DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Das Tote Meer verschwindet» – darum posieren 200 Nackte für die Kamera

18.10.2021, 13:36

Rund 200 weiss angemalte Nackte haben an einer Kunstaktion am Toten Meer teilgenommen, um auf die fortschreitende Zerstörung des salzhaltigsten Meeres der Welt aufmerksam zu machen.

17. Oktober 2021, bei Arad, Israel: Rund 200 Nackte posieren für eine Foto-Installation des US-Künstlers Spencer Tunick.
17. Oktober 2021, bei Arad, Israel: Rund 200 Nackte posieren für eine Foto-Installation des US-Künstlers Spencer Tunick.Bild: keystone

Der US-Fotograf Spencer Tunick wolle mit seiner Fotoinstallation die Einrichtung eines Museums in der israelischen Wüstenstadt Arad unterstützen, das sich mit dem Toten Meer befasst, berichtete die «Times of Israel» am Sonntagabend.

«Das Tote Meer verschwindet», sagte Tunick dem Blatt. «Wir müssen einen Weg finden, den Meeresspiegel zu halten oder Süsswasser in das Tote Meer zu bringen, aber gleichzeitig die Wasserversorgung aller umliegenden Länder zu gewährleisten. Wasser ist Leben

Der Wasserstand des Toten Meeres, das zwischen Israel, dem Westjordanland und Jordanien liegt, sinkt seit Jahren. Am Ufer sackt stellenweise der Boden ab, Senklöcher entstehen. Der abflussfreie See wird vom Jordan gespeist und liegt mehr als 400 Meter unter dem Meeresspiegel.

Die Nackten waren in Anlehnung an die biblische Geschichte von Lots Frau weiss angemalt. Sie war laut der Überlieferung am Toten Meer zur Salzsäule erstarrt, weil sie sich trotz eines göttlichen Verbots auf der Flucht aus Sodom umdrehte und zurück auf die zerstörte Sünderstadt blickte.

Tunick hatte schon mehrmals Menschen für ähnliche Fotoinstallationen ans Tote Meer geholt.

(yam/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Alles hat seine Schattenseite, manchmal ist das aber nice

1 / 28
Alles hat seine Schattenseite, manchmal ist das aber nice
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Dieser Obdachlose wurde in wenigen Tagen mit seiner Kunst reich

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Flächendeckende Überwachung mit Gesichtserkennung erreicht in China ein völlig neues Level
Ein Bericht über ein neues Überwachungssystem in China alarmiert Datenschützerinnen und Menschenrechtsaktivisten. Doch auch im Rest der Welt breitet sich die Überwachung per Gesichtserkennung im öffentlichen Raum aus.

Eine chinesische Provinz baut ein Überwachungssystem mit Gesichtserkennung auf, um ausländische Journalisten und Studenten sowie andere verdächtige Personen verfolgen zu können. Wie aus der vorliegenden Ausschreibung der Provinz Henan hervorgeht, sollen 3000 Kameras mit nationalen und regionalen Datenbanken verbunden werden. Auch soll beispielsweise ein Alarm gegeben werden, wenn sich eine der betreffenden Personen im Hotel registriert, ein Flugticket kauft oder die Provinzgrenze überschreitet. Das Verfolgungssystem soll von 2000 Polizisten betrieben werden.

Zur Story