International
Liechtenstein

Liechtenstein: Übernimmt neue EU-Sanktionen gegen Russland

Liechtenstein übernimmt weitere EU-Sanktionen gegen Russland

28.02.2024, 15:2028.02.2024, 15:20
Eu Flagge Fahne europäische union
Die EU hat jüngst, am zweiten Jahrestag des russischen Angriffs auf die Ukraine, ein neues Massnahmenpaket gegen Russland beschlossen. Bild: shutterstock.com

Die Regierung des Fürstentums Liechtenstein hat neue von der EU gegenüber Russland beschlossene Sanktionen autonom nachvollzogen, wie sie in einer Mitteilung schrieb. Damit würde das Land seine bisherige Politik konsequent weiterführen.

Die neuen Massnahmen sind Teil des 13. Massnahmenpakets gegen Russland, welches die EU am 23. Februar als zusätzliche Sanktionen beschlossen hatte. Das teilte das Fürstentum Liechtenstein am Mittwoch mit. Eine entsprechende Verordnung über Massnahmen im Zusammenhang mit der Situation in der Ukraine sei angepasst worden.

Im Rahmen dieses Pakets hat die Europäische Union Reise- und Finanzsanktionen gegenüber 106 Personen und 88 Einrichtungen erlassen. Bei den Personen handle es sich gemäss Mitteilung unter anderem um Führungskräfte in russischen Rüstungsunternehmen, in Unternehmen im Bereich Erdöl- und Erdgasförderung beziehungsweise der dafür benötigten Technik.

Unter den neu gelisteten Personen seien auch hochrangige Militärs und Kommandeure der russischen Streitkräfte sowie Funktionäre in den von Russland besetzen Gebieten in der Ukraine.

Umgehungshandlungen unterbinden

Das EU-Massnahmenpaket soll insbesondere dazu beitragen, die Möglichkeiten des russischen Militärs und der Rüstungsindustrie zu mindern und Umgehungshandlungen über Firmen aus Drittstaaten zu unterbinden. Zugleich soll damit der illegalen Deportation und Umerziehung von Ukrainern durch Russland entgegengewirkt werden.

Ebenfalls habe die Liechtensteiner Regierung beschlossen, die von der EU am 22. Februar neu erlassenen Sanktionen gegen sechs Personen und eine Organisation in der Republik Moldawien zu übernehmen. Diese würden aufgrund ihrer Verbindungen zu Russland und ihrer Handlungen zur Destabilisierung Moldawiens sanktioniert. (sda/lyn)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
«Melania» und die verschwundenen 75 Millionen Dollar
Melania Trump spricht über Melania Trump. Der von der First Lady in Auftrag gegebene, produzierte und präsentierte Dokumentarfilm ist in der Schweiz auf Prime Video verfügbar. Ein (sehr) langer, narzisstischer Sketch von knapp zwei Stunden, der absolut keinen Sinn ergibt.
Um «Melania» fast zwei Stunden lang ungeduldig zu ertragen, ohne in die Tischkante beissen zu müssen, muss man die eigenen politischen Ansichten und auch die Filmleidenschaft beiseitelegen können. Wie wahre Profis haben wir das an diesem Montagmorgen getan, wenige Minuten nachdem die Doku über die First Lady auf Prime Video erschienen ist.
Zur Story