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Kolumbianische Polizei meldet grössten Kokain-Fund der Geschichte



Rekordfund in Kolumbien: Bei einem Einsatz im Nordwesten des Landes haben Sicherheitskräfte über acht Tonnen Kokain beschlagnahmt. Das Rauschgift sei in einem unterirdischen Versteck auf einer Bananenplantage im Department Antioquia entdeckt worden.

epa05309077 A handout picture released by the Colombian Police shows a Colombian Police officer standing guard in front of a display of confiscated packages of cocaine in Turbo, Colombia, 15 May 2016. At least eight-ton of cocaine was seized by the Colombian police, the biggest cargo confiscated in the history of the country, according to Colombian President Juan Manuel Santos. The drugs belonged to the major criminal gang of Colombia, the 'Clan Usuga', the Ministry of Defense reported.  EPA/COLOMBIAN POLICE -- BEST QUALITY AVAILABLE -- HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Hier liegen acht Tonnen Kokain. Bild: EPA/EFE/COLOMBIAN POLICE

Die Drogen haben einen Marktwert von schätzungsweise 240 Millionen Dollar. Drei Verdächtige seien festgenommen worden, teilten Polizei und Verteidigungsministerium am Sonntag mit. Präsident Juan Manuel Santos gratulierte Soldaten und Polizisten auf Twitter zum grössten Drogenfund der Geschichte des südamerikanischen Landes.

Das Kokain soll dem Verbrechersyndikat «Los Urabeños» gehören. Die Gruppe gilt als mächtigste kriminelle Organisation Kolumbiens und rekrutiert sich vor allem aus ehemaligen Kämpfern der rechtsgerichteten Paramilitärs. Sie ist in zahlreiche Morde und Vertreibungen verwickelt.

Die Bande soll pro Monat zwischen acht und zehn Tonnen Kokain über Mittelamerika und Mexiko Richtung USA schmuggeln und mindestens 60 Prozent des Drogenhandels in der kolumbianischen Pazifikregion kontrollieren. Zudem ist die Gruppe in illegalen Bergbau und Schutzgelderpressung verwickelt.

Grösster Kokainproduzent der Welt

«Das ist ein harter Schlag gegen die Finanzen der Urabeños und den Drogenhandel allgemein», sagte Verteidigungsminister Luis Carlos Villegas. Einsätze wie dieser stärkten das Vertrauen in die Behörden. Das beschlagnahmte Kokain soll dem stellvertretenden Chef der «Urabeños», Roberto Vargas alias Gavilán, gehört haben. Die Regierung hat ein Kopfgeld von 500 Millionen Pesos (163'000 Franken) auf ihn ausgesetzt.

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An dem Einsatz war auch eine Spezialeinheit beteiligt, die gezielt Jagd auf die Anführer der «Urabeños» macht. Eine ähnliche Gruppe hatte Anfang der 1990er Jahre den mächtigen Drogenhändler Pablo Escobar zur Strecke gebracht.

Kolumbien ist der grösste Kokainproduzent der Welt, gefolgt von Peru und Bolivien. Seit Jahresbeginn haben die Behörden über 90 Tonnen Kokain in Kolumbien beschlagnahmt. (sda/dpa/reu)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Jannabis420 16.05.2016 18:06
    Highlight Highlight "das ist ein harter Schlag gegen die..." - nein ist es nicht. Immer wenn jemand gebusted wird, ist schon der nächste am start. der Krieg gegen die Drogen ist längst verloren, nur eine Legalisierung aller Substanzen kann die organisierte Kriminalität schwächen, wann begreifen dass endlich mal alle?!
  • malu 64 16.05.2016 14:24
    Highlight Highlight Ein paar Kilos verbrennen, der Show wegen.
    Wieviel wieder in den Verkauf kommt, weiss niemand.
  • Johannes F 16.05.2016 10:42
    Highlight Highlight Kommt dann bei Narcos in der 10. Staffel
  • Vilkas 16.05.2016 10:19
    Highlight Highlight Die Problematik hierbei ist und bleibt die selbe wie bei den afghanischen Mohnfeldern. Mittlerweile dürfte ja auch bekannt sein, wer vom Drogenkrieg am meisten profitiert...
    Play Icon
    .be&t=2m38s
  • Beobachter 16.05.2016 09:09
    Highlight Highlight Es ist der blanke Hohn. Tagtäglich sterben in Kolumbien Menschen im Kampf gegen die Drogen....und hierzulande diskutiert man über die Liberalisierung, u.a. auch von Kokain. Kolumbien würde deshalb besser die Produktion legalisieren. In der Folge würden die Preise fallen, was wiederum viele Anbauer dazu bewegen würde, etwas Anderes anzupflanzen als Kokain. Sollen doch die Abnehmerländer in Europa und den USA selber schauen, wie sie das Ganze geregelt bekommen, wenn sie schon ständig über Liberalisierung reden. Es ist letztlich nämlich ein reines Problem der Nachfrage.
    • Der Kritiker 16.05.2016 13:06
      Highlight Highlight Vielleicht würde die Nachfrage sinken, wenn man in der Wirtschaft konsequent Dopingtests einführen würde ;-)
      Was hier wohl alles ans Licht käme?!?!?
  • Süffu 16.05.2016 08:58
    Highlight Highlight Hat da jemand vergessen seine Schmiergelder zu bezahlen oder stehen Wahlen an?
  • John M 16.05.2016 07:39
    Highlight Highlight Werden jetz wohl einige in Las Vegas eine gesunde Woche durchstehen müssen xD
  • Bär73 16.05.2016 07:13
    Highlight Highlight Richtig so...weg mit dem Dreck !!
    • zombie woof 16.05.2016 07:50
      Highlight Highlight Genau, die naechste Ladung braucht Platz
    • Retarded Wizard 16.05.2016 12:08
      Highlight Highlight Weg mit dir und deiner kontraproduktiven Einstellung.

Andrés Escobar wird nach einem Eigentor an der WM mit 12 Schüssen hingerichtet

2. Juli 1994: Der ehemalige YB-Verteidiger Andrés Escobar besiegelt Kolumbiens WM-Aus. Zehn Tage später ist er tot. Hingerichtet – mit zwölf Schüssen auf dem Parkplatz einer Bar in seiner Heimatstadt Medellin.

«Gooooool», Tor, soll Humberto Munoz Castro höhnisch geschrien haben, während er zwölf Mal den Abzug betätigte und Andrés Escobars Herz und Gesicht zerfetzte. Dies berichten Augenzeugen später beim Gerichtsprozess – an dessen Ende der Henker zu 43 Jahren Gefängnis verurteilt wird.

Die grausame Tat ist der blutige Höhepunkt einer Entwicklung, in deren Verlauf sich der kolumbianische Fussball immer aussichtsloser in den Fängen der einheimischen Drogenmafia verheddert.

Mitte der Achtziger Jahre …

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