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epa08241837 People wear protective face masks in front of a closed elementary school in Vo' Euganeo, Padova, Italy, 23 February 2020. Two deaths from the novel coronavirus sparked fears throughout northern Italy as about 50,000 people were poised for a weeks-long lockdown imposed by authorities trying to halt a further increase in infections. Italy on 21 February became the first country in Europe to report the death of one of its own nationals from the virus, triggering travel restrictions on about a dozen towns where the number of people contaminated has continued to rise.  EPA/NICOLA FOSSELLA

Polizei vor einer Schule im norditalienischen Vo' Euganeo. Bild: EPA

Liveticker

Coronavirus: 7. Todesopfer in Italien ++ Bund: «Corona gleich tödlich wie Grippe»



Das Wichtigste in Kürze

>> So kannst du dich vor dem Coronavirus schützen.

Liveticker: Coronavirus 17.02.2020

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19:46
Mann stirbt in Como
Nur wenige Kilometer von der Schweiz entfernt ist ein 62-jähriger Mann am Coronavirus gestorben. Er starb am Nachmittag im Spital von Como, wie der «Corriere della Serra» berichtet . Der stammt aus der Stadt Castiglione d’Adda, welche sich rund 50 Kilometer südlich von Mailand befindet.

Italienischen Medienberichten zufolge litt er schon vor seiner Ansteckung mit dem Coronavirus an mehreren chronischen Krankheiten und war auf Dialyse angewiesen. Die Zahl der Infizierten liegt nach Angaben des Zivilschutzes bei 229.
18:57
Coronavirus schickt Börsen auf Talfahrt
Das Coronavirus hat mit etwas Verzögerung verstärkt auf die Finanzmärkte durchgeschlagen. Die bisher an der Börse gezeigte Sorglosigkeit ist verflogen, so dass die Kurse an den Aktienmärkten weltweit ins Rutschen geraten sind. Aufwertungsdruck gab es dagegen auf sichere Anlagen wie Gold oder den Franken.

Bereits vor dem Wochenende war die Stimmung nach zwei aufeinanderfolgenden Minustagen angeschlagen, nach den neuesten Meldungen über die Ausbreitung des Virus in Südkorea und Italien beschleunigte sich das Abwärtstempo zum Wochenstart deutlich. Die Kurstafel am Schweizer Aktienmarkt war am Montag bei Handelsschluss tiefrot gefärbt.

Der SMI verlor am Montag rund 442 Punkte auf 10'713 Zähler. Das ist ein Minus von rund 3,6 Prozent und damit der stärkste Tagesverlust seit August 2015, als Sorgen um einen Konjunktureinbruch in China die Märkte unter Druck gebracht hatten. Die Verunsicherung lässt sich auch am als «Angstbarometer» bekannten Volatilitätsindex VSMI ablesen. Der Index stieg um mehr als einen Drittel auf den höchsten Wert seit rund einem Jahr. (awp/sda)
Coronavirus setzt Aktienmärkte unter Druck (Symbolbild)
16:41
Chinas Parlament verbietet Handel und Verzehr von wilden Tieren
Als Reaktion auf den Ausbruch des neuen Coronavirus hat der Ständige Ausschuss des chinesischen Volkskongresses den Handel und Verzehr wilder Tiere umfassend verboten. Die Entscheidung des parlamentarischen Gremiums folgt auf ein ähnliches behördliches Verbot, das die Marktaufsicht schon Ende Januar erlassen hatte.

Die Verfügung erstreckt sich auch auf wilde Tiere, die gezüchtet oder in Gefangenschaft gehalten werden, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Montag von der Sitzung des Ausschusses berichtete.

Die Jagd, der Handel und Transport für den Konsum sei damit verboten. Jeder Verstoss solle schwer bestraft werden, schrieb Xinhua. Auch der Einsatz von wilden Tieren in der wissenschaftlichen Forschung oder für medizinische Zwecke solle streng überprüft werden und sei genehmigungspflichtig. Der Ständige Ausschuss des Volkskongresses, der zwischen den jährlichen Plenartagungen des Volkskongresses die Entscheidungen trifft, forderte auch, die Aufsicht zu verstärken.

Wie schon das Virus hinter der Pandemie des Schweren Akuten Atemwegssyndroms (Sars) 2002/2003 stammt auch das Sars-CoV-2 genannte neue Virus von Fledermäusen. Es wird vermutet, dass es von einem anderen Tier als Zwischenwirt übertragen wurde. Viele der ersten Fälle der Infektionen wurden im Dezember auf den Huanan-Markt in der heute schwer betroffenen Metropole Wuhan in Zentralchina zurückgeführt, wo auch wilde Tiere zum Verzehr verkauft wurden. (sda/dpa)
16:27
«Das Wort Pandemie ist fehl am Platz»
epa08244194 WHO Director-General Tedros Adhanom Ghebreyesus holds a press conference about an update on the novel coronavirus COVID-19 disease at the World Health Organization (WHO) headquarters in Geneva, Switzerland, 24 February 2020.
Der Generalsekretär der Weltgesundheitsorganisation (WHO) beruhigt: «Wir sehen hier nicht eine weltweite Verteilung des Virus, das Wort Pandemie ist fehl am Platz.»
15:23
«Die Italiener haben Angst vor allem»
«Dass sich Pflegepersonal Sorgen macht, ist menschlich»
von Christoph Bernet
Beim Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner (SBK) reagiert man angesichts der sich häufenden Coronavirus-Fälle im Nachbarland Italien betont ruhig. Für das Pflegepersonal sei das Virus vor allem in Spitälern und Notfallstationen ein Thema, wo bereits Massnahmen geplant und umgesetzt würden, um Patienten und Personal vor einer potentiellen Infektion zu schützen, sagt SBK-Geschäftsführerin Yvonne Ribi (Bild) auf Anfrage von watson. Das Pflegepersonal werde vom Bundesamt für Gesundheit (BAG), Kantonen und Gesundheitsinstitutionen regelmässig und umfassend über die Schutzmassnahmen für Patienten und Personal informiert: «Bis heute haben wir keine Anhaltspunkte, dass der Informationsbedarf nicht gedeckt ist», so Ribi.
Beim SBK geht man davon aus, dass die Schweiz über genügend Schutzmaterial wie Atemmasken, Handschuhe und Schutzanzüge verfügt, mit dem das Pflegepersonal zum Schutz vor Infektionen ausgerüstet werden kann. SBK-Geschäftsführerin Yvonne Ribi erinnert in diesem Zusammenhang an die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers, «der alle erforderlichen Massnahmen treffen muss, um die Gesundheit seiner Mitarbeitenden zu schützen». Von Angst unter dem Pflegepersonal will Ribi im Zusammenhang mit dem Coronavirus auf Anfrage nicht sprechen. Gesundheitsfachpersonen würden die Risiken von Infektionskrankheiten kennen. Entsprechende Schutzmassnahmen seien im Spitalalltag implementiert: «Dass man sich Sorgen macht, ist menschlich. Aber unser Gesundheitswesen ist robust und sehr gut organisiert.»
14:55
Bundesrat Alain Berset im Video
14:47
Sechstes Opfer in Italien
Wie verschiedene Medien in Italien berichten, gibt es bereits ein sechstes Opfer. Demnach handelt es sich um eine 77-jährige Frau aus der Ortschaft Crema. Sie war Krebspatientin und wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Durch ihre Krebserkrankung sei sie jedoch gesundheitlich schon sehr angeschlagen gewesen.
14:34
«Langsam habe ich Angst»
14:19
Ende der Medienkonferenz
Bundesrat Alain Berset beendet die Medienkonferenz. Zum Abschluss sagt er, dass man die Situation rund um die Uhr überwache. Sobald sich etwas Neues ergebe, werde man wieder informieren.
14:13
Wie hoch ist die Sterblichkeitsrate beim Coronavirus?
Koch: Das sei sehr schwer zu beantworten, momentan seien die Einschätzungen mit einem grossen Unsicherheitsfaktor verbunden. Erst am Schluss der epidemischen Welle könne man diese Sterblichkeitsrate richtig berechnen. Stand jetzt gehe man jedoch davon aus, dass das Coronavirus eine ähnliche Sterblichkeitsrate aufweise wie die saisonale Grippe.
14:05
Muss das SBB-Personal und Grenzwächter im Zug bald Coronaverdachte melden?
Berset: Das sei sehr wohl möglich, allerdings gäbe es da viele Faktoren zu berücksichtigen. Die Mitarbeiter müssten geschult werden. Das müsste sehr genau geprüft werden. Man sei im Kontakt mit den jeweiligen Unternehmen.
13:57
Wie würde eine Städteabriegelung aussehen?
Ein Journalist fragt, wie eine Absperrung einer Stadt vonstatten gehen würde. Wer würde so etwas bestimmen? Das könnte nur durch den Bundesrat beschlossen werden, sagt Pascal Strupler. Das wäre aber erst der Fall, wenn ein Ausbruch völlig ausser Kontrolle wäre.
13:57
«Echte Tessiner haben keine Angst»

13:51
Keine Schweizer in abgesperrten Gebieten
Hans-Peter Lenz, Chef des Krisenmanagementzentrums, sagt, dass sich momentan keine Schweizer in den abgesperrten Gebieten in Italien aufhalten würden.
13:46
Keine grösseren Massnahmen
Strupler sagt, dass es in der Schweiz noch keinen bestätigten Corona-Fall gibt. Deswegen sind grössere Massnahmen wie die Absage von Grossanlässen oder Rekrutenschulen momentan nicht vorgesehen. Er habe Verständnis dafür, dass die Tessiner Angst hätten. Die Anrufe auf die bundeseigene Corona-Hotline hätten in den vergangenen Tagen zugenommen. Am Sonntag seien 270 Anrufe registriert worden. Die Gesundheit der Schweizer Bürger hätte oberste Pflicht und man würde die Situation genaustens im Auge behalten.
13:46
Ski-Weltcuprennen in Italien akut gefährdet
Der italienische Wintersportverband hat wegen der Coronavirus-Infektionen alle für diese Woche geplanten Wintersportveranstaltungen im ganzen Land gestoppt. Zuerst galt diese Massnahme nur für die Regionen Lombardei und Venetien, wurde dann aber auf alle Gebiete ausgedehnt. Über eine mögliche Absage der Weltcuprennen der Frauen in La Thuile muss die FIS entscheiden.

La Thuile liegt im Aostatal, das nicht zu den betroffenen Gebieten zählt. Italiens Skiverband steht dazu in Kontakt mit der FIS. Auf dem Programm stehen ein Super-G und eine Kombination. Wegen des Coronavirus wurden heuer bereits die im Februar geplanten Herrenrennen in China abgesagt und nach Saalbach verlegt. Auch das Weltcup-Finale ist in Italien vorgesehen, vom 18. bis 22. März in Cortina d'Ampezzo. (sda)
Italy's Nadia Franchini crosses the finish line to win a women's Alpine ski downhill race, in La Thuile, Italy, Saturday, Feb. 20, 2016. (AP Photo/Alessandro Trovati)
13:45
Engadin Skimarathon setzt Arbeitsgruppe zu Coronavirus ein
Am Montag reagierten auch die Verantwortlichen des Engadin Skimarathon auf die zunehmenden Fälle des Coronavirus in Norditalien. Das OK beobachte die Ausbreitung des Coronavirus «mit grosser Aufmerksamkeit» und habe eine Arbeitsgruppe dazu eingesetzt, schreiben sie in einer Mitteilung. Man stehe in engem Kontakt mit den Behörden.

Im Moment gehe man davon aus, dass die Veranstaltungen während der Woche und das Hauptrennen am 8. März wie geplant durchgeführt werden können. (sda)
ARCHIVE --- DER ENGADIN SKIMARATHON FINDET AM 11. MAERZ ZUM 50. MAL STATT. VON EINER RANDVERANSTALTUNG WENIGER SPORTBEGEISTERTER IM JAHR 1969 ENTWICKELTE SICH DER ENGADINER ZUR GROESSTEN LANGLAUFVERANSTALTUNG IN DER SCHWEIZ UND IST TEIL DER INTERNATIONALEN LANGDISTANZ-RENNEN "WORLDLOPPET" --- Cross-country runners in action shortly after the start of the Engadin Skimarathon, March 12, 1995 near Maloja. (KEYSTONE/Str)

Langlaeuferinnen und Langlaeufer in Aktion auf dem Silsersee beim Engadin Skimarathon, aufgenommen am 12. Maerz 1995 kurz nach dem Start in Maloja. (KEYSTONE/Str)
13:43
Vermehrte Tests
Laut Pascal Strupler, Direktor des Bundesamts für Gesundheit, sollen im Tessin vermehrt Menschen auf das Virus getestet werden. Die Anzahl Symptome, bei denen man auf das Coronavirus getestet wird, wurde zudem ausgeweitet. Die Spitäler im Tessin sollen dazu Unterstützung aus Genf bekommen. Auch werden Atemschutzmasken und andere Schutzutensilien ins Tessin geschickt werden.
13:36
Bund will Informationskampagne starten
Berset informiert über neue Massnahmen im Kampf gegen das Coronavirus. Ihm zufolge soll eine Informationskampagne an der Grenze zu Italien starten, um die Bewohner über das Virus zu informieren. Auch soll bei Arztbesuchen vermehrt auf das Virus getestet werden. Es gibt jedoch weiter keinen bestätigten Fall in der Schweiz. Er sei laufend in Kontakt mit den italienischen Behörden, sagte Berset. «Auch die Koordination zwischen dem Bund und den Kantonen läuft gut.»
13:32
Die Pressekonferenz mit Bundesrat Alain Berset geht los
13:14
watson im Tessin
12:37
Tourismus-Einbruch wegen Coronavirus kostet Asien Milliarden
Der Einbruch des Tourismus infolge der Coronavirus-Epidemie kostet einer Studie zufolge allein Asien bis zu 115 Milliarden Dollar an Wirtschaftsleistung. In einer am Montag veröffentlichten Untersuchung mit dem Titel «Urlaub in der Hölle» gehen die Experten der niederländischen Bank ING davon aus, dass Reisen nach und aus China so gut wie gänzlich gestrichen werden.

«Das ist offensichtlich eine starke Vereinfachung, aber sie passt zu einem Szenario, wonach die Epidemie auch nach ihrem Höhepunkt andauert», sagte Robert Carnell, ING-Chefvolkswirt für den asiatisch-pazifischen Raum. «Amtliche Reise-Einschränkungen könnten nur langsam aufgehoben werden, und die Reisenden bleiben möglicherweise noch längere Zeit vorsichtig.»
12:28
5. Todesopfer in Italien
In Italien ist eine 5. Person an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Es handelt sich um einen 88-jährigen Mann aus Caselle Landi in der Lombardei.
11:50
Stadtregierung beteuert: Keine Lockerung der Kontrolle von Wuhan
Mehr als vier Wochen nach der Abriegelung der schwer von dem neuartigen Coronavirus betroffenen Millionenmetropole Wuhan in Zentralchina haben die Behörden für Verwirrung über eine angebliche Lockerung der Kontrollen gesorgt.

Nachdem erst eine Mitteilung der Provinzregierung veröffentlicht worden war, das nach dem Ausbruch der Lungenkrankheit in Wuhan gestrandete Chinesen aus anderen Teilen des Landes die Stadt verlassen dürften, erklärte die Stadtregierung die Notiz für «ungültig» und zog sie wieder zurück.

Auch wurde mitgeteilt, dass das für die Veröffentlichung zuständige Personal «ernsthaft kritisiert» worden sei. Der Zugang zu Wuhan werde weiter strikt kontrolliert, hiess es in der neuen Mitteilung. Die Politik von Staats- und Parteichef Xi Jinping, die Verbreitung der Epidemie über Kanäle aus Wuhan und der Provinz Hubei zu verhindern, werde entschieden umgesetzt.

In der zurückgezogenen, umfassenden Mitteilung hatte es geheissen, dass die Betroffenen die Stadt verlassen dürften, wenn sie in gutem Gesundheitszustand seien - ohne Husten, Fieber und andere Symptome der Krankheit. Auch dürften sie keinen Kontakt zu Infizierten oder Fieberpatienten gehabt haben. Umgekehrt hätten demnach Bewohner von Wuhan, die wegen der Abschottung der Stadt nicht zurückkommen konnten, jetzt heimkehren dürfen.
15 Bilder, die zeigen, was gerade in Wuhan vor sich geht
15 Bilder
In Wuhan leben rund elf Millionen Menschen.
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10:52
Coronavirus schickt Börsen auf Talfahrt
Das Coronavirus schlägt mit etwas Verspätung nun verstärkt auf die Finanzmärkte durch. Die bisher gezeigte Sorglosigkeit ist verflogen, so dass die Kurse an den Aktienmärkten weltweit ins Rutschen geraten sind. Aufwertungsdruck gibt es dagegen auf sichere Anlagen wie Gold oder den Franken.

Bereits vor dem Wochenende war die Stimmung nach zwei aufeinanderfolgenden Minustagen angeschlagen, nach den neuesten Meldungen über die Ausbreitung des Virus in Südkorea und Italien hat sich das Abwärtstempo zum Wochenstart aber deutlich beschleunigt. Die Kurstafel am Schweizer Aktienmarkt ist am Montag tiefrot gefärbt.

Stärkster SMI-Verlust seit Ende 2018
Der SMI sackte in der ersten Handelsstunde um rund 3 Prozent auf noch knapp 10'800 Punkte ab. Er hat damit im Vergleich zum Freitagabend über 300 Punkte verloren - entsprechend ist auch der als «Angstbarometer» bekannte Volatilitätsindex VSMI um über einen Drittel angestiegen. Einen ähnlich deutlichen Einbruch erlitt der hiesige Leitindex zuletzt Ende 2018.

Die Investoren trennen sich insbesondere von Aktien aus dem Luxus- und Reisesektor, oder bei denen sie eine grosse Abhängigkeit vom asiatischen Wirtschaftsraum sehen. Neben AMS (-6,5%) sind dies etwa auch Richemont (-5,5%), Swatch (-6,2%) oder die Aktien des Reisedetailhändlers Dufry (-7,3%). Im Bereich von knapp unter oder leicht über 5 Prozent liegen die Verluste von weiteren konjunktursensitiven Aktien wie Kühne + Nagel, Adecco oder Logitech oder von Industrieschwergewichten wie Oerlikon, Georg Fischer, Bucher Industries oder Sulzer.

Auch der Dax in Deutschland oder der französische Leitindex CAC büssten über 3 Prozent ein, in Asien ging es zuvor vor allem in Südkorea markant nach unten.

Angst vor wirtschaftlichen Folgen
Die Entwicklung am Wochenende habe den Investoren vor Augen gehalten, dass es zu früh war, das Thema Coronavirus und die möglichen wirtschaftlichen Folgen als eingegrenzt zu betrachten, hiess es in Händlerkreisen.

Vor allem die Ausbreitung des Virus auf weitere asiatische Länder und die ersten Todesfälle in Europa haben am Wochenende die Schlagzeilen beherrscht. Investoren sind ob der Ausbreitungsgeschwindigkeit verängstigt. Entsprechend sind sichere Häfen wie der Goldpreis, der US-Dollar und auch der Schweizer Franken gefragt.

Das Euro/Franken-Währungspaar hat über Nacht kurz die Marke von 1,06 Franken unterschritten, was dem tiefsten Kurs seit Sommer 2015 entspricht. Der Goldpreis hat einen siebenjährigen Höchststand und kostete pro Feinunze zuletzt nur noch geringfügig weniger als 1'700 US-Dollar.
ARCHIVBILD ZUR MELDUNG, DASS DER SMI ZUM ERSTEN MAL 10'000 PUNKTE UEBERTRIFFT --- Aktuelle Kurse werden angezeigt an einer LED-Wand im Eingangsbereich der Neuen Boerse Zuerich-West des SIX-Hauptsitzes an der Pfingstweidstrasse, aufgenommen am Dienstag, 16. Mai 2017, in Zuerich. Mit dem Umzug des Hauptsitzes von der Selnaustrasse nach Zuerich-West werden die verschiedenen Unternehmensstandorte zusammengezogen. (KEYSTONE/Ennio Leanza)
10:36
Alain Berset gibt Medienkonferenz
Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) hat für Montagnachmittag um 13:30 Uhr zu einer kurzfristig einberufenen Medienkonferenz zur Situation des Coronavirus in der Schweiz geladen. Auch Bundesrat Berset wird Auskunft geben.
Sozialminister Alain Berset skizziert die Reform der zweiten Säule. Rentensenkungen hält er für zwingend. Die Ausfälle sollen mit höheren Einzahlungen ausgeglichen werden.
10:19
Wie sollen Ärzte reagieren bei Corona-Verdacht?
Der Bund hat folgende Liste für das medizinische Personal verschickt.
9:04
Viertes Todesopfer in Bergamo
Italien meldet ein viertes Coronavirus-Todesopfer: In Bergamo starb ein 84-jähriger Mann, der wegen bestehender Krankheiten im Krankenhaus «Papa Giovanni XXIII» stationiert war, wie die lombardischen Regionalbehörden mitteilen.
7:17
ÖBB: Keine Einschränkungen mehr im Bahnverkehr wegen Coronavirus
Nach der kurzzeitigen Unterbrechung des Zugverkehrs über den Brenner gibt es laut den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) keine Einschränkungen mehr auf der Strecke. Wegen des Verdachts auf das Coronavirus war am Sonntagabend ein Zug von Venedig nach München gestoppt worden. Der Eurocity konnte um kurz vor Mitternacht weiterfahren, nachdem Entwarnung gegeben wurde.

Der Verkehr auf der Strecke zwischen Deutschland und Italien sollte nun wieder nach Plan laufen, wie ein ÖBB-Sprecher am Montagmorgen sagte. Auch die Deutsche Bahn ging davon aus, dass der Zugverkehr mit Italien am Montag planmässig verläuft.
epa08242459 A view of the stopped train at the Brenner railway station at the border between Tyrol, Austria, and South Tyrol, Italy, seen from the Austria side on 23 February 2020. According to reports on 23 February 2020, the train travelling from Venice, Italy was stopped by Austrian authorities at the border at the Brenner pass, after two passengers with a fever were suspected of being infected with coronavirus causing the COVID-19 disease, they have since tested negative. Austria shortly suspended all the train traffic from Italy, where already three people have died and more than 130 are infected with coronavirus, but lifted it after a few hours.  EPA/Johann Groder
6:27
Gute Nachrichten aus Wuhan
epa08236569 A worker disinfects a recovered COVID-19 patient discharged from a temporary hospital outside the Tazihu Gymnasium in Wuhan, Hubei province, China, 21 February 2020 (issued 22 February 2020). The epidemic-stricken city plans to build 19 more makeshift hospitals to ensure enough beds for COVID-19 patients. The novel coronavirus (SARS-CoV-2) outbreak, which originated in the Chinese city of Wuhan, has so far killed more than 2,000 people with over 77,000 infected worldwide, mostly in China.  EPA/YUAN ZHENG CHINA OUT
Einen Monat nach der Verhängung drakonischer Reisebeschränkungen wegen des neuartigen Coronavirus für die chinesische Millionenmetropole Wuhan haben die Behörden die Restriktionen etwas gelockert.

Menschen ohne Wohnsitz in der Stadt dürfen nun von dort unter bestimmten Voraussetzungen fort reisen, wie die Behörden am Montag mitteilten. Diese Voraussetzungen sind, dass sie keine möglichen Symptome der Infektionskrankheit zeigen und keinen Kontakt zu Coronavirus-Patienten hatten.

Auch Menschen, die zwingende Gründe für ein Verlassen der Stadt nachweisen, können den Angaben zufolge eine Ausreisegenehmigung erhalten. Zu diesen Gründen gehört etwa, dass sie auf die medizinische Behandlung anderer Krankheiten ausserhalb von Wuhan angewiesen sind.

Alle Ausreisewilligen bedürfen einer behördlichen Genehmigung. Sie müssen sich zudem an ihren chinesischen Zielorten bei den dortigen Behörden registrieren und zwei Wochen lang auf ihren Gesundheitszustand überwachen lassen.
6:09
Das öffentliche Leben in Norditalien steht vielerorts still
epa08240980 Cemetery closed due to Coronavirus emergency in Casalpusterlengo, one the northern Italian towns placed under lockdown due to the new coronavirus outbreak, 23 February 2020. Two deaths from the novel coronavirus sparked fears throughout northern Italy as about 50,000 people were poised for a weeks-long lockdown imposed by authorities trying to halt a further increase in infections. Italy on 21 February became the first country in Europe to report the death of one of its own nationals from the virus, triggering travel restrictions on about a dozen towns where the number of people contaminated has continued to rise.  EPA/Paolo Salmoirago
In vielen Teilen Norditaliens steht das öffentliche Leben zur Zeit praktisch still. Regionalpräsident Luca Zaia kündigte an, der Karneval in Venedig werde genauso wie alle Sportveranstaltungen abgesagt, Museen und Schulen sollen in der gesamten Region Venetien bis zum 1. März geschlossen bleiben, kündigte. Der Karneval hätte eigentlich noch bis Dienstag laufen sollen.

Zahlreiche Sehenswürdigkeiten bleiben zu. Der Mailänder Dom sollte zum Beispiel als Vorsichtsmassnahme für Touristen bis mindestens Dienstag geschlossen bleiben. In Kirchen in der Lombardei und in Venetien fielen Gottesdienste aus.

Öffentliche Verkehrsmittel wurden eigens desinfiziert. Der Ausbruch traf auch die Mailänder Modewelt. Das Modehaus Giorgio Armani habe entschieden, die Büros und die Produktionsstätten an mehreren Standorten sieben Tage zu schliessen, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa.

Aus Sorge vor Problemen mit den Lebensmittellieferungen wurden am Wochenende in Mailand Supermärkte von Kunden regelrecht gestürmt. Desinfizierende Produkte und Atemschutzmasken sind in ganz Norditalien nur mehr schwer zu finden. Auch die Notrufnummern, die zur Meldung von Infektionsfällen eingerichtet wurden, wurden von besorgten Bürgern ausgiebig genutzt.
5:30
Zahl der Toten in China steigt stark an
Die Zahl der Toten durch die neuartige Lungenkrankheit in China ist stark angestiegen. Die nationale Gesundheitskommission in Peking berichtete am Montag in Peking weitere 150 neue Covid-19-Todesfälle – so viele wie noch nie innerhalb eines Tages.

Damit sind in der Volksrepublik schon 2592 Todesfälle zu beklagen. Die Zahl der neu nachgewiesenen Infektionen kletterte weiter um 409. Insgesamt sind in Festlandchina damit schon 77'150 bestätigte Ansteckungen registriert. Die überwiegende Zahl der neuen Todesfälle und Infektionen mit dem Sars-CoV-2 genannten Coronavirus wurden aus der schwer betroffenen Provinz Hubei in Zentralchina gemeldet.
04:46
Lieferengpässe bei Schutzmasken in Deutschland
Ein chinesischer Lungenspezialist erwartet, dass das Coronavirus in einer Woche seinen Höhepunkt erreicht haben wird. Bis dahin ist der Mundschutz ein probates Mittel gegen eine Ansteckung.
In vielen Apotheken in Deutschland sind Schutzmasken seit Wochen ausverkauft - und sie bekommen kaum Nachschub. «Es gibt wirklich erhebliche und umfängliche Lieferengpässe», sagte Thomas Porstner, Geschäftsführer beim Bundesverband des pharmazeutischen Grosshandels (PHAGRO).

«Im Alltag ist das aber unsinnig», sagte Bernd Salzberger vom Universitätsklinikum Regensburg, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie. Ein einfacher Mund-Nasen-Schutz, wie ihn Pfleger und Ärzte bei Eingriffen tragen, schütze nicht vor einer Ansteckung mit dem Virus Sars-CoV-2. Richtige Atemschutzmasken mit eingebautem Filter seien nur im medizinischen Bereich sinnvoll. (sda/dpa)
04:34
Tausende bei Uno-Sitzung in Genf
Wegen des neuartigen Coronavirus haben die Vereinten Nationen zur Sitzung des Uno-Menschenrechtsrats in Genf mit tausenden Teilnehmern besondere Vorkehrungen getroffen. Das Treffen beginnt am Montagmorgen, und über die nächsten vier Wochen werden dazu rund 10'000 Menschen im Völkerbundpalast in Genf erwartet, wie der Sprecher des Rates sagte.

Etwa 4000 reisten nach Schätzungen aus dem Ausland an. Darunter sind am Montag Uno-Generalsekretär António Guterres und der deutsche Aussenminister Heiko Maas.

An den Eingängen des imposanten Sitzungssaals mit der von dem spanischen Künstler Miquel Barceló gestalteten gewaltigen Kuppeldecke würden jeden Morgen Handdesinfektionsmittel verteilt, sagte die Uno-Sprecherin in Genf, Alessandra Vellucci.
04:04
Weitere 7 Todesfälle und 161 neue Infizierungen in Südkorea
Die südkoreanischen Gesundheitsbehörden haben zwei weitere Todesfälle in Verbindung mit dem neuartigen Coronavirus gemeldet. Zudem sei die Zahl der mit dem Erreger infizierten Menschen um 161 gestiegen, teilten die Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention am Montag mit. Insgesamt wurden damit bisher 763 Infizierungsfälle in Südkorea erfasst. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich auf sieben. In keinem anderen Land ausserhalb Chinas, wo Covid-19 im Dezember ausgebrochen war, wurden bisher mehr Infektionen gemeldet.
01:56
Züge dürfen nach Österreich fahren
Die rund 500 Passagiere, die stundenlang an Bord von zwei italienischen Zügen am Brenner festsassen, weiterreisen. Die staatliche österreichische Eisenbahngesellschaft ÖBB hatte am Sonntagabend mitgeteilt, alle Zugverbindungen über den italienisch-österreichischen Grenzübergang Brenner seien ausgesetzt, weil bei zwei aus Italien kommenden Bahn-Passagieren der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus bestehe.

Dann kam die Entwarnung aus dem österreichischen Innenministerium. «Die beiden coronaverdächtigen Personen wurden negativ getestet. Der Zug fährt daher in Kürze weiter», teilte Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) in einer Stellungnahme mit.

Bei allen Passagieren, die in Österreich ausstiegen, würden Identitätsfeststellungen vorgenommen, hiess es. Laut Innenministerium soll am Montag eine Task Force zusammenkommen, um über Grenzkontrollen mit Italien zu beraten.
Österreich stellt Zugverkehr mit Italien wegen Virus-Verdacht ein
Aus Furcht vor Coronavirus-Infektionen hat Österreich den Zugverkehr mit Italien komplett eingestellt. Die staatliche österreichische Eisenbahngesellschaft ÖBB teilte am Sonntagabend mit, alle Zugverbindungen mit dem Nachbarland seien ausgesetzt.

Grund sei, dass bei zwei aus Italien kommenden Bahn-Passagieren der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus bestehe. (sda/dpa)
Dritter Todesfall in Italien nach Coronavirus-Ausbruch
In Italien gibt es nach dem Coronavirus-Ausbruch ein drittes Todesopfer. Eine ältere, vorerkrankte Frau sei gestorben, sagte der Gesundheitsbeauftragte der Region Lombardei, Giulio Gallera, am Sonntag. Die Frau hatte in der Klinik von Crema in der Onkologie gelegen. (bal/sda/dpa)
Mailänder Scala sagte Aufführungen wegen Coronavirus ab
Wegen der Ausbreitung des Coronavirus in Norditalien hat die Mailänder Scala beschlossen, als Vorsichtsmassnahme vorerst alle ihre Aufführungen zu streichen. Schon am Sonntag wurde ein Auftritt der Sopranistin Aleksandra Kurzak abgesagt.

Die Aufführungen sollen solange ausfallen, bis die Behörden weitere Anweisungen geben werden, teilte das Opernhaus am Sonntag auf Twitter mit. Am 1. März beginnt das Mandat von Intendant Dominique Meyer, der von der Wiener Staatsoper zur Scala wechselt. Geschlossen wurde auch die Pinakothek Brera.

Die Lombardei hat am Sonntag die Schliessung von Schulen, Universitäten und Museen in der Region beschlossen. Auch Messen sollen ausgesetzt werden. (sda/apa)
Tessiner Spitäler stecken Grippe-Patienten in Quarantäne
Nach den ersten Fällen in Norditalien steigt im angrenzenden Tessin die Sorge um ein Übergreifen des Coronavirus. Notaufnahmen der Tessiner Spitäler haben bereits reagiert.

Der Tessiner Kantonsarzt Giorgio Merlani erklärte am Sonntag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, dass man die Lage und Entwicklung analysiere. «Die ganze Angelegenheit ist grösser als es anfänglich schien», sagte er. Im Laufe des Tages soll eine Medienmitteilung zum Coronavirus aus Tessiner Sicht veröffentlicht werden. Am morgigen Montag ist ein Infopoint vorgesehen.

Derweil haben die Notaufnahmen der Tessiner Spitäler bereits reagiert. Personen mit Grippesymptomen werden isoliert und in Quarantäne gebracht, wie die Sonntagszeitung «Il caffè della domenica» in ihrer heutigen Ausgabe berichtet. Dies gilt für alle Patienten mit solchen Symptomen; bisher war dies nur für Patienten vorgesehen, die sich in jüngster Zeit in China aufgehalten hatten. (cbe/sda)
Bund ruft Bevölkerung dazu auf, Ruhe zu bewahren
Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) ergreift trotz zunehmender Anzahl an Coronavirus-Erkrankten in Italien bislang keine weiteren Massnahmen wegen des Virus. Die Schweizer Behörden beobachten die Situation in Italien «genau». Gegenüber SRF sagt Daniel Koch vom Bundesamt für Gesundheit, dass die Tessiner Bevölkerung Ruhe bewahren und nicht in Panik verfallen sollte. Zwar komme es in Italien vermehrt zu Infektionen, aber es handle sich um eine lokale Welle. Einer Grenzsschliessung, wie sie einige Politiker im Tessin fordern, erteilt Koch eine Absage: «Es wäre unmöglich, in Europa eine epidemische Welle an einer Grenze zu stoppen». Dafür sei Europa zu stark vernetzt. Sollte es zu einer epidemischen Welle kommen, würden die Behörden mit adäquaten Massnahmen reagieren. In der Zwischenzeit erinnert Koch daran, die Hygienevorschriften zu beachten: Häufiges Händewaschen, Niesen in den Ellenbogen, Wegwerf-Taschentücher benutzen und wenn man krank sei, möglichst niemanden anstecken.
Auch die SBB hat bezüglich des grenzüberschreitenden Schienenverkehrs aktuell keine Massnahme getroffen. «Wir stehen in engem Kontakt mit dem BAG, welches Empfehlungen abgibt und Massnahmen anordnet», sagte Daniele Pallecchi, Mediensprecher der SBB. Für den grenzüberschreitenden Schienenverkehr müssten einheitliche Massnahmen gelten, da sich das Streckennetz zahlreicher anderer Transportunternehmen wie jenes der Rhätischen Bahn, der Deutschen Bahn und des Flixbus über die Grenzen erstrecke.
Zur Strategie der Schweiz gehört bisher, dass in der Schweiz wohnhafte Personen, die in Corona-Gebieten waren - insbesondere in China oder auf verschiedenen Kreuzfahrtschiffen auf asiatischen Gewässern - nach ihrer Rückkehr in Quarantäne gesetzt werden. In der Schweiz ist bis bislang kein Fall einer infizierten Person bekannt. Bisher waren alle 280 Verdachtsfälle negativ. Italien zählt aktuell die meisten Infektionen mit dem Virus SARS-CoV-2 in Europa. Nach den beiden Todesfällen, die am Freitag und Samstag gemeldet wurden, ist die Zahl der Infizierten inzwischen auf mehr als 100 gestiegen. (cbe/sda).
Drei weitere Todesfälle im Iran
Drei weitere Menschen sind im Iran an der neuartigen Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Sonntag stieg die Zahl mit Sars-CoV-2 infizierter toter Patienten im Land damit auf acht.

Die Zahl der insgesamt positiv auf das Virus getesteter Menschen stieg von 28 auf 40, so Ministeriumssprecher Kianush Dschahanpur im iranischen Staatsfernsehen.

In Japan ist mittlerweile der dritte Passagier des unter Quarantäne stehenden Kreuzfahrtschiffes «Diamond Princess» (Bild) gestorben. Das berichtet der japanische Fernsehsender NHK unter Berufung auf das Gesundheitsministerium. Es handle sich um einen etwa 80-jährigen Mann. Die «Diamond Princess» liegt im Hafen von Yokohama. (cbe/sda/dpa)
epa08229535 (FILE) - A bus carrying passengers of the Diamond Princess cruise ship, leaves the Daikoku Pier Cruise Terminal in Yokohama, Japan, 19 February 2020. (reissued 20 February 2020). According to local media reports two elderly passengers from the Diamond Princess have died.  EPA/TORU HANAI
11:51
BAG verhängt noch keine neuen Massnahmen
Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) beobachtet die Situation in Italien sehr genau, wie es am Sonntagvormittag auf Twitter mitteilte. Allerdings seien zurzeit noch keine neuen Massnahmen beschlossen worden. Das Vorgehen der Schweizer Behörden stösst bei einigen Politikern im Tessin auf Unmut. So forderte etwa Lega-Nationalrat Lorenzo Quadri dass allen italienischen Grenzgängern, die im Dienstleistungssektor arbeiten, der Zugang verweigert werde. Im Tessin sind rund 70'000 italienische Grenzgänger tätig. (cbe)
11:43
Über 100 Fälle in Italien – Karneval in Venedig abgesagt
In Italien steigt die Zahl der bestätigten Fälle von Corona-Infizierten derzeit stündlich. Aktuell liegt sie bei über 100, davon alleine 89 in der Region Lombardei. In Venedig soll der berühmte Karneval nach Angaben des Präsidenten der Region Venetien, Luca Zaia, abgebrochen werden.
Neuer Corona-Fall wenige Kilometer von Schweizer Grenze
Wie die italienische Zeitung «Repubblica» berichtet, wurde im Veltlin, wenige Kilometer von der Schweizer Grenze entfernt, bei einem 17-Jährigen das Coronavirus diagnostiziert. Der junge Mann soll in der Gemeinde Codogno in der Lombardei, wo bereits mehrere Corona-Fälle gemeldet worden sind, eine landwirtschaftliche Schule besuchen. Derweil wurden auch in Turin zwei weitere Corona-Fälle gemeldet. Die Zahl der Infizierten in Italien steigt damit auf 78. Fünf Regionen sind betroffen. Die Lombardei meldet 55 Fälle, Venetien 16, die Emilia-Romagna 2, Latium einen und das Piemont 3. Zwei Personen sind in Italien an den Folgen des Coronavirus gestorben. 11 Gemeinden mit gemeinsam rund 55'000 Einwohnern wurden von der Regierung abgeriegelt und die Bewohner angewiesen, ihre Häuser nicht zu verlassen. Öffentliche Anlässe wie Sportveranstaltungen oder Gottesdienste wurden abgesagt.
Two reporters stand in front of the San Biagio Church in Codogno, near Lodi, Northern Italy, Saturday, Feb. 22, 2020. A dozen northern Italian towns were on effective lockdown Saturday after the new virus linked to China claimed two fatalities in Italy and sickened an increasing number of people who had no direct links to the origin of the virus. The secondary contagions prompted local authorities in towns in Lombardy and Veneto to order schools, businesses and restaurants closed, and to cancel sporting events and Masses. (AP Photo/Luca Bruno)
10:06
Südkorea ruft höchste Warnstufe aus
Nach der rasanten Verbreitung des neuartigen Coronavirus in den vergangenen Tagen in Südkorea hat die Regierung die höchste Warnstufe für Infektionskrankheiten ausgerufen. Präsident Moon Jae In (Bild) gab die Entscheidung laut seinem Büro am Sonntag bekannt.

In einigen Tagen werde ein «kritischer Moment» im Kampf gegen Covid-19 erreicht sein, sagte Moon. Die Zentralregierung wie auch die Lokalregierungen sollten nicht zögern, beispiellose Gegenmassnahmen zu ergreifen.

Nach Angaben der Gesundheitsbehörden stieg die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit Sars-CoV-2 in Südkorea im Verlauf des Tags um 169 auf 602. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Erreger habe sich von vier auf fünf erhöht. (cbe/sda/dpa)
US-Präsident Donald Trump hofft weiter  auf einen Dialog über das Atomwaffenprogramm Nordkoreas. Er hat sich am Samstag telefonisch mit Südkoreas Präsident Moon Jae In (Bild) unterhalten. EPA/YONHAP SOUTH KOREA OUT NO SALES
Steigende Fallzahlen in Südkorea
Die Zahl der Neuerkrankungen mit dem Coronavirus in Südkorea ist um 123 auf 556 Personen gestiegen. Zudem sei ein vierter Mensch in Südkorea an den Virus-Folgen gestorben, teilt die südkoreanische Gesundheitsbehörde KCD am Sonntag mit.

In der chinesischen Provinz Hubei, die besonders stark von der Epidemie betroffen ist, stieg die Zahl der Neuerkrankungen derweil zum Vortag ebenfalls deutlich an. Am Sonntag habe es 630 neue Fälle gegeben, nach 366 am Samstag, teilen die Behörden mit. Die Zahl der Toten habe sich um 96 erhöht, nach 106 am Vortag. Damit liege die Zahl der Verstorbenen in Hubei nun insgesamt bei 2346. (sda/reu)
Sportveranstaltungen und Modeschau betroffen
In den norditalienischen Regionen Lombardei und Venetien wurden für Sonntag alle Sportveranstaltungen abgesagt. Davon betroffen sind auch die drei Serie-A-Spiele Inter Mailand gegen Sampdoria Genua, Hellas Verona gegen Cagliari Calcio und Atalanta Bergamo gegen Sassuolo Calcio. Am Nachmittag war bereits das Zweitliga-Spiel zwischen Ascoli Calcio und US Cremonese abgesagt worden.

In Mailand kündigte Modezar Giorgio Armani (Bild) im Gespräch mit der Agentur Ansa an, dass seine für Sonntag geplante Modeschau vor leeren Rängen abgehalten werde. Die Show als Teil der Modewoche werde lediglich als Livestream zu sehen sein, um die Gefahr einer Ansteclung mit dem Virus zu minimieren. (cbe/sda)
epa08125420 Italian fashion designer Giorgio Armani appears on the runway after the show by his label during the Milan Fashion Week Men's, in Milan, Italy, 13 January 2020. The Fall-Winter 2020/21 men's collections are presented at the Milano Moda Uomo from 10 to 14 January.  EPA/MATTEO BAZZI
Italien riegelt Städte ab
Die italienische Regierung will die Ausbreitung des Coronavirus im Norden des Landes stoppen und die am stärksten betroffenen Städte abriegeln. Das teilte die italienische Regierung am Samstagabend mit. «Das Betreten und Verlassen dieser Gebiete ist verboten», sagte Regierungschef Giuseppe Conte (Bild). Damit werden Zehntausende in diesen Gebieten lebende Menschen eingesperrt.
In zehn Gemeinden der Lombardei wurden Schulen und ein Grossteil der Geschäfte vorübergehend geschlossen. Rund 50'000 Einwohner sind aufgerufen, möglichst zuhause zu bleiben. Grossveranstaltungen wie Gottesdienste, Karnevalsfeste und Sportevents wurden verboten. Auch in Venetien wurden Massnahmen vorbereitet, die eine weitere Ausbreitung des Virus verhindern sollen.
epa08234009 Italian Premier Antonio Contes speaks to media as he arrives at the second day of a Special European Council summit in Brussels, Belgium, 21 February 2020. EU heads of state or government gather for a special meeting to discuss the EU’s long-term budget for 2021-2027.  EPA/JULIEN WARNAND
In Italien waren zuvor 76 Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 erfasst worden, zwei Menschen sollen daran gestorben sein. Damit ist Italien das europäische Land mit den weitaus meisten erfassten Sars-CoV-2-Infizierten. In Deutschland wurden bisher 16 Fälle gemeldet, in Frankreich zwölf, darunter ein Todesfall. Aus der Schweiz ist kein Fall bekannt.
Italiens Ministerpräsident Conte kündigte diese Notfallmassnahme nach Krisengesprächen mit der Zivilschutzbehörde des Landes an. «Das Ziel ist es, die Gesundheit der italienischen Bevölkerung zu schützen», sagt Conte.
Zunächst sollten die Sicherheitskräfte die betroffenen Regionen abriegeln. «Wenn nötig, werden es auch die Streitkräfte sein», fügte Conte hinzu. Wer versuche, die Absperrungen zu umgehen, dem drohe «strafrechtliche Verfolgung». Er setze dennoch auf Verständnis der Bevölkerung. Ein Aussetzen der innereuropäischen Reisefreiheit im Rahmen der Schengen-Zone sei vorerst nicht vorgesehen, sagte Conte.
Erste Ansteckungen im Piemont
Samstagmorgen hatten die Behörden noch zwei Infizierte in Venetien vermeldet und von insgesamt 29 jüngst erfassten Fällen in Italien gesprochen. Bis zum Samstagabend wurden landesweit mehr als 60 Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 erfasst.

In der Lombardei waren es 46 Nachweise, wie Behörden mitteilten. In Venetien stieg die Anzahl der nachgewiesenen Infektionen auf zwölf und am Abend wurde eine Ansteckung in der Region Piemont gemeldet, die mit dem Ausbruch in der Lombardei in Verbindung steht.

Damit ist Italien das europäische Land mit den weitaus meisten erfassten Sars-CoV-2-Infizierten. In Deutschland wurden bisher 16 Fälle gemeldet, in Frankreich 12, darunter ein Todesfall.
Höchste Aufmerksamkeit in Österreich
Nach den beiden Todesfällen in Norditalien gilt in Österreich erhöhte Aufmerksamkeit und Vorsicht, aber es gibt aber gemäss dem österreichischen Gesundheitsministerium nach wie vor keinen Grund zur Panik. In Österreich seien bisher bei 181 Verdachtsfällen Tests durchgeführt worden und alle seien negativ gewesen, hiess es am Samstag.
Schweiz hebt Quarantäne für Kambodscha-Heimkehrer auf
Nach negativ verlaufenen Tests auf den Corona-Virus sind am Samstag ein Dutzend aus Kambodscha in die Schweiz heimgekehrte Kreuzfahrt-Touristen aus der Quarantäne entlassen worden. Dies teilte das BAG mit.
Italien verbietet Karnevalfeste
In zehn Gemeinden der Lombardei wurden Schulen und ein Grossteil der Geschäfte vorübergehend geschlossen. Rund 50'000 Einwohner sind aufgerufen, möglichst zuhause zu bleiben. Grossveranstaltungen wie Gottesdienste, Karnevalsfeste und Sportevents wurden verboten. Auch in Venetien wurden Massnahmen vorbereitet, die eine weitere Ausbreitung des Virus verhindern sollen.
Zwei Menschen sterben in Italian an Coronavirus
In Italien sind am Samstag binnen weniger Stunden offenbar zwei Menschen am Coronavirus gestorben. In der Nacht auf Samstag wurde der erste Coronavirus-Tote in Italien gemeldet. Es handelt sich um einen 78-jährigen Patienten, der in Padua in der norditalienischen Region Veneto gestorben sei, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete.

Stunden später verstarb ein zweiter mit dem Coronavirus infizierter Patient. Es handelt es sich um eine 78-jährige italienische Frau, die mit einem infizierten 38-jährigen Mann in der Lombardei in Kontakt gekommen sein könnte, teilten die italienischen Gesundheitsbehörden mit.
Coronavirus verbreitet sich in Chinas Gefängnissen
In chinesischen Gefängnissen in mindestens drei Provinzen des Landes haben sich bislang mehr als 450 Insassen und 7 Aufseher mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Betroffen seien Haftanstalten in der schwer von der Lungenkrankheit Covid-19 betroffenen Provinz Hubei in Zentralchina, aber auch in Ostprovinzen Zhejiang und Shandong, wie die Zeitung «Global Times» an Freitag berichtete.

Als Konsequenz seien Verantwortliche der Haftanstalten und Justiz in Zhejiang und Shandong ihrer Posten entbunden worden. Allein in der Provinz Hubei seien 220 Infektionen gemeldet worden - in einem «handschriftlichen Bericht» der Gefängnisverwaltung, weil es kein computerbasiertes Meldesystem gebe, wie die Zeitung berichtete.
Schweizer Behörden nehmen über 20 Personen in Quarantäne
Die Schweizer Gesundheitsbehörden nehmen über 20 Personen in der Schweiz in Quarantäne. Damit wollen sie ausschliessen, dass das Coronavirus in die Schweiz gelangt. Bisher waren alle 280 Verdachtsfälle negativ.

Die Quarantäne dauert 14 Tage. Die Betroffenen sind angehalten, in ihrer Wohnung zu bleiben und den Kontakt zu Mitbewohnern zu vermeiden. Ansonsten machen sie sich strafbar. Die Kantone seien zuständig, dass diese Regeln eingehalten würden, sagte Koch. Die Personen seien aber «keine Gefangenen».

Laut dem EDA befinden sich noch immer Schweizer Bürger im Krisengebiet in Wuhan in der chinesischen Provinz Hubei. Die Botschaft sei mit rund einem halben Dutzend Personen und deren Partnerinnen und Partnern in Kontakt. Der Bund gebe für diese Personen keine Empfehlung ab, ob sie bleiben oder das Land verlassen sollten, sagte Lenz. «Sie können die Situation vor Ort am besten einschätzen.»
Zahl der Infektionen steigt in Südkorea unvermindert an
epa08233777 Medical workers transfer a suspected coronavirus patient from Daenam Hospital to another hospital, in Cheongdo, South Korea, 21 February 2020. Of about 600 patients and medical staff at the Daenam Hospital, 16 tested positive for COVID-19, health authorities said.  EPA/YONHAP SOUTH KOREA OUT
Einen Monat nach dem erstmaligen Nachweis eines Falls der neuen Lungenkrankheit Covid-19 in Südkorea ist die Zahl der Infizierten im Land den zweiten Tag in Folge sprunghaft gestiegen.

Die Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention meldeten im Verlauf des Freitags 100 neue Fälle. Nach 52 Fällen über Nacht seien bis zum Nachmittag (Ortszeit) 48 hinzugekommen. Damit stieg die Zahl der Menschen, die sich mit dem neuen Coronavirus angesteckt haben, in Südkorea auf 204. Es ist der bisher grösste bekannte Ausbruch ausserhalb Chinas. Bereits am Donnerstag hatte sich die Zahl der Neu-Infektionen verdoppelt.
Zweiter Italiener angesteckt
Ein 38-jähriger Italiener ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Mann befindet sich auf der Intensivstation des Spitals von Codogno bei Mailand, teilten die lombardischen Gesundheitsbehörden in der Nacht auf Freitag mit. Der Patient sei nicht in China gewesen. Er sei jedoch mit von dort zurückgekehrten Italienern in Kontakt gewesen. Der Mann ist der zweite Italiener, der am Coronavirus erkrankt ist. Ein 29-Jähriger aus der Region Emilia Romagna hatte sich in der chinesischen Stadt Wuhan angesteckt.

Für 19 Italiener die vor zwei Wochen aus Wuhan geflogen wurden, ging inzwischen am Donnerstagabend eine zweiwöchige Quarantäne zu Ende. Niemand wurde angesteckt.
China will Ende April den ersten Impfstoff testen
Chinas Regierung rechnet Ende April mit der klinischen Erprobung eines ersten Impfstoffs gegen das neue Coronavirus. Das sagte der Vizeminister für Wissenschaft und Technologie, Xu Nanping.
China meldet 118 neue Virus-Tote
An dem neuartigen Coronavirus sind in China nach offiziellen Angaben weitere 118 Patienten gestorben. Innerhalb eines Tages sei die Zahl der nachgewiesenen Infektionen um 889 gestiegen. In China gibt es 2236 Todesfälle und 75'465 bestätigte Infektionen. Dies teilte die Gesundheitskommission am Freitag in Peking mit. Experten rechnen allerdings mit einer sehr viel höheren Dunkelziffer.
52 neue Fälle in Südkorea
In Südkorea sind 52 weitere Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus bestätigt worden. Wie die für die Bekämpfung von Epidemien zuständige Behörde des Landes am Freitag mitteilte, wurden 39 der neuen Infektionsfälle bei Mitgliedern der Shincheonji Church of Jesus aus der Stadt Daegu nachgewiesen. Die offizielle Gesamtzahl der mit dem Virus infizierten Sektenmitglieder stieg damit auf mehr als 80.

Die Verbreitung des Virus in der Sekte ging nach Angaben der Behörden von einer 61-jährigen Anhängerin der Religionsgemeinschaft aus, die Virustests zunächst verweigert hatte und weiter zu Gottesdiensten gegangen war. Die Shincheonji-Gemeinschaft hat wegen des Virus landesweit ihre Einrichtungen geschlossen.
Proteste und Gewalt aus Angst vor Coronavirus in Ukraine
Ukrainian riot police run to push protesters, who planned to stop buses carrying passengers evacuated from the Chinese city of Wuhan, outside Novi Sarzhany, Ukraine, Thursday, Feb. 20, 2020. Several hundred residents in Ukraine's Poltava region protested to stop officials from quarantining the evacuees in their village because they feared becoming infected. Demonstrators put up road blocks and burned tires, while Ukrainian media reported that there were clashes with police, and more than 10 people were detained. (AP Photo/Efrem Lukatsky)
In der Ukraine ist es bei Protesten gegen die Krankenhausunterbringung von aus China wegen des Coronavirus ausgeflogenen Menschen zu Gewaltausbrüchen gekommen. Dutzende Demonstranten lieferten sich am Donnerstag vor dem Spital in der Kleinstadt Nowi Sanzhary gewalttätige Konfrontationen mit der Polizei.

Die aus Wuhan ausgeflogenen 72 Menschen – 45 ukrainischen Staatsbürger und 27 Ausländern – kamen trotz der Proteste bei dem Krankenhaus an. Die Ausgeflogenen sollen zwei Wochen in Quarantäne verbringen. Keiner von ihnen zeigte bei Untersuchungen durch chinesische und ukrainische Ärzte Symptome der Atemwegserkrankung Covid-19.
Investoren ziehen Geld von Asiens Börsen ab
Von den Asien-Börsen sind am Freitag wegen der sich ausweitenden Coronavirus-Epidemie weiter Mittel abgezogen worden. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index in Tokio lag im Verlauf 0,1 Prozent niedriger bei 23.457 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,46 Prozent im Minus. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans verlor 0,58 Prozent.
Baselworld soll trotz Coronavirus wie geplant über die Bühne gehen
Die Messeveranstalterin MCH Group will die Uhren- und Schmuckmesse Baselworld wie geplant durchführen. Man halte am Zeitplan fest und die Teams würden weiter an den Vorbereitungen für den geplanten Eröffnungstermin arbeiten, hiess es in einer Mitteilung am Donnerstag. Die Messe soll vom 30. April bis zum 5. Mai in Basel stattfinden. (awp/sda)
Neuenburger Bube aus der Quarantäne entlassen
Der 10-jährige Knabe aus dem Kanton Neuenburg, der in den Skiferien in Hochsavoyen mit einem am Coronavirus infizierten Kind in Kontakt gekommen war, ist aus der Quarantäne entlassen worden. Während 14 Tagen war der Knabe daheim geblieben.

Die Quarantäne sei am Mittwochabend aufgehoben worden, wie die Staatskanzlei des Kantons Neuenburg am Donnerstag bekannt gab. Der Knabe musste daheim bleiben, um eine mögliche Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Das Kind sei nicht krank, hatte der Kantonsarzt Claude-François Robert bereits am Dienstag gesagt. Es habe keinerlei Symptome entwickelt.

Der Bub hatte am 5. Februar während der Skiferien in Hochsavoyen in einem Bus fast 30 Minuten lang im Umkreis von zwei Metern eines anderen Kindes gesessen, das positiv auf das Coronavirus getestet worden war. (sda)
Zahl neuer Coronavirus-Fälle auf tiefstem Stand seit einem Monat
Die Zahl der in China täglich offiziell neu registrierten Ansteckungsfälle durch das neuartige Coronavirus ist auf den niedrigsten Stand seit fast einem Monat gesunken.

Wie die chinesische Regierung am Donnerstag mitteilte, wurden in China seit dem Vortag insgesamt 673 neue Ansteckungsfälle verzeichnet. 628 davon traten in der Provinz Hubei auf, von wo die Epidemie ihren Ausgang genommen hatte.

Die offizielle Gesamtzahl der Ansteckungsfälle in China stieg damit auf knapp 75'000. Hubei ist weiterhin die mit Abstand am stärksten von der Epidemie betroffene Region. Die Behörden haben die Provinz weitgehend von der Aussenwelt abgeschottet.

Der deutliche Rückgang der Fallzahlen in der chinesischen Provinz Hubei geht nach Angaben der Nationalen Gesundheitskommission allerdings auf eine neue Zählmethodik zurück.

Es seien jetzt alle Fälle aussortiert worden, bei denen zwar die Symptome der Viruserkrankung vorlägen, die Tests jedoch ein negatives Ergebnis ergeben hätten.
31 neue Fälle in Südkorea
Südkoreas Gesundheitsbehörden bestätigten 31 neue Fälle. Damit seien insgesamt 82 Erkrankte bekannt, teilen die Zentren für Seuchenkontrolle (KCDC) mit. Von den neuen Fällen gingen 23 auf einen Gottesdienst in Daegu zurück.
Zwei Passagiere der Diamond Princess gestorben
Nach Angaben japanischer Medien starben zwei Passagiere des Kreuzfahrschiffes «Diamond Princess» an der Infektion mit dem Coronavirus. Das Schiff hatte zwei Wochen lang vor Yokohama unter Quarantäne gestanden. Mehr als 600 der Menschen an Bord wurden positiv auf den Erreger getestet.
Studie: Ägypten, Algerien und Südafrika sind anfällig
In der Coronavirus-Krise sind Ägypten, Algerien und Südafrika laut einer Studie einem besonders hohen Risiko ausgesetzt. Grund seien die intensiven Handelsbeziehungen und Reiseaktivitäten zwischen den drei afrikanischen Ländern und China, heisst es in einer am Mittwoch in der medizinischen Fachzeitschrift «The Lancet» veröffentlichten Studie.

Glücklicherweise hätten die drei Länder die am besten aufgestellten Gesundheitssysteme des Kontinents, sagte die Autorin der Studie, Vittoria Colizza von der französischen Universität Sorbonne.

Afrikanische Länder hätten zuletzt ihre Vorbereitungen zum Umgang mit Covid-19-Fällen verstärkt. Dazu gehörten das Temperaturmessen bei der Einreise, Warnungen vor Reisen nach China und verbesserte Informationen für Gesundheitspersonal und die Bevölkerung.

Trotzdem seien einige Länder weiterhin schlecht ausgerüstet, um mit der Gefahr durch das Virus umzugehen. Länder wie Nigeria, Äthiopien, Sudan, Angola, Tansania, Ghana und Kenia bräuchten Unterstützung beim Aufspüren möglicher Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus und bei der Behandlung von Infizierten.
Erste Passagiere verlassen "Diamond Princess"
Nach zweiwöchiger Quarantäne wegen des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 sind am Mittwoch die ersten Passagiere von Bord des Kreuzfahrtschiffes «Diamond Princess» in Japan gegangen. Die Ausschiffung der rund 3000 Menschen auf dem Schiff werde mindestens drei Tage dauern, teilte die Regierung in Tokio mit.

Als erste Gruppe sollen rund 500 vor allem ältere Passagiere, die negativ auf den Erreger getestet und abschliessend von Ärzten an Bord befragt wurden, das Schiff verlassen. Sie würden in die Innenstadt von Yokohama oder zu anderen Bahnhöfen im Raum der Tokioter Nachbar-Metropole gebracht, meldete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo.

Wer zwar negativ auf das Virus getestet wurde, aber engen Kontakt mit später positiv getesteten Personen hatte, muss bis auf weiteres an Bord des Schiffes zur Beobachtung bleiben. Die Reederei werde entscheiden, wann ihre nicht vom Erreger betroffenen Crewmitglieder das Schiff verlassen, hiess es. Vor dem Schiff fuhren am Mittwoch Busse auf.

Die Zahl der positiv auf Sars-CoV-2 getesteten Passagiere und Crewmitglieder war bis zum Vortag auf 542 gestiegen. Alle Betroffenen wurden in örtliche Spitäler gebracht. Inzwischen seien sämtliche Personen an Bord getestet worden, hiess es. Anfänglich hatten sich rund 3700 Menschen an Bord der «Diamond Princess» befunden, darunter zwei Schweizer. (sda/dpa)
Inzwischen mehr als 2000 Menschen in China an Coronavirus gestorben
Die offizielle Zahl der Todesopfer durch das neuartige Coronavirus in China ist auf mehr als 2000 gestiegen. Wie die Regierung in Peking am Mittwoch mitteilte, starben weitere 136 Menschen an den Folgen der Infektion.

Die amtlich registrierte Zahl der Todesopfer in Festlandchina wuchs damit auf 2004 an. Nach Angaben des Gesundheitsausschusses der Regierung wurden weitere 1749 Infektionsfälle registriert. Die offizielle Gesamtzahl der Krankheitsfälle in Festlandchina nahm damit auf 74'185 zu. (sda/afp)
10:54
Neuenburger Schüler kann bald aus der Quarantäne
Der zehnjährige Bub im Kanton Neuenburg wird voraussichtlich bald aus seiner Coronavirus-Quarantäne entlassen. Die Massnahme soll nach Angaben des Kantonsarzt am Mittwoch um Mitternacht aufgehoben werden.

Der Schüler war in Frankreich mit einer an Coronavirus erkrankten Person in Kontakt gekommen. «Soweit wir wissen, verläuft die Quarantäne gut», sagte der Kantonsarzt Claude-François Robert am Dienstag der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Das Kind, das nicht krank sei, habe keinerlei Symptome entwickelt. Genaue Informationen zum Ende der Quarantäne sollen am Donnerstagmorgen folgen.

Während der Quarantäne musste das Kind zu Hause bleiben, und sein Zustand wurde täglich von einer Krankenschwester überprüft. Zudem musste der Knabe eine Maske tragen, wenn seine Eltern ihm die Mahlzeiten auf sein Zimmer brachten.

Während Skiferien in Hochsavoyen sass der Bub in einem Bus fast 30 Minuten lang im Umkreis von zwei Metern eines anderen Kindes, das positiv auf das Coronavirus getestet wurde. (sda)
"Westerdam"-Reisende warten noch auf Testergebnisse
Die auf dem Kreuzfahrtschiff «Westerdam» in Kambodscha gestrandeten rund 1000 Menschen müssen sich noch in Geduld üben. Die Coronavirus-Testergebnisse lagen am Dienstag noch nicht für alle vor. Bis alles geklärt sei, werde es wahrscheinlich einige Tage dauern, teilte die Reederei Holland America Line am Montag mit.

Am Wochenende war überraschend bei einer Passagierin auf der Heimreise ein Test auf das Coronavirus positiv ausgefallen. Viele hatten da schon das Schiff verlassen. Nun müssen laut Reederei dort noch 255 Passagiere und 747 Crewmitglieder auf eine Klärung warten.

Eine 83-jährige Amerikanerin war bei der Weiterreise in Malaysia getestet und ins Spital gebracht worden. Laut Reederei war ihr Zustand stabil. Unklar ist, wo sie sich angesteckt hat. Sie war in Hongkong zugestiegen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Malaysia war sie in jüngster Zeit nicht auf dem chinesischen Festland. (sda/dpa)
Coronavirus-Epidemie dürfte sich erst Ende April stabilisieren
Die Epidemie mit der neuen Lungenkrankheit in China wird sich nach Einschätzung eines führenden Experten möglicherweise erst Ende April stabilisieren. «Das ist eine sehr grobe Schätzung», sagte Zhong Nanshan, der Chef der Expertengruppe der chinesischen Regierung.

Mit einem Höhepunkt des Ausbruchs im ganzen Land sei voraussichtlich bis Ende Februar zu rechnen. «Den Höchststand zu erreichen, bedeutet aber nicht den Wendepunkt», betonte der renommierte Mediziner in einem Video von einer Videokonferenz mit Ärzten aus der Südprovinz Guangdong, über das die Zeitung «Nanfang Dushibao» (Southern Metropolis Daily) am Dienstag berichtete.

Zhong Nanshan sagte allerdings, dass die radikalen Massnahmen in China zur Eindämmung des Sars-CoV-2 genannten neuen Coronavirus wirkten. Durch die jetzt laufende Rückreisewelle von Wanderarbeitern nach den wegen des Virus verlängerten Ferien zum chinesischen Neujahrsfest erwarte er «möglicherweise keinen grossen Anstieg». Es seien sehr strenge Massnahmen zur Kontrolle der Reiseströme ergriffen worden, sagte Zhong Nanshan in dem Dienstag im Internet veröffentlichten Video von der Konferenzschaltung am Vortag. (sda/dpa)
Zahl der neuen Infektionen in China steigt um fast 1900
Die Zahl der neuen Virusfälle in China ist erneut um 1886 gestiegen. Innerhalb eines Tages waren weitere 98 Tote zu beklagen, wie die Gesundheitskommission am Dienstag in Peking berichtete.

Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen kletterte damit auf insgesamt 72'436 Fälle. An der Covid-19 genannten neuartigen Lungenkrankheit sind in Festland-China damit schon insgesamt 1868 Patienten gestorben.

Die meisten Fälle werden in Zentralchina in der schwer betroffenen Provinz Hubei gezählt. Allein aus der Provinzhauptstadt Wuhan wurden am Dienstag 1600 der neu erfassten Ansteckungen und 72 der neuen Todesfälle berichtet. (sda/dpa)
Spitaldirektor stirbt an Coronavirus in China
Zum ersten Mal ist in China ein Klinikchef der neuen Lungenkrankheit zum Opfer gefallen. Liu Zhiming, der Direktor des Wuchang Hospitals in der schwer vom Coronavirus betroffenen Metropole Wuhan, sei am Montag gestorben, berichtete am Dienstag die Nachrichtenagentur China News.

Ein Medizinerkollege berichtete demnach, der Chefarzt sei in gutem Gesundheitszustand gewesen und hätte selbst nicht erwartet, dass er an der Covid-19-Lungenkrankheit sterben würde. Am Freitag war schon eine 59-jährige Pflegefachfrau desselben Spitals an der Lungenkrankheit gestorben.

Im Kampf gegen das Sars-CoV-2-Virus haben sich schon mehr als 1700 medizinische Helfer wie Ärzte und Pflegekräfte angesteckt. Bis Ende vergangener Woche waren schon mindestens sechs Helfer daran gestorben, wie das chinesische Staatssender CCTV berichtet hatte. Der überwiegende Teil der Betroffenen war demnach in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei im Einsatz, in deren Hauptstadt Wuhan das Virus ausgebrochen war. (sda/dpa)
Coronavirus kippt Apples Umsatzprognose
Apple kassiert wegen der wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie die Umsatzprognose für das laufende Quartal. Bei iPhones gebe es Lieferengpässe, weil die Produktion in China langsamer hochgefahren werde als geplant, teilte der Konzern am Montag mit.

Ausserdem sei der Absatz von Apple-Geräten in China selbst zuletzt gedämpft gewesen, da viele Geschäfte - und auch die hauseigenen Stores der Firma - zeitweise geschlossen blieben. Aus diesen Gründen werde Apple die erst Ende Januar gemachte Umsatzprognose für dieses Vierteljahr verfehlen, hiess es.

Apple hatte unter Verweis auf die Coronavirus-Risiken damals bereits eine ungewöhnlich breite Spanne von 63 bis 67 Milliarden Dollar angegeben. Eine neue Prognose gab es jetzt nicht. Die Einschränkungen für das Geschäft seien nur vorübergehend, betonte der Konzern. Im Vorjahresquartal hatte Apple 58 Milliarden Dollar Umsatz erwirtschaftet.

Die Werke der Apple-Fertiger wie Foxconn und Pegatron sowie der wichtigsten Zulieferer befinden sich zwar ausserhalb der besonders vom Ausbruch der Lungenkrankheit Covid-19 betroffenen Provinz Hubei. Doch in China wurden auch anderswo die traditionellen Werksferien zum chinesischen Neujahrsfest verlängert, um eine Ausbreitung zu vermeiden. (sda/dpa)
17:00
Erfindermesse in Genf verschoben
Wegen des Coronasvirus wird die internationale Erfindermesse von Ende März auf September verschoben. Fast die Hälfte der Aussteller stammt aus Asien, ein Drittel davon aus China und ein Drittel aus Hongkong.

Wegen der Epidemie werde die Beschaffung von Visa und die Planung von Flugreisen nach Genf für Erfinder aus aller Welt immer schwieriger, begründete die Messeleitung am Montag ihren Entscheid. Sie legte die Zeit vom 16. bis 20. September als neues Datum für den Anlass fest.

Die 48. Internationale Ausstellung für Erfindungen hätte vom 25. bis 29. März im Palexpo stattfinden sollen. Im vergangenen Jahr hatten die Stände von 825 Tüftler und Forscher aus über 40 Ländern knapp 31'000 Besucher angelockt. (sda)

Apropos Erfindermesse: Letztes Jahr waren wir da...
15:32
Nach Flucht: Russin muss zurück in Quarantäne
Eine Frau, die im nordrussischen St. Petersburg aus der Coronavirus-Quarantäne ausgebrochen war, ist per Gerichtsentscheid zurück ins Spital zwangseingewiesen worden. Sie wurde am Montag gegen ihren Willen mit einem Krankenwagen direkt vom Gerichtsgebäude zur Isolierstation gebracht. Dies berichteten lokale Medien. Die Massnahme galt lediglich bis Mittwoch.

Die 32-Jährige hatte vor anderthalb Wochen in der Klinik das elektronische Schloss einer Tür geknackt und war aus dem Gebäude geflohen. Die Chefärztin hatte daraufhin das Gericht eingeschaltet. Russische Medien sprachen von einer beispiellosen Entscheidung, weil niemand gegen seinen Willen in Quarantäne gestellt werden dürfe. In dem Gerichtssaal trug niemand eine Schutzmaske. (sda/dpa)
12:58
Zwei Flugzeuge mit Kreuzfahrtpassagieren in USA gelandet
Hunderte US-Passagiere des in Japan wegen des Coronavirus Sars-CoV-2 unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiffes «Diamond Princess» sind in ihre Heimat ausgeflogen worden. Zwei von der US-Regierung bereitgestellte Charterflugzeuge hoben vom Tokioter Flughafen Haneda ab und landeten in der Nacht zum Montag (Ortszeit) auf US-Militärstützpunkten in Kalifornien und Texas.

Dies berichtete der Nachrichtensender Fox News. Das US-Aussenministerium hatte insgesamt mehr als 300 US-Bürgern, die sich auf dem Kreuzfahrtschiff befanden, eine freiwillige Rückreise angeboten. Sie sollen nun für 14 Tage in Quarantäne kommen.

Unter den zurückgebrachten Passagieren seien auch 14 Menschen, die in den vergangenen zwei bis drei Tagen positiv auf das Coronavirus getestet worden seien, hatten zuvor das US-Aussenministerium und das Gesundheitsministerium in einer gemeinsamen Erklärung mitgeteilt. Sie sassen demnach isoliert von den anderen Passagieren und sollen nun in geeignete Einrichtungen zur weiteren Behandlung gebracht werden. Dasselbe gelte auch für Menschen, die während des Rückflugs Symptome entwickelt hätten, hiess es in der Erklärung weiter.

Unklar war Fox News zufolge, in welcher der beiden Maschinen die 14 Infizierten ausgeflogen wurden. Der Sender CBS SF hatte indes berichtet, sie hätten sich in dem Flugzeug befunden, das am Sonntag kurz vor Mitternacht auf dem kalifornischen Luftwaffenstützpunkt Travis nahe Fairfield nordöstlich von San Francisco gelandet sei.

An Bord der «Diamond Princess» hatten sich rund 400 US-Bürger befunden. 44 waren positiv getestet und in Japan in örtliche Krankenhäuser gebracht worden. Das Schiff liegt seit zwei Wochen im Hafen der Stadt Yokohama nahe Tokio fest. Nach derzeitigem Stand haben bisher rund 20 der Infizierten von Bord schwerere Covid-19-Symptome entwickelt.

Unter den Passagieren ist auch ein Schweizer Paar. Das Aussendepartement EDA hatte mitgeteilt, die beiden Schweizer Staatsangehörigen seien bei guter Gesundheit und erhielten von der Schweiz konsularische Unterstützung. (sda/dpa)
epaselect epa08223406 A car leaves the Daikoku Pier Cruise Terminal where the Diamond Princess cruise ship is docked in Yokohama, south of Tokyo, Japan, 16 February 2020 (issued 17 February 2020). According to latest media reports on 17 February, another 99 passengers of the Diamond Princess cruise ship have been tested positive for the Covid-19 coronavirus, rising the total number of infections to 454 in the vessel.  EPA/FRANCK ROBICHON
11:03
Probleme in der Wirtschaft nehmen zu
Nach einer Umfrage der US-Handelskammer ist fast jedes zweite Unternehmen in den Regionen Shanghai, Suzhou, Nanjing und im Jangtse-Delta von Beeinträchtigungen durch fehlendes Personal im eigenen Betrieb oder bei Lieferanten betroffen. Befragt wurden von der American Chamber of Commerce (AmCham) gut 100 amerikanische Unternehmen. Knapp die Hälfte gab an, Betriebsschliessungen in China hätten sich auf ihre globalen Lieferketten ausgewirkt. Es fehlten die Arbeitskräfte, weil sie nicht reisen dürften oder unter Quarantäne stünden, erklärte AmCham-Präsident Ker Gibbs. «Das wird schwerwiegende Folgen für die globalen Lieferketten haben.»
11:02
Automesse Peking verschoben
Eine weitere Messe fällt dem Coronavirus zum Opfer: Die für Ende April geplante Automesse in Peking werde verschoben, teilte der Veranstalter am Montag mit. Die Messe ist gerade für die deutschen Autobauer ein wichtiger Termin, weil China für Volkswagen, BMW oder Daimler der weltweit grösste Einzelmarkt ist.
Peking verschiebt Volkskongress
Vor dem Hintergrund des Covid-19-Ausbruchs plant China, den diesjährigen Volkskongress zu verschieben. Der Führungskreis des Ständigen Ausschusses sei der Ansicht, es sei notwendig, die Einberufung auf einen «angemessenen Zeitpunkt» zu verschieben, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Montag.

Eine endgültige Entscheidung soll demnach in der kommenden Woche getroffen werden. Unter den fast 3000 Abgeordneten im Nationalen Volkskongress seien viele, die derzeit an vorderster Front gegen die Epidemie mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 kämpfen. Dies habe derzeit «oberste Priorität». Das wichtigste politische Treffen des Jahres findet eigentlich jedes Jahr ab dem 5. März in der Grossen Halle des Volkes statt. (sda/dpa)
Autoabsatz bricht wegen Coronavirus ein
Mit der Zeit werden ausserdem immer mehr wirtschaftliche Auswirkungen der Epidemie des Coronavirus sichtbar. So könnte sie nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) das Wachstum der Weltwirtschaft zwischenzeitlich hemmen. Das Wirtschaftswachstum könne geringer ausfallen, der Rückgang liege aber nur im Bereich von 0,1 bis 0,2 Prozentpunkten, sagte IWF-Chefin Kristalina Georgieva am Sonntag beim Weltfrauenforum in Dubai. Falls die Epidemie schnell unter Kontrolle gebracht werde, könne es nach einem schnellen Rückgang aber «einen sehr schnellen Wiederaufschwung» geben, betonte sie.

Zudem dürfte der Fahrzeugabsatz in China dem Autoverband CAAM zufolge angesichts der Virus-Ausbreitung im ersten Halbjahr um mehr als zehn Prozent sinken. Dies sei die Prognose unter der Massgabe, dass die Ausbreitung vor April effektiv eingedämmt sei, sagte CAAM-Vize-Chef Fu Bingfeng am Montag.

Für das Gesamtjahr werde ein Rückgang der Verkäufe auf dem weltgrössten Automarkt um rund fünf Prozent erwartet. Bisher hatte der Verband auf Jahressicht ein Minus von zwei Prozent vorhergesagt. (sda/dpa/afp/reu)
Neue Beschränkungen der Bewegungsfreiheit
Mit einem Fahrverbot für privaten Autoverkehr waren in der ohnehin weitgehend von der Aussenwelt abgeschotteten Krisenregion am Vortag neue radikale Beschränkungen der Bewegungsfreiheit erlassen worden. In Städten der Provinz dürfen nur noch Dienst- und Notfallfahrzeuge sowie Transporte mit Waren des täglichen Bedarfs auf die Strassen. (sda/dpa/afp/reu)
Zahl der Virusfälle in China übersteigt 70'000
Die Zahl der Infektionen mit dem neuen Coronavirus hat in China 70'000 überstiegen. Mit 105 neuen Todesfällen innerhalb eines Tages sind jetzt 1770 Todesfälle zu beklagen, wie die nationale Gesundheitskommission NHC am Montag in Peking mitteilte.

Die bestätigten Ansteckungen nahmen um 2048 zu und erreichten landesweit 70'548.

Besonders schwer ist in Zentralchina die 60 Millionen Einwohner zählende Provinz Hubei mit der Metropole Wuhan betroffen. Dort sind allein 58'182 Infektionen und 1696 Todesfälle durch das Sars-CoV-2 genannte Virus bestätigt. Das sind 1933 Infektionsfälle und 100 Tote mehr als am Vortag, wie die örtliche Gesundheitsbehörde am Montag mitteilte. (sda/dpa/afp/reu)
17:52
Schweizer aus Quarantäne in Südfrankreich zurückgekehrt
Fünf Schweizer sind mit drei chinesischen Angehörigen aus ihrer Coronavirus-Quarantäne in Südfrankreich entlassen worden. Sechs von den insgesamt acht Personen kehrten am Sonntag bei guter Gesundheit in die Schweiz zurück. Die Quarantäne war Samstag um Mitternacht zu Ende gegangen.

Das Aussendepartement EDA organisierte die Reise per Bus von Aix-en-Provence zurück, wie es in einer Mitteilung vom Sonntag heisst. Während ihrer Quarantäne seien die acht Personen aus der chinesischen Provinz Hubei vom Schweizer Generalkonsulat in Marseille betreut worden. Nicht alle hätten das Rückfahrangebot in die Schweiz annehmen wollen.

Rund 250 Personen wurden laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) bisher in der Schweiz auf das neue Coronavirus Sars-CoV-2 getestet. Noch ist kein Fall bestätigt worden. (sda)
16:05
Erster Toter in Europa
Die Zahl der Infektionen und Todesfälle durch das neue Coronavirus in China ist am Wochenende weiter gestiegen. Frankreich meldete den ersten Todesfall durch Covid-19 in Europa. Der chinesische Tourist erlag der Krankheit in einem Pariser Spital,wie die französische Gesundheitsministerin Agnès Buzyn am Samstag mitteilte. Es handle sich um einen 80-Jährigen aus der Provinz Hubei. Mehrere Schweizer kehrten nach Ende der Quarantäne aus Frankreich in die Schweiz zurück.

Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Sonntag mitteilte, starben an der Lungenkrankheit erneut 142 Patienten, womit die Gesamtzahl der Todesopfer in China auf 1665 stieg. Zudem wurden 2009 neue Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen. Seit Ausbruch der Krankheit wurden damit 68'500 Fälle in Festland-China bestätigt. Experten vermuten jedoch eine hohe Dunkelziffer. (sda/dpa/afp)
12:32
Schwer betroffene Provinz Hubei verbietet Autoverkehr
Im Kampf gegen das neuartige Coronavirus hat China in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei ein umfassendes Fahrverbot verhängt. In Städten der gesamten Provinz dürfen nur noch Dienst- und Notfallfahrzeuge sowie Transporte mit Waren des täglichen Bedarfs auf die Strassen.

Private Fahrten sind demnach nicht mehr zugelassen. Das geht aus einer Mitteilung der Regierung hervor. Die Provinz hat etwa 60 Millionen Einwohner.

In Hubei waren schon zuvor eine grosse Zahl von Städten, darunter auch die Provinzhauptstadt Wuhan, wo das Virus ursprünglich entdeckt worden war, abgeriegelt worden. In Hubei wurden landesweit die mit Abstand meisten Todesfälle und Infektionen mit der auf den Namen Covid-19 getauften Lungenkrankheit gemeldet. (sda/dpa)
Hat chinesische Regierung doch früher reagiert als angenommen?
Eine bislang unveröffentlichte Rede von Chinas Präsident Xi Jinping offenbarte, dass er offensichtlich schon früher als bislang bekannt an der Bekämpfung des Ausbruchs beteiligt war. In der auf Anfang Februar datierten Rede, die Staatsmedien am Samstag verbreiteten, sprach der Präsident demnach davon, dass er bereits am 7. Januar erste Anweisungen gegeben hatte, das Virus zu bekämpfen.

«Ich habe während einer Sitzung des Ständigen Ausschusses des Politbüros am 7. Januar gefordert, den Ausbruch einzudämmen», wurde der Präsident zitiert. Auch verdeutlichte die Rede, dass Xi Jinping persönlich die strengen Reisekontrollen in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei, wo zahlreiche Städte seit Wochen abgeriegelt sind, angestossen hatte.

Mit der Veröffentlichung will die Staatspropaganda offenbar demonstrieren, dass die Zentralregierung und der Parteichef bereits von Anfang an im Kampf gegen das Coronavirus engagiert waren. Allerdings ist damit auch klar, dass die stark unter Kritik geratene Lokalregierung nicht alleine die Entscheidungen traf.

In den vergangenen Tagen mussten in Hubei und der Provinzhauptstadt Wuhan, wo das Virus ursprünglich ausgebrochen war, eine ganze Reihe hochrangiger Politiker abtreten.

Zuletzt war immer mehr Kritik an der Untätigkeit oder langsamen Reaktion der Behörden auf den Ausbruch laut geworden. Für landesweite Bestürzung und Anteilnahme sorgte vergangene Woche der Tod des Arztes Li Wenliang, der frühzeitig vor dem Ausbruch des neuartigen Coronavirus gewarnt hatte, aber laut Berichten gezwungen wurde, diese «Gerüchte» nicht weiter zu verbreiten. Der 34-Jährige starb, weil er sich mit dem Virus angesteckt hatte. (sda/dpa)
Zahl der Todesopfer durch Coronavirus in China steigt auf über 1600
Die Zahl der Todesopfer durch das neuartige Coronavirus in China ist auf mehr als 1600 gestiegen. 142 Menschen starben landesweit an den Folgen der Erkrankung, wie die nationale Gesundheitskommission NHC am Sonntag mitteilte.

Damit stieg die Zahl der Todesopfer in China seit dem Auftauchen des Virus im Dezember auf mindestens 1665.

Die Gesundheitskommission meldete zudem 2009 neue Fälle einer Infektion mit dem Virus. Chinaweit infizierten sich damit bisher rund 68'500 Menschen. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle und Neuinfektionen ging jedoch nach Behördenangaben den dritten Tag in Folge zurück. (sda/afp/reu/dpa)
20:24
WHO-Chef beklagt gefährliche Kurzsichtigkeit bei Coronavirus
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Kritik am Umgang der internationalen Staatengemeinschaft mit dem neuen Coronavirus geäussert. Die Welt sei immer noch schlecht vorbereitet auf solche Epidemien, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Samstag bei der Münchner Sicherheitskonferenz.
epa08213542 Tedros Adhanom Ghebreyesus, Director General of the World Health Organization (WHO), speaks about the response on vcCOVID-19 after the conclusions of the Global Research and Innovation Forum, during a new press conference, at the World Health Organization (WHO) headquarters in Geneva, Switzerland, 12 February 2020. The disease caused by the novel coronavirus (SARS-CoV-2) has been officially named COVID-19 by the World Health Organization (WHO).  EPA/SALVATORE DI NOLFI
Es würden «Milliarden» zur Terrorbekämpfung ausgegeben, aber es werde zu wenig investiert, um auf die Gefahr durch einen Virus-Ausbruch vorbereitet zu sein. «Das ist gefährlich kurzsichtig», sagte Tedros.

Er kritisierte, dass die Finanzierung von Gegenmassnahmen durch die internationale Gemeinschaft nur «schleppend» anlaufe. Er rief dazu auf, die Vorbereitungen auf die Epidemie international zu verstärken. «China hat der Welt Zeit gekauft. Wir wissen nicht, wie viel Zeit», sagte Tedros. Er lobte Chinas entschlossenen Kampf gegen die Epidemie.

Der Generaldirektor der WHO äusserte sich zugleich besorgt über die steigenden Fallzahlen in China und die Zunahme von Infektionen unter Mitarbeitern des Gesundheitswesens. In Festlandchina erkrankten nach Behördenangaben inzwischen mehr als 66'000 Menschen an dem neuartigen Erreger. Mehr als 1500 Menschen starben daran.

Alle Länder müssten nun Vorbereitungen treffen, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern und Mitarbeiter im Gesundheitssystem zu schützen, forderte der WHO-Chef. Er verurteilte die Verbreitung von Gerüchten und Falschinformationen über das neuartige Coronavirus. Jetzt sei es an der Zeit, «uns zusammenzuschliessen und auf Grundlage von Fakten» neue Massnahmen zu treffen. (sda/afp)
17:05
Bill Gates warnt: Coronavirus könnte zu sehr schlimmer Lage führen
Das neuartige Coronavirus könnte die Welt nach Ansicht von Microsoft-Gründer Bill Gates möglicherweise in eine «sehr schlimme Lage» bringen. «Es stellt uns vor eine riesige Herausforderung», sagte Gates bei der Konferenz des weltgrössten Wissenschaftsverbands AAAS (American Association for the Advancement of Science) in Seattle.

«Es gibt viel, was wir nicht über diese Epidemie wissen, aber es gibt auch viel, was wir wissen, das zeigt, dass sie sehr dramatisch werden könnte - besonders, wenn sie sich in Gegenden wie dem südlichen Afrika oder dem südlichen Asien ausbreitet», sagte Gates weiter. «Diese Krankheit wird, wenn sie nach Afrika kommt, dramatischer sein als in China - und ich will das, was in China passiert, nicht verharmlosen.»

Die Stiftung von Microsoft-Gründer Gates und seiner Frau Melinda hat bereits rund 100 Millionen Dollar zur Bekämpfung des Virus und zur Entwicklung eines Impfstoffs zur Verfügung gestellt.
In this Feb. 1, 2018 photo, Microsoft co-founder Bill Gates and his wife Melinda take part in an interview with The Associated Press in Kirkland, Wash. The Gateses, as the world's top philanthropists, are rethinking their work in America as they confront what they consider their unsatisfactory track record on schools, the country's growing inequity and a president they disagree with more than any other. (AP Photo/Ted S. Warren)
Die Zahl der bestätigten Infektionen durch das neuartige Coronavirus in China stieg unterdessen auf mehr als 66'000. Ausserhalb des chinesischen Festlands sind im Rest der Welt bislang etwa 600 Erkrankungen bestätigt. Das Virus erreichte mit Ägypten auch das erste Land Afrikas.

Die neusten Entwicklungen

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Die Lage im Überblick

Es ist der erste grosse Covid-19-Ausbruch in Europa - und einer, der in seiner Dynamik schwer zu bremsen sein wird. Binnen weniger Tage ist die Zahl in Italien erfasster Infektionen auf über 130 geschnellt. Wie in China werden nun Städte abgeriegelt.

Ungeachtet drastischer Massnahmen zur Eindämmung steigt die Zahl der Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus in Italien unvermindert weiter. Bis zum Sonntagnachmittag waren bereits mehr als 130 Sars-CoV-2-Fälle erfasst.

Allein in der Lombardei sind inzwischen rund 90 Infektionen nachgewiesen, wie der Präsident der Region, Attilio Fontana, dem Sender SkyTG24 sagte. In Venetien gab es nach letzten Zahlen 24 Infizierte. Darunter seien zwei ältere Personen, die in Venedig im Krankenhaus seien, sagte der Präsident der Region Venetien, Luca Zaia.

Ausmass erschreckt

Stunden später verstarb ein zweiter mit dem Coronavirus infizierter Patient. Es handelt es sich um eine 78-jährige italienische Frau, die mit einem infizierten 38-jährigen Mann in der Lombardei in Kontakt gekommen sein könnte, teilten die italienischen Gesundheitsbehörden mit.

Das Ausmass des Ausbruchs in Italien erschreckt. Zum Vergleich: In der Schweiz gibt es noch keinen Fall. In Deutschland wurden bisher 16 Fälle gemeldet, in Frankreich zwölf. Italiens Vize-Gesundheitsminister Pierpaolo Sileri sagte dem Sender SkyTG24, er gehe von weiter steigenden Fallzahlen aus.

«Es ist klar, dass wir mehr Fälle haben werden.» Bis zum Sonntag waren zwei Tote als Covid-19-Opfer erfasst: ein 78-Jähriger in Vo (Venetien) und eine 77-Jährige in der Lombardei.

Die Regierung reagierte mit scharfen Massnahmen. Um die weitere Ausbreitung im wirtschaftlich wichtigen Norden des Landes zu unterbinden, werden die am stärksten betroffenen Städte abgeriegelt. Betroffen ist die Provinz Lodi (Lombardei) rund 60 Kilometer südöstlich der Metropole Mailand, wo rund 50'000 Menschen leben, sowie die Stadt Vo in der Provinz Padua (Venetien) mit rund 3000 Einwohnern.

Zunächst sollten Sicherheitskräfte die Regionen abriegeln, erklärte Ministerpräsident Giuseppe Conte. «Wenn nötig, werden es auch die Streitkräfte sein.» Wer versuche, die Absperrungen zu umgehen, dem drohe «strafrechtliche Verfolgung». In vielen Städten und Gemeinden wurden Schulen und ein Grossteil der Geschäfte vorübergehend geschlossen. Grossveranstaltungen wie Gottesdienste, Karnevalsfeste und Sportevents wurden abgesagt.

BAG ergreift vorerst keine weiteren Massnahmen

Ein Aussetzen der innereuropäischen Reisefreiheit im Rahmen der Schengen-Zone sei vorerst nicht vorgesehen, so Conte. Frankreich bereitet sich bereits verstärkt auf eine Ausbreitung von Sars-CoV-2 vor. Die Lage in Italien werde «aufmerksam verfolgt», sagte Gesundheitsminister Olivier Véran. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) ergreift bislang keine weiteren Massnahmen wegen des Virus. Die Schweizer Behörden beobachten die Situation in Italien nach eigenen Angaben «genau».

Auch auf der koreanischen Halbinsel spitzte sich die Lage zu: Die Regierung Südkoreas rief wegen des rasanten Anstiegs der Fallzahlen im Land die höchste Warnstufe für Infektionskrankheiten aus. In einigen Tagen werde ein «kritischer Moment» im Kampf gegen Covid-19 erreicht sein, sagte Präsident Moon Jae In am Sonntag.

Die Zentralregierung wie auch die Lokalregierungen sollten nicht zögern, beispiellose Gegenmassnahmen zu ergreifen. Die Zahl nachgewiesener Infektionen im Land lag am Sonntag bei gut 600, mindestens fünf Menschen starben.

Noch weitgehend unklar ist die Situation im Iran. Bis Sonntag waren dort 40 Infektionen erfasst. Acht Menschen starben bisher an Covid-19, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Die tatsächlichen Fallzahlen könnten aber weitaus höher liegen, wird befürchtet.

Nach Angaben des Ministeriums wurden in mehreren Städten die Schulen und Universitäten vorläufig geschlossen. Auch Kinos bleiben bis auf weiteres zu, Theater- und Konzertveranstaltungen wurden abgesagt.

Über 2400 Tote in China

In China, dem Ursprungsland von Covid-19, lag die Zahl offiziell erfasster Infektionen am Sonntag bei rund 77'000, mehr als 2400 Menschen starben demnach an der Lungenerkrankung.

Experten gehen aber von einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle aus. Das neuartige Coronavirus ist nach den Worten des chinesischen Staatschefs Xi Jinping die grösste Gesundheitskrise in China seit der Gründung der Volksrepublik 1949. (cbe/sda/dpa)

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