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Kurz vor dem möglichen Atombombentest inspizierte Kim Jong Un angeblich eine Wasserstoffbombe. 
Kurz vor dem möglichen Atombombentest inspizierte Kim Jong Un angeblich eine Wasserstoffbombe. 
Bild: AP/KCNA via KNS

Putin warnt vor «militärischer Hysterie» ++ Südkorea startet Militärmanöver

03.09.2017, 07:4605.09.2017, 11:09

Was du jetzt wissen musst:

  • Nordkorea meldete nach eigenen Angaben die «erfolgreiche» Zündung einer Wasserstoffbombe.
  • Am Sonntagmittag hat sich in der Nähe eines Atom-Testgeländes ein Beben der Stärke 6,3 in der Tiefe von null Metern ereignet.
  • Kurz vor den Beben hatte Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un verkündet, eine neue Wasserstoffbombe entwickelt zu haben.
  • China und Südkorea verurteilen den Atomtest aufs Schärfste.

Von wegen Versöhnung! Nordkorea-Diktator Kim Jong un provoziert weiter. Nordkorea hat einen neuerlichen Atomtest vorgenommen. Am Sonntagmittag hat sich in der Nähe eines Atom-Testgeländes ein Beben der Stärke 6,3 in der Tiefe von null Metern ereignet. Bei den vergangen fünf Atombombentests von Nordkorea ist noch nie eine solche Stärke erreicht worden. 

«Nach der Untersuchung der Daten kommen wir zu dem Schluss, dass es sich um einen Atomtest handelt», sagte der japanische  Aussenminister Taro Kono nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats am Sonntag.

Nur Stunden zuvor hatte Nordkorea Bilder vom Führer Kim Jong un veröffentlicht, auf denen er eine neu entwickelte Wasserstoffbombe inspiziert. Hat Kim die neue Superwaffe nun sogleich gezündet? 

Laut südkoreanischen Angaben war die Detonation durch den Atomtest fünf Mal so stark wie bei jener Atombombe, welche die Amerikaner 1945 über Nagasaki gezündet hatten. 

Epizentrum des Bebens sei der Bezirk Kilju gewesen, wo das Atomtestgelände liegt, hiess es unter Berufung auf Behörden. Die Regierung in Seoul habe eine Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats angesetzt. Nordkoreas Staatsmedien hatten vor dem Beben gemeldet, das Land habe eine neue Wasserstoffbombe entwickelt. Kurz darauf meldete Südkorea ein zweites Erdbeben der Stärke 4,6 in Nordkorea.

Reaktionen: Japan entzürnt

Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe erklärte am Sonntag, sollte es sich bei dem kurz zuvor gemessenen Erdbeben in Nordkorea tatsächlich um einen Atomtest gehandelt haben, sei dies «absolut inakzeptabel».

In der Vergangenheit waren auch erst seismische Aktivitäten gemessen worden, bevor festgestellt worden war, dass sie durch einen Atomtest ausgelöst worden waren.

Zuvor hatte Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un verkündet, sein Land habe jetzt auch eine Wasserstoffbombe entwickelt, mit der eine Interkontinentalrakete (ICBM) bestückt werden könne.

Grösste Provokation in der Ära Trump

Sollten sich die Befürchtungen über den neuen Atomversuch bestätigen, wäre es die grösste Provokation Kim Jong Uns seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump.

Trump hatte «militärische Optionen» nicht ausgeschlossen, um Nordkoreas Machthaber daran zu hindern, sein Atom- und Raketenprogramm weiter zu entwickeln. Auch hatte der US-Präsident mit «Feuer und Wut» gedroht, was Sorgen vor einem bewaffneten Konflikt in Ostasien anfachte.

Erst vergangene Woche hatte Nordkorea eine Mittelstreckenrakete getestet, die dabei über den Norden Japans flog. Auch gabe es zwei Tests mit einer ICBM im Juli. Der UNO-Sicherheitsrat hatte nach den ICBM-Tests die bisher strengsten Wirtschaftssanktionen gegen Pjöngjang verhängt.

(amü/sda/dpa)

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