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Nackte Leiber für das Tote Meer

Nackte Leiber für das Tote Meer

13.09.2016, 16:0613.09.2016, 16:13
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Nackte Leiber für das Tote Meer
Grundgütiger! Feiert hier eine wilde Sekte ihr letztes Abendmahl? Nope, Fotograf Spencer Tunick hat mal wieder zugeschlagen, und schon liegen ihm 15 Modelle zu Füssen. (Bild: Spencer Tunick)
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Nackte Männer und Frauen stecken bis zu den Hüften im Sand am Toten Meer: Der US-Fotograf Spencer Tunick hat 15 Freiwillige aufgenommen, um auf das Verschwinden des salzhaltigsten Sees der Welt zwischen Israel, Westjordanland und Jordanien aufmerksam zu machen.

Dies teilte Tunicks Management am Dienstag mit. «Die Zukunft des Toten Meeres ist mir sehr wichtig», sagte Spencer Tunick laut Mitteilung. «Ich bin vor Ort gewesen, und wie Ihr alle sehen könnt, es ist ein Desaster.» Er forderte Israels Regierung zu einer Reaktion auf. Die Kunstinstallation fand am Westufer des Sees statt.

Der Wasserstand des Toten Meeres sinkt seit Jahren. Am Ufer sackt stellenweise der Boden ab, Senklöcher entstehen. Der abflussfreie See wird vom Jordan gespeist und liegt mehr als 400 Meter unter dem Meeresspiegel. Bereits vor fünf Jahren hatte Tunick 1200 Menschen für eine Foto-Installation ans Tote Meer geholt. Später badete er aus Protest selbst nackt in dem See.

Überall auf der Welt: Füdliblutt für Tunick

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Überall auf der Welt: Füdliblutt für Tunick
Bogota, Kolumbien, 5. Juni 2016. Tausende Menschen haben überall auf der Welt – auch in der Schweiz – nackt für den US-Fotografen Spencer Tunick posiert. Inzwischen mehr als 75 Mal.
quelle: epa / leonardo munoz
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Tunick fotografierte die Nackten am Toten Meer dieses Mal allerdings unter Geheimhaltung. Die Behörden seien nicht angetan gewesen von seinen neuen Plänen, sagte er laut der Nachrichtenseite «Ynetnews». Sie wollten vor allem nicht Touristen auf die Probleme aufmerksam machen.

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Mit seinen Aktionen mit nackten Menschenmassen, die er «Körperlandschaften» oder «soziale Plastiken» nennt, hat Tunick schon weltweit für Aufsehen gesorgt. So fotografierte er beispielsweise in Mexiko-Stadt eine Menschenmenge mit 18'000 Freiwilligen.

(sda/dpa)

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