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Falsche Daten angezeigt: Die Probleme der abgestürzten Lion-Air-Maschine 



Bei der abgestürzten indonesischen Passagiermaschine der Lion Air hat es bei einem früheren Flug Probleme mit der Instrumentenanzeige im Cockpit gegeben. Die Technik der Boeing 737 lieferte bei einem Flug am Sonntag fehlerhafte Daten zu Flughöhe und Geschwindigkeit.

Dies berichteten der britische Sender BBC und die Unfallforscher-Webseite Aviation Safety. Der Vorstandschef von Lion Air, Edward Sirait, bestätigte der Nachrichtenagentur DPA am Dienstag, dass es solche Schwierigkeiten mit der Anzeige im Cockpit gegeben habe.

«Aber die Probleme wurden über Nacht gelöst. Lassen Sie uns die Untersuchung abwarten», sagte Sirait. Nach dem Absturz mit vermutlich 189 Toten am Montag ermittelt jetzt die indonesische Luftverkehrsaufsicht KNKT.

Die BBC und Aviation Safety zitierten aus einem internen Bericht über einen Flug mit der Maschine am Sonntag von Bali nach Indonesiens Hauptstadt Jakarta. Darin heisst es: «Fluggeschwindigkeit unzuverlässig und nicht übereinstimmende Höhe nach dem Start.» Aviation Safety zufolge gab es ähnliche Probleme auch bei dem Flug am Montag.

Auf der Suche mit Tauchrobotern

Unterdessen haben Spezialisten den Meeresboden der Javasee weiter nach den Trümmern des Flugzeugs abgesucht. Dabei setzten sie am vermuteten Absturzort Tauchroboter ein. Dies berichtete die Agentur Antara am Dienstagmorgen. Zunächst seien einzelne Wrackteile und später auch Leichenteile gesichtet und geborgen worden.

«Wir haben schon zehn Säcke mit Körper- und Wrackteilen geborgen», sagte Made Oka, Sprecher der nationalen Rettungsbehörde. «Aber die genaue Position des Flugzeugrumpfes ist noch nicht bekannt.»

Widodo lehnt Massnahmen ab – vorerst

Staatspräsident Joko Widodo wollte sich zunächst nicht zur Verantwortung der Fluggesellschaft äussern. «Jetzt konzentrieren wir uns darauf, den Flugzeugrumpf und die Opfer zu finden», sagte er am Montagabend in Jakarta. Über eventuelle Massnahmen gegen Lion Air müsse zu diesem Zeitpunkt nicht gesprochen werden.

Widodo lehnte auch Spekulationen über die Ursache des Absturzes ab. Sobald die «Black Boxes» – die Flugschreiber mit Aufzeichnungen aus dem Cockpit – gefunden und ausgewertet seien, könne die Diskussion fortgesetzt werden.

Die Maschine war nur wenige Minuten nach dem Start in Jakarta auf dem Weg zur Nachbarinsel Bangka ins Meer gestürzt. Die Behörden haben praktisch keine Hoffnung mehr, noch Überlebende zu finden. Bislang war bekannt, dass der Pilot der Maschine einen Notfall meldete und umkehren wollte. Kurz darauf brach der Kontakt ab. (sda/dpa)

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