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Erneute Proteste gegen das Mullah-Regime in Iran



Im Iran ist es am Samstag in mehreren Städten den fünften Tag zu Protesten gegen die Führung gekommen. Hunderte Demonstranten versammelten sich staatlichen iranischen Nachrichtenagenturen und den Sozialen Medien zufolge in Teheran, Schiras, Karadsch und Ghom.

Die Menschen protestierten gegen gestiegene Lebenshaltungskosten. Die hohe Inflation geht auch auf den Verfall der Landeswährung Rial wegen der angedrohten US-Sanktionen zurück, die von Dienstag an wieder gelten sollen. Die Kundgebungen schlugen aber auch in Proteste gegen Korruption und gegen die Regierung um.

Die USA hatten im Mai das 2015 geschlossene Atomabkommen mit dem Iran einseitig gekündigt und neue Sanktionen angedroht. Dadurch könnte der als gemässigt geltende Präsident Hassan Ruhani zunehmend unter Druck geraten. Er hatte das Abkommen mit den USA, Russland, China, Grossbritannien, Frankreich und Deutschland ausgehandelt und versprochen, durch ein Ende der Sanktionen würden die Wirtschaft belebt und der Lebensstandard der Bevölkerung verbessert. Doch die Iraner verlieren die Geduld.

Mullahs unter Druck

Im Internet waren Videos zu sehen, die eine starke Polizeipräsenz im westlich der Hauptstadt Teheran gelegenen Karadsch zeigten. Auf andere Aufnahmen waren Dutzende Demonstranten in Teheran zu sehen, die «Tod dem Diktator» skandierten und sich gegen das staatliche und geistliche Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei wandten. Die Echtheit der Bilder war nicht zu überprüfen.

Dieser Tweet zeigt Polizisten im Einsatz. 

Am Freitag hatte die Polizei rund 500 Demonstranten auseinandergetrieben, die in Eschtehard, rund 100 Kilometer westlich von Teheran, gegen die Regierung protestiert hatten. Einige Demonstranten hätten Steine und Backsteine geworfen und ein Seminargebäude der schiitischen Geistlichen beschädigt, meldete die Nachrichtenagentur Fars. (sda/reu)

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7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • El Vals del Obrero 05.08.2018 13:38
    Highlight Highlight Ganz so einfach ("gegen die Mullahs") ist es nicht.

    Viele protestieren eher wegen der wirtschaftlichen Situation. Und da wird es für die Mullahs sicher einfach sein, die Schuld auf die relativ liberale Rohani-Regierung zu schieben.

    Um Ende werden die Mullahs so eher gestärkt. Zumal sie jetzt sagen können "Wir haben immer gesagt, dass man dem Westen nicht trauen kann" und Trump das bestätigte (der, gleich wie die Mullahs, von Eskalationen und Verhärtung profitiert).
  • Klaus07 05.08.2018 13:27
    Highlight Highlight Iran hat 49 Millionen Einwohner und ca. 500 Personen haben demonstriert. Wow was für eine Volksmacht.
  • manhunt 05.08.2018 11:59
    Highlight Highlight wenn eine minderheit über die mehrheit bestimmt...
  • Sebastian Wendelspiess 05.08.2018 11:20
    Highlight Highlight Hunderte? Naja nicht herade viel. Der Kampf Trumps gegen den Iran wird also von den Medien unterstützt... interessant.
    • Blutgrätscher 05.08.2018 12:49
      Highlight Highlight Geh doch mal bitte kurz selber in den Iran protestieren und erzähl mir wie sicher du dich dabei fühlst.

      Wenn nur wenige in einem autokratischen Regime ihr Recht auf Demonstration ausüben bedeutet dies nicht automatisch, dass nur wenige unzufrieden sind.
  • Posersalami 05.08.2018 11:01
    Highlight Highlight Unfassbar schlechter Artikel. Wenn man den Artikel liest könnte man glauben, das wäre jetzt etwas neues und es ginge nur um den Kampf gegen das Regime.

    Der grösste Streitpunkt in Iran zur Zeit ist der krasse Wassermangel. Die Demonstrationen ziehen sich jetzt schon seit Monaten und sind in diesem Kontext zu sehen. Man hat etwas gegen die Militäreinsätze in Syrien und Geld für die Rüstung, während die Wasserversorgung verrottet.

    https://www.proplanta.de/Agrar-Nachrichten/Umwelt/Schlimmste-Wasserkrise-im-Iran-seit-50-Jahren_article1521789400.html
  • rodolofo 05.08.2018 10:44
    Highlight Highlight Dumm ist jetzt nur, dass die bedrängten Mullah's versuchen werden, den Widerstand der Zivilgesellschaft als "vom US-Amerikanischen Satan gesteuert" zu diskreditieren.
    Wäre der Atom-Deal noch intakt, wäre es für die Hardliner im Iran wesentlich schwieriger, diesen Widerstand in die Nähe des Verrats zu rücken.
    Trump hat für einen Kriegs-Zustand gesorgt, was den Extremisten auf beiden Seiten in die Hände spielt.
    Es ist die x'te Wiederholung eines immer nach dem gleichen Eskalation-Schema ablaufenden "Spiels" mit dem Leben von Millionen von Menschen...

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