International
Italien

Salvinis will «weniger Ausgaben» für Asylbewerber

Italian Interior Minister and Deputy Premier Matteo Salvini gestures as he talks during the 'Labor Festival' in Milan, northern Italy, Friday, June 29, 2018. (Daniel Dal Zennaro/ANSA via AP)
Flüchtlinge sollen weniger Geld erhalten und mehr kontrolliert werden, sagt Innenminister Matteo Salvini. Bild: AP/ANSA

Italiens Innenminister Salvini will «mehr Kontrollen, weniger Ausgaben» für Asylbewerber

25.07.2018, 06:0425.07.2018, 06:35

Italiens Regierung will die Leistungen für Flüchtlinge deutlich einschränken. Die Asylbewerber in dem Land sollten künftig nur noch ein Minimum an Geld und kaum Zugang zu Integrationsmassnahmen erhalten, ordnete Innenminister Matteo Salvini von der rechtsextremen Lega an.

«Mehr Kontrollen und weniger Ausgaben. Im Bereich Zuwanderung verändern sich die Dinge endlich, wie versprochen», erklärte er am Dienstag.

Laut Salvinis Anordnung sollen Integrationsmassnahmen wie Italienischkurse und Ausbildungen sowie psychologische Betreuung denjenigen vorbehalten sein, die bereits eine Aufenthaltsgenehmigung erhalten haben. Asylbewerber harren teilweise mehr als zwei Jahre in den Aufnahmezentren aus, bevor ein solcher Bescheid ausgestellt wird.

Medienberichten zufolge sollen Asylbewerber künftig noch etwa zwei 20 Euro täglich erhalten. Bisher erhalten sie zwischen 30 und 35 Euro täglich, in bestimmten Fällen bis zu 45 Euro. Den italienischen Staat kostet das jährlich fast drei Milliarden Euro. (sda/afp)

Endlich wieder Land unter den Füssen

Video: srf
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
5 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5
Trumps «Donroe-Doktrin» und was sie für die Welt bedeutet
Der US-Präsident überträgt ein Konzept aus dem 19. ins 21. Jahrhundert.
Der amerikanische Präsident James Monroe hielt 1823 eine Rede vor dem Kongress, in der er ausführte, dass die USA künftig keine fremde Einmischung mehr in Lateinamerika dulden würden. Damit wollte er die Europäer vor weiteren kolonialistischen Experimenten im US-amerikanischen Hinterhof warnen.
Zur Story