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Human Rights Watch wirft Palästinensern «systematische Folter» vor



Sowohl Sicherheitskräfte der Palästinenserbehörde im Westjordanland als auch der Hamas im Gazastreifen setzten «systematisch» Methoden wie Drohungen, willkürliche Festnahmen und Gewalt gegen Häftlinge ein, erklärte die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) am Dienstag. Dabei handle es sich möglicherweise um Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die vom Internationalen Strafgerichtshof geahndet werden könnten.

Die Sicherheitskräfte der Palästinenserbehörde foltern Gefangene dem Bericht zufolge mit Schlägen, Elektroschocks und Stresspositionen. Der Journalist Sami al-Sai, der 2017 wegen angeblicher Verbindungen zur Hamas festgenommen worden war, berichtete, er sei im Gewahrsam unter anderem geschlagen und mit Handschellen an der Decke aufgehängt worden. Er legte schliesslich ein Geständnis ab und kam drei Monate in Haft.

«Palästinensische Politiker reisen um die ganze Welt und sprechen über die Rechte der Palästinenser und betreiben gleichzeitig eine Unterdrückungsmaschinerie, um Kritiker zum Schweigen zu bringen.»

HRW-Büroleiter für Israel und die Palästinensergebiete, Omar Shakir

Auch im Gazastreifen werden Gefangene dem Bericht zufolge systematisch geschlagen und misshandelt. Beide Seiten gehen demnach gezielt gegen Häftlinge vor, die der Zusammenarbeit mit der Gegenseite verdächtigt werden.

«Unterdrückungsmaschinerie»

«Systematische Folter als Teil von Regierungspolitik ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit», sagte der HRW-Büroleiter für Israel und die Palästinensergebiete, Omar Shakir.

Seiner Einschätzung nach machen die Vorwürfe auch die Kritik der Palästinenser an Israel angreifbar: «Palästinensische Politiker reisen um die ganze Welt und sprechen über die Rechte der Palästinenser und betreiben gleichzeitig eine Unterdrückungsmaschinerie, um Kritiker zum Schweigen zu bringen», sagte Shakir der Nachrichtenagentur AFP.

Die Palästinenserbehörde wies die Anschuldigungen zurück und warf HRW vor, mit der US-Regierung verbündet zu sein. Die Hamas äusserte sich zunächst nicht. Die Hamas und die Fatah-Bewegung von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas sind verfeindet, seit die Hamas im Jahr 2007 die Kontrolle über den Gazastreifen erlangte. (whr/sda/afp)

Folter in Eritrea

Menschenrechte sind immer noch keine Selbstverständlichkeit

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Smeyers 24.10.2018 22:01
    Highlight Highlight Eigentlich spricht er über das offensichtliche das niemand gerne hört. Das trotz knapp 20 jähriger Autonomie die Palästinser immer noch Methoden anwenden in Terroristen manier um sich Respekt zu verschaffen. Dabei kommt der Bericht von i24 News „Gazan infiltrator prefers Israeli prison“ nicht von ungefähr. Lieber ein Israelisches Gefängnis als gefoltert von den eigenen Leuten.
  • Nik G. 23.10.2018 15:19
    Highlight Highlight "Palästinensische Politiker reisen um die ganze Welt und sprechen über die Rechte der Palästinenser und betreiben gleichzeitig eine Unterdrückungsmaschinerie, um Kritiker zum Schweigen zu bringen."
    Ah was?! Sicher nicht. Das kommt nun also sehr überraschend. Als hätte das nie jemand gewusst. Vielleicht ist man erst jetzt auf die Idee gekommen dies mal anzuschauen
  • Liselote Meier 23.10.2018 14:47
    Highlight Highlight Eine Menschenrechtsorganisation hat Objektiv zu sein, nicht Parteiisch. Da gehört eine Partei genau so rein der israelische Staat. Hat Folter genau so in seinem Repertoire.

    Zweitens Zitat Israelisches Aussenministerium bezüglich Internationaler Strafgerichtshof: "Das Gericht verfüge über keine Gerichtsbarkeit über die israelisch-palästinensische Angelegenheit, da Israel kein Mitglied des Strafgerichtshofs sei und die Palästinenserbehörde keinen Staat darstelle".

    Müsste er eigentlich Besser wissen.
    • Liselote Meier 23.10.2018 17:44
      Highlight Highlight Die nicht objektivität von Omar Shakir nehme ich zurück. Prangert auch die israelische Seite an, hat deswegen auch ein Einreise Verbot.

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