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IKEA entschuldigt sich für Katalog ohne Frauenbilder in Israel

IKEA entschuldigt sich für diesen Katalog in Israel – weil etwas fehlt

18.02.2017, 08:1418.02.2017, 08:25
Ikea-Katalog in Israel
Titelblatt des israelischen Ikea-Katalogs, der sich an ultraorthodoxe Juden richtet.Bild: Ikea

Der israelische Ableger des schwedischen Möbel-Giganten Ikea hat sich für einen Katalog entschuldigt, in dem keine Frauen abgebildet sind. Mit dem Katalog wollte sich das Unternehmen an ultraorthodoxe Juden richten und diese als Kunden gewinnen.

Der Chef von Ikea in Israel, Schuki Koblenz, räumte ein, dass die Broschüre «nicht dem entspricht, wofür Ikea steht». Das Unternehmen entschuldige sich dafür. Der Katalog, in dem ausschliesslich Männer und Jungen abgebildet sind, war zusätzlich zum regulären Ikea-Katalog veröffentlicht worden.

Ikea-Katalog in Israel
Die «normale» Ausgabe.Bild: Ikea

Einem Bericht des israelischen Nachrichtenportals Ynet zufolge werden in der Broschüre Möbel angepriesen, die sich am Bedarf ultraorthodoxer Familien orientieren. Dazu zählten etwa Stockbetten und Bücherregale für umfassende Sammlungen jüdischer Glaubensrichtlinien. Ultraorthodoxe Familien sind üblicherweise sehr gross.

Ultraorthodoxe Juden machen rund zehn Prozent der Bevölkerung in Israel aus. Sie leben nach strengem jüdischen Glauben; einige halten sich dabei an eine strikte Geschlechtertrennung. Frauen und Mädchen werden aus Werbefotos, die sich an diese Bevölkerungsgruppe richten, häufig wegretuschiert.

Laut Ynet rief der Katalog «Verwirrung, Sarkasmus und Ungläubigkeit» hervor. Eine Ikea-Sprecherin in Schweden versicherte, das Unternehmen stehe «für gleiche Rechte». Die Möbelhaus-Kette ist mit knapp 400 Filialen in 48 Ländern vertreten. In Israel gibt es drei Filialen. (sda/afp)

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