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2018 schon mehr als 1500 Flüchtlinge auf dem Mittelmeer ertrunken



Refugees and migrants are transferred to the SOS Mediterranee Aquarius rescue ship a day after being rescued by members of the Spanish NGO Proactiva Open Arms, after they tried to leave Libya and reach European soil aboard an overcrowded rubber boat, Monday, May 7, 2018. Italy's coast guard said Monday it had granted authorization for 105 migrants rescued at sea by a Spanish aid group to transfer to a sturdier boat after more than a daylong bureaucratic tussle left them exposed to the elements on the Mediterranean Sea. (AP Photo/Felipe Dana)

Bild: AP/AP

Mehr als 1500 Flüchtlinge sind nach Angaben der Uno in den ersten sieben Monaten dieses Jahres im Mittelmeer ertrunken. Mehr als die Hälfte von ihnen sei dabei im Juni und Juli ums Leben gekommen, teilte das Uno-Flüchtlingshilfswerk UNHCR am Freitag in Genf mit.

Demnach stieg die Zahl der Todesfälle, obwohl die Gesamtzahl der über das Mittelmeer nach Europa gekommenen Personen zuletzt deutlich zurückgegangen war.

Laut UNHCR gelangten seit Januar ungefähr 60'000 Flüchtlinge nach Europa. In den ersten sieben Monaten des Vorjahres waren es noch etwa doppelt so viele Personen. Spanien löste Italien mittlerweile als wichtigstes Ankunftsland ab. Dort kamen von Januar bis Juli rund 23'500 Menschen an – so viele wie im gesamten Jahr 2017.

Italien verzeichnete im Betrachtungszeitraum dagegen rund 18'500 Ankünfte; in Griechenland waren es zirka 16'000 Personen.

Das UNHCR rief die Staaten entlang der Hauptrouten erneut dazu auf, die Netzwerke der Schlepperbanden zu zerschlagen. Menschenschmuggler nutzten immer seeuntüchtigere Boote. Zugleich forderte sie die Anrainerstaaten dazu auf, den Kapitänen von Rettungsschiffen die Möglichkeit zur Anlandung von geretteten Migranten zu garantieren. Das seit langem geltende universelle Prinzip, Menschen aus Seenot zu retten, müsse verteidigt werden. (aeg/sda/afp)

Italien nimmt Teil der Flüchtlinge auf - mit einem Aber

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    Alle Leser-Kommentare
  • kafifertig 04.08.2018 16:37
    Highlight Highlight Offenbar schreckt die Zahl der Ertrunkenen die Asylanten nicht ab, und sie steigen munter weiter in die Boote. Ich vermute, die Opferzahl ist für eine Abschreckende Wirkung um einige Grössenordnungen zu klein.


    p.s.
    Zynismus und Sarkasmus machen das Dasein überhaupt erst erträglich.
    • Thadic 04.08.2018 22:43
      Highlight Highlight Hast du dir mal überlegt wie diese Menschen zu Nachrichten kommen? Ich glaube nicht, dass sie wissen was los ist. Entschuldige aber dir scheint nicht bewusst zu sein wie verzweifelt diese Menschen sind.
    • kafifertig 05.08.2018 01:04
      Highlight Highlight @Thadic
      Glaubst Du wirklich, sie können sich nicht informieren? Wenn ja, woher wissen Sie dann, dass sie nach Europa gehen sollen, um Asyl zu kriegen?
    • Thadic 05.08.2018 10:52
      Highlight Highlight Ich gebe es bald auf, denn du scheinst mir sehr wenig Einfühlungsvermögen und Vorstellungsvermögen zu haben: da sitzt ein 18 jähriger in Mali und merkt dass man in seinem Dorf definitiv keine Zukunft hat (er hat übrigens nicht selber entschieden auf die Welt zu kommen). Er weiss von anderen die nach Europa ausgewandert sind und einige davon schicken das Geld nach Hause. Fortsetzung folgt....
    Weitere Antworten anzeigen
  • Me, my shelf and I 04.08.2018 15:22
    Highlight Highlight Solidarität ist euch anscheinend ein Fremdwort.
    Ihr solltet euch schämen, so gegen die Ärmsten dieser Welt zu wettern, auf euren riesigen Scheisshaufen von Geld. Selbst ein Nothilfeempfänger in der Schweiz steht sicherer im Leben als eine Person auf der Flucht. Naja, ich denke, das ist mal wieder ein toller Beweis, dass Wohlstand und Sorglosigkeit den Charakter verderben.
    Ich denke bei eurem Bananenkonsum habt ihr Südamerika in 2 Tagen leergefuttert.
    Benutzer Bild
  • w'ever 04.08.2018 13:19
    Highlight Highlight ich frage mich was man sich in den flüchtlingsländern von europa so erzählt.
    - wenn du dort bist bekommst du haus und geld und brauchst nicht zu arbeiten?
    - sie schicken dich zurück, aber du bekommst sehr viel geld dafür?
    - jeder bekommt dort arbeit?
  • Posersalami 04.08.2018 10:34
    Highlight Highlight Hauptsache wir haben die Möglichkeit abgeschafft, das schon im Ausland Asyl beantragt werden kann. Gabs früher mal.

    Man kann gar nicht so viel kotzen, wie man in Angesicht der Nachrichten müsste.
  • Me, my shelf and I 04.08.2018 10:34
    Highlight Highlight Traurig(st), einfach nur traurig(st). Ich versuche denen, die es schaffen, so gut zu helfen wie möglich, aber an dieser Stelle möchte ich einen fetten Dank an die Engel auf dem Mittelmeer aussprechen, auch wenn sie momentan ihrer Arbeit nicht wirklich gut nachgehen können.
    Nur dank euch sind die Zahlen nicht noch viel höher.
    Ich ziehe meinen Hut vor euch.
  • überflüssig 04.08.2018 09:13
    Highlight Highlight 12 thayländische jugendliche in höhle gefangen: die ganze welt fiebert mit, spektakuläre rettungsaktion, medienecho.

    1500 afrikanische menschen ertrinken: selberschuld. nichts. rettung grundsätzlich eingestellt.

    schöne neue welt.
    ich glaube, dass wir sehr schlechten und gefährlichen strömungen unterliegen.

    und dass uns das am ende schaden wird. mehr als alle flüchtlinge es je könnten.




    • Thadic 05.08.2018 04:56
      Highlight Highlight Genau das habe ich auch gedacht.

      Traurig die vielen Blitze die du kriegst.
      Keine Argumente einfach nur Ablehnung.
  • Mguli 04.08.2018 09:06
    Highlight Highlight Warum kommen mehr Flüchtlinge in Spanien an? Weil Italien Östreich usw. etwas unternimmt! Und prompt verlegen die Flüchtlingsbosse mit Sitz in Europa ihre Willkommensrouten woanders hin!
  • derEchteElch 04.08.2018 08:59
    Highlight Highlight Dieses Titelbild spricht tausend Worte und alle sagen nur eins; solange diese Art von Migranten nicht konsequent nach Afrika zurück geschafft werden, ohne wenn und aber, wird es weiter solche Bilder geben.

    So ein Boot zu besteigen ist Selbstmord mit Vorsatz. Diese Leute nehmen ihren eigenen Tod bewusst in Kauf.

    Deswegen muss die Seerettung vor der Lybischen Küste und der Weitertransport nach Europa aufhören! Zurück nach Afrika und es wird keine Tote mehr im geben.

    Diese Umstände hat einzig Mutti Merkel mit Ihrer ewigen Willkommensbotschaft zu verantworten. Das muss aufhören.
    Benutzer Bild
    • Matti_St 04.08.2018 15:52
      Highlight Highlight Da Frontex die meisten Fluchtrouten schon in Afrika gestoppt haben, sterben mehr Menschen in der Sahara.
      Wer die Wüste überlebt hat, lässt sich nicht vom Mittelmeer stoppen.
      All diese Aussagen sind ein Witz. Europäer würden nach Asien flüchten, wenn hier eine Hungersnot ausbrechen würde. Und ja, dazu braucht es nur ein großer Vulkanausbruch. Haben wir in Europa schon erlebt.
      Aber das gute an dieser Situation, man kann jetzt schon schauen, wer für andere schauen wird und wer nicht. Dumm nur, wenn man dann selber auf Hilfe angewiesen ist.
    • Geophage 04.08.2018 20:55
      Highlight Highlight @derEchteElch

      Das Bild stammt vom April 2015 und wurde von Opielok Offshore Carriers geschossen. Darauf sind ganz klar nicht nur Schwarzafrikaner zu sehen. So viel zu "diese Art von Migranten". Sind Sie Hellseher? Wissen Sie vom blossen ansehen ob jemand Asylberechrigt ist? Sie scheinen eine übermenschliche Gabe zu besitzen. Von dieser sollten Sie zwingend an einer Grenze gerbauch machen. So zwischen Syrien und der Türkei fände ich gut.
      Benutzer Bild
    • Martin Peppone 05.08.2018 10:57
      Highlight Highlight Ganz so einfach ist das nicht.Jeder der ein Boot besteigt, macht das mit dem Vorsatz: ich überstehe das! Sonst würde er gleich Suizid machen. Mit Zuückschicken sind de Ursache des Migrtionsproblem nicht gelöst. UndAfrika lässt sie kaum mer rein!
      Hilfe vor Ort:Wirtschaftspolitik hier und dort die den Menschen in IHREN Ländern ein Überleben garantiert,Multis die ihre sozale Verantwortung wahrnehmen und faire Preise zu sicheren Arbeitsbedingungen garantieren,und sie nicht „ausnehmen“ wie heute, zu ihrem und unserem Profit! Und:die Menschen dort leben lassen wie SIE es wollen, nicht wie WIR wollen
  • Mguli 04.08.2018 08:57
    Highlight Highlight Das wird erst besser wenn die Schlepperorganisationen mit Sitz in Europa vernichtet sind. Merkt ihr eigentlich nicht, dass alles von Europa aus gesteuert ist, siehe Balkanroute! In Italien wird es auch nicht mehr lange Flüchtlinge geben!
    • dorfne 04.08.2018 12:23
      Highlight Highlight So ist es. Rund um die Schlepperei nach Europa tummelt sich das organisierte Verbrechen. Und wieviele kommen mit einem Schengenvisum per Flugzeug! Die lachen sich doch kapputt über unsere dumme Naivität.
    • Mguli 04.08.2018 16:01
      Highlight Highlight Mogag@ recht hast du! sehr guter Kommentar!
    • Me, my shelf and I 04.08.2018 16:29
      Highlight Highlight Sind wir hier an einem PNOS-Parteitag?
      Ich werd' nicht mehr. RIP humanity.
    Weitere Antworten anzeigen
  • dorfne 04.08.2018 08:57
    Highlight Highlight Die UNHCR ruft die Staaten auf, die Netzwerke der Schlepperbanden zu zerschlagen. Die UNO ist vor Ort, sie weiss doch immer so genau wieviele ertrinken, wie schlimm es in der Lagern ist usw..Dann sollte die UNO doch auch die Schwachstellen der Schlepperbanden kennen und wissen, wie man die bekämpfen könnte.Und was macht die UNO selber gegen das Schlepperwesen! Sie fördert es, indem sie Europa nonstop ein schlechtes Gewissen einhämmert
    • dorfne 04.08.2018 12:03
      Highlight Highlight Es geht noch weiter: Sie fördert es, indem sie Europa nonstop ein schlechtes Gewissen einhämmert wegen der Ertrunkenen. Nimmt Europa denn nicht alle, die auf dem Meer gesichtet und gerettet werden bei sich auf? Wozu dann immer dieses Anklagende nach dem Motto, ihr lässt sie ertrinken? Meine Schlussfolgerung: die UNO möchte, dass die Migranten in den libyschen Lagern abgeholt und direkt nach Europa gebracht werden. Niemand getraut sich, das offen zu sagen. Warum nicht?
  • Karl Marx 04.08.2018 08:39
    Highlight Highlight Wie kommen die Zahlen zustande? Könnten es nicht viel mehr sein oder weniger?
    • kafifertig 04.08.2018 16:38
      Highlight Highlight Natürlich sind es mehr. Wir wissen ja nur von denen die gefunden, oder gesehen wurden.
  • fräulein sarahs gespür für den Islam 04.08.2018 08:26
    Highlight Highlight Erst wenn diese Art der Migration nach Europa unterbunden wird, und diese Leute konsequent nach Syrien zurückgebracht werden, wird es aufhören.
    Solange auch nur EIN einziger Migrant, auf diesem Weg nach Europa kommt, wird das Ertrinken weitergehen.

    Aber dies wollen unserer angeblichen "Retter" eben nicht hören.
    • abuladze 04.08.2018 08:29
      Highlight Highlight Die Flüchtenden kommen mehrheitlich aus Ländern in Ost- und Westafrika.
    • Geophage 04.08.2018 08:43
      Highlight Highlight Nach Syrien? Haben Sie noch alle Latten am Zaun? Wer gibt diesem Kommentar einen Daumen nach oben? Seid ihr noch ganz bei Trost.
    • fräulein sarahs gespür für den Islam 04.08.2018 08:51
      Highlight Highlight Pardon, (habe mich gestern gerade mit Syrischen Freunden getroffen).
      Nach Lybien natürlich.

      Aber ich denke es eh klar um was es geht.

      Der Taxidienst nach Europa ist leider tödlich.

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