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Luftfahrt

Turbinenwind tötet Touristin auf Karibikinsel Sint Maarten

Turbinenwind tötet Touristin auf berühmter Planespotter-Insel Sint Maarten

13.07.2017, 11:1613.07.2017, 22:53

Auf der Karibikinsel Sint Maarten ist eine Touristin vom Turbinenwind eines Flugzeugs weggeblasen und tödlich verletzt worden. Die 57-jährige Neuseeländerin hatte sich am Mittwoch am Zaun des Princess Juliana International Airports festgehalten.

Wie viele andere Touristen hatte sie den Start einer Boeing 737-800 am Maho Beach beobachten wollen, wie die Polizei mitteilte. Der starke Wind aus den Triebwerken habe die Frau fortgeblasen. Sie prallte mit dem Kopf gegen einen Betonblock und verletzte sich schwer. Im Spital erlag sie ihren Verletzungen.

Die Insel Sint Marteen ist bekannt für spektakuläre Flugzeuglandungen. Video: YouTube/HvdH-Plane-Spotter

Der Flughafen auf der zwischen den Niederlanden und Frankreich aufgeteilten Insel liegt gleich neben dem Maho Beach. Waghalsige Touristen, sogenannte «Planespotter», können von dort die startenden und landenden Maschinen beobachten.

Die Flugzeuge müssen aufgrund der Lage der Landebahn weniger als 30 Meter über den Köpfen der Touristen fliegen um zu landen. Obwohl es schon mehrere Vorfälle mit Verletzten in der Vergangenheit gab, ist dies laut Medienberichten wahrscheinlich der erste Todesfall. (sda/dpa)

Wenn der Flughafen das Reise-Highlight ist – die schönsten Airports der Welt

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14 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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7immi
13.07.2017 11:29registriert April 2014
Plane spotter sind in der regel keine waghalsigen touristen, sie fotografieren lediglich flugzeuge. Bitte hier nicht das hobby vieler topfotografen und aviatikfans in den dreck ziehen ;)
Tragisch ist der unfall aber, wenn auch selbstverschuldet...
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bcZcity
13.07.2017 11:30registriert November 2016
Tragisch, aber es hat Warnschilder dass man sich nicht Zaun auhalten soll. Selbst am nahen Strand ist der Wind von startenden Flugzeugen beträchtlich. Und es wurden schon Leute von herumfligenden Gegenständen am Kopf getroffen. Ein tolles Erlebnis ist es in jedem Fall, so nah kommt man bei Start und Landung nur an ganz wenigen Orten.
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Spi
13.07.2017 11:31registriert März 2015
Warum auch immer waghalsige Touristen als Planespotter gelten. Jedenfalls eine weitere Kandidatin für den diesjährigen Darwin-Award.
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