International
Italien

Venedig verlangt noch mehr Eintritt für Touristen im Sommer 2026

Venedig verlangt Eintritt an noch mehr Tagen

19.11.2025, 14:5619.11.2025, 14:56

Venedig wird auch im nächsten Jahr Eintritt kosten: zehn Euro pro Tag. An insgesamt 60 Tagen zwischen Anfang April und Ende Juli werden Kurzbesucher in der italienischen Lagunenstadt 2026 zur Kasse gebeten, wie die Stadtverwaltung mitteilte.

Workers and orchestra members of Venice’s La Fenice theater, joined by other performing arts professionals, march through the city demanding the resignation of superintendent Nicola Colabianchi and ar ...
Anfangen wird das Verlangen des Eintritts Anfang April 2026.Bild: keystone

Nur wer frühzeitig bucht – mindestens drei Tage zuvor – kommt mit fünf Euro davon. Damit geht die umstrittene Regelung, die ursprünglich nur als Test deklariert war, bereits in die dritte Saison.

Eintritt müssen alle Tagesgäste zahlen – auch, wenn sie sich nur für ein paar Stunden in den Gassen rund um Markusplatz und Rialtobrücke aufhalten. Auftakt für die nächste Runde ist am 3. April, letzter Zahltermin der 26. Juli. Das sind abermals mehr Tage als zuvor: Im ersten Jahr wurde die weltweit einmalige Gebühr an 29 Tagen fällig, dann an 54. Zumindest wird es aber nicht teurer. Übernachtungsgäste bleiben ausgenommen. Sie müssen allerdings für jede Nacht eine Kurtaxe entrichten.

Viele mogeln sich immer noch um Eintritt herum

In diesem Jahr registrierten sich mehr als 720'000 Tagesbesucher, was der Stadt etwa 5,4 Millionen Euro in die Kassen brachte. Allerdings mogelten sich immer noch viele Besucher um den contributo di accesso – so heisst die Gebühr auf Italienisch – herum. Besonders streng kontrolliert wird bislang nicht.

Tourists walk in Venice, Italy, Friday, April 18, 2025, Venice on Friday launches for a second year a pilot program to charge day-trippers an entrance fee. (AP Photo/Antonio Calanni)
Italy Venice Tour ...
Touristen in den Gassen Venedigs.Bild: keystone

Das Geld soll helfen, den Massentourismus in der Stadt mit den vielen Kanälen und Palästen besser zu steuern. Kritiker wenden ein, dass der Eintritt kaum jemanden davon abhält, nach Venedig zu kommen: Die Stadt ist ohnehin teuer. Im historischen Zentrum leben heute noch annähernd 50'000 Menschen – weniger als die Stadt Hotelbetten hat. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Cafés mit neuen Regeln
1 / 5
Cafés mit neuen Regeln

Cafés leiden unter Gästen, die am Laptop arbeiten und so Sitze blockieren.

Auf Facebook teilenAuf X teilen
«Ruhe, Schweinchen!» – so reagiert Trump auf kritische Fragen der Medien
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
3 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3
Serbiens Studierende arbeiten auf Vucic-Absetzung hin – erneut Tausende auf den Strassen
In der serbischen Hauptstadt Belgrad haben Tausende Menschen gegen die Versäumnisse der Regierung im Schul- und Universitätsbereich demonstriert.
Die Demonstrierenden hörten Reden von Universitäts- und Schulleitern, die die Vernachlässigung des Bildungswesens und die Repression von Kritikern unter dem serbischen Präsident Aleksandar Vucic anprangerten, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur dpa beobachtete. Aufgerufen zu der Kundgebung hatte die serbische Studentenbewegung unter dem Motto «Wissen ist Macht».
Zur Story