungen sind ein ‹weiches Ziel› und leicht zu attackieren. Vielleicht hat die Führung in Teheran aber auch grössere Pläne, etwa einen amerikanischen Spitzenpolitiker umzubringen.

«Trump schwimmen die Felle davon, weil ihn nicht mehr alle Generäle unterstützen.»

Was denken Sie grundsätzlich über das Vorgehen der USA?
Die Amerikaner schiessen im Nahen Osten gerade Eigentor um Eigentor. Die Lage ist äusserst gefährlich, die Kriegsgefahr steigt markant. Es ist realistisch, dass die US-Truppen bald aus dem Irak abziehen. Denn Generäle der Amerikaner wollen den Irak verlassen. Trump schwimmen langsam die Felle davon, weil er nicht mehr alle Militärs hinter sich hat. Dies zeigt das Verwirrspiel um den angeblich versehentlich veröffentlichten Brief über den US-Truppenabzug aus dem Irak. So was darf einer Weltmacht nicht passieren. Und zeigt auf: Die Tötung von Soleimani ist für Trump nach hinten losgegangen. Mit dem Angriff wollten die USA die Iraner aus dem Irak zurückdrängen. Jetzt müssen sie möglicherweise ihre Truppen zurückrufen.

Und was macht Trump, wenn die Iraner weiter angreifen?
Wenn die Iraner jetzt grossflächig Attacken verüben sollten, müsste Trump sofort zurückschlagen. Aber weder die USA noch der Iran wollen einen offenen Krieg. Das könnte Trump den ganzen Wahlkampf kaputt machen. Wenn schon, dann wird der US-Präsident kurz vor den Wahlen den Iran angreifen. Das könnte ihm unter Umständen die Wiederwahl sichern. Jetzt nicht.

Sie sagten, unter Trump sei den USA alles zuzutrauen. Wie würde ein Krieg gegen den Iran ablaufen?
Man darf den Iran nicht unterschätzen. Die Iraner haben sich in den vergangenen 20 Jahren auf einen asymmetrischen Krieg vorbereitet und werden kämpfen. Sie verfügen über tausende Raketen, die sie auf alle US-Ziele im Mittleren Osten nahezu gleichzeitig abfeuern könnten. Zuerst gäbe es eine massive Angriffswelle von beiden Seiten. Danach wohl ein Fronten-Krieg, der lange vor sich hinköcheln würde. Aber es wird nicht soweit kommen. Denn die iranische Führung würde einen Krieg politisch nicht überleben. Und die amerikanischen Militärs wissen, dass sie schwerste Verluste erleiden würden.

Aber war die Tötung Soleimanis nicht schon an sich eine Kriegserklärung der Amerikaner an den Iran?
General Soleimani befand sich zum Zeitpunkt der Attacke im Irak, also im Ausland. Das ist etwas anderes, als wenn ihn die USA im Iran getötet hätte. Das wäre aus meiner Sicht eine Kriegserklärung gewesen.

In this image made from a video, mourners gather to pay their respects to the slain Gen. Qassem Soleimani who was killed in a U.S. airstrike, in Kerman, Iran Tuesday, Jan. 7, 2020. (Iran Press via AP)

Hunderttausend trauern im Iran um den getöteten General Soleimani. Bild: AP

Im Iran sind in den letzten Tagen Hunderttausende durch die Strassen gezogen und trauern um den General. Hat sich das gespaltene Land durch die US-Attacke tatsächlich vereint?
Das iranische Regime ist nicht isoliert, wie viele Leute im Westen denken. Sondern hat einen grossen Rückhalt im Volk. Soleimani hatte Kultstatus. Der einfache Iraner fühlte sich zum General hingezogen, weil dieser die Amerikaner in der Region jahrelang auf Distanz gehalten hat. Mit bescheidenen Mitteln versuchte Soleimani im ganzen Nahen Osten, den USA Paroli zu bieten. Das hat den Leuten imponiert. Nach seinem Tod spricht sogar die Staatsführung um Ayatollah Khamenei und die Regierung von Hassan Rouhani eine ähnliche Sprache, während sie mittlerweile mit zwei Zungen sprechen. Soleimani hatte Anhänger weit über die Parteigrenzen hinaus. Das erklärt die grosse Mobilisierung der Massen.

US-Präsident George W. Bush war es, der 2003 den «Präventivkrieg» gegen Saddam Hussein startete und in den Irak einmarschierte. Sie waren damals selbst vor Ort. Nun droht den US-Truppen der Rauswurf. Was geht Ihnen da durch den Kopf?
Bush hat den Irak-Krieg mit Lügen begründet. Die USA wollten dem Irak mit militärischer Waffengewalt Demokratie aufzwingen. Die aktuelle Situation zeigt, dass die Amerikaner im Irak gescheitert sind. Der Sturz von Saddam Hussein hat indirekt dem Iran zu mehr Macht verholfen. Jetzt hinterlassen die Amerikaner im Irak ein totales Chaos. Gut möglich, dass jetzt der Bürgerkrieg wieder richtig aufflammt. Der Irak droht zum ‹failed state› (zu Deutsch: gescheiterter Staat) zu verkommen.

«Die USA wollten dem Irak Demokratie mit Waffengewalt aufzwingen. Und sind total gescheitert.»

A U.S. marine watches a statue of Saddam Hussein being toppled in Firdaus Square, in downtown Bagdhad in this April 9, 2003 photo. A car bomb  destroyed a hotel in central Baghdad on Wednesday night, March 17, 2004, behind Firdaus Square, killing at least 10 people according to Iraqi police and U.S. soldiers. (AP Photo/Jerome Delay)

2003 stürzten die USA Saddam Hussein. Bild: AP

Im Januar treffen am WEF in Davos Spitzenpolitiker aus den USA, Irak und dem Iran aufeinander. Gibt es da Gespräche?
Die grossen Konferenzen sind meist nur für die Kameras. Stille Diplomatie kann hingegen Erfolg bringen. Dank der Vermittlung durch den Oman haben sich die USA und der Iran zuletzt hinter den Kulissen angenähert. Das ist jetzt alles kaputt. Es braucht jetzt einen völlig neuen Vermittlungsansatz.

German Ulrich Tilgner, journalist and expert on the Middle East, speaks during the International Alpensymposium in Interlaken, Switzerland, Tuesday, January 10, 2017. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Tilgner ist seit 2015 pensioniert. Bild: KEYSTONE

Einen neuen Ansatz braucht Tilgner womöglich auch für seine nächste geplante Reise. Im Februar wollte er den Irak und Iran besuchen, um dort alte Freunde zu treffen. Tilgner wartet nun erstmal ab. Er hat keine Lust, ausgerechnet als Rentner in eine gefährliche Situation zu geraten. Dies nachdem er während seiner Journalistenkarriere von schweren Zwischenfällen verschont geblieben ist. «Man muss sich jeden Schritt zweimal überlegen»: Nach diesem Motto will er auch seine nächste Reise in den Nahen Osten gestalten.

US-Militärschlag gegen Iran-General

Iraner trauern um ihren General

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    Alle Leser-Kommentare
  • Erich Furrer 09.01.2020 09:05
    Highlight Highlight Ja was zeichnet denn diese sogenannten Nahostspezialisten wie Tilgner und Gysling denn aus? Dass sie jahrzehntelang für unsere linksorientieren Medien ihre antiamerikanischen Kommentare von sich geben konnten? Sind es die Fehleinschätzungen dieser "Spezialisten" wie auch in diesem Fall?
    Fakt ist, dass der Mann welcher konstant im Nahen Osten für unfrieden gesorgt hat liquidiert wurde mit einem präzisem Schlag. Wir sollten Trump dankbar sein.
    • Liselote Meier 09.01.2020 11:40
      Highlight Highlight Was für Fehleinschätzungen? Wo liegt er Falsch?

      Die Liquidierung von Heidrich im 2. WK hatte die SS noch mehr angestachelt. Du bist einfach ein Trump-Fanboy und bist nicht in der Lage andere Standpunkte einzunehmen.

      Der Interviewte kann es und kann dadurch plausible Einschätzungen erläutern.

      Und Linksorientierte Medien? Den Unterschied zwischen Liberal und Links ist dir auch Fremd. Wäre er ein Linker würde er von Imperialismus sprechen und die USA noch ziemlich anders beurteilen




    • Sandro Lightwood 09.01.2020 16:29
      Highlight Highlight Vielleicht, dass er Jahrelang sich in diesen Gebieten aufgehalten hat und mit Menschen von dort gesprochen hat? Dass sie diverse Netzwerke in diesen Regionen haben? Dass er dies alles noch unter Einsatz von Leib und Leben geleistet hat? Und dann kommst du... 🤷‍♂️
  • D10S 08.01.2020 20:08
    Highlight Highlight Tilgner ist einer der wenigen seit Scholl-Latour tot ist der noch richtig weiß wovon er redet.
  • KeineSchlafmützeBeimFahren 08.01.2020 17:54
    Highlight Highlight Sehr objektive Antworten mit interessanten Analysen.

    Hoffentlich wird Trump seine Position durch solch dumme Fehler noch mehr verschlimmern, damit er für die Mehrheit der US-Amerikaner nicht mehr wählbar ist. Nur so wird die Welt ihn schneller los.

    Und sobald ein (von Obama inspirierter) Demokrat an der Macht sein wird, wird die unnötige Isolation und Dämonisierung des Iran mehr oder minder enden. Denn nur so kann weiterer Krieg verhindert werden.

    Wie jeder Staat hat auch der Iran das Recht auf Atomenergie. Und entweder hat jedes Land Atombomben oder keines. Es gibt keinen anderen Weg.
  • pumpkin42 08.01.2020 17:44
    Highlight Highlight Ich hoffe für die Welt, dass es an vielen Orten so besonnene und weise Tilgners als Ratgeber gibt, und noch viel mehr, dass die Regierenden auf diese hören würden...
  • Sherlock_Holmes 08.01.2020 16:26
    Highlight Highlight Ich schätze Hintergrundberichte von Experten wie Ulrich Tilgner oder Erich Gysling sehr.

    Ob Kuba, Vietnam, Afghanistan, Iran oder Irak.
    Die US Aussenpolitik ist seit dem 2. Weltkrieg von katastrophalen Fehleinschätzungen und Menschenrechtsverletzungen geprägt. Leider!

    Wobei dies bei weitem nicht nur für die USA gilt.

    «Der Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln.» Carl von Clausewitz

    Selten war und ist Krieg erfolgreich, wobei die grösste Herausforderung nicht im Beginn, sondern in der Beendigung liegt.

    Von beidem hat Trump nicht den blassesten Schimmer!

    • Frogface 09.01.2020 07:53
      Highlight Highlight Zitat aus der Schlüsselszene der Serie "Das Boot": Im Krieg gewinnt nur eine Partei - die Waffenindustrie.
  • B-Arche 08.01.2020 16:20
    Highlight Highlight Trump sorgt dafür dass überall dort Putin die Macht übernimmt. Seit dem ersten Tag seiner Präsidentschaft hat er fast ausschliesslich Dinge getan die geopolitisch Putin nutzen.
    Trump will ja auch Europa unter die Fittiche Putins geben nur sein ganz böses Parlament mag da nicht mitmachen.
    • KeineSchlafmützeBeimFahren 08.01.2020 17:56
      Highlight Highlight Na ja, dieser Kommentar ist ziemlich anti-putinistisch. Dass Europa (dazu gehört auch Russland) bei solchen Konflikten zusammenspannt (wie gestern zwischen Putin und Merkel) ist nur mehr als logisch. Regionaler Dialog ist und bleibt das A und O.
    • Fisherman 10.01.2020 00:44
      Highlight Highlight @KeineSchlafmützeBeimFahren:
      B-Arche hat recht. Alles was Trump bisher getan hat, nutzte dem russischen Troll.
  • Musikuss 08.01.2020 16:15
    Highlight Highlight Tilgner hat den IS vergessen, der jetzt wieder erstarken wird. Das ist das Werk des Trumps...
    • KeineSchlafmützeBeimFahren 08.01.2020 17:58
      Highlight Highlight Wieso soll der IS (DAESH) erstarken? Der DAESH ist salafistisch (sunnitisch), während der Iran schiitisch ist. Sie sind bittere Feinde, könnten sich aber theoretisch durch den gemeinsamen Feind USA zusammentun, aber das ist eher unwahrscheinlich.

      Und die aktuelle Lage bedeutet nicht automatisch den Rückzug der irakischen Armee aus den (wiedergewonnen) ehemaligen DAESH-Gebieten.
  • α Virginis 08.01.2020 15:15
    Highlight Highlight Sehr gute und scharfsinnige Analyse der Situation im Iran von Ulrich Tilgner.
    Trump hat ein brennendes Streichholz in ein Benzifass geworfen, mal sehen, wie es dem "Zäuselbub" um die Ohren fliegt.
    Leider werden auch viele betroffen, die absolut gegen Trumps "Politik" sind. Naja, als Politiker kann ich ihn nicht wirklich sehen, eher als Schulhofschläger.
    Ich frage mich nur, wann dieser Idiot endlich von der Bühne ist, oder ob er es schafft, die Welt ins Mittelalter zu katapultieren, bevor er anicht mehr gewählt werden kann. Wobei... Vielleicht ändert er ja noch die US-Verfassung???
  • Chrigi-B 08.01.2020 15:05
    Highlight Highlight Trump hat gerade den populärsten iranischen General pulverisiert und dem iranischen Regime klar gemacht, dass er keine Angst hat, gegen hohe Tiere vorzugehen. Als Reaktion werden 15 Raketen gestartet, wovon nur 11 ankommen und keinen US Soldaten verletzt haben.


    Ähm, seine Taktik geht auf in meinen Augen. Der Iran zittert vor der wütenden Orange. Das 1. Mal in etwa 30 Jahren, wo ein US Präsident klare Linien zieht und den religiösen Eiferern in Theran die Stirn bietet.....
    • swisskiss 08.01.2020 16:49
      Highlight Highlight Chrigi-B: Ich wiss ja nicht, wie dein Zittern aussieht, aber so richtig Furcht erkenne ich bei der iranischen Führung nicht wirklich. Im Gegenteil hat Donald Haudrauf gerade den Kampf gegen den IS in die Tonne getreten und gefährdet die Basen im Nahen Osten. Und was hat er sonst mit diesem sinnlosen Angriff erreicht? Das seine Anhängerschaft jubelt und nach Krieg gegen die bösen Mullahs ruft? Moll, genau die Gruppe von Menschen, die jedem Deppen hinterherläuft, solange laut genug gebrüllt wird. Aber die gabs auch vor dem Irakkrieg. Dummheit ist auch die Unfähigkeit aus Fehlern zu lernen.
    • Varanasi 08.01.2020 16:50
      Highlight Highlight Denkst du wirklich die Iraner hätten nicht anders zuschlagen können? Sie haben ja sogar im Irak Bescheid gegeben.
      Aber klar, die zittern vor Donald Trump....

      Wenn Mullahs vernünftiger scheinen als ein US Präsident läuft auf jeden Fall einiges schräg.
    • The_real_Zippy 08.01.2020 18:13
      Highlight Highlight Chrigi-B
      Du machst denselben Fehler wie alle Trumpfans, ihr unterschätzt den Iran massiv...
    Weitere Antworten anzeigen
  • laertes 08.01.2020 14:54
    Highlight Highlight Die Amerikaner schiessen schon Eigentor um Eigentor. TrueThat.
    Trump allerdings macht aber weiterhin sein Ding und wird die Wiederwahl so gewinnen.

    Schliesslich ist das (s)eine alte Idee:

    https://twitter.com/realdonaldtrump/status/141604554855825408?lang=en

    https://twitter.com/realDonaldTrump/status/255784560904773633

    https://twitter.com/realdonaldtrump/status/260421157201784832?s=21
  • insert_brain_here 08.01.2020 14:33
    Highlight Highlight Dummerweise läuft die ganze "Trump schwimmen im Irak die Felle davon"-Argumentation am Ziel vorbei. Trump interessiert es nicht, ob der Irak im Bürgerkrieg versinkt, es geht im am Arsch vorbei, wieviele US-Soldaten sterben werden, die hunderttausenden iranischen und irakischen Zivilisten die im Bomben- und Raketenhagel draufgehen werden erst recht. Trump will sich die Taschen füllen und weil er das so lange wie möglich machen will die Wiederwahl. Der würde nicht zögern den ganzen Nahen Osten in verstrahltes Niemandsland zu verwandeln, sollte ihm jemand 2% mehr Wähleranteil prognoszieren.
    • Froggr 08.01.2020 16:19
      Highlight Highlight So wie es damals auch Obama einen scheiss interessiert hat.
    • B-Arche 08.01.2020 16:22
      Highlight Highlight Er braucht wie Netanjahu die Immunität. Werden sie nicht wiedergewählt kommt der Staatsanwalt.
      Dies lässt sie alles tun um mit Gewalt die Wahl doch noch zu gewinnen.
    • SUF 08.01.2020 19:35
      Highlight Highlight Ich gebe dir mit allem recht, ausser das Trump mMn vor allem sich ein Denkmal in den Geschichtsbüchern errichten will.
      Er als derjenige, der das Land geprägt hat, sodass man sich noch in 100 Jahren an ihn erinnern wird.
      Nun, er ist auf bestem Weg, sein Ziel zu erreichen, wohl aber nicht in bestem Sinn....
  • Max Dick 08.01.2020 13:42
    Highlight Highlight Zu Tilgners Spekulationen betr. Krieg im Kontext mit der Wiederwahl: Ich zweifle nicht gross an Trumps moralischer Bereitschaft, für seine Wiederwahl einen Krieg zu beginnen. Nur weiss er nicht, ob ihm dies eher nützt oder schadet. Wird also davon abhängen, ob er in den Themen und Umfragen kurz vor der Wahl in der Offensive oder Defensive ist.
    Zu den Mullahs: Dass die Trump hassen, ist klar. Aber ob sie ihre Macht aufs Spiel setzen, nur um ihm VIELLEICHT eins auszuwischen? Denke nicht. Zudem handeln sie rationell und fragen sich, ob ihnen Trump oder der Demokrat X mehr nützt/schaden wird.
    • FrancoL 08.01.2020 14:27
      Highlight Highlight Das Auftreten der Trump-Administration ist wohl kaum die bessere Ausgangslage gegenüber einer Administration mit neuem demokratischen Präsidenten.
      Darum wohl auch der Text der Mullahs, die Trump direkt angreifen und sagen, dass sie mit dem amerikanischen Volk keine Probleme haben.
      Zusammengezählt wäre wohl dem Mullahs ein neuer Präsident sicherlich mehr als nur willkommen.
    • Max Dick 08.01.2020 15:25
      Highlight Highlight Trump hat den Mullahs auch schon diverse Bärendienste erwiesen, z.B. mit dem Rückzug aus Syrien sowie dem Mangel an diplomatischem Geschick, internationale Qualitionen zu schmieden.

      Wie die Aussenpolitik eines neuen Präsidenten aussehen wird, ist natürlich stückweit Kristallkugellesen. Aber von den Top-Vier der Demokraten lässt sich sagen, dass vorallem Buttigieg, aber auch Biden die US-Präsenz im Nahen Osten wieder stärken wollen. Und bei beiden ist anzunehmen, dass sie eine Neustrukturierung der Aussenpolitik professioneller angehen als Trump. Das liegt kaum im Interesse der Mullahs.
    • insert_brain_here 08.01.2020 15:28
      Highlight Highlight Wäre überhaupt jemandem ein neuer Präsident nicht willkommen? Abgesehen von ein paar bildungsfernen Rassisten und denjenigen, die noch kurz vor dem Drohnenangriff aufgrund einer "spontanen Eingebung" Aktien von Lockheed Martin gekauft haben?
    Weitere Antworten anzeigen
  • thzw 08.01.2020 13:39
    Highlight Highlight Auf so ein Interview habe ich gewartet! Ich habe mir geschworen, nichts über diese leidige Sache zu lesen bis nicht irgendwer Ulrich Tilgner nach seiner Meinung gefragt hat. Und ta-da! Ihr habts getan.
  • Statler 08.01.2020 13:33
    Highlight Highlight Ich vermisse Tilgner und seine klaren Einschätzungen sehr.
    • Trollgeflüster 08.01.2020 13:49
      Highlight Highlight Tilgner ist die Kompetenz in Person!! Sehr Vertrauenswürdig!
  • Hasek 08.01.2020 13:22
    Highlight Highlight Tilgner ist eine beeindruckende Persönlichkeit mit profunden Kenntnissen. Schade ist er pensioniert... würde auch sofort unseren unfähigen Aussenminister frühpensionieren und seine Dossiers Tilgner übergeben... Ulli for Bundesrat!
  • Ranzelpanzel 08.01.2020 12:33
    Highlight Highlight Der Angriff auf den Iran (auf irakischem Boden) war keine Idee von Trump, da liegen Sie falsch. Die US-Machtelite will ihre Vorherrschaft sichern, insbesondere über die Bodenschätze fremder Staaten. Iran, Irak, (Afghanistan), Jemen und Venezuela. Das sind die Länder mit den grössten Erdölvorkommen.
    • B-Arche 08.01.2020 16:25
      Highlight Highlight Sie verhalten sich wie ein Mitglied einer Sekte in der selbstverständlich der Sektenführer unfehlbar ist und *immer* andere Schuld sein müssen wenn gegen ihn ermittelt wird.

      Daher auch der QAnon-Blödsinn und die NLP-Anfängerübung den Begriff "deep State" zu erfinden und den auch wirklich unter das Volk zu bringen. Erschreckend wie sehr es "tiefer Staat" mittlerweile sogar in meinem Freundeskreis als Begriff gebracht hat und an ihn geglaubt wird.



    • Ranzelpanzel 08.01.2020 20:57
      Highlight Highlight Schreiben Sie doch wie Sie die Lage einschätzen und nicht was Sie von mir halten.
  • Hades69 08.01.2020 12:32
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
  • Ranzelpanzel 08.01.2020 12:29
    Highlight Highlight „Die USA wollen dem Iran mit Waffengewalt die Demokratie aufzwingen.“ Was ist das den für eine USA-verherrlichende Aussage. Die USA kümmern sich einem Dreck um die Demokratie. Ihre engsten Verbündeten sind die Saudischen Könige und sie selbst haben keine funktionierende Demokratie. Im Iran haben sie sogar (öffentlich mehrmals durch die USA bestätigt) die Demokratie geputscht, da diese das Iranische Öl verstaatlicht haben. USA wollen den Besitz anderer, egal mit welchem Kollateralschaden!
  • Ramsey16 08.01.2020 12:26
    Highlight Highlight Unverständlich, wie Tilgner die kaltblütige Elimination eines Generals auf diplomatischer Mission verharmlost. Allein dies würde im umgekehrten Fall für die USA mit Sicherheit die Kriegserklärung zur Folge haben.
    • Herren 08.01.2020 13:09
      Highlight Highlight Ich verurteile die Tötung von Soleimani, aber auf einer diplomatischen Mission war der Chef der Kuds-Brigaden mit Sicherheit nicht. Er hat den USA mit seinen Nadelstichen schon weh getan. Deswegen wollte das Pentagon auch etwas gegen ihn unternehmen. Dass Trump dann die übelste aller Varianten wählte, wurde zur Mutter aller üblen Fehler im Nahen Osten der letzten Jahre.
    • felixJongleur 08.01.2020 13:15
      Highlight Highlight Ich kann im Interview keine Verharmlosung finden? Er stellt einfach klar dass es nochmals eine andere Dimension darstellt, ob der Angriff wie hier in einem Drittstaat oder beim Gegner direkt stattgefunden hat.
    • Mutzli 08.01.2020 16:00
      Highlight Highlight @Herren
      "Ich verurteile die Tötung von Soleimani, aber auf einer diplomatischen Mission war der Chef der Kuds-Brigaden mit Sicherheit nicht"

      -Gemäss den off. Infos war er NUR wegen einer diplomatischen Mission zu diesem Zeitpunkt dort:"The Iraqi prime minister revealed he had been due to meet Soleimani on Friday [...]

      "I was scheduled to meet martyr Soleimani at 08:30 in the morning," the prime minister said on Sunday.

      [...]he was set to deliver a response from Iranians to a Saudi message" Quelle BBC: https://bbc.in/37XfOLx

      K.A. was sonst noch in seiner Agenda war, aber der Hauptgrund...
    Weitere Antworten anzeigen
  • FrancoL 08.01.2020 12:26
    Highlight Highlight Ein sehr guter Interview, klare Worte zur Situation, klare Kritik an den USA ohne dabei den Iran in den Himmel zu loben. Das wird den Ami(Trump)-Fan-Boys nicht passen, aber es gibt nicht viele Argumente die gegen Tilgner sprechen.
    • Max Dick 08.01.2020 13:07
      Highlight Highlight Haben Sie nicht erst gestern gepredigt, dass es hier gar nicht um Trump gehe und ich der einzige bin, der von Trump spricht? :D
    • FrancoL 08.01.2020 14:17
      Highlight Highlight @Max Dick, einfach lesen ich beziehe mich auf Tilgen und seine Aussage bezüglich den Handlungen der Trump-Administration und erwähne dass dies den Trump-Fan-Boys nicht in Bild passen wird.

      GESTERN sprachen wir über Menschenrechte und diese sind nun mal mit oder ohne Trump die gleichen Menschenrechte.

      Also machen Sie doch bitte den richtigen Link in Ihrem Hirn. Das Verhalten der Trumpadministration ist das eine, das Hochhalten der Menschenrechte ist das andere. Und wenn man sich Sorgen macht über das Verhalten der Amis ist man nicht ein IRAN-Lober.

      Angekommen?
    • Froggr 08.01.2020 16:24
      Highlight Highlight FrancoL: hör mir doch auf😅 es geht dir und auch vielen anderen hier um Trump und sonst nichts. Glücklicherweise ist dies ein Watson-Phänomen. Die Stimmung in den USA ist tatsächlich anti Iranischer geworden. Sicherlich nicht „anti Trumpischer“.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wendy Testaburger 08.01.2020 12:21
    Highlight Highlight Was sind schon ein paar Menschenleben wenn man wiedergewählt werden will🤷‍♀️
    • moedesty 08.01.2020 13:21
      Highlight Highlight noch schlimmer wird es, wenn man sich überlegt, wieso er wiedergewählt würde. Kranke Welt.
    • Trump's verschwiegener Sohn 08.01.2020 13:38
      Highlight Highlight Wenn man sieht, wie das in den USA alles dominierende corporate america die eigene Bevölkerung als Kanonenfutter für noch mehr Profit verballert auf alle erdenklichen Arten und Weisen, wäre es sehr illusorisch, zu glauben, dass ausländisches Menschenleben mehr gewertet wird.
      Dieser Teil der USA geringschätzt Menschenleben grundsätzlich.
  • Typu 08.01.2020 12:20
    Highlight Highlight Ein offener Krieg würde den Iran ruinieren, auf Jahrzehnte. Das werden sie kaum riskieren. Die Politik würde das nicht überleben. Somit denke ich, dass es bei Geplänkel bleiben wird. Sollten aber US Soldaten sterben, nimmt man Trump jegliche Optionen weg und er müsste wohl reagieren. Iran miss es wohl schlucken.
    • Bruuslii 08.01.2020 13:22
      Highlight Highlight trump hat sich selbst die optionen genommen und kann nun nur noch reagieren.

      es ist eine (moderne) binsenweisheit, dass unterlegene gegner, die auf rache aus sind, sich früher oder später einfachere ziele auswählen, wie die zivilbevölkerung und terror-/guerilia-methoden anwenden werden.

      weshalb der iran auf rache aus ist, ist ja klar. man muss nur 1+1 zusammenzählen.

      die usa scheint diese einfache berechnung vorgängig versäumt zu haben (also vordergründig).
  • ChiliForever 08.01.2020 12:18
    Highlight Highlight "Die Amerikaner schiessen im Nahen Osten gerade Eigentor um Eigentor."

    Nur im Nahen Osten? Da würde ich ja "Naher Osten" mal mit "Weltweit" ersetzen. Und das Eigentor schießen sie ja auch nicht jetzt gerade sondern haben sie schon mit Trump an sich geschossen.

    Da können sich übrigens die Briten auch schon mal ansehen, wie das so läuft, wenn man nur noch sein eigenes Ding macht.
    • Luukituuki 08.01.2020 15:32
      Highlight Highlight Du kannts ja die Briten keinesfalls mit den USA vergleichen.

      Das ist zu stark verallgemeinert wie auch etwas vorurteilbelastet. Das wenn man seinen eigenen Weg geht kann auch gut enden. Da sehe ich die Schweiz als Beispiel.

      Zuerts sollte man sich mal selbst überlegen was man mit seinen Gedanken sagen will, bevor man etwas schreibt und unabsichtlich etwas falsches ausdrücken könnte.

      Und vergleich niemanden mit Trump denn Trump, finde ich, kann man mit nichts und niemanden vergleichen.
    • Froggr 08.01.2020 16:25
      Highlight Highlight Die Briten sind aus der EU ausgetreten (bzw. werden). Sonst nichts. Akzeptiere es. Sie werden nicht die letzten sein.
    • TWilli 08.01.2020 18:45
      Highlight Highlight Das mit den weltweiten Eigentoren stimmt. Aber die meisten schiessen sie immer noch zu Hause. Die immer weiter fortschreitende Spaltung innerhalb der Gesellschaft wird noch zu sehr grossen Problemen führen.
  • tripod 08.01.2020 12:14
    Highlight Highlight Neben Michael Lüders ist Ulrich Tilgner einer der wenigen ernstzunehmenden Analysten für den Nahen und Mittleren Osten. Danke 🙏🏻
    • DK81 08.01.2020 12:50
      Highlight Highlight Würde Peter Scholl-Latour noch in Liste aufnehmen.
    • tripod 08.01.2020 13:09
      Highlight Highlight @DK81: Definitiv!
    • Herren 08.01.2020 13:10
      Highlight Highlight Und Jared Kushner, apparently ... 🙈
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kev9.3/4 08.01.2020 12:11
    Highlight Highlight Gutes Interview mit jemandem der vermutlich weiss wovon er redet. Wenn man die aktuellen Handlungen nur in politisch motivierten Artikeln/Tweets liest, ist es schwierig als Normalo wie ich die Lage richtig einschätzen zu können. Herr Tilgner bringt etwas Hintergrundwissen und Licht in die Angelegenheit. Danke dafür. Hoffen wir, dass sich die Lage beruhigt
  • John Henry Eden 08.01.2020 12:11
    Highlight Highlight Mit einigen gezielten US-Bombardements ist der Iran auch physisch wieder in der Steinzeit. Geistig ist er es seit der Revolution bereits.

    Die Mullahs haben einiges mehr zu verlieren als Trump. Zudem ist das saudische Königshaus bereit, jeden Militärschlag der Amerikaner zu bezahlen. Auch die Emirate stören sich am Regime in Teheran und deren Kriegskassen sind ebenfalls voll.

    Der Iran hat nur einen klitzekleinen Handlungsspielraum. Wird der übertreten, sind die Mullahs Geschichte.
    • Shabaqa 08.01.2020 12:34
      Highlight Highlight Da die Steinzeit bekanntlich die Blütezeit islamischer Theokratien war, ist das ein sehr gelungener Vergleich.
    • Domimar 08.01.2020 12:51
      Highlight Highlight @John Ja genau, weil wir inzwischen wissen, wie schnell asymmetrische Kriege gewonnen werden können. Alles klein Problem und schnell vom Tisch. Ganz besonders, wenn man sieht, wie gut die "gezielten Bombardements" in Wirklichkeit sind und wie viel "Kollateralschaden" es dabei gibt. Das hilft sicher dabei, das Volk gegen das Regime aufzubringen und den Krieg weiter zu verkürzen. (Ironie gefunden?)
    • LU90 08.01.2020 13:19
      Highlight Highlight Shabaqa: Die Steinzeit endete vor ca. 4500-4000 Jahren. Da gab es den Islam weder das Christentum ;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • R. Klärer 08.01.2020 12:09
    Highlight Highlight Vielen Dank für dieses höchst informative Interview. Es ist immer wieder aufschlussreich, die Analysen von Herrn Tilgner zu lesen.
    Was ich nicht ganz verstehe: In Zusammenhang mit der Frage danach, wie geeint das iranische Volk hinter der Führung stehe, wird selten bis nie auf die Massenproteste gegen das Regime vom November verwiesen. Laut Reuters und Amnesty International wurden diese blutig niedergeschlagen (hunderte von Toten). Mir scheint das doch einigermassen relevant zu sein, thematisiert wird es jedoch kaum.
    • SemperFi 08.01.2020 12:42
      Highlight Highlight Möglicherweise ist es wie so oft: ein gemeinsamer, äusserer Gegner schweisst Machthaber und Opposition (vorübergehend) zusammen.
    • herrkern (1) 08.01.2020 13:56
      Highlight Highlight Es ist eher der Stadt-/Land Konflikt. Teheran ist modern und Aufgeklärt, in der Neuzeit. Die Landbevölkerung ist eher konservativ, und glaubt, was das Regime erzählt.
    • FaLa02 08.01.2020 14:05
      Highlight Highlight Vielleicht hat das stabile Genie in seiner ebenso stabilen, unberechenbaren Dummheit, genau diesen Prozess,der jungen Iraner und Iranerinnen, welche sich sehr wohl gegen ihr religiös geleitetes Regime auflehnen und Reformen fordern, für längere Zeit abgemurkst...........
  • Scaros_2 08.01.2020 12:08
    Highlight Highlight Die Amerikaner schiessen im Nahen Osten gerade Eigentor um Eigentor

    Also das ist ja wirklich nichts, das einem verwundern sollte bei einem Präsident wie Trump. Seine MA weisen ja ähnliche Qualitäten auf.

    Aber der Schaden wiederum ist nachhaltig für den Westen.
  • Vecchia 08.01.2020 12:03
    Highlight Highlight Danke für dieses Interview!

    Fundiertes Wissen von erfahrenen Nahostexperten ist so wichtig in Zeiten, wo wahnsinnige Staatsoberhäupter, Fake News und schwache EU-Regierungen herrschen.
  • KOHL 08.01.2020 11:48
    Highlight Highlight Habe Tilgner einmal an einem Vortrag über die politische Grosslage im Nahen Osten live erlebt... Selten so einen besonnenen, intelligenten und ausdrucksstarken Menschen getroffen.
    • felixJongleur 08.01.2020 12:51
      Highlight Highlight Ging mir genau gleich als ich ihn live sah. War hochspannend. Freue mich sehr dass er sich für ein Interview zur Verfügung stellte.

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